Hallo zusammen,
Bitte hat jemand Erfahrung mit Fonds-Renten Plänen? Ich bin selbstständig und muss meine Rente aufbauen, kann aber eben nur monatlich einen gewissen Betrag auf die Seite legen.
Habe mir jetzt als Vorschlag die LifeLine Invest Fonds Rente der Continentale Lebensversicherung anbieten lassen.
Klingt eigentlich sehr gut auf meine Verhältnisse zugeschnitten: monatliche Ansparung, Vertrag flexibel, Aussetzung oder Sonderzahlungen möglich ohne Kosten, garantierte Rente 20 Jahre - wird im Todesfall auf Erben ausgezahlt.
Nun habe ich aber leider gar keine Ahnung mit Geldanlagen bzw. Rentenvorsorge.
Kennt jemand vielleicht diesen Fond?
Auf was müsste ich aufpassen bzw. was muss ich genau lesen im Kleingedruckten?
Ziel ist, mit monatlicher Ansparung zumindest einen Teil meiner Rente zu sichern. Derzeit (außer Lotto fällt vom Himmel) kein größerer Betrag zur Anlage vorhanden, außerdem kenne ich mich mit Aktien etc. gar nicht aus. Daher suche ich eher etwas konservatives, SICHERES (sollte das Geld weg sein, bin ich blank), was trotzdem für mich als Selbstständige flexibel sein muss....
Vielen Dank für alle, die sich die Zeit nehmen zum Antworten! Habe in anderen threads schon gesehen, dass hier wirklich tolle Antworten kommen mit ganz handfesten Tips!
LG
Suresnes
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Ergebnis 1 bis 10 von 49
Thema: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
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29.12.2006, 19:04
Erfahrungen zu Fonds-Renten?
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29.12.2006, 23:11
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Dann beginne doch erst einmal mit einem ganz simplen tagesgeldkonto und spare so etwas zusammen. In einigen Wochen hast du dich soweit gebildet, dass du Ahnung von Geldanlagen hast.
Und soviel sollte da sein, ein gutes von einem schlechten Angebot zu unterscheiden.
Dann hättest du nämlich diese Frage schon n icht mehr nötig. Lass die Finger weg
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29.12.2006, 23:41
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Hi Putorius,
danke für die Antwort. Tagesgeldkonto zum ersten Ansparen und für die nötige Sicherheitsreserve an Liquidität habe ich schon.
Weiterbilden möchte ich mich gerne - das hier war Teil des Versuches
Irgendwelche konkreten Vorschläge, wo und wie ich mich weiterbilden kann?
Warum Finger weg?
LG
Suresnes
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30.12.2006, 11:50
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Finger weg ist ganz einfach:
Das Geld, welches du einzahlst, wird in den ersten Jahren nur dafür verwendet, die Vertriebs- und Verwaltungskosten der ganzen Laufzeit zu begleichen. Und gerade als Selbstständiger solltest du darauf achten, etwas flexibel zu sein. Wenn in drei oder vier Jahren mal die Geschäfte schlecht laufen, kannst du möglicherweise die Beiträge nicht mehr bezahlen. Aber du hast dafür die Kosten schon beglichen.
Und das Geld, welches in den ersten Jahren nur zur Kostendeckung verwendet wird, steht einer Verzinsung natürlich nicht zur Verfügung.
Den richtigen gewinn mit dieser Anlage macht nur das Vermittlerunternehmen und die Versicherung.
Leg dein Geld erst einmal auf dem tagesgeldkonto an und beschäftige dich mit dem Thema. Und wenn du dir hier einige Threads mit dem Thema durchgelesen hast, dir auch etwas Grundverständnis aus Büchern eingelesen hast, kannst du einen ordentlichen Berater finden, der dich gut versorgt.
Auf jeden Fall gehören Versicherungen nicht zu den Instrumenten, mit denen man sich richtig Vermögen aufbaut. Sicher sind die nur für die Versicherung selbst und für den "Berater".
