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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Ich glaube, oftmals wird dieser "Vor-Satz" gesagt, um den anderen darauf einzustimmen, dass nun etwas kommt. Vermutlich reicht es aber zu sagen "du, ich möchte mal kurz was mit dir besprechen". Das lenkt auch die Aufmerksamkeit des hörenden und man kann sofort in medias res gehen.

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Mir ist Stil, Höflichkeit, Gewandtheit und ja, auch Prolog sehr sehr wichtig.

    Nehmt es nicht persönlich, aber ich glaube ich würde viele der sich hier als "klar, direkt" gerierenden entweder komplett meiden oder fürchten oder für total ungezogen halten. Eher alles zusammen.

    So Sprachstile "beim nächsten Ton ist es...." mag ich gar nicht.

    Das erinnert mich immer an den ollen Data aus Star Trek, der immer nie so schnallt, was wieder schief lief mit dem Emo-chip

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Genau, und deswegen halte ich einen Ankündigungssatz auch für wichtig. Zum einen als soziale Schmiere und zum anderen, damit der andere sich einstellen kann. Wahrheiten ohne Ankündigung um die Ohren zu hauen, finde ich auch sehr unschön. zumal sie nicht unbedingt ankommen, wenn der andere nicht auf Empfang ist.

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    @Franzi ich sehe, du verstehst, was ich meine

    Die Eingangsformel "ich möchte mal was kurz mit dir besprechen" z. B. fände ich dermaßen autoritativ und präskriptiv, dass ich mir sie (wenn überhaupt) nur in Kontexten wie Erziehung Minderjähriger oder Chef-Angestellter - auf jeden Fall: Anschiss vorstellen könnte.

    Weil die Floskel unterstellt, dass einer die Macht darüber hat (oder zu haben glaubt) DASS was besprochen werden soll.

    Auf jeden Fall illustriert sie ein Machtgefälle, das ich jetzt nicht lebe, wenn ich nicht die Mama oder die Chefin bin.

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Nehmt es nicht persönlich, aber ich glaube ich würde viele der sich hier als "klar, direkt" gerierenden entweder komplett meiden oder fürchten oder für total ungezogen halten. Eher alles zusammen.

    So Sprachstile "beim nächsten Ton ist es...." mag ich gar nicht.

    Das erinnert mich immer an den ollen Data aus Star Trek, der immer nie so schnallt, was wieder schief lief mit dem Emo-chip
    Naja, es gibt ja noch ein paar Graustufen dazwischen und ich bin tatsächlich meist ein sehr umgänglicher Typ :) Nur weil ich gerne klares Feedback ohne viel Glitzer mag, heißt es nicht, dass ich mich nicht auf mein Gegenüber einstelle, wenn ich sie anspreche. In meinem direkten Kollegenkreis ist z.B. alles vertreten - die sensible Kollegin, die wirklich sehr emotional auf Kritik reagieren kann bis hin zum grobschlächtigen Kollegen, der tatsächlich klare Ansagen wie "beim nächsten Ton ist es ..." liebt und häufig selbst heftig mit der Tür ins Haus fällt.
    Laufe so, dass du am Ziel nicht am Ende bist.

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Die Eingangsformel "ich möchte mal was kurz mit dir besprechen" z. B. fände ich dermaßen autoritativ und präskriptiv, dass ich mir sie (wenn überhaupt) nur in Kontexten wie Erziehung Minderjähriger oder Chef-Angestellter - auf jeden Fall: Anschiss vorstellen könnte.

    Weil die Floskel unterstellt, dass einer die Macht darüber hat (oder zu haben glaubt) DASS was besprochen werden soll.
    Es hängt wirklich sehr von Tonfall ab, wie etwas gesagt/transportiert wird und ankommt.

    Ich – persönlich – spreche so und bin in der Regel sehr verbindlich und freundlich: "du, ich würde gerne mal was mit dir besprechen. Meinst du, das ginge grad?" Vermutlich liest es sich härter, als es ausgesprochen wird, vor allem, wenn auch noch etwas Freundliches, Werbendes mitschwingt.

    Meine "Konfliktgespräche "im Freundeskreis beginne ich oft so (also FALLS ich mal was klären möchte, denn ich bin eigentlich ein Konflikt-Schisser), und bislang sind die Gespräche meist so verlaufen, dass die "Gegenseite" nicht einmal gemerkt hat, dass es von meiner Seite aus ein Konfliktgespräch war. 😶

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen
    Ich bin auch Team Klartext und will wissen, woran ich bin. Genau deswegen benötige ich keine Einleitungen wie „ich will deine Arbeit ja nicht hinterfragen, aber...“ oder „ich will nicht indiskret sein, aber“. Sagt, was Sache ist.

    Die Einleitung ist gelogen, denn Du willst genau jetzt mein Arbeitsergebnis diskutieren und das ist ok, warum vorher der Weichspüler? Weil Du selbst nicht zu Deinem Vorgehen stehst? Verstehe ich wiederum nicht :-)
    Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war die Grundstimmung schon sehr toxisch und meine Vorgesetzte und ich haben uns echt nicht ausstehen können. Sie hat ihre Kritik mir gegenüber immer angefangen mit: "Darf ich mal fragen, was Du Dir bei xxxx wieder gedacht hast?" Mal davon abgesehen, dass der Ton schon immer sehr herablassend war, fand ich diesen Satz mehr als daneben, weil er implementierte, dass ich falsch gedacht habe. Nachdem ich schon gekündigt habe und nur noch wenige Tage vor mir hatte, habe ich einfach mal gekontert mit: "Nein, Du darfst nicht fragen, denn meine Gedankengänge sind Deiner Meinung nach ja sowieso falsch. Also sag einfach, was ich falsch gemacht habe und spar Dir Deine Herablassung." Die war so sauer, dass sie die restlichen Tage nicht mehr mit mir gesprochen hat. War mir egal. Ich bin da sowieso kulanterweise länger geblieben, als ich bedingt durch Resturlaub und Überstunden hätte bleiben müssen. Und am letzten Tag hat sie mich kurz vor der Mittagpause für einen nicht von mir begangenen Fehler so heftig angepfiffen, dass ich meine Sachen gepackt habe und gegangen bin. Habe der Personalreferentin vor der Tür noch meinen Schlüssel in die Hand gedrückt und gemeint, dass sie mir das Zeugnis dann eben per Post schicken soll. Es war wohl eigentlich noch eine Verabschiedung (ich war über 9 Jahre in dem Laden) geplant und die Kollegen hatten eine Karte und eine Pflanze mit Geld. Aber das war mir alles egal. Es gab dann eben nicht mal mehr eine ordentliche Übergabe. Habe mich über Facebook noch bei einigen Leuten gemeldet und mich da verabschiedet und meine Vorgesetzte im Handy blockiert.
    Ich bin eine Fee! Eine KatastroFEE!

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    AW: "Du, nimm's nicht persönlich, aber....."

    Ich mag den Satz als Einleitung nicht, weil er vorgibt, dass ich die Sache nur auf eine bestimmte Weise interpretieren darf, nämlich "nicht persönlich". Was immer das heißen mag.

    "Nimm es nicht persönlich, aber du bist ein Idiot". Was ist das dann? Keine Beleidigung?

    Der Ausdruck "aber" heißt nämlich vor allem: das, was ich vorher gesagt habe, schränke ich jetzt wieder ein.

    Ich mag lieber Einführungen wie "ich brauche mal deinen Rat oder deine Meinung".

    Dann kann der andere gerne auch sagen, dass er ein Problem mit meinem Verhalten hat. Und was ihn stört.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

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