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Thema: Schlagfertigkeit
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25.02.2019, 23:03Inaktiver User
AW: Schlagfertigkeit
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26.02.2019, 06:28
AW: Schlagfertigkeit
Dass alle Welt Kinder besser erziehen kann als die eigenen Eltern war schon so als meine Töchter noch klein waren, ich kenne das also auch. Allerdings habe ich nie was dazu gesagt - wer bin ich denn, dass ich mit Wildfremden diskutiere?
Allerdings bin ich, das fällt mir immer wieder auf, wohl auch "kindersatt", jetzt, wo unsere Damen erwachsen sind. Heisst - ich kommentiere nichts und lasse andere Eltern tun, was sie wollen, allerdings bin ich auch keine ergiebige Gesprächspartnerin, wenn es um Kinder geht.
Vielleicht geht es der Kollegin aus dem Eingangsbeitrag der TE ähnlich. Ich würde daher nicht unbedingt meine Schlagfertigkeit trainieren, sondern einfach weniger erzählen. Es sei denn, man ist mit der Kollegin befreundet. Aber danach klang es ja nicht.
Ich weiß, für die jeweiligen Eltern ist ihr Kind und alles drum herum sehr wichtig und steht mehr oder minder an erster Stelle, für die Umwelt, auch für die durchschnittlichen Kollegen, eher nicht. Anstatt zu überlegen, wie ich auf solche Kommentare reagieren kann würde ich zukünftig einfach keine Details erzählen. Es war deine Entscheidung, dem Kind keine Antibiotika zu geben, länger zu Hause zu bleiben, du hattest eine entsprechende Kind krank - Bescheinigung... Warum geht die Kollegin gar nichts an.
Ich habe eine alleinerziehende Kollegin, deren Tochter schwer chronisch krank ist und öfter mal in kritischem Zustand im Krankenhaus landet. Dann fehlt die Kollegin von jetzt auf gleich, auch für längere Zeit. Mit der Geschäftsleitung ist das abgesprochen. Wenn sie dann wieder da ist und es ergibt sich, dann frage ich schon nach, wie es der Tochter geht.
Aber dass kleine Kinder viele Infekte haben und gerade in den ersten Kindergsrtenjahren dauernd auf der Nase liegen ist normal. Wie gesagt, ich würde das gar nicht so genau erzählen, wieso, weshalb, warum... Dann erspart man sich eine Menge Kommentare.
Und-vielleicht war während deiner Abwesenheit auch viel los. Dann hättest du von mir zwar ausser einem "mhmh" ( als Hinweis für "Ich höre dir zu") keinen Kommentar bekommen, allerdings hätte ich mir durchaus gedacht - Schön... Wir haben uns hier zwar überschlagen, aber Hauptsache, das Kind hat kein Antibiotikum bekommen.
Vielleicht einfach Beruf und Privat ein bißchen trennen. Und zu seinen Entscheidungen stehen können, egal, worum es geht. Wenn man nämlich nicht unbewusst Rechtfertigungen abgibt, treten viele Situationen, in denen man sich über mangelnde Schlagfertigkeit ärgert gar nicht erst auf.Geändert von Sasapi (26.02.2019 um 06:38 Uhr)
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26.02.2019, 10:00
AW: Schlagfertigkeit
Au ja, Show-Pädagogik, gerne mit Beifallblick in die Runde

ich kann echt nicht verstehen, wieso du das ALLES nicht einfach an dir abprallen lässt. Durch gekonnte Ignoranz.
Götz von B. sagt was treffendes dazu.
Steig doch einfach nicht drauf ein. Dann verpufft jeglicher blöder/fieser/übergriffiger/.../ Kommentar im Nirvana der Blödheit.
It takes two to tango.
In dem Moment wo du reagiert und dich rechtfertigst, dich erklärst, dich am Geschehen beteiligst, bist du im Spiel.
AB - Krankheitsdauer: gibt zig Skandinavische Studien, die besagen, dass die Dauer nicht signifikant verkürzt wird.
Auch Verlauf kann man so pauschal nicht sagen. AB sind nicht (mehr) die Heilsbringer, die sie mal waren und das liegt auch am inflationären Gebrauch. Killen immer die Darmflora - das ist quasi das, was immer passiert.
Aber warum lässt du dich auf so Diskussionen ein? Warum nur?
Metaebene: Bist du so unsicher, dass du immer das Okay von anderen brauchst? Ja? Dann aktiviere mal öfter deinen "inneren Teenager" - lass deinem 15jährigen Ego mal wurscht sein, was die Mami will
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26.02.2019, 10:07
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26.02.2019, 10:52
AW: Schlagfertigkeit
Wenn man Leute einfach ignoriert, werden sie oft lauter oder rücken einem näher auf die Pelle, weil sie glauben, man habe sie nicht gehört. Deswegen funktioniert das nicht immer. Außerdem kann es sein, daß man verunsichert wirkt, und das motiviert die Leute, mehr ins Detail zu gehen und einen zu bedrängen.
Grenzen müssen gesetzt werden. So zu tun, als kriegte man nichts mit, hilft nicht immer. Dann noch lieber, "Nix verstehen, Außengeländer".** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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26.02.2019, 11:49Inaktiver User
AW: Schlagfertigkeit
Signalisieren, dass man sie gehört hat, aber nicht mit ihnen reden will, kann man aber auch mit einem vernichtenden Blick tun. Für mich laufen Menschen, die andere Leute im Bus anquatschen, weil sie finden, ein kleines Mädchen dürfe keinen Glitzernagellack tragen, sowieso schon unter leicht bekloppt, ich seh einfach keinen Grund, mit so jemandem überhaupt auf ein "Gespräch" einzusteigen. Das ist doch wie mit den Zeugen Jehovas: keine gemeinsame Basis, auf der man ein Gespräch führen könnte.