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02.01.2007, 08:51Inaktiver User
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Hallo Zusammen.
Erstmal die besten Wünsche für ein gesundes und glückliches Jahr 2007!
Den Ausführungen von Putorius kann ich so nicht zustimmen.
Gerade bei Selbständigen kann eine Police durchaus Sinn machen, da ein Selbständiger gerade im Krisenfall etwas nicht hat, was ein Angestellter oder Arbeiter hat, nämlich die Pfändungsfreigrenze. Eine Pfändung könnte also die komplette Altersvorsorge-Kapitalanlage eines Selbständigen vernichten.
Aus diesem Grund wurde im Dezember 2006 das Gesetz zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge beschlossen. Entspricht also eine Rentenpolice diesen Vorgaben, wäre diese also durchaus einen zweiten Blick wert.
Darüber hinaus ist es unter gewissen Voraussetzungen möglich, daß die Beiträge zu einer solchen Altersvorsorge-Police durch die eigene Firma bezahlt werden (mindert also gerade in guten Geschäftsjahren den Gewinn und damit die Steuerzahlungen) und man kann die Erträge dann in Zeiten niedrigerer Steuerbelastung (Ruhestand) genießen. Hierfür also unbedingt einen Termin mit dem Steuerberater vereinbaren. Diese kann dann auch zur angeratenen Höhe der Beiträge Tipps geben.
Im Grenzfall wird eine Police oft auch bei den Banken als höhere Sicherheit anerkannt als z.B. Investmentfonds. Bei Investmentfonds werden bei einigen Banken auch nur hauseigene Fonds akzeptiert. Ein Selbständiger kann also, um einen vorübergehenden Engpass zu überbrücken, seine Sicherheiten durch eine Police durchaus erhöhen. Dies jedoch sollte nicht ausschlaggebend sein und ist nur ein Tipp am Rande.
Darüber hinaus ist bei der Police auch bei kleineren Beiträgen eine gute Streuung in verschiedene Fonds (mehrerer Kapitalanlagegesellschaften) möglich, was bei der Einzelanlage schon einen gewissen, deutlich höheren Beitagsaufwand erfordert. Gezielte Streuung erhöht ja bekanntermaßen die Sicherheit von Anlagen.
Allerdings bin ich der Meinung, daß die o.g. Police mit einem deutlichem Kostenabschlag gezeichnet werden sollte, als diese zur Zeit angeboten wurde. Im Hause Continentale ist dies durchaus möglich. Mit erheblich niedrigeren Kosten und den o.g. Vorteilen (und evtl. noch weiteren) ist eine Police in einigen Fällen also durchaus sinnvoll.
Schöne Grüße
justii
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02.01.2007, 13:46Inaktiver User
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Zitat Putorius:
"Finger weg ist ganz einfach:
Das Geld, welches du einzahlst, wird in den ersten Jahren nur dafür verwendet, die Vertriebs- und Verwaltungskosten der ganzen Laufzeit zu begleichen. "
Immer wieder das gleiche kurzsichtige Geschwafel...
1. Werden bei sorgfältiger Wahl eines Versicherers in den ersten Jahren nicht sämtliche Kosten zu 100 % dem Vertrag belastet, sondern nur Teile - somit bleibt auch einiges für die Kapitalanlage in den ersten Jahren übrig ( ich hatte das im Sommer 2006 anhand britischer Versicherer schon mal ausführlich aufgeführt )
2. Wie Justii ganz richtig anmerkt, können Kosten ferner auch bereits im Vorfeld gesenkt werden.
3. Wie Justii ebenfalls anführt...Pfändungsschutz in gewissen Grenzen - auch nicht ganz unwichtig wenn wir schon daran denken, dass der Selbständige irgendwann mal in finanzielle Engpässe geraten könnte ( soll ja vorkommen )
4. Absicherung von Teilen des Vorsorgeziels ( das über die Versicherungsschiene laufen soll ) über eine eingeschlossene BU-Beitragsbefreiung...
