Die Beerdigungsfeier dient eigentlich nur den Angehörigen und engen Freunden. Sie müssen wissen, was sie gern machen wollen und mit wem.
Schicke dem Vater die Karte und gut. Wenn du nicht in ein Lokal gebeten wirst, brauchen sie dich nicht.
Ich persönlich fand den Restaurantbesuch mit Familie, Nachbarn und Pastor sehr schön und das Geld habe ich gern dafür ausgegeben. Es war irgendwie so ein Schlusspunkt, aber auch eine gute Gelegenheit, mit den Leuten mal wieder Zeit zu verbringen. Allerdings war die Feier relativ spät.
Und weil mir Konventionen nicht so wichtig sind, ging es ins Chinarestaurant ans Buffet. Das fanden alle super. Wer will schon Trauerklößchensuppe an Brötchen mit Kaffee?
Grundsätzlich muss man sowas aus den Bauch raus entscheiden und sollte nicht allzuviel Rücksicht auf Leute nehmen, die nicht wirklich betroffen sind. Denn um die geht es nicht. Auch wenn es oft den Anschein hat.
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20.10.2016, 11:42
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
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20.10.2016, 12:40
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
ereS, ich kann Deine Irritation verstehen, aber nun ist es halt so. Die Theorie, dass der Vater eine Vorstellung hatte und diese dann von der Witwe geaendert wurde, erscheint mir plausibel. Wenn Dein Verhaeltnis zum Vater lose-freundschaftlich ist, wirst Du im Laufe der Zeit vermutlich mehr darueber erfahren.
Auch ich finde es schoen, wenn Du an den Vater eine Karte schreibst. Wenn es Dir persoenlich wichtig ist, auch den anderen Angehoerigen zu kondolieren, obwohl Du sie nicht kennst, kannst Du das ja in Deinem Schreiben tun. Meiner bescheidenen Erfahrung nach ist jede Stimme, die sich mitfuehlend und respektvoll aeussert, wohltuend.
Etwas muss ich noch zum Strangverlauf loswerden:
Hier wird viel darueber geschrieben, dass es die jeweilige Trauerform, welche die Angehoerigen waehlen, zu respektieren sei, dem stimme ich zu. Gleichzeitig wird jedoch - teiweise im selben Beitrag - sehr Abfaellig ueber ein Zusammenkommen bzw. die Verkoestigung der Trauergaeste gesprochen. Das passt doch nicht zusammen. Insbesondere Ausdruecke wie "das Fell versaufen" oder gar @Kleinfeld "Fledderei" finde ich aeusserst respektlos und voellig unangebracht.Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne
"Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".Maxi Gstettenbauer
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20.10.2016, 12:41Inaktiver User
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
Warum? Viele empfinden es halt so.
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20.10.2016, 12:42Inaktiver User
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
Sorry, bei uns hier heißt es Leichenflederei oder auch Fell versaufen...ich hab das nun wirklich nicht erfunden
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20.10.2016, 12:49
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20.10.2016, 13:33Inaktiver User
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20.10.2016, 13:37
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
Nur weil "viele" das so empfinden, zeugt es ja noch nicht von gutem Benehmen.
Wer das so empfindet, muss da weder hingehen noch solche Begriffe in die Welt rausposaunen.
lilazumgeier schrieb sehr schön von "Pufferzone" zwischen Beerdigung und Alltag und genauso habe ich die Traueressen, bei denen ich war, auch erlebt. Und wer so eine Pufferzone nicht braucht oder sie sich woanders schafft - auch gut.Alles zu seiner Zeit.
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20.10.2016, 13:40
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20.10.2016, 13:48Inaktiver User
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
Ja, die älteren Leute hier auf dem Land reden so. Es wird auch von vielen Leuten geschaut, wer da alles in der Kirche sitzt und wer was an hat. Oder ob schwarz getragen wird....
Mir persönlich war dieses Treffen auf Kaffee und Kuchen absolut zuwider! Allerdings geht da nicht jeder mit, die Verwandten und einige eingeladene Freunde und Bekannte.
Aber es sieht jeder anders.
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20.10.2016, 13:58Inaktiver User
AW: frage zu umgangsform in bezug auf einen trauerfall
Sowas steht bei uns nicht in einer Traueranzeige in der Zeitung, aber bei der Mundpropaganda im Ort wird das oft so ausgesprochen, ja.
Ich bin kein Freund davon und würde beim Tod meines Mannes so etwas auch nicht machen. Er selbst findet es auch völlig daneben. Wer nach seiner Beerdigung Lust auf Essen hat, dem ging sein Tod dann auch nicht gerade nah. Und sowas muss dann auch nicht verköstigt werden.
Vielleicht habe ich auch so eine Meinung, weil ich auf dem Dorf aufgewachsen bin und gesehen habe, wie "wichtig" es war das mitzumachen, damit nicht die Dorf-Oberen über einen reden.


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