Hallo ihr,
ich arbeite in einer Firma, in der die Leute relativ locker miteinander umgehen. Das wird von 2 Kolleginnen aus meinem Arbeitsumfeld irgendwie falsch verstanden.
Die beiden nutzen jede Gelegenheit, um mir (und auch anderen Kollegen) ihr Privatleben aufzudrängen. Die eine Kollegin versucht es immer auf dem Weg, dass sie sich erkundigt, wie mein Wochenende/Urlaub war, um dann anschließend direkt (und ungefragt!) von ihren Erlebnissen (die mich nicht die Bohne interessieren) zu erzählen.
Z.B: Sie "wie war dein Wochenende?" ich: "schön, danke", sie:"ich habe am Wochenende..blablabla...
Die zweite Kollegin hat eine absolute Perfektion entwickelt, von jedem, wirklich jedem Thema auf ihren privaten Kram umzulenken. Da kann man erzählen, dass der Himmel blau ist, worauf man dann erfährt, dass ihr Freund sich ein blaues Hemd gekauft hat. Ein Gespräch über eine anstehende berufliche Schulung ist für sie die ideale Plattform, um von den Schwierigkeiten ihres Kindes in der Schule zu plaudern.
Einsilbiges Antworten auf Fragen bewirkt nichts, der Hinweis, man hätte viel zu tun und leider keine Zeit für private Gespräche stoppt das Ganze nur kurzfristig. Die beiden sind regelmäßig auf dem Flur und in der Kaffeeküche unterwegs und mischen sich auch in jedes Gespräch, das man mit anderen Kollegen führt, ein.
Am Liebsten würde ich den beiden sagen, dass mich ihr privater Mist nicht im geringsten interessiert, aber das ist natürlich im Kollegenkreis schwierig. Dezente Hinweise werden von den Kolleginnen aber nicht wahrgenommen (oder ignoriert).
Wie stoppt man solche Menschen? Ich bin schon total genervt....
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Ergebnis 1 bis 10 von 71
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27.07.2017, 12:11
Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
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27.07.2017, 12:24
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Finde ich völlig normal und trägt - in Maßen - zu einem guten Miteinander bei.
Wie lange dauert das denn, wenn sie da erzählt?
Auch das ist - finde ich - in Grenzen normal und sogar wünschenswert.Die zweite Kollegin hat eine absolute Perfektion entwickelt, von jedem, wirklich jedem Thema auf ihren privaten Kram umzulenken. Da kann man erzählen, dass der Himmel blau ist, worauf man dann erfährt, dass ihr Freund sich ein blaues Hemd gekauft hat. Ein Gespräch über eine anstehende berufliche Schulung ist für sie die ideale Plattform, um von den Schwierigkeiten ihres Kindes in der Schule zu plaudern.
Rechne nicht damit, dass die ihr Verhalten ändern, sondern ändere du deins, wenn du sicher bist, dass du das so willst. Also geh, wenn sie weiterreden einfach mit einem "Sorry, muss wirklich weiter".Einsilbiges Antworten auf Fragen bewirkt nichts, der Hinweis, man hätte viel zu tun und leider keine Zeit für private Gespräche stoppt das Ganze nur kurzfristig.
Ja, das ist ein bisschen ärgerlich.Die beiden sind regelmäßig auf dem Flur und in der Kaffeeküche unterwegs und mischen sich auch in jedes Gespräch, das man mit anderen Kollegen führt, ein.
"Privaten Mist" finde ich abwertend, es scheint mir alarmierend, so von seinen Kollegen zu reden.Am Liebsten würde ich den beiden sagen, dass mich ihr privater Mist nicht im geringsten interessiert, aber das ist natürlich im Kollegenkreis schwierig. Dezente Hinweise werden von den Kolleginnen aber nicht wahrgenommen (oder ignoriert).
Wie stoppt man solche Menschen? Ich bin schon total genervt....
Da ist dann doch noch mehr im Argen, oder? Und wie weiter oben gesagt: du kannst niemanden "stoppen", du kannst nur deine Reaktion auf deren Verhalten ändern.
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27.07.2017, 12:28
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27.07.2017, 12:46
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Bist du eine von den Kolleginnen
?
Nein, ich finde es nicht normal. Normal ist für mich ein (privates) Gespräch, dass auf beiderseitigem Interesse basiert. Also, wenn mich ein Kollege fragt, wie mein Wochenende war, ich das eine oder andere erzähle und ihn dann FRAGE, was er Nettes gemacht hat.
