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Thema: ETF Anfänger


  1. Registriert seit
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    AW: ETF Anfänger

    Ich werde, wie angedacht, nächste Woche ein Depot eröffnen und mit einem Sparplan beginnen.
    Um Extragebühren zu umgehen stelle ich mir vor, die monatliche Rate je nach Kurs zu variieren.
    Wenn es sich gut anfühlt, "an der Börse" zu sein, ich mit dem handling vertraut bin und mich besser auskenne, kommt evtl. ein zweiter Sparplan und/oder Sonderraten hinzu.
    Auf jeden Fall macht es mir gerade richtig Spaß, mich in die Materie einzuarbeiten
    Eure Hinweise sind sehr hilfreich für mich, Danke


  2. Registriert seit
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    AW: ETF Anfänger

    Hallo FR13
    Ich finde es auch sehr schwierig, einen ETF auszuwählen.
    Was mir bei deinem Vorschlag auffällt, er ist thesaurierend mit Sitz in Luxemburg ( ist Herkunftsland uns Sitz identisch ?).
    Das ist wohl steuerlich recht kompliziert, deswegen war mir ein Ausschütter wichtig.

  3. Avatar von Nocturna
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von tesra Beitrag anzeigen
    Das ist wohl steuerlich recht kompliziert, deswegen war mir ein Ausschütter wichtig.
    Tja, ich sag nur deutsches Steuerrecht, bei uns ist nichts einfach. Im Prinzip hast du Recht. Laut allgemeiner Sprachregelung, auch via Stiftung Warentest verbreitet, soll man vorsichtig mit ausländischen thesaurierenden Fonds sein. Steuertechnisch einfacher wäre es, wenn man einen ausschüttenden Fonds nimmt.

    Soweit so gut, das ist die Sprachregelung für Laien. In Wirklichkeit kommt es aber aufs Detail an. Wenn in einem thesaurierenden Fonds keine ausschüttungsgleichen Erträge (das sind die Erträge, die im Fonds verbleiben und für den Wertzuwachs sorgen) anfallen, dann ist der Fonds somit steuereinfach. Gibt es öfter bei thesaurierenden Swappern (also ETFs, die Tauschgeschäfte mit Vertragspartnern machen).

    Wer überprüfen will, ob sein Fonds steuereinfach ist, muss in den Bundesanzeiger gehen und seinen Fonds suchen. Steht dort unter §5 Absatz 1 bei ausschüttungsgleichen Erträgen eine 0, dann ist der Fonds steuereinfach. Vorsicht, jedes Jahr wieder überprüfen bei Wackelkandidaten, es kann auch Änderungen geben.

    Soviel in aller laienhaften Kürze zur Steuer bei ETFs. Natürlich muss man vor Thesaurierern, die nicht steuereinfach sind, keine Angst haben. Es macht durchaus Sinn so einen Fonds zu haben, wenn man noch einen Steuerfreibetrag offen hat. Man muss halt auf lupenreine Dokumentation achten und sämtliche Steuererklärungen aufheben, denn sonst zahlt man seinen bereits jährlich besteuerten Fonds beim Verkauf erneut, weil das Finanzamt erstmal 30 Prozent Steuern + Soli abzieht, bis man beweisen kann, dass man seine Pflicht schon erfüllt hat, sogenannte Doppelbesteuerung.

    Wer nun sagt, ok, dann tue ich eben nichts bis zum Verkauf des Wertpapiers betreibt Steuerhinterziehung. Wer also bereits in jungen Jahren mit ausländischen, thesaurierenden Fonds anfängt, muss bis zum Verkauf im Rentenalter sämtliche Steuererklärungen penibel aufheben, das können gerne mal 40 Jahre Papierkram werden. Machbar, aber man muss es im Auge behalten, sonst droht Geldabzug beim Verkauf und das sind dann keine Peanuts mehr.

    Zitat Zitat von Fr13 Beitrag anzeigen
    Darf ich auch mal eine Frage stellen bezüglich ETF - wie schneidet eurer Meinung nach der COMSTAGE MSCI WORLD TRN UCITS ETF LU0392494562 der Commerzbank ab - das Depot wäre nämlich kostenlos - bin ebenfalls ein Neuling im Thema Wertpapieranlage.
    Langer Rede kurzer Sinn. Dieser ETF ist empfehlenswert, einerseits von der Performance, andererseits von der Kostenstruktur (0,20 TER). Und obwohl er thesauriert, ist er trotzdem steuereinfach laut Bundesanzeiger. Bitte aber jährlich vor der Steuererklärung überprüfen.
    Auszug aus dem Bundesanzeiger:
    § 5 Abs. 1 Nr. 1 a) bb) In der Ausschüttung enthaltene Substanzbeträge 0,0000 0,0000 0,0000
    § 5 Abs. 1 Nr. 2 Betrag der ausschüttungsgleichen Erträge 0,0000 0,0000 0,0000
    § 5 Abs. 1 Nr. 1 b) Betrag der ausgeschütteten Erträge 0,0000 0,0000 0,0000
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  4. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: ETF Anfänger

