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    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Ob das was mit lieb und nett zu tun hat, mag ich bezweifeln.

    Es gibt ebenso Menschen, denen ihr Titel nicht derart wichtig ist, dass man ihn erwähnt. Sie dienen zur reinen Zweckerfüllung.

    Anderen dient er als Hervorhebung ihrer hochwertigen wissenschaftlichen Arbeit.

    What else.
    Vielleicht ist das bei Frauen nochmal etwas anderes.

    Als ich in der AHB war, wurde ich, Naturwissenschaftlerin ohne Dr., genauso heruntergeputzt wie Frau Verkäuferin, während dem Herrn Professor in den Allerwertesten gekrochen wurde. In dem Moment habe mir gewünscht, mich auch mit Titel vorstellen zu können.
    (Natürlich ist mir klar, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner Berufsausbildung, gleichermaßen Respekt verdient, aber es war so eine typische Umgebung, in der man als Kranker herunter geputzt oder nicht ernst genommen wird, was sich durch einen Titel ausgleichen lässt. Wenn man fit und gesund ist, reicht natürlich eine Straffung der Körperhaltung, eine entsprechendes Mimik und eine entsprechende Ansage, damit man den passenden Respekt erhält.)

  2. VIP

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    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    Genau das meine ich mit arrogant.
    Mehrfache frühere Erfahrung. Mag sogar fachspezifisch sein.

    Es gibt Menschen, die viel Herzblut, Neugierde, Fleiß und Begeisterung in ihre wissenschaftliche Arbeit investieren. Abseits der Professur gibt es im akademischen Betrieb praktisch keine Dauerstellen, deshalb gibt es zum "Vorsingen" schlicht und ergreifend keine Alternative. Viele Wissenschaftler sind eher introvertiert und gar nicht scharf auf die Führungsverantwortung, die eine Professur mit sich bringt.
    Ich weiß.

    Chefsein ist da in den seltensten Fällen der Hauptantrieb.
    Ich weiß. War bei denen, mit denen ich Erfahrungen gesammelt habe, aber anders. Siehe oben: möglicherweise fachspezifisch.


    Im Gegenteil: Wer "um jeden Preis Chef werden will", für den ist der akademische Betrieb oft gar keine Option. Zu unsicher, zu risikoreich, zu wenig kalkulierbar.
    Kommt aufs Fach an, denke ich.

    Viele verkrachte Akademiker würden sich übrigens sehnlichst eine unauffällige Stelle im Verlags- und Redaktionsbusiness wünschen. Wer zu lange auf die Forschung gesetzt hat, der ist teilweise in der freien Wirtschaft kaum noch vermittelbar und hat dementsprechend massive Existenzängste.
    Oder Teilzeit-Soziophobe wie ich, die spät checken, dass sie kontaktscheu *edit: und deswegen ungeeignet für die Praxis* sind.
    Im Verlagsbusiness verhungert man aber als Freie auch. Ich habe viele Jahre meinen Neigungsjob mit dem Privatvermögen finanziert. Als exklusives Hobby sozusagen.
    Geändert von katelbach (27.10.2021 um 21:42 Uhr)
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

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    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    Genau das meine ich mit arrogant.

    Es gibt Menschen, die viel Herzblut, Neugierde, Fleiß und Begeisterung in ihre wissenschaftliche Arbeit investieren. Abseits der Professur gibt es im akademischen Betrieb praktisch keine Dauerstellen, deshalb gibt es zum "Vorsingen" schlicht und ergreifend keine Alternative.
    Ja, da sagst du was.
    Eine promovierte Freundin von mir war recht verzweifelt, als ihre Post Doc-Stelle nicht verlängert wurde - Auftraggeber war eine AG; davor hatte auch eine andere, unpromovierte aber Magister, Freundin von mir ebenfalls ihre Stelle in einer AG verloren ... erste hat danach wirklich lange gesucht, die zweite ist gut untergekommen. Honigschlecken war's aber bei beiden über Jahre nicht.

    Von wegen Arroganz:

    ich arbeite als Akademikerin in einem Beruf, der kein Studium verlangt und bin weit und breit auch eine der wirklich wenigen mit akademischen Abschluss in der Branche - nämlich landesweit, plus der passenden Berufsausbildung.

    Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich schon blöd angeredet wurde, warum ich als Akademikerin "so was" mache, oder geringschätzige Bemerkungen wie "achso, für DAS muss man studiert haben?" gehört habe. Oder blöde Sprüche von der Konkurrenz, die inhaltlich nichts gegen meine Arbeit sagen kann, aber dann aber zu bohren beginnt, weil sie sonst nichts findet zur Kritik als "aha, muss man XY dafür studiert haben?" (es war ein Orchideenfach, das natürlich nichts mit meiner heutigen Tätigkeit zu tun hat) - und das nervt auch.
    Es gibt auch Gelegenheiten, zu denen ich mich ausweisen muss; Kommentare vom Sicherheitspersonal sind auch verzichtbar, kann ich euch sagen (und ja, ich habe mich darüber beim jeweiligen Vorgesetzten beschwert, weil ich nicht weiß, wie ich dazu komme, dass mich ein mir unbekannter "Mann in Uniform" bei einer Sicherheitskontrolle hinsichtlich meines akademischen Grades blöd anspricht).

    Ich bin's auch leid, mir umgekehrte Standesdünkel anzuhören - es kann und darf jeder heutzutage studieren und wer das nicht möchte oder nicht schafft, macht es halt nicht und findet eventuell andere Möglichkeiten für sich, beruflich glücklich zu werden. Aber anderen ihre Leistung schlecht zu reden ist einfach nicht in Ordnung.

  4. Inaktiver User

    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Wer hat hier wem genau seine Leistungen schlecht geredet?

    Natürlich gibt es das, was katelbach beschrieb.
    Ich habe in meinem Umfeld viel von dem erlebt, was PollexNiger beschreibt.

    So what?

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    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit " gering achten " ?

    Was, sagt es dir denn über den Menschen aus, der Professor ( oder Doktor) ist?
    Doktor zu Berufseinstieg
    a) läuft ab:
    - hat vertieftes Fachwissen im Gebiet, ist halbwegs auf dem Laufenden bezüglich neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Gebiet
    - beherrscht praktische Fertigkeiten (Labor)

    b) läuft zwar nicht ab, wird später aber anders belegt
    - Fähigkeit, analytisch zu denken und wissenschaftlich zu arbeiten
    - Frustrationstoleranz/Resilienz im
    Job
    - Selbstorganisation

    c) bleibt für immer
    - hat (mind) einen Beitrag zur Erkenntniserweiterung auf seinem Gebiet geleistet (darauf bin ich stolz)


    Professor zusätzlich (in meinem Fach)
    - hat bewiesen, dass die Kreativität, Resilienz und Kompetenz vorhanden ist, laufende Beiträge zur Erkenntniserweiterung auf seinem Gebiet zu leisten (Veröffentlichungen)
    - hat die Fähigkeit, andere zu analytischem Denken und wissenschaftlichem Arbeiten anzuleiten
    - hat einen gewissen “business sense” und kann für seine Ideen werben (Forschungsgelder, Drittmittel)


    Aus meiner Sicht beziehen sich alle Aussagen, die ich ableite, auf berufliche Qualifikationen oder relevante Kompetenzen.

    Der Gedanke, dass andere Mühe haben könnten, weil ich beruflich erfolgreich bin, beschäftigt mich jetzt nicht so.

    Bei mir ist es eher so, dass jetzt (mehr als 20 Jahre später) andere Schritte und Erfolge deutlich wichtiger geworden sind.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Und ich bin eben wissenschaftlich in der Zeit nicht im Detail auf dem Laufenden geblieben. Drum käme es mir auch schräg vor, jetzt noch meine Forschung zu erwähnen, wo ich doch gar nichts mehr aktuelles dazu sagen kann.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Ich möchte Fragen nach meiner Herkunft nicht beantworten

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    (...)
    Es gibt ebenso Menschen, denen ihr Titel nicht derart wichtig ist, dass man ihn erwähnt. Sie dienen zur reinen Zweckerfüllung.

    (...):
    Fett von mir.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass mein Beispiel (!) auf welche Meriten man sich besinnen könnte um sich ein sichereres Standing in der Gegenwart zu verschaffen, auf die Problemlage in dem anderen Strang bezogen war.

    Dort ist die TE so selbstunsicher (mein Eindruck) und hat Angst mit Geistern (leider durchaus lebendig und vor Mitternacht aktiv) aus einer Vergangenheit konfrontiert zu werden, die ihr so unangenehm zu sein scheint, dass sie die Begegnung fürchtet.

