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Thema: ETF Anfänger

  1. Avatar von Eteterfon
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    AW: ETF Anfänger

    Wir machen es wie Wildwusel, in etwa. Haben auch EM (20%) und Europa (10%) dabei, weil wir persönlich sonst die Übergewichtung US zu viel fanden. Aber: rein von der Marktkapitalisierung der großen Player her ist ein US-Gewicht sicher auch nicht soo doof. Darüber groß nachzudenken lohnt sich aber mE erst ab gewissen Summen. Zum Start find ich nen World oder Allworld völlig ausreichend. Man kann sich da schnell verzetteln - ich hatte auch anfangs zu viele verschiedene Sachen auf dem Plan, mittlerweile wieder etwas reduziert weil übersichtlicher.
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Ich habe heute wieder gelesen, dass mindestens 75 Prozent des weltweiten Wachstums in Zukunft (leider zeitlich nicht näher definiert) aus den Schwellenländern kommen wird. Sollte man da dann nicht - langfristig - investiert sein, auch wenn es dort gerade nicht so gut läuft? Ich spreche immerhin von einem Anlagehorizont von ca. 30 Jahren - denn so lange habe ich vermutlich noch zu arbeiten (wenn ich gesund bleibe).
    Weitblick ist alles und ein Anlagehorizont von 30 Jahren klingt nach viel Geld am Ende des Investments.
    Um keine Chancen auszulassen, würde ich bei einer so langfristigen Anlage die Emerging Markets mit ins Depot nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die alten Märkte USA und Europa etwas an Triebkraft zugunsten der bevölkerungsstarken Schwellenländer verlieren, ist durchaus gegeben.

    Ich lese derzeit allerorten, dass sich die Emerging Market wieder rentieren. Wer zwischen den Zeilen liest, versteht aber auch die Botschaft, dass es bisher nicht unbedingt ausgezahlt hat, in diesem Index investiert zu sein. Ich beziehe mich immer auf die Rendite des Index bezogen auf den Tag meines Postings, nicht dass mir jemand in 10 Jahren meine Aussage um die Ohren hauen will. Der reine MSCI World lief besser.

    Abgesehen davon, die letzten 10 Jahre waren die US-Märkte der Renditebringer schlechthin. Je weniger Europa, Schwellenländer und Rest der Welt, umso besser fürs Ergebnis. Das kann sich ändern, nur wann weiß keiner. Ich persönlich habe meinen US-Anteil seit vielen Jahren übergewichtet, fast zwei Drittel meines Depots sind US-Werte. Ich bin aber nahe genug an der Materie dran, das zu ändern, wenn es Anzeichen für einen Umschwung gibt.

    Trump hat gedroht, dass es zu einem Börsenbeben kommen wird, wenn ihn die Amerikaner nicht wiederwählen. Ich denke, der gute Mann überschätzt sich, obwohl man ihm zugute halten muss, dass er die US Kurse tatsächlich getrieben hat. Wenn die Steuerboni austicken, die er seinen Firmen im Land gewährt hat, wird das die Kurse beeinträchtigen. Im Moment halte ich aber an meiner Einteilung fest.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  3. Registriert seit
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    AW: ETF Anfänger

    Hallo zusammen,

    ich habe mich jetzt nochmals mit euren interessanten Antworten auf meine Frage: Emerging Markets - ja oder nein? beschäftigt und merke, dass ich halt doch absoluter ETF-Anfänger bin...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich habe auf 2/3 World, 1/6 EM, 1/6 Europa angelegt (wobei Europa teils World teils EM ist)
    Was heißt der Satz in der Klammer?
    Was wären z.B. Emerging Market Länder in Europa?
    Wären die 1/6 Europa dann z.B. der MSCI Europe Index UCITS ETF?

    Außerdem habe ich mit meinem Freund über das Thema geredet. Er meinte, er würde mit dem Einstieg in ETFs noch warten, da sich ja ein Abschwung abzeichnet. Das ein Abschwung kommt, glaube ich ihm sofort - aber macht es wirklich Sinn, jetzt darauf zu warten, damit man nicht zu teuer kauft?
    Andererseits, überspitzt gesagt: Er wartet seit Jahren auf den Abschwung und ist deshalb auch noch nicht in ETFs eingestiegen (hat aber Einzelaktien). Da hat er also ja in den letzten Jahren auch einiges an Rendite liegengelassen, in dem Bemühen, den besten Einstiegspunkt zu finden.