    Ich hüpfe hier auch mal rein. Danke, Nocturna ! Den habe ich nämlich auch ins Auge gefasst. Ich lese seit einiger Zeit hier mit und bin gerade dabei, meine Finanzen aufzuräumen. Dazu gehört auch, das ich anfangen möchte, 2 ETFs zu besparen. Habe mich nun bei der DAB angemeldet und wenn das Postident-Verfahren durch ist fange ich mit dem MSCI World und einem EM-ETF an. So der Plan.

    Dank Euch hier habe ich jetzt auch ein Tagesgeldkonto und lasse mein Geld nicht mehr auf dem Girokonto vernichten (wie in den vergangenen etwa 18 Jahren *in den hintern beiß* ).
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

    "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen"
    (Albert Schweitzer)

  5. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: ETF Anfänger

    Ach so.. darf ich den Strang benutzen, um noch eine Frage loszuwerden ?

    Ich habe seit vielen Jahren einen Investment-Fond (Allianz Aktien Europa), den ich monatlich mit 150 Euro bespare. Da ich ja nun endlich angefangen habe, mich selber mit meinen Finanzen zu beschäftigen ist mir aufgefallen, dass der einen recht hohen Ausgabeaufschlag hat. 7,50€, und das jeden Monat .

    Wäre es sinnvoll, den Fonds zu kündigen und das Geld statt dessen mit ins ETF-Depot fließen zu lassen ? Es handelt sich zur Zeit um nicht allzu viel Geld, da ich vor knapp zwei Jahren mal alle Anteile verkauft habe, als ich mir mein Haus gekauft habe.

    Was meint Ihr ?
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

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  6. Avatar von Nocturna
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Wäre es sinnvoll, den Fonds zu kündigen und das Geld statt dessen mit ins ETF-Depot fließen zu lassen ? Es handelt sich zur Zeit um nicht allzu viel Geld, da ich vor knapp zwei Jahren mal alle Anteile verkauft habe, als ich mir mein Haus gekauft habe.
    Du kannst dir die Frage selbst beantworten.

    Glaubst du daran, dass dein Allianz Fonds den Index (in diesem Fall wohl der MSCI Europe) schlagen wird? Denn nur, wenn du daran glaubst, dass der Fondsverwalter dauerhaft bessere Renditen erwirtschaftet als der dazugehörige Index, macht es Sinn den Fonds zu behalten.

    Selbst wenn der Index gleich gut performt wie der Allianz Fonds, ist der Allianz Fonds trotzdem die schlechtere Wahl, der Kosten wegen. Erstens hast du den Aufgabeaufschlag, zweitens schlägt die Allianz mit einer Kostenquote von 1,65 TER zu. ETFs kommen mit einer Quote von 0,3 bis 0,7 daher. Für langfristiges Sparen gilt, wer seine Kosten niedrig hält, hat am Ende das meiste Geld! Weshalb wir uns ja alle von Lebensversicherung und Co fern halten.

    Wenn dich angenommen von der Allianz verabschieden willst, willst du dein 2-Regionen-Modell (World+EM) dann auf ein 3-Regionen-Modell umstellen? An sich eine Überlegung wert, aber per Sparplan dürfte es nicht ganz einfach sein, die nötige Gewichtung herzustellen. Für MSCI World und EM gilt das 70/30 Modell als Standard, bei drei wird es schon schwieriger, wenn man das halbwegs nach BIP gewichten will, ev dann 50/30/20 (World/EM/Europa)?
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  7. Moderation Avatar von Sunny71
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    AW: ETF Anfänger

    Danke Nocturna .

    Stimmt, im Grunde hätte ich mir das selber beantworten können. Ich traue mir in Finanzdingen nur noch nicht so richtig selber über den Weg und denke immer, ich übersehe irgendetwas.

    Nachdem, was ich jetzt so gelesen habe dachte ich, ich bespare erstmal die beiden genannten Fonds und wenn ich etwa in den 5stelligen Bereich komme nehme ich einen ETF auf den Stoxx Europa 600 dazu. Ob ich das dann mit der Gewichtung hinbekomme muss ich mal schauen. Hältst Du das so für sinnvoll ?

    Ja, mit den Lebensversicherungen triffst Du einen wunden Punkt, ich habe mich nämlich leider nicht davon fern gehalten und bin gerade dabei herauszufinden, was ich mit meinen 3 Verträgen (und ich habe wirklich keine Ahnung, warum es 3 sind ) mache. Ich hatte das nebenan im Sparforum schon mal geschrieben und viel Rückmeldung bekommen, so dass ich denke, ich stelle sie wohl am ehesten beitragsfrei, da ich beim Rückkauf extreme Verluste hinnehmen müsste. Zumindest die nach 2004 abgeschlossenen Verträge. Dann könnte ich das Geld auch noch sinnvoller sparen. Auch hier schwanke ich aber hin und her und mache mir Sorgen, wieder die falsche Entscheidung zu treffen.