Würde mich jemand bedrängen, würde ich aufstehen und gehen und laut sagen "bitte belästigen Sie mich nicht".
Natürlich braucht man die Grundeinstellung, dass man das tut, was man für richtig hält und sich nicht Wildfremden gegenüber für Kinkerlitzchen rechtfertigen muss, die diese nicht beeinträchtigen - wenn die fehlt, dann hilft aber alles nichts, auch keine vermeintliche Schlagfertigkeit. Ich hab ein wenig das Gefühl, dass hier tatsächlich der "Schlag" aus der Schlagfertigkeit gesucht wird. Also etwas verbal so durchschlagendes, dass es die Leute mundtot macht, jeden. Und da frage ich mich, ob das für solche Kleinigkeiten überhaupt nötig ist. Jedenfalls dann, wenn die eigene Überzeugung so fehtl, dass diese schlagfertige Erwiderung eh nicht überzeugend rüberkommt.
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26.02.2019, 12:56
AW: Schlagfertigkeit
mhm - daher fällt mir ja immer der kläffende Hund ein - auch da wird erstmal mehr und lauter gekläfft, wenn der Mensch am Zaun vorbei geht. Und hinterher gebellt - ich vermute da übrigens diesselben Gründe/Motive bei beiden Species: Langeweile, falsche Sozialisation als Welpe im Rudel, Revier Gerangel)
Trotzdem weiter gehen/machen.
Ich weiß, was du meinst, @Wildwusel
- aber selbst wenn eine Person insistiert und 3 x zum Angriff bläst, kann man sie 3 x auflaufen lassen. Das wird mit der Zeit sogar schöner 
Sobald man drauf einsteigt, steht man im Ring mit einem vielleicht durch lebenslange Übung überlegenen Gegner.
Nochmal Hunde-Metapher: steig zum Hund über den Zaun und kläffe zurück - das endet garantiert nicht unentschieden
(nur für den Fall der Fälle: I
)
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26.02.2019, 20:20
AW: Schlagfertigkeit
Im Nachhinein fällt einem manches ein. Ist aber schwer, sich da extra zu trainieren, glaube ich. Ich habe das vor langer Zeit schon aufgegeben und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß es meist reicht, wenn man einfach seine Gedanken "authentisch" vertritt. D.h. du hast in dem Moment das Wohl deines Kindes wichtiger eingeschätzt, als die Freizeitplanungen deiner Kollegin. Notfalls würde ich ihr das auch sagen. Ich glaube aber generell nicht, daß man einen schlechten Eindruck hinterläßt (bei wem?) wenn man mal auf eine Retourkutsche verzichtet. Das glaubt man nur, weil man an sich selbst zweifelt.
Nein Ma'am, es ist nicht das Kleid, das sie fett aussehen läßt; es ist das Fett, das sie fett aussehen läßt. (Al Bundy)
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27.02.2019, 09:21
AW: Schlagfertigkeit
Die Antibiotika-Geschichte, die Trödelbus-Sache mit Eventverpassen, der Glitzer-Nagellack von Oma, die Babysitting-Aktion. Alles Beispiele rund ums Kind. Wo man sich als Mutter (übersensibel) leider zu schnell verunsichern lässt...
Humor-Modus on.
Ich bin da abgehärtet.
Und weißt du auch, warum? Weil ich mich mit meinem Kind derart häufig in der Öffentlichkeit quasi "blamiert" hab, dass mir da echt keiner mehr groß das Wasser reichen kann. Ach, wie oft hab ich mich in der Öffentlichkeit als böse, böse, böse Rabenmutter disqualifiziert!
Und das alles nur, weil mein Kind wissen soll: Du bist nicht allein auf der Welt (siehe Restaurant, Spielplatz, Supermarkt, Bus, Auto, Spielenachmittag etc.). Und es gibt eine Welt, in der du dich zu benehmen hast und in der du bestehen musst. Und stell dir vor, Rabenmutter sein, das schaffe ich sogar flüsternd, im (für keinen hörbaren) Kind-Anzisch-Modus!
(Jaha, ICH hab da Training!).
Lustigerweise hat sich noch nie jemand raus genommen, zu mir was zu sagen.
Und weißt du auch, warum? Die haben Angst vor mir.
(Die Blicke allerdings, nun ja, da kann auch ich mich nicht erwehren). Witzigerweise mache ich unterm Strich die gegenteilige Erfahrung von dir: Mir werden oft wohl wollende Blicke geschenkt. Und, wenn ich im Restaurant mein hampelndes Kind zurecht weise (leise), da nickt die Oma nebendran anerkennend.
Moralkeule, zieh nach Bayern!
Nimm dir ein Beispiel an Monika Gruber.
OffBe a voice not an echo.
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01.03.2019, 18:47
AW: Schlagfertigkeit
Woher aus Bayern bist du denn?
Ich komme aus einem Nachbarbundesland!



... und dabei dann auch noch den größten blödsinn von sich geben, und so tun, als hätten sie gerade das rad neu erfunden und nicht nur das kind muss das genau dann erfahren. 
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show- pädagogik