    Er sagte auch, er würde eventuell in einen ETF mit Technologiefokus setzen, z.B. auf den Nasdaq 100 Index. Während ich das insgesamt schon sinnvoll finde denke ich, dass das für 200€ monatlich zumindest für den Anfang viel zu spezifisch ist - oder?

  4. Avatar von Eteterfon
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Was wären z.B. Emerging Market Länder in Europa??
    Zum Beispiel Russland. Oder Griechenland. Guckstu hier: MSCI Emerging Markets – Wikipedia

    Zum Thema Warten: nein. Einfach nein.

    Fang an und nimm an Zinseszinseffekt mit, was geht. Man(n) kann sich auch zu Tode warten. Wäre ich nicht Ende 2017 aktiv geworden, würde bei uns immer noch ein großer Betrag auf dem Tagesgeld jährlich Geld vernichten... mein Mann wollt nämlich auch warten. Und warten. Dass in den zwei Jahren vorher ja schon aus jeden 1000,- etwa 960,- geworden sind... Ja klar, irgendwann kommt sicher wieder ein Crash. Aber bis dahin haben wir zum Beispiel Ausschüttungen bekommen anstatt jährlich ca 2% zu verlieren...

    Mach erstmal das Gänginge und dann kannst du immer noch kleine Schwerpunkte setzen zB in Technologie.
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  5. Moderation
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Was heißt der Satz in der Klammer?
    Was wären z.B. Emerging Market Länder in Europa?
    Nach der Klassifizierung von MSCI:
    Rußland, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Polen.

    Die Stufe *unter* den "Emerging Markets", die "Frontier Markets" in Europa sind:
    Kroatien, Estland, Litauen, Kasachstan, Rumänien, Serbien und Slowenien.

    Während sich das übliche West- und Nordeuropa im MSCI World findet.

    Hier ist eine Karte, die ist zwar ein paar Jahre alt, aber so im Prinzip... Blau für "World", Grün für "Emerging", Orange für "Frontier". Weiß für "Kleinkram" oder "lieber nicht".
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    AW: ETF Anfänger

    Wenn du einen monatlichen Sparplan einrichten möchtest, dann solltest du nicht warten. Bei großer Einmalanlage kann das was anderes sein.

  7. Avatar von Nocturna
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Außerdem habe ich mit meinem Freund über das Thema geredet. Er meinte, er würde mit dem Einstieg in ETFs noch warten, da sich ja ein Abschwung abzeichnet. Das ein Abschwung kommt, glaube ich ihm sofort - aber macht es wirklich Sinn, jetzt darauf zu warten, damit man nicht zu teuer kauft?
    Willst du denn mit einer Einmalsumme einsteigen oder per Sparplan sparen? Eine Einmalanlage würde ich derzeit auch eher kritisch sehen. Im Moment jagt ein Allzeithoch das andere, das kann unmöglich so weitergehen, der Markt überhitzt sich.

    Was immer geht ist ein Sparplan. Monate mit hohen Kursen treffen auf Monate mit niedrigen Kaufkursen und nach 15 Jahre Anlagedauer ist alles ein wunderbarer Durchschnittspreis. Ganz im Gegenteil bei größeren Einmalanlagen, da ist ein glückliches Händchen beim Timing sinnvoll.

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Er sagte auch, er würde eventuell in einen ETF mit Technologiefokus setzen, z.B. auf den Nasdaq 100 Index. Während ich das insgesamt schon sinnvoll finde denke ich, dass das für 200€ monatlich zumindest für den Anfang viel zu spezifisch ist - oder?
    Der Nasdaq 100 ist noch besser gelaufen als der MSCI World. Und was machst du mit der Erkenntnis? Bis du deine Kuh auf der Nasdaq Weide am Grasen hast, kann sich das schon wieder geändert haben. Und wenn ein Kursabschwung kommt, dann hast du den Sturz beim Nasdaq 100 UND gleich nochmal ein zweites Mal mit denselben Aktien im MSCI World, weil die nämlich auch alle da drinstecken. Es stellt sich die Frage, ob die paar volatilen Prozentpunkte extra das Kraut fettmachen und auch das zusätzliche Risiko wert sind. Diversifikation geht anders.