    Und da hab ich mir überlegt, weil ich solche Geisterstunden kenne, wie ich reagieren würde: ich würde mich auf das besinnen, was ich erreicht hab, was ich JETZT in meiner Gegenwart bin. Und bei mir ist das halt ein prestigeträchtiger Beruf und akad. Meriten - unter anderem. Aber meine seelische oder emotionale Entwicklung ist nur wortreicher und vager zu erklären und ich hielte sie auch für intimer.

    dann ist mir im Laufe der ja sehr kontroversen Diskussion hier eingefallen, dass ich wette dass man in München leichter eine Wohnung bekommt, wenn man sagt, ich bin Dr. Ing. beim Siemens und meine Frau ist Dr. med. im Haunerschen.

    Das ist Zweckerfüllung.

    Umgekehrt kann es auch Zwecke erfüllen, sich betont jovial und hemdsärmlig zu geben - sowohl im Privaten, als auch im Job. Kommt halt drauf an.

    Ich finde es schwierig, dass durch das Outtake, der eigentliche und wie ich finde durchaus andere Zusammenhang zwischen "Titel" und Anlass nicht mehr erkennbar ist.

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    AW: Ich möchte Fragen nach meiner Herkunft nicht beantworten

    Gestern in der Augenklinik wurde eine Frau als Frau Professor aufgerufen: und wer kam da? Eine sehr alte gebeugte alte Frau , total einfach gekleidet. Ich fand das bemerkenswert. Sagen wir mal so: wäre sie ohne Titel aufgerufen worden - wäre sie mir nicht aufgefallen.

    Beim nächsten Mal wurde sie als Frau Doktor aufgerufen, da dachte ich dann schon : ja was denn nun.

    Ich kenne nicht den Hintergrund, ob man da grundsätzlich immer Titel mit nennt oder ob die alte Dame das ausdrücklich will.

    Aber, so ein wenig dachte ich schon, da läuft sie die Frau Professor.
    Alt und gebückt und flink wie ein Wiesel Von ihr weiß man eben schon was.

    Mal einfach so als Betrachtung.

    Dazu ist mir noch was eingefallen: in einem Englischkurs von der VHS: Anwesenheitsliste: drei Frauen hatten sich mit Frau Prof. eingetragen, zwei mit Dr..... das war ich nicht so gewohnt, und fand das einfach nur unpassend.
    Die Frauen waren alle nicht mehr berufstätig, und sprachen dann von sich viel von ihren Auslandsaufenthalten. Da kam dann gar nicht so ein Fluss zustande wie sonst in den Kursen. Also ich hatte wirklich ein paar mal hingeschaut, und dachte immer wieder, was soll das denn....

    Das war übrigens auch nur ein Konversationskurs, nix Spezielles
    Geändert von Daliah- (28.10.2021 um 11:08 Uhr)
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

  9. VIP

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    AW: Ich möchte Fragen nach meiner Herkunft nicht beantworten

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich finde es schwierig, dass durch das Outtake, der eigentliche und wie ich finde durchaus andere Zusammenhang zwischen "Titel" und Anlass nicht mehr erkennbar ist.
    Die 70 Beiträge mit ausufernder Diskussion übers Namesrecht, die Adelsprädikate in Österreich und anderswo etc. hatten nichts mit der Fragestellung zu tun und waren somit absolut OT.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  10. Inaktiver User

    AW: Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel

    Worum geht’s eigentlich konkret hier?

    „Fragen nach der Herkunft: Outtake akademische Grade, Adelstitel“

    Momentan liest es sich wie ein Rechtfertigungsstrang für die, die ihren Titel mögen und benutzen, ein Lästerstrang für die, die das erstere doof finden und ein Plauderstrang für Leute, die einfach nur ihren Senf dazu abgeben (wie ich jetzt grad ;-) )

    Also ich finde Titel toll, mir gefällt es, wenn ich mit meinem angesprochen werde und ich finde durchaus, dass das etwas -meist positiv konnotiertes- über den Menschen aussagt. Hat sich ins Zeug gelegt, musste fleißig sein, analytisch denken, zielstrebig sein…

    Umso ätzender diese Copy-Paste-Möchte-gern-Titelträger, die immer wieder negativ auffallen und den ganzen akademischen Betrieb vorführen. Pfui.

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