Vielleicht hast du den Grundgedanken meines Beitrags nicht verstanden. Es geht hier nicht um freundlichen Umgang miteinander, sondern darum, dass UNGEFRAGT Details aus dem Privatleben aufgedrängt werden.
Ein normal empathischer Mensch würde merken, dass der Andere kein Interesse hat, wenn nur einsilbige Antworten kommen, oder man dem Gespräch aus dem Weg geht. Hier geht es nicht um normale Kommunikation, sondern darum, dass die Kolleginnen eine Plattform suchen, um aus ihrem privaten Bereich zu erzählen.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum es wünschenswert ist, mit allen Kollegen private Gespräche zu führen. Es gibt -wie überall- Menschen, die man mag und solche, die man nicht mag. Da sehe ich es einfach als Recht des Einzelnen an, dass man den Kontakt auf berufliches beschränken will.
Interessant, dass du es nun so hinstellst, als wäre ich das Problem...
Wie geschrieben habe, bin ich mittlerweile total genervt.Geändert von matenga (27.07.2017 um 12:53 Uhr)
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27.07.2017, 12:52
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Wenn die Privatgespräche überhand nehmen, ist das auch verständlich und ich unterstelle dir mal nicht, dass du den "privaten Mist" den Kollegen ins Gesicht gesagt hast. Bis zu einem gewissen Grad sind Privatgespräche eben normal und in Ordnung, aber deine Kollegen scheinen schon recht penetrant zu sein.
Kannst du versuchen, das Thema zu wechseln? Z.B.:
Sie "Wie war dein Wochenende?"
Du: "Schön, danke - ach ja, könntest du mir bei X und Y mal was helfen/das muss noch erledigt werden...".
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27.07.2017, 12:54
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Umdrehen, gehen, dann sind sie zwar sauer, aber du tust dann so, als ob nichts gewesen wäre und hälst Abstand.
So was hatte ich auch mal. Sie war dann immer sauer, wenn ich gegangen bin und hat sich über mich bei anderen Kollegen beschwert. Als ich die betreffende Kollegin mal gefragt habe, wie sie das Gesabbel aushält, gab es keine Antwort, aber ein paar Wochen später hatten die beiden einen Riesenkrach, dann war Pause und die Türen verschlossen. Die Türen öffneten sich dann wieder und sie grüßten sich, das war dann aber auch alles. Kein Gesabbel mehr.Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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27.07.2017, 12:59
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Nein, natürlich habe ich ihnen nichts von "privatem Mist" ins Gesicht gesagt. Dann hätte ich aber wahrscheinlich meine Ruhe
.
Thema wechseln hilft nur für den Moment. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die beiden wie ein Dampfkessel unter Druck stehen. Sie müssen ihre Informationen einfach rauslassen. Wenn nicht jetzt, dann eben eine Stunde später....
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27.07.2017, 13:04Inaktiver User
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Ich kann dich gut verstehen, denn ich habe sojemanden in der Familie.
Weil meinen Mann und mich das auch total genervt hat, haben wir so gut, wie es geht, den Kontakt minimiert.
Ich selbst habe sie auch schon einfach stehen gelassen, ähnlich, wie linsemo es beschreibt, oder, wenn sie mir Fotos oder auf ihrem Smartphone was zeigen wollte, habe ich gesagt "sorry, habe meine Brille nicht auf".
Im Grunde genommen interessiert diese Leute auch nichts anderes, als ihr eigenes Leben und das Gesabbel kann ich mir sparen.
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27.07.2017, 13:08Inaktiver User
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Ich tendiere auch eher dazu, private Gespräche am Arbeitsplatz für normal zu halten, solange das Gesabbel nicht überhand nimmt.
Mir sind beileibe nicht alle Kollegen gleich sympathisch, aber ein paar Anekdoten über das letzte Wochenende und die kranken Kinder habe ich mir noch von jedem angehört, ohne in eine gereizte Stimmung zu verfallen.
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27.07.2017, 13:12Inaktiver User
AW: Kollegen - Aufdrängen des Privatlebens
Wenn sich ein kurzes Gespräch übers letzte WE gut anfühlt, weil Interesse auf beiden Seiten vorhanden ist, finde ich es nett und normal.
Bei diesen Spezialisten geht es aber nur darum, dass sie ihren Kram loswerden wollen, egal ob es jemanden interessiert oder nicht.


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