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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Hier in Österreich (wo auch die TE lebt) ist es so, dass es sich bei kleinen Geschenken in der Größenordnung von etwa Blumenstrauß/Pralinen/Flasche Wein um sog. *orts- und landesübliche Aufmerksamkeiten* handelt - und diese sind laut Lehrerdienstrechtsgesetz zulässig. Es gibt eine *Bagatellgrenze* von 100 Euro = Aufmerksamkeiten von geringem Wert.
    Ah, okay, was seid ihr aber großzügig in Österreich
    Wenn wir Narben haben, heißt es, dass die Wunden verheilt sind

    (Thomas D.)

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Also ich weiß nicht ... Der Lehrer macht einen guten Job, aber es ist eben sein Job. Und du hast dich ja schon mehrfach (!) bedankt. Wenn du jetzt noch einen drauflegst, könnte ihm der Gedanke kommen, dass du irgendwelche weiteren Interessen hast. Willst du das? Oder ist es bei euch üblich, Lehrer zu beschenken? Weißt du, wie andere Eltern das sehen?

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    Also ich weiß nicht ... Der Lehrer macht einen guten Job, aber es ist eben sein Job. Und du hast dich ja schon mehrfach (!) bedankt. Wenn du jetzt noch einen drauflegst, könnte ihm der Gedanke kommen, dass du irgendwelche weiteren Interessen hast. Willst du das? Oder ist es bei euch üblich, Lehrer zu beschenken? Weißt du, wie andere Eltern das sehen?
    Dem schließe ich mich an.
    Es kann leicht etwas aufdringlich - in welche Richtung auch immer - rüberkommen.
    Dankbarkeit ist ja toll - aber letztendlich hat er seinen Job gut gemacht. Wenn man sich da ausdrücklich bedankt, ist das doch ok - aber doch nicht in Endlosschleife und dann noch mit Geschenken on top ... !? Mir wäre das zu viel - also als Lehrer, aber auch als Eltern.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Was sagt denn dein Kind selbst dazu? Es müsste ja bei Abschluss der neunten Klasse 15 oder 16 Jahre alt sein. Mir wären in dem Alter solche Aktionen unangenehm gewesen. Aber vielleicht ist das heute anders...

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    [...] Wenn du jetzt noch einen drauflegst, könnte ihm der Gedanke kommen, dass du irgendwelche weiteren Interessen hast. Willst du das? Oder ist es bei euch üblich, Lehrer zu beschenken? [...]
    Hallo gecko57, wenn Du bei "weiteren Interessen" das denkst, woran ich jetzt auch denke ... , so könnte ich knapp gerechnet seine Mama sein. Definitiv nein.

    Als ich Anno Schnee zur Schule gegangen bin, waren Dankgeschenke an Lehrer definitiv üblich. Wenn mir meine Idee nicht selbst suspekt wäre, hätte ich auch nicht hier gefragt!

    PS: Kind (bald 15) findet es absolut nicht peinlich.
    Geändert von Lady_Emelia (11.06.2021 um 19:46 Uhr) Grund: PS hinzugefügt
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Den Brief als Dank finde ich wirklich schoen.
    Der Lehrer wird mit Sicherheit merken das es dir ein ehrliches Anliegen ist.
    So ein Lob bekommen Lehrer heute nicht mehr oft, und dann kann es runtergehen wie Oel.
    Wenn du es zum Schluss machst ist es der I- Tupfer.
    Wenn du grosszügig bist gibst du noch was dazu. Muss aber nicht sein.
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Zitat Zitat von 555nase Beitrag anzeigen
    Dem schließe ich mich an.
    Es kann leicht etwas aufdringlich - in welche Richtung auch immer - rüberkommen.
    Dankbarkeit ist ja toll - aber letztendlich hat er seinen Job gut gemacht. Wenn man sich da ausdrücklich bedankt, ist das doch ok - aber doch nicht in Endlosschleife und dann noch mit Geschenken on top ... !? Mir wäre das zu viel - also als Lehrer, aber auch als Eltern.
    Liebe 555nase,

    ich finde Deine Argumentation sehr schlüssig und horche jetzt gerade in mich hinein, warum ich gerade Herrn D. gegenüber besonders große Dankbarkeit empfinde.

    @ alle:

    Das non-binary Kind ist mein Jüngstes, die beiden Großen sind 20 (flügge und ausgezogen) und 16.

    In all den Jahren Schulerfahrung hatten meine Kids (und damit ja auch ich) viele sehr kontraproduktive Erfahrungen mit Lehrerinnen (ja, leider -innen). Weiß Gott, ich bin keine Querulantin.

    Das letzte Grundschuljahr der Großen war eine Katastrophe mit 3 Lehrerinnenwechseln.

    Ich war so froh, den Sandwich-Buben in der katholischen Privatschule (teuer) angemeldet zu haben... Bis sich herausstellte, dass Frau F. nicht nur die Mädchen bevorzugte, sondern die beiden kleinen Buben in der letzten Reihe buchstäblich drangsalierte. (Mein Bub und sein Kumpel. Wie es dazu kam, dass er die ganzen 4 Jahre dort blieb, ist eine andere, unrühmliche Geschichte.)

