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  1. Avatar von Telpa
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Annegret, klingt im Deutschen nach "aber zacki, zacki"
    Das „Vorname, ...“ habe ich in der Tat auch schon selbst benutzt um eine latente Strenge / Unzufriedenheit auszudrücken nach längeren Diskussionen *uups* Mein Gegenüber, der sonst ein „Moin, XY“ bzw. „Hallo, XY“ ist (wir sind auf einer Wellenlänge und arbeiten sehr eng zusammen) hat sofort gemerkt, dass er den Bogen überspannt hat und wir fanden wieder zueinander ;-)

    Aber grundsätzlich empfinde ich diese Form der Anrede auch als zu harsch, wenn man eigentlich ein freundliches und zugewandtes Gespräch führt.


    Blila, Deine Hemmschwelle kann ich in der Tat nur schwer nachvollziehen. Ich mag es, wenn sich auch in der schriftlichen Kommunikation die Entwicklung zeigt, die durch den persönlichen Umgang am Telefon / in Meetings ihren Lauf nimmt. Ich fände es eher komisch, wenn man im Telefonat immer entspannter wird, aber beim schriftlichen Umgang auf das (für mich steife) „Sehr geehrter Herr ...“ zurückgreift. Aber klar, persönliche Befindlichkeiten kann man eben manchmal auch einfach nicht begründen :-)

    Um für den nächsten Aufschrei zu sorgen: ich nutze auch in dienstlichen Mails Smileys. Und bekomme auch welche zurück - national wie international ;-)
    Laufe so, dass du am Ziel nicht am Ende bist.


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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Also so: "Guten Tag, Annegret" ?

    Na, des ist nix. Da gebe ich dir Recht.
    Find' das klingt, wie wenn der Navi mit mir spricht

    Doch Liebe?
    Liebe Angela, ..... dein Horst (verstehst, das heißt nur so )


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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen
    Das „Vorname, ...“ habe ich in der Tat auch schon selbst benutzt um eine latente Strenge / Unzufriedenheit auszudrücken nach längeren Diskussionen *uups*
    ja klar! Bewusst..
    Ich auch schon.
    Daher finde ich ja, das kann man mit angelsächsischen Anreden nicht vergleichen.
    Deutsch klingt ja eh immer gleich so nach "jawoll, Herr Leutnant"


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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen
    wenn man im Telefonat immer entspannter wird, aber beim schriftlichen Umgang auf das (für mich steife) „Sehr geehrter Herr ...“ zurückgreift.
    Ach so!

    Ui, da würde ich denken, ich habe was total verbockt, wenn ich Dienstags beim Gespräch per du bin und donnerstags in der Mail per Sie. Würde ich denken, ups. Was habe ich verbrochen.

  5. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen
    Blila, Deine Hemmschwelle kann ich in der Tat nur schwer nachvollziehen. Ich mag es, wenn sich auch in der schriftlichen Kommunikation die Entwicklung zeigt, die durch den persönlichen Umgang am Telefon / in Meetings ihren Lauf nimmt. Ich fände es eher komisch, wenn man im Telefonat immer entspannter wird, aber beim schriftlichen Umgang auf das (für mich steife) „Sehr geehrter Herr ...“ zurückgreift.
    ich mags ja auch und im Text selbst befördere ich das auch, ersetze steife Formulierungen durch entspanntere, angenähert an die gesprochene Sprache. Aber die Grußformeln...wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht auf Augenhöhe bin und der Korrespondenz-Partner auch tatsächlich ein -er ist.
    ich möchte mich weder anbiedern noch anwanzen


  6. Registriert seit
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    iein -er ist.
    ich möchte mich weder anbiedern noch anwanzen
    Verstehe ich auch.
    um der Vermutung vorzubeugen, du wölltest ihn doch heiraten, eignet sich die Schlussformel, finde ich.

    Also ruhig "Lieber Horst"
    leider muss ich dir mitteilen, dass unsere Zusammenarbeit ....

    aber dann

    nicht: "liebe Grüße" (das finde ich sehr zutraulich)
    Viele Grüße finde ich auch irgendwie zwar unpersönlich, aber privat

    sondern: "Grüße aus Vöcklabruck" oder "beste Grüße, auch an Herrn Müller-Lüdenscheid, bitte"
    oder "Grüße vom Marketing/Radiologie/HR"
    oder ganz anders:
    "noch eine erfolgreiche Woche,
    Blila"

    da ist dann schon klar, dass das nett und persönlich, aber beruflich ist.

