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  1. Avatar von Sneek
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Ich kenne das wirklich nur aus irgendwelchen Witzen oder Komödien, meist ist es dann ein verschusselter Junggeselle, der sich dabei in die Nachbarin verliebt. Vermutlich waren die Hausfrauen meiner Kindheit einfach gut organisiert und haben dafür gesorgt, dass sie immer alles Nötige im Haus haben. Heute erübrigt sich das Problem wie gesagt, weil man eigentlich im Notfall alles irgendwo bekommt.

  2. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Ich bin ja eher mittelstädtisch aufgewachsen, zu unseren Nachbarn hatten wir bestenfalls Grüßkontakt, aber nicht mehr und niemand hat sich jemals etwas beim anderen geliehen.


    Wie geschrieben auf dem Campingplatz wo wir am Wochenende waren war das komplett anders, aber da kannte man sich ja auch besser.


    Meine Eltern lebten lange nach der Deviese, besser man grüßt seine Nachbarn nur, als wenn man erst befreundet und später verfeindet ist. Unseren Nachbarn waren durchaus sympatisch wirkende Menschen, aber näherer Kontakt war von keiner Seite gewünscht.



    Meine einen Großeltern (gleiche Stadt) hingegen pflegen ein reges Nachbarschaftsleben, mit ausgeliehenen Eiern, Kinderbetreuung, Wohnungs- und Tierbetreuung in den Ferien, regelmäßiges (uns sicherlich nicht verabredetes) Zusammenhocken etc. Fand ich als Kind toll und würde es mir manchmal auch für mich wünschen.

    Aber meine Großmutter war halt auch ganztätig zuhause und mein Großvater als Lehrer irgendwie auch. Und meine Großeltern wohnten in niedrigen Mehrfamilienhäusern mit einem riesigen Gemeinschaftsgarten, was die Kommunikation auch förderte und natürlich wusste auch jeder alles über jeden ...
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  3. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Meine Eltern sind ja vor einigen Jahren nochmal umgezogen und aktuell haben sie eine sehr nette Hausgemeinschaft, wo man deutlich mehr Anteil nimmt, gemeinsam feiert und gegenseitig Blumen und Post versorgt und sich auch gegenseitig kurzfrist aushilft. Sie finden das heute sehr schön - man muss aber eben auch die richtigen Nachbarn dafür haben.
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  4. Registriert seit
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    ja, so nachbarschaftshilfe kenne ich auch.... und wenns nicht einseitig überhandnimmt ist das doch in Ordnung. weiß noch haargenau am 11.09.2001 sollte ich einem ehemaligen arbeitskollegen und gleichzeitig nachbar in die geheimnisse des computers einweihen...... am nachmittag..... daraus wurde nix weil wir am fernsehen klebengeblieben sind. eine frühere nachbarin borgte sich immer mal kleine geldbeträge, weil die wirklich klamm war, gabs aber immer pünklich zum monatsersten zurück, meist mit ner kleinigkeit zum naschen für mein kind. aber lebensmittel irgendwo borgen? hmm ich habs noch nie gemacht... und von mir wollte auch noch keiner nen ei, oder ne tüte backpulver haben.

    also wo ich wirklich und wahrhaftig froh bin, dass an mir als mutter der kelch mit den kinderübernachtungen spurlos vorbeigezogen ist - ist das heute noch üblich, das der nachwuchs sich zum übernachten bei freunden einnistet??? das währe für mich horror pur gewesen, wenn du am we, wenn du selber mal deine ruhe haben willst und ausschlafen, dann früh eine meute fremder kinder durch die wohnung rumort.

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Ich denke es ist nicht unbedingt von Land oder Stadt abhängig, sondern von deutlich mehr Faktoren und die eigene Mentalität und das konkrete Wohnumfeld ist vielleicht entscheidender, als alles andere.


    Ich bekomme das bei einer Freundin mit, die aktuell sehr ländlich lebt und nur einen wirklichen Nachbarn (100m) und eben die Nachbarn des nahegelegenen Dorfes (1,5 km) hat.