Auch nicht ganz unwichtig, da im BU-Fall in der Regel nicht genug Geld zur Verfügung steht, Anlagen für die Altersvorsorge weiterhin zu bedienen ( zumindest nicht in voller Höhe )
Das sind nur einige Bsp. die es sinnvoll erscheinen lassen, zumindest einen überschaubaren Teil der AV eines Selbständigen über eine Versicherungslösung laufen zu lassen.
In diesem Sinne
Austernschluerfer
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04.01.2007, 03:08
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Hallo suresnes24, eine Versicherung bleibt eine Versicherung, ob Leben oder Rente. Du verabschiedest Dich mit Deiner Unterschrift von Deinem Geld. Was Du im Rentenalter bekommst sind Pinats. Unter 5%. Und wenn die Versicherung Pleite geht, ist Dein Geld auch weg. Mach besser was vernünftiges
excabees ist nicht wichtig, die Dinge richtig zu tu'n, sondern die richtigen Dinge zu tu'n
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04.01.2007, 11:19Inaktiver User
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Gut auswendig gelernt...excabe
Zitat von Excabe
na ja - bist ja auch immerhin lt. deiner Homepage in ner " Geldschule "
zugange.
Wenn wir aber schon von Kosten und schlechten Renditen reden...excabe... dann frag ich dich jetzt mal ... und hier greife ich wieder auf eure Homepage zurück ...wer denn die Superprovisionen und Bestandspflegen die ihr dort für interessierte Vertriebler ausruft, bezahlt ....grübel....
Die Geldschule
aus eigenem Säckel ... du
oder etwa die Kunden
.... aber wahrscheinlich ist es das patentierte Superprodukt
so ne Art eierlegende Wollmilchsau kann ich mir vorstellen
Noch was am Rande ....eine Aktualisierung eurer Fondsdarstellungen / Fidelity+Templeton auf der Homepage könnte auch nicht schaden - zumal dem Fidelity Eur. Gr. mittlerweile ein Standard&Poors - Sternchen abhanden gekommen ist...er hat derer nur noch 4
glaube ich und nen neuen Fondsmanager.
Im Übrigen fällt meinem geschulten Homepagetestblick
natürlich sofort wieder mal die Nähe zum sog. " freien Berater " nebst Umfeld auf...Stichwort LV -Doktor etc....
Dazu muss man allerdings nicht mehr viel sagen.... erst letzthin hat hier wieder mal einer den LV-Doc spamartig hochgelobt...na ja...immerhin ne gute Stunde konnte er sich halten
mit seinen launigen Werbesprüchlein
In diesem Sinne
Austernschluerfer
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04.01.2007, 12:02Inaktiver User
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Hallo Excabe.
Zitat von Excabe
Entweder hast Du keine Ahnung oder Du kannst nicht lesen.
Angefragt wurde hier wegen einer Fonds-Rentepolice nicht wegen einer konventionellen Rentenpolice.
Damit dürfte die Rendite zum einen deutlich über 5% liegen (bei guter Gestaltung) und wenn die Versicherung Pleite geht, dann interessiert das den Sparer nicht die Bohne, da sein Geld als Sondervermögen bei einer oder mehreren Fonds-Gesellschaft angelegt ist.
Darüber hinaus verweise ich in Zustimmung der Ausführungen von Austernschlürfer auf meine Einträge
http://www.brigitte.de/foren/showpos...7&postcount=30 und
http://www.brigitte.de/foren/showpos...5&postcount=33
und teile dessen Ansichten bezüglich LV-Doktor, Freier Berater usw. Aber die Qualität lässt sich an der oben zitierten Aussage von Excabe in Bezug auf die anfrägliche Anfrage gut erkennen.
Liebe Grüße
justii
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04.01.2007, 12:16
AW: Erfahrungen zu Fonds-Renten?