    Mir sind die Verträge aber auch einfach zu unflexibel. Ich möchte selber bestimmen, wann ich spare und wann ich Geld ausgebe. Wer weiß, ob ich mit 65 noch lebe und in der Lage bin, Geld zu verwalten. Und dann die Kosten für solche Produkte ...

    Seufz. Ich hätte mich eher damit beschäftigen sollen. Ich hab auch jahrelang Geld auf dem Girokonto vernichtet, hatte einen Bausparvertrag und einen Creativ-Sparplan. Ich bin echt auf alles reingefallen . Naja, ärgern bringt nix, ich muss jetzt das Beste daraus machen .

    Ganz sicher bin ich noch nicht, ob ich (ausschließlich) per Sparplan sparen werde, da ich gern auch Rückzahlungen außer der Reihe sparen möchte und daher überlege, ob ich sammle und dann jeweils etwas größere Summen investiere. Ich möchte auch meine Tagesgeldreserve noch etwas erhöhen. Andererseits sind die Sparpläne ja kostenlos. Da überleg ich mir noch was. Vermutlich eine Kombination aus beidem.

    Komplexes Thema, aber immerhin hab ich jetzt Spaß daran gefunden, mich damit zu befassen. Und den Anstoß haben die vielen klugen Beiträge hier gegeben. Ganz besonders auch von Dir, Nocturna. Dafür nochmal vielen Dank .
    Liebe Grüße
    sunny Moderation im Brustkrebsforum, ansonsten normale Userin

    "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen"
    (Albert Schweitzer)

  8. Moderation
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    AW: ETF Anfänger

    Nocturna, bei dir lern ich noch was. Danke!
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: ETF Anfänger

    Hallo Sunny

    Dann befinden wir uns ja gerade in einer ähnlichen Lage, was das Aufräumen unserer Finanzen und das Ärgern über versäumte Chanchen und begangene Fehler betrifft.
    Aber besser jetzt, als noch später, bzw. nie.

    LV hab ich auch und überlege ebenfalls, diese beitragsfrei zu stellen, um den freiwerdenden Betrag in einen ETF fließen zu lassen.
    Du hast dich schon für eine Bank entschieden - super, dann kanns ja nächste Woche schon los gehen.
    Ich recherchiere und vergleiche noch und bin jetzt auf das Angebot der ing-diba gestoßen, bei welchem man ETFs im Wert von mindestens 500,- Euro gebührenfrei erwerben kann.
    Dafür sind die Sparpläne gebührenpflichtig, bzw. teurer als bei anderen Anbietern.
    Trotzdem tendiere ich momentan hierzu, quasi ein manuell gesteuerter Sparplan mit ca 2 Ankäufen pro Jahr und separatem Ansparen auf dem Tagesgeldkonto.

    Mir geht es wie dir, ich fühle mich noch sehr unsicher in dem Bereich und ich hab Bedenke, Wichtiges zu überlesen, aber es macht mir Spaß, mich damit zu beschäftigen und zwar auch aufgrund der Anregungen hier in der Bri

    Viele Grüße, tesra

  10. Avatar von Nocturna
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    AW: ETF Anfänger

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Nocturna, bei dir lern ich noch was. Danke!
    Es freut mich immer, wenn ich etwas Nützliches beitragen kann.
    Informationsaustausch und Horizonterweiterung ist der Sinn eines jeden Forums. Und ich profitiere hier ebenfalls, nur um das mal gesagt zu haben. Keiner kann alles wissen, es lebe die Schwarmintelligenz.
    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Ich traue mir in Finanzdingen nur noch nicht so richtig selber über den Weg und denke immer, ich übersehe irgendetwas.
    Frauen haben einen klaren Instinkt in Punkto Geldanlage. Wir performen besser als Männer, das ist statistisch nachgewiesen. Möchte ich nur mal angemerkt haben.
    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Nachdem, was ich jetzt so gelesen habe dachte ich, ich bespare erstmal die beiden genannten Fonds und wenn ich etwa in den 5stelligen Bereich komme nehme ich einen ETF auf den Stoxx Europa 600 dazu. Ob ich das dann mit der Gewichtung hinbekomme muss ich mal schauen. Hältst Du das so für sinnvoll ?
    Das Schöne beim Geldanlegen in Wertpapieren ist, es gibt nicht den EINEN Weg. Es ist wie bei der Mode, es gibt viele Möglichkeiten gut auszusehen. Suche nicht nach dem Optimum, sondern tue das, womit/worin du dich wohlfühlst.

