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  1. Registriert seit
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Zitat Zitat von Yulia66 Beitrag anzeigen
    Liebe BC,
    wie handhabt man das elegant. Wegen meines Berufes werde ich ab und zu gefragt, ob ich einen Brief aufsetzen könne, einen Text durchlesen. Mache ich gerne und wenn ich zum Kaffee eingeladen werde, gut, wen nicht auch gut. Ich habe auch schon Kleidungsstücke für die Tochter einer Freundin genäht und dafür ein Mittagessen mit der Familie bekommen. Hat voll gepasst. Wenn es grössere Sachen sind wie dem Sohn Aufsatzunterricht geben, dann lehne ich ab, da ich so viel nicht umsonst arbeiten kann und es mir unangenehm ist, Freunden eine Rechnung zu schicken.

    Umgekehrt zeige ich mich immer erkenntlich, wenn ein Freund, eine Freundin etwas für mich macht. Und bei einer Freundin, die eine Praxis als Heilpraktikerin hat, bestehe ich darauf, den vollen Betrag zu bezahlen.

    Einer meiner Bekannten ist von Haus aus studierter Jurist. Ich habe ihn schon sehr, sehr oft eingeladen (er ist finanziell knapp). Jüngst habe ich ihn wieder gefragt, ob er Zeit hätte für ein Telefonat (ca. 10 Minuten, ganz kleine Sache) und ihm genannt, worum es geht. Er hat gleich eine Antwort (1 Satz) geschickt, die man in jedem Rechtskundebuch nachlesen kann und gebeten, ich solle ihm doch EUR 35.00 auf sein Konto überweisen. Es ist klar, dass ihn niemals bitten würde, ein Schriftstück unentgeltlich aufzusetzen, aber dies hat mich schon befremdet.

    Ganz generell: Wie handhabt ihr dies? Freundschaftspreis? Geschenk statt Geld? Damit keine Missverständnisse entstehen: es handelt sich um kleine Sachen, ca. 10 - 40 Minuten Aufwand.

    Liebe Grüsse
    Yulia
    Liebe Yulia,
    ich handhabe das bei Freundschaften genau wie von dir beschrieben. Und genau wie du wäre ich enttäuscht und irritiert über die Reaktion deines Bekannten. Wie immer in der Bri wundere ich mich hier über die völlig anderen Interpretationen hier.

  2. Moderation
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Zitat Zitat von DerHeld Beitrag anzeigen
    Den Wert bestimmen Angebot und Nachfrage.
    Gut ausgebildete und stimmgewaltige Opernsängerinnen sind in den Häusern dieser Welt nachgefragt, sehr begabte Hobbysängerinnen eher seltener, zudem fehlen die notwendigen Basics.
    Gerade noch mal nachgedacht, und im Rahmen des Stranges hast du natürlich recht: Die Annahme, daß Arbeit ohne Zertifkat und Examen nichts wert ist, motiviert entfernte Bekannte und Verwandte gerne, für ein Hochzeitskleid, eine großformatige Kalligraphie, drei Bleche Apfelkuchen, oder einen Alleinunterhalter nichts bezahlen zu wollen!
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  3. Avatar von kornblume81
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Zitat Zitat von DerHeld Beitrag anzeigen
    "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps"
    Möglicherweise sieht der Herr Anwalt das so. Möglicherweise sind wir auch bei den typischen Problemen Mann-Frau-Kommunikation.
    Frau erwartet (oft) gerne, Mann möchte (oft) gerne klare Anweisungen.
    In diese Richtung geht auch meine Vermutung. Leider werden wir es nun nicht mehr erfahren.
    Ich nutze Professionen anderer bewusst "nur", um Tipps zu erfragen, an wen man sich wenden könnte. Also die Person empfiehlt mir ihre Konkurrenz bzw. Nachbarprofession. Ich mache dabei bewusst klar, dass ich ansonsten keinen Freundschaftsdienst aus dem beruflichen Bereich erwarte. Alles was über nahe Familie/Freunde hinaus geht.

  4. Avatar von Pola
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Mein Ansatz bei dem ganzen Thema ist einfach der, dass ich persönlich sehr gerne und auch oft anderen behilflich bin, wenn es eben den Charakter einer kleinen Gefälligkeit hat. Ich bin mal Taxifahrerin, Fremdenführerin, Köchin, Babysitterin, Postbotin... natürlich jeweils ungelernt. Aber ich würde doch selbst, wenn ich Postbotin von Beruf wäre, mal ein Paket für den Nachbarn annehmen und rüberbringen.

    Auch meinen eigentlichen (akademischen) Beruf habe ich schon zur Anwendung gebracht. Umsonst. Kein Freund oder Bekannter muss mir nachträglich die Ausbildung finanzieren, dafür habe ich einen Job.

    Wenn es über einen Gefallen hinausgeht, würde ich immer Grenzen ziehen. Ich helfe z.B. nicht mehr bei Umzügen und wenn ich so gar keine Zeit habe, mache ich auch nix kleines. Dagegen spricht ja auch nichts. Aber dass jeder für alles, was er mal gelernt hat, immer Geld verlangen müsste, finde ich sehr seltsam. Die aufgewendete Zeit bleibt doch die gleiche, ob ich fürs Schulfest einen Hobbykuchen backe oder einen Bäckerkuchen (wenn es keine Maracujasahne für 65 Euro ist😏).