    In dieser Klasse war es gängige Praxis, dass nach einem Diktat die Kinder mit 0 - 1 Fehlern auf dem Tisch stehen durften - die anderen mussten applaudieren. Gleiches für die Kids mit 2 - 3 Fehlern: Darf am Sessel stehen, der Rest applaudiert.

    (Wenn ich das schreibe und lese, frage ich mich wirklich, warum ich mein Kind auf Jahre hinaus so einer Erfahrung ausgesetzt habe. Fühlt sich nicht gut an. Fühlt sich gerade besch*ssen an.)

    Ich könnte ihn immer noch knutschen, dass er bei der Abschlussfeier Rückgrat bewiesen hat. Es war vereinbart, dass jedes Kind der Lehrerin zum Dank eine Rose überreicht. Anton* hat sich versteckt, weil er das mit der Rose weder wollte noch konnte

    Um den Bogen zum Thema zurück zu schlagen, beide Großen hatten gute Noten und gingen auf das gleiche Gymnasium. Ich habe Jahrzehnte früher die gleiche Schule besucht, und mir war - damals - nicht bewusst, wie wenig die LehrerInnen sich für die jungen Leute interessiert haben. (Bzw. dachte ich, dass ich einfach Pech gehabt habe, als sich für mich als Mobbingopfer niemand eingesetzt hat.

    Die Älteste hat nach diversen Problemen und einem freiwillig wiederholten Schuljahr die Matura gut hinter sich gebracht.

    Anton* hatte das erste Schuljahr so einigermaßen hinter sich gebracht. Als das neue Schuljahr anfing, kam mein Vater (wir leben im Mehrgenerationenhaus) ins Krankenhaus. Er verstarb Ende Oktober. Anton* (damals 10 1/2) war immer das Opa-Kind... Ab diesem Zeitpunkt waren die schulischen Leistungen verständlicherweise weggebrochen.

    Ich muss gestehen, es war eine Zeit, in der ich mit vielem völlig überfordert war.

    Anton* hat damals im Februar in eine Mittelschule gewechselt, vorher hatte er keine Freunde in der Schulklasse... Gleich am ersten Freitag Mittag hat er einen Freund mit heim gebracht.

    ---

    Gerade denke ich nicht mehr über Herrn D. nach, sondern habe das Bedürfnis, mich selbst eine Runde zu geißeln.

    ---

    Aktuell ist mein Leben wieder in einer Umbruchsphase - keine angenehme - Oma / meine Mutter steuert in die Pflegebedürftigkeit.

    Vielleicht wollte ich mich mit der Fragestellung einfach nur von dem ganzen Murks ablenken?

    Danke für alle Euere Rückmeldungen!

    LG Emmi

    (Anton* war Opas Name )
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Zitat Zitat von Lady_Emelia Beitrag anzeigen
    horche jetzt gerade in mich hinein, warum ich gerade Herrn D. gegenüber besonders große Dankbarkeit empfinde.
    Das hast Du hier doch selbst begründet --->

    Zitat Zitat von Lady_Emelia Beitrag anzeigen
    Herr D. hat sich so - ja, liebevoll - um Kind gekümmert, das habe ich auch selbst erlebt, wenn ich es wieder einmal abholen musste. Als wäre er ein großer Bruder...

    Kannst Du mit den konkreten Vorschlägen etwas anfangen?

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Danke, ja das kann ich!
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    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Ich möchte mich bei einem Lehrer bedanken!

    Emelia - ich hab auch ein so ein Problemutschgerl daheim (nicht komplett gleiche Situation, aber es gibt Parallelen) ... Ich haette jedem (Lehrer/in, Psychologin, sonstige Ansprechperson) die Fuesse kuessen koennen, der hilfreich zur Seite stand. Es ist echt scheibe, wenn man zuschauen muss, wie das eigene Kind leidet.

    Ich wuerde eine nette Karte schreiben - Brief ist ein bisserl dick aufgetragen, denke ich, aber man kann auch in weniger Zeilen ausdruecken, was du ausdruecken willst. Was und wie auch immer du es schreibst. Geschenk muss auch nicht sein, das mit der Spende finde ich nett, aber ich denke, am meisten freut er sich immer noch ueber das Feedback. Ich glaub, wenn ich als Lehrer hoeren wuerde, wie sehr ich helfen konnte, dass ich einen Unterschied gemacht habe - vielleicht das Zuenglein an der Waage war, ob ein Kind komplett genervt/hilflos oder sogar traumatisiert zurueckgeblieben ist und nie wieder was von der Schule etc wissen will, oder ob diese Erfahrung - nach viel negativer - eine positive geworden ist, dass es auch in schlimmen Zeiten immer wieder jemanden gibt, der fuer einen da ist, und dass es Hoffnung gibt - ich glaub, ich wuerd Rotz und Wasser heulen.

    Die Argumentation 'macht nur seinen Job' kann ich nicht verstehen, und selbst wenn, viele Lehrer tun und taeten dies nicht.
    Und selbst wenn es selbstverstaendlich waere, man kann sich durchaus auch fuer sowas mal bedanken, ist dem sozialen Klima nicht abtraeglich.

    Dir persoenlich wuensch ich mal eine Zeit ohne Hausnummern - moege der Sommer ein halbwegs netter werden!

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