    Du hast dir deine Frage übrigens auch schon wieder selbst beantwortet, wenn ich deinen Text aufmerksam lese.
    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Ganz sicher bin ich noch nicht, ob ich (ausschließlich) per Sparplan sparen werde, da ich gern auch Rückzahlungen außer der Reihe sparen möchte und daher überlege, ob ich sammle und dann jeweils etwas größere Summen investiere. Ich möchte auch meine Tagesgeldreserve noch etwas erhöhen. Andererseits sind die Sparpläne ja kostenlos. Da überleg ich mir noch was. Vermutlich eine Kombination aus beidem.
    Du scheinst dich mit den zwei Sparplänen wohlzufühlen und zudem du möchtest deine flüssige Reserve ausbauen. Bleib dabei, das ist dein Gefühl. Klar besteht eine theoretische Wahrscheinlichkeit, dass der MSCI Europe das nächste halbe Jahr sensationell steigen wird und das Geld in diesem Wertpapier gut aufgehoben wäre, aber was, wenn eine Durststrecke kommt und du dann mit drei ETFs in die Miesen gehst?

    Mein Ratschlag, nicht übers Ziel hinausschießen. Die Gefahr besteht, wenn man das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben und das in einem Aufwasch korrigieren will. In der Ruhe liegt die Kraft.
    Zitat Zitat von Sunny71 Beitrag anzeigen
    Ich hatte das nebenan im Sparforum schon mal geschrieben und viel Rückmeldung bekommen, so dass ich denke, ich stelle sie wohl am ehesten beitragsfrei, da ich beim Rückkauf extreme Verluste hinnehmen müsste. Zumindest die nach 2004 abgeschlossenen Verträge. Dann könnte ich das Geld auch noch sinnvoller sparen. Auch hier schwanke ich aber hin und her und mache mir Sorgen, wieder die falsche Entscheidung zu treffen.
    Sind da Lebensversicherungen mit gutem Garantiezins und Steuerfreiheit dabei? Maßgeblich ist hier das Abschlussjahr. Wenn du 3,5 und 4 Prozent Garantiezins hast, wäre das ein Grund diese zu behalten.

    Wie schaut es mit dem dahinterliegenden Versicherungsrisiko aus? Sprich, bei der normalen LV bekommen die Hinterbliebenen bei deinem Ableben Geld. Ist die Summe X, die den Hinterbliebenen zustehen würde, eine finanzielle Notwendigkeit oder nur eher ein Bonus? Sprich, kommen deine Angehörigen um die Runden, wenn du nicht mehr da bist oder ist das Geld aus der Versicherung essentiell notwendig? Allerdings ist eine Risiko-Lebensversicherung hier eine Alternative, wenn die Garantiezinsen gar zu unattraktiv wären.

    Was sagt denn deine Standmitteilung, also der jährliche Auszug deiner Versicherung über die prognostizierte Ablaufleistung? Hast du schon mal nachgerechnet, wie viel Rendite deine Geldanlage erwirtschaften wird?

    Wie gut ist deine Versicherungsgesellschaft? Hier gibt es, wie bei den Wertpapieren, ein Ranking. Es gilt zu bedenken, dass vielen Versicherungsgesellschaften die Niedrigzinsphase dermaßen zusetzt, dass hier Abwicklungen (sprich Auflösung) zu erwarten sind. Die Wirtschaftswoche hat immer eine sehr interessante jährliche Aufstellung diesbezüglich. Klar werden die Versicherungssummen über die Protektor aufgefangen, aber wer glaubt, dass alle Lebensversicherungen finanziell solide dastehen, irrt sehr.

    Bei mehreren Policen sollte man entweder eine sehr gute Gesellschaft wählen oder aber das Risiko streuen. Das mag jetzt einige überraschen, ist aber kein längst Geheimnis mehr, dass einige Versicherer in ziemlicher Schieflage sind. Deswegen ist auch das klassische Lebensversicherungsgeschäft gestorben. Es gibt keine Garantiezinsen mehr, weil das keine Versicherung mehr erwirtschaften kann. Die sind übrigens froh um jede stillgelegte oder gekündigte Alt-Police.

    Ich würde den Taschenrechner entscheiden lassen. Garantiezinsen von 3,5 bis 4 Prozent plus Ablaufleistung X mit Steuerfreiheit sind zum derzeitigen Zinsniveau attraktiv genug um solche Versicherungen weiterzuführen. Alles darunter? Indiskutabel. Stilllegen, verkaufen, whatever, aber nur kein weiteres Geld investieren und lieber an der Börse anlegen, wo eine Zielrendite von 6-8 Prozent im gleichen Zeitraum mehr als wahrscheinlich ist.

    Anbei Link zur Entscheidungshilfe
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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