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  1. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Schriftverkehr ist eine der wenigen Situationen, in denen ich mir manchma den Schutzraum der altmodisch formellen Formalität zurückwünsche. Ich mag dieses schriftliche "Hallo" einfach nicht, das sag ich im Aufzug und auf dem Flur zu Leuten, die ich grade vom Sehen kenne, zur Nervensäge aus dem Elternverein, zur Kollegin, die ich nur von hinten sehen möchte, noch lieber ga nricht. Für eine ernsthafte Kommunikation ist es mir zu flapsig.
    Gut, in der Steinzeit war auch der letzte Depp ein "Sehr geehrter", aber jeder konnte sich aussuchen, wie er es verstehen wollte. "Guten Tag": dröger geht nicht, aber besser weiß ich es auch nicht.

    Wie wärs, mal die gesamte Foren-Fremdsprachkompetenz einzubringen, von Adagynisch bis Zulu: wie machen die das?

  2. Avatar von Telpa
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Bei der allerersten Kommunikation? „Sehr geehrte(r)....“ Da bin ich klassisch unterwegs.

    Sobald man sich näher kennt, sei es telefonisch oder gar persönlich, wechsel ich zu „Guten Morgen“ oder „Hallo“ (also entsprechend der Tageszeit). Dann kann ich einschätzen, wie mein Gegenüber tickt. In der Örtlichkeit begründet kommt oft auch ein „Moin Frau Telpa“ zurück. Diesbezüglich bin ich total entspannt - ich bin nur konservativ, wenn es um‘s Duzen von Geschäftspartnern geht. Das mache ich selbst bei langjährigen Kontakten nicht. Die Distanz will ich wahren. Ist eine persönliche „Macke“.

  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Anni04 Beitrag anzeigen
    Danke für eure Einschätzungen. Das war sehr hilfreich.

    Ich muss zugeben, auf die Idee meine Anrede, je nachdem wie “offiziell” es ist, anzupassen, bin ich gar nicht gekommen.
    Das fände ich auch schwierig. Wenn ich mich mit jemandem duze, dann auch im offiziellen Kontext und ich weiß, dass andere das auch so handhaben. Was soll auch passieren, wenn andere das lesen? Sie sehen, dass ich mich mit demjenigen duze, und?!
    Auch in offiziellen Kontexten. Wenn der Brief von jemand anders formuliert wird, kommt es vor, dass es in der „Sie“-Ansprache erfolgt, dann schreibt man handschriftlich hinter das „Sehr geehrter Herr Müller“ noch „lieber Erwin“ dahinter.

    Würdet ihr in einer E-Mail (nur zwischen mir und *Karl-Heinz*, ohne Weiterleitung an 3.) dann “Lieber...” schreiben?
    Eine Kollegin sagte mir gestern auf Nachfrage sie fände das zu “intim”.
    Ja, würde ich. „Lieber Egon“ finde ich so gestaltet, dass es jeder sehen kann. In einem eher privaten E-Mail würde ich auch Hi oder Hallo schreiben.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

  4. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Nun, ich hab schon öfter von der Sehr geehrten Frau Kuhmaul zur Lieben Frau Kuhmaul gewechselt. Es gibt da immer wieder so ein Stadium wachsender Vertrautheit und erkennbarer wechselseitiger Sympathie, ohne dass man die formell-professionelle Ebene verlassen möchte.
    Das Gleiche bei der Grußformel am Schluss: Aus freundlichen werden beste, manchmal sogar herzliche Grüße: von der Gegenseite; ich hab da Hemmungen -wobei ich im Text gern und relativ schnell etwas lockerer formuliere

  5. Avatar von Horus
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Ich hab auch graduell abgestufte Gruss- und Endformeln in eMails - ausser, wie gesagt, „Hallo Herr/Frau x“, das gibts bei mir nicht. Ehrlich gesagt gibts auch „Hallo + Vorname“ eher nicht, ich mag „Hallo“ in der Schriftlichkeit einfach nicht.

    Und was ich im geschäftlichen Umgang nie, nie, gar nie schreibe, auch niemals gegenüber der Kollegin, mit der ich seit 10 Jahren häufig zu tun habe und die ich seit Ewigkeiten duze, ist „liebe Grüsse“.
    Nie.
    Mir fällt es sehr negativ auf, wenn ich in geschäftlichem Kontext eine Mail erhalte, die mit „lieben Grüssen“ endet. Für mich ist das eindeutig zu privat angehaucht. „Viele“ oder meinetwegen auch „beste Grüsse“ oder ganz einfach „Gruss aus dem 3. Stock!“, wenns informell sein darf - aber bittebitte nicht „liebe Grüsse“!

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  6. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Mein Chef schreibt z. B. bei offiziellen Briefen an Leute, die er duzt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schwarz, lieber Markus,

    Den ersten Teil gedruckt, das ", lieber Markus," handschriftlich.
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

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  7. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen

    Den ersten Teil gedruckt, das ", lieber Markus," handschriftlich.
    das krieg ich in der mail nicht hin

  8. Avatar von Torun
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Für mich klingt "Liebe(r)" als Anrede geradezu infantil und außerdem nur für den engsten Familienkreis geeignet. Ich muss dabei an Urlaubspostkarten an die Oma denken. "Liebe Oma, wie geht es Dir? Mir geht es gut. Gestern sind wir in Timmendorfer Strand angekommen und haben schon tüchtig gebadet...".
    ~ Torun. ~

    Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. (Matthias Claudius)

  9. Avatar von Telpa
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Und was ich im geschäftlichen Umgang nie, nie, gar nie schreibe, auch niemals gegenüber der Kollegin, mit der ich seit 10 Jahren häufig zu tun habe und die ich seit Ewigkeiten duze, ist „liebe Grüsse“.
    Nie.
    Mir fällt es sehr negativ auf, wenn ich in geschäftlichem Kontext eine Mail erhalte, die mit „lieben Grüssen“ endet. Für mich ist das eindeutig zu privat angehaucht. „Viele“ oder meinetwegen auch „beste Grüsse“ oder ganz einfach „Gruss aus dem 3. Stock!“, wenns informell sein darf - aber bittebitte nicht „liebe Grüsse“!
    Da bin ich komplett bei Dir! Das befremdet mich auch immer total und fühlt sich für mich merkwürdig an, irgendwie schon fast zu intim. Mag übertrieben klingen, ist bei mir aber so - egal, wie vertraut ich mit dem Absender bin. Im Dienst passt es für mich nicht.. Und so doof es klingt: bei männlichen Absendern fühlt es sich noch viel merkwürdiger für mich an als bei weiblichen Absendern. Das ist für mich einfach keine „männliche Grußformel“.

    Bei mir steht in externer Kommunikation meine normale Signatur am Ende, manchmal garniert mit einem „Beste Grüße aus XY“ oder „Beste Grüße aus dem hohen Norden“ wenn die Mail in den Süden geht und ich mit dem Empfänger vertraut bin.

    Ein „lieber....“ mag ich auch nicht - ich empfinde es auch als unpassend in geschäftlicher Kommunikation, selbst wenn es ein enger Kollege ist.

  10. Avatar von Blila1
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    AW: Duzen/Siezen und E-mail/Schriftverkehr

    Horus, was schreiben die Japaner? Gibt es Unterschiede zwischen Down-under-Englisch und nordhalbkugeligem? Wie formulieren Norweger, Isländer, Schweden, Russen,Uguren, Brasilianer, Chilenen....? von mir kriegt auch die liebe Frau Kuhmaul nur beste oder schöne Grüße

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