Hallo zusammen und Euch auch allen ein schönes, glückliches Neues Jahr!
Ganz vielen Dank für die ausführlichen Antworten und die vielen Informationen, das hilft mir wirklich!
Justii - das mit der Pfändungsggrenze ist echt ein guter Punkt! Habs mir schon ausgedruckt + werde das bestimmt beachten. Wie schnell das Leben sich ändert, habe ich schon erfahren dürfen, daher auch die Suche nach flexiblen Anlagen.....
Mit meiner STB werde ich das Thema auch besprechen, ob und wie wir etwas über die Firma laufen lassen können. Allerdings bin ich einfacher Freiberufler - nix Firma (GmBH)....weiß nicht, ob da was geht.
Kostenabschlag: ah das ist ein ganz guter Punkt. Ich habe bisher noch nicht mal rausfinden können, was genau die Kosten denn eigentlich sind. Habe meine Vers.Maklerin jetzt schon gebeten, mir einmal die genaue Police und Bedingungen zu schicken, damit ich das Kleingedruckte lesen kann
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Kannst Du mir denn sagen, was bei diesem Fond für Kosten anfallen (normal) und wo ich das nachlesen kann (BEVOR ich unterschreibe).
Und natürlich, was der von Dir erwähnte Kostenabschlag betragen könnte bzw. was derzeit so möglich ist, wenn man etwas geschickt verhandelt. Hast Du da vielleicht eine Vorstellung?
Die genannte BU-Befreiung von Austernschlürfer ist ja auch ganz wichtig - Ganz herzlichen Dank! Ich habe eine BU, aber die ist natürlich eher ein Kompromiss zwischen haben und wollen und eine Basis-Absicherung....
Ich hab mir inzwischen von Stiftung Warentest das letzte Spezial zu Altersvorsorge und ein Kapitalanlagebuch bestellt - mal als ersten Einstieg.
Leider hatte ich die letzten Jahre weniger Zeit + Gelegnheit, mich mit dem Thema Anlegen zu beschäftigen (das auf und ab des Lebens halt), insofern möchte ich mich nochmal ganz ganz herzlich bei Euch bedanken, dass Ihr bereit seid, mir mit Eurem Wissen zu helfen!
Wenn ich das so richtig sehe, wird die Wahl derzeit wohl zwischen Fonds Police oder selber in einen Investment Fond investieren laufen.
Direkt in Aktien traue ich mich bei meinem geringen Wissen nicht und für diese Anlage brauche ich auch eine gewisse Sicherheit. Sollte es geschäftlich weiter bergauf gehen, kann man wieder anders zusätzlich denken (meine Hoffnung). Jetzt muss ich erstmal mit dem rechnen, was realistisch geht.
Wo könnte ich mich denn mal über direkte Investment Fonds informieren? Geht man da als erste Anlaufstation einfach mal zur Hausbank und quält die?
Gibt es da nicht auch so Sparpläne, wo man monatlich einzahlen kann?
Was ist denn der große Unterschied, ob ich über die Continentale in einen Fond einzahle oder selbst direkt?
Die Garantie der lebenslangen monatlichen Rente (wenn ich diese Option wähle)? Die Vererbbarkeit der Rente - für mich als alleinerziehende Mutter schon ein großer Punkt.
Meine Maklerin meinte, die Einzahlungen werden garantiert von der Continentalen, aber auch hierüber kann ich in dem ausgedruckten Vorschlag leider nichts schriftliches finden (warte also auf Police + mehr Infos).
Wie sieht das denn steuerlich aus? Da könnte ich doch die Aufwendungen für die Fonds-Police abziehen als Ausgaben für Altersvorsorge, aber wenn ich direkt investiere in einen Investmentfond, geht das nicht, oder?
Ich muss jetzt leider weg, aber nochmals ganz vielen Dank an Euch alle!!!
LG
Suresnes


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