- ich gehe jetzt nicht soweit sondern glaube , dass jeder Mensch seine Macken hat und viele aus reinem Selbstschutz "so sind".
Vera Birkenbiehl hat doch die schöne Aufgabe gegeben- ergänzen sie den Satz: "Der Mensch ist.........." und ein immens hoher Anteil antwortete "ein Idiot"- oder ähnliches.......da waren sich, ich glaube, über 80% einig
immerhin findet sich darin eine große Übereinstimmung und damit Zugehörigkeit
manchmal frag ich mich, ob ein strang über "der bekloppte Mensch" nicht sehr fruchtbar wäre?
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Thema: Enttäuschung
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11.02.2018, 07:33Inaktiver User
AW: Enttäuschung
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12.02.2018, 11:58
AW: Enttäuschung
Hallo Brombeere!
Das sind zwei sehr unterschiedliche Fälle, die Du da schilderst.
Was die Absprache über das Vorgehen angeht: Könnte es sein, dass Du einen Vorschlag gemacht hast, die anderen haben "mmhm, hmm" gemacht und Du hast das als Zustimmung gewertet? Ich finde dieses Verhalten der "anderen" ansonsten ebenfalls seltsam.
Was mir allerdings bei Deiner Beschreibung auch aufgefallen ist: "Ich reiße ja niemandem den Kopf ab". Das ist eine Zusicherung beispielsweise einer Lehrerin, die ängstliche Schüler ermutigt, sich zu melden. Vielleicht siehst Du Dich in einer bestimmten Rolle und die Wahrnehmung der anderen Teilnehmer der Initiative sehen Dich durchaus in einer anderen Rolle.
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12.02.2018, 12:34
AW: Enttäuschung
Der Mensch ist ein mit Essen gefüllter Sack!
Ich wunder mich auch immer wieder über Freunde und Mitmenschen - sie sind eben nicht so, wie ich es erwarte.
Blöd ist das. Manchmal nehme ich mir dann ne Pause - oder schiesse auch mal ne langjährige Freundin ab, die mich über längere Zeit enttäuscht - versteht sich...
Man kann Menschen nicht ändern - nur sich selbst.
Ich versuche, toleranter zu sein/zu werden.
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12.02.2018, 14:02
AW: Enttäuschung
Ich habe solche Situationen auch schon öfter erlebt und denke, das ist oft einfach ein normaler Effekt bei einer Entscheidung, die in einer größeren Gruppe getroffen werden soll.
Letztendlich hat halt jeder seine Vorstellungen/Ansichten die man auf einen Nenner bringen muss, es wird lange diskutiert, und meistens ist man dann für den Augenblick froh, wenn einer einen handfesten Vorschlag macht und die Diskussionen beendet.
Aber im Nachhinein weicht der Vorschlag dann halt doch von der eigenen Erwartung ab, die Leuten fühlten sich vielleicht überfahren vom Vorschlaggeber, es wird entweder nachträglich gemeckert oder eben wie du beschreibst die Leute wollen dann doch nicht so recht Stellung beziehen.
Ja, das ist ärgerlich, und als mir das das erste Mal im Beruf passiert ist habe ich das auch echt persönlich genommen. Aber es ist sehr wahrscheinlich nicht persönlich gemeint.
Meine Lebenseinstellung war auch sehr lange so, dass ich in allen Menschen vor allem das Schlechte gesehen habe. Aber ich finde, man nimmt sich dadurch selber die Chance auf positive Erlebnisse.
Die wenigsten Menschen sind grundlegend schlecht, aber auch nette Menschen haben Fehler und verhalten sich manchmal nicht so , wie man es sich wünscht.
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12.02.2018, 15:02
AW: Enttäuschung
Diese Lebenseinstellung hatte ich auch, da sie mir anerzogen worden ist. Als mir bewusst wurde, wie viel dadurch im zwischenmenschlichen Bereich von vornherein zum Scheitern verurteilt war, bin ich ins andere Extrem verfallen. Da waren Enttäuschungen vorprogrammiert.
Irgendwann bin ich zu der Einsicht gekommen, dass der einzige Mensch, der sich 100 %ig entsprechend meinen Erwartungen verhält, ich selber bin. Für andere Menschen ist das schlicht unmöglich und meine Erwartungen waren zu hoch.
Die Beziehungen zu guten Freunden steht auf einem stabilen Fundament, d.h. wir können uns, wenn es hart auf hart kommt, aufeinander verlassen. Dass mal eine Verabredung vergessen wird o.ä., empfinde ich nicht mehr als extrem enttäuschend, sondern kann damit umgehen. Ich denk mir halt, auch ich bin nur ein Mensch und vergesse mal etwas. Dafür freue ich mich über jedes Treffen, das klappt.
Fazit: Menschen sind Menschen und damit nicht perfekt. Der Schlüssel zum Nicht-zu-doll-enttäuscht-sein liegt in uns selbst.
lg Susi 
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Ich habe keine Macken.
Das sind Special Effects
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12.02.2018, 16:12
AW: Enttäuschung
Ich hoffe, es gibt noch verbindlichere Menschen in Deinem Umfeld, in dem Du Dich, so wie ich Dich verstehe, gerade neu orientierst. Bist Du umgezogen oder suchst Du Dir aus anderen Gründen gerade neue Kreise? Das war mein erster Gedanke.
Meine Erfahrung als Neuling in bestehenden Gruppierungen ist, dass es zunächst gut ankommt, wenn jemand Initiative ergreift, das Zepter in die Hand nimmt und etwas bewirken möchte. Nur ist der Mensch ein Gewohnheitstier und je länger eine Gruppe besteht und je länger sich die anderen bereits kennen, desto schwieriger lässt sich dort, meiner Erfahrung nach, etwas ändern. Die Komfortzone zu verlassen liegt nicht jedem. Mein Tipp: ein wenig zurücknehmen und abwarten, ob sich doch noch etwas bewirken lässt. Lass andere einmal das Wort ergreifen und beobachte, wann dann geschieht.
Die Sportfreundschaft würde ich auf den Sport reduzieren und darüber hinaus schauen, in kleinen Schritten noch ein paar verbindlichere Menschen kennen zu lernen. Es kann dauern. Doch auch Teilerfolge sind Erfolge. Viel Glück
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12.02.2018, 16:34
AW: Enttäuschung
Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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12.02.2018, 16:37Inaktiver User
AW: Enttäuschung
alle , immer , nur, stets
kommt mir so vor wie die aussage: geisterfahrer auf der a5. einer? hunderte!!!
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12.02.2018, 17:20Inaktiver User
AW: Enttäuschung
Loslassen, loslassen.......bis keiner mehr da ist
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19.02.2018, 16:18Inaktiver User
AW: Enttäuschung
Ich glaube, Brombeersträuchle, daß das Problem Liebe, Achtung, Wertschätzung und solche Dinge sind, wenn man die von anderen "braucht". So sollte es aber nicht sein, Liebe, Achtung, Wertschätzung, das sollte man sich selbst geben. Das macht einen unabhängig. Von anderen das Gleiche zu bekommen ist dann nur ein Zuckerle, das aber auch entbehrlich ist. - Ich glaube jedenfalls, da liegt das Grundproblem. Ich habe jetzt leider kein Patentrezept, wie man dahingelangt. Mitunter ist vielleicht eine Therapie hilfreich (oder sogar nötig), es kann aber vielleicht auch mit einem schönen Hobby oder so etwas gelingen, oder daß man sich morgens gleich im Spiegel anlächelt und sich selbst sagt, wie wertvoll man ist (oder sowas in der Art halt).




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