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  1. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen
    Aber ich habe auch schon Feedback von Kollegen bekommen, die nicht mit meinem eigenem ersten empfinden zusammen passten und ich fühlte mich auf den Schlips getreten. Aber dann denkt man nochmal drüber nach und kommt vielleicht auf einen Nenner. Und wenn nicht, dann eben nicht. Aber deswegen dem Kollegen Böses unterstellen?
    Ja. Ich würde auch mal überlegen, ob an seinem Spruch vielleicht sogar was dran ist.

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    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Zitat Zitat von Telpa Beitrag anzeigen

    Ein "viel zu zart" kann ich negativ auffassen, aber ich würde es nicht von vornherein tun. Es kommt auf den Ton an, wie er es rüber gebracht hat. Wenn ich natürlich dem Mann eh nicht (mehr) wohlgesonnen bin, dann fasse ich das auch negativ auf.
    Es stimmt schon, was Du schreibst. Trotzdem ist meine Wahrnehmung: das - und WIE (!) er es kommuniziert, ist nicht in Ordnung, sondern schon ein wenig Richtung unterer Gürtelbereich.

    Erklärungen gab es hier ja schon zu genüge, u.a., weil er sich "einfach nur" profilieren möchte.

    Vor allem ist an der Sache bekloppt, dass wir uns bisher kaum kennen. Wenn solche Sprüche nach einiger Zeit des Kennenlernens erfolgen, könnte ich die besser einordnen. Nach der kurzen Zeit schon so persönlich zu werden, ist einfach unangenehm und unangemessen.


    Übrigens: ich habe mich innerlich gewappnet und seitdem kamen bis auf ein paar "Ich-bin-so-toll" Monologen keine nennens- oder bedenkenswerten verbalen Aktionen mehr. Schade! Ich hab mir so tolle Sprüche zurecht gelegt!
    Ich kann nicht alles erleben, aber ich kann [in einem gewissen Rahmen] leben, wie ich will.

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    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Ich frage mich gerade wie man/frau politisch korrekt reagieren soll/darf, wenn man neuer Mitarbeiter ist, und offenbar davon ausgeht, dass das lockere Duzen und das damit verbunden joviale Verwischen von Rangordnungen vorwiegend authentisch ist.
    Wenn mir ein neuer Arbeitskollege von einem Hobby erzählt, nehme ich an, dass er eine verbale Aussage von mir erwartet.
    Ich betrachte die Aussage des Kollegen als ziemlich ehrliches feed-back. Er war doch lediglich überrascht weil Deine Statur für Menschen, die Deine neue Sportart ausüben ungewöhnlich ist. Wenn mir ein Mensch/Mitarbeiter der 155 cm groß ist, mitteilen würde, dass er leidenschaftlicher Basketballer ist würde ich mein Erstaunen darüber wohl ähnlich äußern wie der neue Mitarbeiter.
    Diese Äußerung würde ich selbst als sachlichen Smalltalk empfinden und nicht als zu "persönlich" und zwar auch deshalb weil Thema und Gesprächsebene von Dir gesetzt wurden.
    Wer fast jede Äußerung, die nicht einer anerkennenden unpersönlichen Bestätigung/Bewunderung gleichkommt als zu persönlich oder unverschämt aufnimmt, sollte m.E darauf achten private Inhalte von Kollegengesprächen fern zu halten. Für ein gutes Betriebsklima ist klares kommunizieren unerlässlich. Ganz wichtig finde ich, dass Arbeitskollegen nicht aus den Augen verlieren, dass sie zusammen arbeiten , weil sie einen Vertrag " Leistung gegen Geld" geschlossen haben. Im Idealfall unterstützen sich
    die einzelnen MA so, dass die Betriebsabläufe optimiert werden und jeder MA möglichst unterstützt und geschont wird.
    Das gilt m.M.n auch für neue MA. Persönliche Animositäten und narzisstische Überempfindlichkeiten sollten im Firmenalltag keinen Platz haben.
    "Is it my fault if belief in Divinity has become a suspected opinion; if the bare suspicion of a Supreme Being is already noted as evidence of a weak mind; and if, of all philosophical Utopias, this is the only one which the world no longer tolerates? Is it my fault if hypocrisy and imbecility everywhere hide behind this holy formula?"

    J.P Proudhon

  4. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    @walkabout: Sehe ich genau so.

  5. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Die TE ist kein neuer Mitarbeiter, sondern extern.

  6. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Also, das Thema "zu zart für Sport X" würde ich abhaken und ihn auslachen.

    Dich vor anderen als "schüchtern" zu betiteln geht allerdings gar nicht. Man kann/darf deine Arbeit kritisieren, aber nicht deinen Charakter! Ich habe täglich mit Externen zu tun, mir würde im Traum nicht einfallen, einen von ihnen charakterlich zu beschreiben, selbst wenn es der Wahrheit entspräche. Das ist unter der Gürtellinie, deswegen verstehe ich auch nicht, warum einige hier sinnieren, ob du nicht vielleicht tatsächlich schüchtern sein könntest?

    Selbst wenn, das geht den Festangestellten nichts an und hat auch nichts mit deiner Arbeit zu tun. Das ist unprofessionell. Abgesehen davon, dass ihr euch noch nicht so lange kennt und er dich eigentlich gar nicht beurteilen kann - und es doch tut, möglicherweise, weil du eine Frau bist.

  7. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Auch, wenn das Erwähnen von Schüchternheit möglicherweise unprofessionell wäre, kann er ja trotzdem Recht damit haben.

    Ansonsten: Wenn er sich unprofessionell mit sowas verhält - na und? Ist doch sein Problem.

  8. Inaktiver User

    AW: Kollege - agiert zu "persönlich"/ seltsame Attribuierungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dich vor anderen als "schüchtern" zu betiteln geht allerdings gar nicht. Man kann/darf deine Arbeit kritisieren, aber nicht deinen Charakter!
    [...]
    Selbst wenn, das geht den Festangestellten nichts an und hat auch nichts mit deiner Arbeit zu tun. Das ist unprofessionell.
    Ich finde es völlig normal, dass man im beruflichen Umfeld auch die eine oder andere persönliche Bemerkung fallen lässt. Man arbeitet schließlich acht Stunden am Tag mit Menschen zusammen und nicht mit Robotern.

    Davon abgesehen kann übermäßige Zurückhaltung durchaus etwas mit der Arbeit zu tun haben. Wenn ein Kollege sich nicht recht traut, bei Schwierigkeiten um Rat zu fragen, dann hat das einen gewissen Einfluss auf seine Tätigkeit. Bei Lehrkräften und Verkäufern kann Schüchternheit auch ein Hemmschuh sein.

    Abgesehen davon, dass ihr euch noch nicht so lange kennt und er dich eigentlich gar nicht beurteilen kann - und es doch tut, möglicherweise, weil du eine Frau bist.
    Man weiß es nicht. Ich habe vor Zeiten die Situation erlebt, dass ein neuer männlicher Kollege allgemein als schüchtern wahrgenommen worden ist. Daran war überhaupt nichts Abwertendes, man hat sich einfach Mühe gegeben, dem Mann entgegenzukommen und ihn ins Team einzubinden.

    Das hat auch gut funktioniert, die Leisetreter sind ja in aller Regel nicht unbeliebt.

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