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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich finde es im Forum immer wieder erschreckend, wie viele Frauen völlig selbstverständlich davon ausgehen, sie dürften keinen an sie herangetragenen Wunsch ablehnen oder auch nur verhandeln.
    Ich glaube, das ist hier nicht das Thema- es geht um fehlende Klarheit, die später Ärger bringt.
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das Kernproblem scheint mir zu sein, wo die Hol- oder Bringschuld ist:
    nochmal: das Problem ist die fehlende Klarheit, in der jeder für sich von etwas ausgeht, was nicht miteinander abgestimmt worden ist.
    Jeder meint zu wissen, wie es sein müsste- nur sind sie sich nicht einig.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn man da nicht zusammenkommen kann, hat man generell ein Problem.
    die Lösung: einfach miteinander reden

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Nein, er hat nur die Erwartungen an Kommunikation unter Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern enttäuscht. Will man nicht.
    Nein, will man nicht- man könnte aber darüber klar werden, dass man etwas erwartet hat, was nicht ordentlich geklärt war.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Aber Freunde haben einem Taschentücher angereicht, als man über seinen Liebeskummer heulte, haben einen in der Geschichtsklausur abschreiben lassen, haben einem Tee gekocht...
    Da gebe ich dir Recht- wenn wir von SOLCHEN Freunden reden- wird es möglicherweise so eine Art von Problem auch seltener geben.
    Aber es liest sich nicht so, dass die TE diesen Mann nun als "so einen Freund" hat- was übrigens die Einladungen auch nicht beschreibt.

    Wenn wir davon ausgehen, dass wir von "besten Freunden" reden- mit denen man tatsächlich das erleben kann, was du aufgezählt hast- dann kann es 1- 3 Menschen maximal geben, die einen ansprechen, etwas wollen und denen man auch bestimmt von Herzen gerne gibt.
    Wovon wir hier aber jetzt alle lesen- sind "Bekannte" oder lockere Freunde, die mal "einen Rat" oder sonstige Hilfe wollen...........und da sehe ich nun schon einen "feinen Unterschied".

    Ich glaube, dass es für die allermeisten Menschen auch kein Problem ist, wenn jemand MAL fragt.
    Das Problem ist nur, dass halt viele "mal fragen" und es auch oft nicht bei einmal bleibt.
    Leider wird wohl sehr oft unterschätzt, was alles zu " einer kleinen Info"alles gehört.

    Vorauszusetzen, dass jemand gibt und gibt und gibt, nur weil er hat- ist in meinen Augen eine seltsame Herangehensweise.
    Ebenso bei Freunden- aber da ist wohl jeder anders.
    Wobei ich wohl auch bei der besten Freundin- so sie Juristin wäre- nie erwarten würde, dass sie mich umsonst vertritt oder wäre sie Physiotherapeutin- mich regelmäßig umsonst behandelt.

    ps- und wenn "regelmäßig" nun für jeden selbstverständlich zuviel wäre wäre- wo ist dann die Grenze und wie erfährt jeder davon?
    Geändert von kenzia (10.04.2019 um 19:27 Uhr)

  6. Avatar von Sugarnova
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Kenne das Problem.

    Mein Eindruck - gern wird für eher handwerkliche Tätigkeiten gern mehr bezahlt, als für die "geistigen".

    Enge Freunde oder Familie - da verlange ich nix. Ich werde beispielsweise auch mal vom Bahnhof oder Flughafen abgeholt, da verlangen die ja auch kein Benzingeld (obwohl ichs anbiete).

    Umzugshelfen würde ich nur im absoluten Notfall. Habe damit auch eher schlechte Erfahrungen gemacht (Verletzung), und mache auch lieber alles selbst.
    Von einer Bekannten hörte ich von stundenlangen Putzarien im Bad.

    Ich helf gerade bei der Prüfungsvorbereitung - waren bisher nur ein paar Nachmittage. Ich hab von dem Mädchen dann eine wirklich schöne Bastelarbeit bekommen, über die ich mich sehr gefreut habe.

    Bei regelmässigen Terminen solltest du NATUERLICH was verlangen. Lass dich und deine Tätigkeit bitte nicht ausnutzen.

    Was für MICH auch wichtig ist - macht es MIR denn Freude, weil die Kids motiviert sind, gehts nur um "auf die Sprünge helfen".

    Nein, für einen keinen-Bock-Teenie den Sonntagnachmittag zu opfern, das macht unbezahlt keinen Spass. Also im Sinne von - wird meine Arbeit geschätzt.

    Was MIR übrigens extrem auffällt - grade die, die wenig haben, geben IMMMER was. Und wenns ne Milkaschokolade ist und 2 Mark. Schon ne Weile her ...
    Geändert von Sugarnova (11.04.2019 um 00:18 Uhr)

  7. Avatar von Sugarnova
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Doooch, ich finde schon, dass es eine gewisse Balance geben sollte.

    Es GIBT Leute aus dem Staate Nimm, die versuche ich mittlerweile, so gut als möglich zu meiden. Isso.

    Trotz Karmapunkte. Ich glaube, die würden bei solchen Personen verpuffen.

  8. Avatar von Sugarnova
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Last but not least - für den Geldtransfer müsste die TE doch ne Rechnung erhalten, oder? Alles andere wäre Schwarzarbeit?

  9. Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Arbeit für Freunde - Geld oder Geschenk

    Da die TE nicht mehr mitschreiben kann schließe ich hier ab.
    Islabonita

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