    Ich schließe mich meinen Vorgängern an, statt minutiös über den Vorteil von 20,85 Prozent Wertentwicklung 2019 (Stand heute) beim einem MSCI World zu 25,72 Prozent beim Nasdaq 100 zu spekulieren, wäre es sinnvoller schon mal das Geld rechtzeitig angelegt zu haben. Lieber 15 Prozent von irgendetwas als 25 Prozent von nix. Für Feintuning ist immer noch Zeit. Nicht investiert zu sein, ist der wirkliche finanzielle Verlust.
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  8. Avatar von Eteterfon
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Wenn du einen monatlichen Sparplan einrichten möchtest, dann solltest du nicht warten. Bei großer Einmalanlage kann das was anderes sein.
    Das find ich auch. Sparplan laufen lassen, egal was, stur durchlaufen lassen. Wenn mehr Geld auf Anlage wartet, kann man ja noch etwas warten - aber meines Erachtens auch nicht zuuu lang, weil siehe oben, im Zweifel ist das Geldvernichtung... ich würde mir da ggf. nen Zeitpunkt setzen, wo auf jeden Fall was passiert, weil siehe Nocturnas letzen Satz.
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  9. Moderation
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    ich habe mich jetzt nochmals mit euren interessanten Antworten auf meine Frage: Emerging Markets - ja oder nein? beschäftigt und merke, dass ich halt doch absoluter ETF-Anfänger bin...
    Man lernt dadurch, daß man investiert ist. Das schärft die Aufmerksamkeit und das Verstädnis ungemein

    Zitat Zitat von genoveve Beitrag anzeigen
    Er meinte, er würde mit dem Einstieg in ETFs noch warten, da sich ja ein Abschwung abzeichnet.
    Da warten alle, die günstig nachkaufen wollen, seit Jahren drauf.

    Investiere jetzt per Sparplan, und halte Geld in einer langweiligen Anlage zurück, damit du, wenn der Krach kommt, zumindest nachkaufen kannst. Wobei ein Krach eines Welt-ETFs recht schmerzhaft sein kann -- nicht so sehr für dickfellige Anleger, aber für die Welt.

    Zu versuchen, schlauer und scheller zu sein als der Markt ist ein Hase-und-Igel-Spiel. Man ist dann Spekulant statt Anleger -- kann man machen, aber man braucht Geld, Glück, Geduld, und ein tiefes Verständnis von Massenpsychologie, und selbst dann ist das keine sichere Sache. Geld wird mit Konzentration gemacht (man setzt alles auf das richtige Pferd) aber mit Diversifikation gesichert. (Man setzt auf alle Pferde. Und Hunde. Oder gleich auf einen Wettbüro-ETF. )

    Als Normalo ist die "Konzentration", die das Vermögen erzeugt, die eigene Arbeitskraft (und die der Eltern, vielleicht). Geldanlagen sind bereits Diversifizierung. Und wer in einen breit aufgestellten ETF investiert, *und* noch was in Anleihen (darunter fällt auch Fest/Tagesgeld und Sparkonten, da leihst du der Bank was), und Anrechten (z.B. Rentenansprüche) hat, der sich schon ziemlich stabil hingestellt. Klar können die Aktien in den Keller gehen, die Zinsen nicht mit der Inflation mithalten, und Ansprüche unerfüllt bleiben, aber die eigene Arbeitskraft ist auch nicht sicher und für immer.

    Langer Rede kurzer Sinn, mein Tipp: Jetzt anfangen. Breit anlegen. Geld zurückhalten für "irgendwas ist immer" und für Gelegenheiten.
    Es mag profitabler sein, einen Tag über Geld nachzudenken als einen Monat für sein Geld zu arbeiten, aber den Gedanken müssen Taten folgen.
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    ** ansonsten niemand besonderes **


  10. Registriert seit
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    AW: ETF Anfänger

    Für die Einmalanlage kann man sich auch eine Strategie zurechtlegen. Z. B. 50 % parken, um im Falle eines größeren Kursrückganges billig investieren zu können. 50% in Monatsraten über 2, 3, 4 Jahre per Sparplan investieren.

    Wären wir jetzt in einem großen Crash o. ä. weit unten, würde dir jeder mit Erfahrung raten, genau jetzt einzusteigen. Und niemand würde diesem Rat folgen, da es ja nach finanziellem Weltuntergang aussieht. Ganz oben, nachdem der Markt jahrelang nur eine Richtung kannte, hüpft dann auch noch der Letzte mit großen Einmalbeträgen rein, obwohl die mit Erfahrung davor warnen.

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