    Die direkten Nachbarn sind sehr nett und aufgeschlossen und es besteht ein sehr gutes Nachbarschaftsverhältnis und es braucht keine Vorankündigungen und Verabredungen. Wenn die Nachbarn Stinkstiefel wären, gäbe es vermutlich einen hohen Zaun und kein gutes Verhältnis und für das berühmte Ei, würde man eben die 5 km zum Supermarkt fahren.
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  6. Avatar von Judy666
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Also Eier haben wir uns noch nicht von den Nachbarn ausgeliehen, aber uns passiert es tatsächlich öfter mal, dass wir wegen Werkzeug oder ähnlichem klingeln. Unsere Nachbarn sind nämlich durchweg rund eine Generation älter als wir, haben zum Teil selbst gebaut und daher so ungewöhnliche Dinge wie einen 25er Bohrer oder ein Gerüst im Keller/der Garage. Wir dagegen nicht.

    Aber einfach unangemeldet auf ein Plausch vorbeikommen gibt es hier auch nicht. In meinem Elternhaus dagegen war das normal, das lag auch in der Nähe einer beliebten Spazier-/Fahrradstrecke. Da wurde am Wochenende öfter mal geschaut, ob bei uns jemand daheim ist auf eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser.

    Das mit den Töpfen auf dem Tisch kenne ich auch von den Eltern, bei den Schwiegereltern stehen dagegen schöne Schüsseln auf den Tisch. Wir zu Hause füllen wiederum die Teller in der Küche.
    Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben.
    Er wird fortan, wenn auch vielleicht kaum merklich, den Stempel der Wüste tragen.
    (Wilfried Thesiger)

  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Zitat Zitat von dekomaus24 Beitrag anzeigen
    also wo ich wirklich und wahrhaftig froh bin, dass an mir als mutter der kelch mit den kinderübernachtungen spurlos vorbeigezogen ist - ist das heute noch üblich, das der nachwuchs sich zum übernachten bei freunden einnistet??? das währe für mich horror pur gewesen, wenn du am we, wenn du selber mal deine ruhe haben willst und ausschlafen, dann früh eine meute fremder kinder durch die wohnung rumort.
    Das war auch schon zu meiner Zeit in den Siebzigern üblich - und der Vorteil, ein Wochenende waren Freunde bei mir, ein anders Wochenende ich bei den Freunden - und meine Eltern hatten sturmfreie Bude.
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  8. Avatar von Blila1
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Das Leben ist so anders geworden und dieses gegenseitige Besuchen stirbt ab. Das Freizeitverhalten hat sich geändert und im Zuge dessen auch das gesellschaftliche Leben. .
    Die Arbeitswelt hat sich geändert. ok, deine Mutter hat es trotz Vollzeit hingkriegt - weißt du, ob oder wie oft sie heimlich die Augen verdreht hat?
    Aber unabhängig davon ist es vermutlich Typsache, ob einem sowas gefällt oder nicht. ich hätte es vermutlich auch als Vollzeit-Hausfrau nicht gemocht

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Das war auch schon zu meiner Zeit in den Siebzigern üblich - und der Vorteil, ein Wochenende waren Freunde bei mir, ein anders Wochenende ich bei den Freunden - und meine Eltern hatten sturmfreie Bude.
    Aber doch nach Absprache, also man hat die Eltern vorher gefragt? Bei dekomaus hört es sich ja so an, als wäre man damit überfallen worden.

  10. Avatar von Blila1
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    AW: Unterschiedliche Sitten

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Da wir nicht mit den Fingern essen, muß ich diese auch nicht abwischen. Das gleiche gilt für den Mund. Ich kann ordentlich essen und schmiere mich äußerst selten voll.
    ich kann nicht ordentlich essen. nicht so ordentlich, dass beim Trinken nicht ein Abdruck am Glas wäre.oder sein könnte. 'vor dem Trinken, nach dem Essen Mund abwischen nicht vergessen' war die Regel, die ich an die nächste Generation weitergegeben habe.
    Die Serviette wird auf der gefalteten Innenseite benutzt und nach dem Gebrauch neben den Teller gelegt. Nicht auf den Schoß, da bin ich die, die behauptet: brauch ich nicht, ich kann ordentlich essen (Dass wir Papierservietten nur auflegen, wenn das Motiv zum Anlass passt ist hier ot, die normalen Stoff zum jeweiligen "Stil")

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