  7. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen


    oder ganz anders:
    "noch eine erfolgreiche Woche,
    Blila"

    da ist dann schon klar, dass das nett und persönlich, aber beruflich ist.
    Also vom Lieben Horsti trennen mich Milchstraßen, meine Finger streiken schon bei den Lieben Herren, die mich ihrerseits aber inzwischen lieb grüßen.
    Ich werde das ganz anders adoptieren, das passt für mich. Bleibt noch der Anfang

  8. Avatar von Iceman0905
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Ich registriere im beruflichen Umfeld, dass die Anrede "Liebe/Lieber..." stark zunimmt. Sowohl in Verbindung mit Herr/Frau als auch mit dem Vornamen. Auch Kolleg/innen, die mich kaum kennen, reden mich verstärkt so an. Ich finde das anbiedernd, eine nicht existente Vertrautheit vortäuschend. Wird auch gerne genommen wenn Leute etwas von einem wollen, dann ist man auf einmal ein ganz Lieber...

  9. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Für mich signalisiert das auch einen Grad an Vertrautheit, der und die eben nicht immer gegeben ist.

    Andererseits ändern sich Gepflogenheiten nun mal; das Siezen zwischen U30 geht vielleicht noch im Umgang mit Philipp Amthor, die Verfasser Bri-Teaser wissen schon, warum sie auch konsequent die zweite Person pl verwenden und mit "hochachtungsvoll" unterzeichnet heute nur noch selten jemand. Irgendwann haben sich die höfischen Anredekuralien (Euer Hochwohlgeboren, verehrungswürdigster Fürst/wohlverordneter Herr Staatsrat/gnädigster Kammergerichtspräsident/verehrungswürdige Großmama uvam verschliffen und verschlissen. Man findet noch Reste in geschützten Reservaten von Hochadel und Hochschulrektoren und Klerus.
    Zeiten des Wandels sind halt immer Zeiten der Unsicherheit


  10. Registriert seit
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Iceman0905 Beitrag anzeigen
    Ich registriere im beruflichen Umfeld, dass die Anrede "Liebe/Lieber..." stark zunimmt.
    Ja, das geht mir auch so und ich finde das ziemlich befremdlich. Ich käme nie auf die Idee, im beruflichen Kontext Kunden oder sonstige Mailpartner mit "Liebe/r XY" anzusprechen.

    Ich schreibe sowohl Sehr geehrte..., als auch Guten Morgen Frau/Herr... wie auch Hallo Frau /Herr... - letzteres kommt bei mir aber eigentlich nur vor, wenn ich mit den Leuten häufig zu tun habe und wenn diese mich selbst auch so ansprechen. Ich hatte hier vor ein paar Tagen schonmal hereingesehen und ich glaube es waren Horus und noch jemand, die schrieben, dass hallo für sie gar nicht geht und zu salopp ist, dass sich so auf dem Schulhof begrüßt wird. Hm, auf die Idee wäre ich bisher nicht gekommen, wohingegen -wie gesagt- ich diese Liebe Frau Puggi total unangenehm finde. Dieses "lieb" signalisiert für mich eine Form der Vertrautheit und Enge, die ich mit diesen Personen nicht habe, wohingegen ich Hallo als okay (für mich) befinde.

    Habe aber tatsächlich die letzten Tage darüber nachgedacht, dass ich einige im Kundenkontakt habe, mit denen ich öfters zu tun habe und auch telefonisch mich gut verstehe, die aber dennoch bei Sehr geehrte Frau Puggi bleiben. Das finde ich auch nicht komisch, ist völlig in Ordnung.

    Um aber mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

    Ich versuche im beruflichen Kontext mit Kunden das "Du" zu vermeiden. Ich finde, das gehört da nicht hin. Ist mir bisher sehr gut gelungen, in einem einzigen Fall ließ sich das leider nicht vermeiden, aus der Nummer konnte ich nicht rauskommen. Dort händeln wir das auf Wunsch meiner Duz-Partnerin so, dass wir wenn wir übers Wetter schreiben uns duzen und ansonsten förmlich bleiben, da die Mails gerne auch mal an Dritte gehen.

    Ich sehe im beruflichen Kontext oft, dass Leute aus verschiedenen Firmen sich in der Ansprache duzen und finde es als dritte, später lesende Person, echt schwierig herauszufinden, wer da gemeint ist und muss erstmal herumsuchen, wer Peter ist und wer Karl-Heinz, oft wird das dann in längeren Mailverkehr auch geschrieben mitten im Text, dass z.B. der Wolfgang vor drei Wochen vor Ort war und die Reklamation angesehen hat und der Ferdinand auch dazu kam... . Finde ich suboptimal.

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