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  1. Inaktiver User

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Und ein freundliche vorgebrachte Bitte: Ich habe ihr Großmutter sehr gern gehabt......und wir sprachen so oft über die Länder.......ich würde mich sehr freuen.....wenn es für Sie in Ordnung ist.

    Da fehlt mir die Fantasie, dass das "daneben" sein soll
    Richtig - ich finde da überhaupt nichts gegen einzuwenden. Und wundere mich sehr, das man das anders sehen kann.

    Offensichtlich hat sie sich mit der alten Dame ja ein bißschen angefreundet und sich persönliche Dinge erzählen lassen.

    Auch, wenn ich es selber sicher nicht tun würde, das hängt aber mit meiner allgemeinen Abneigung zusammen, andere um einen Gefallen zu bitten.

    Zur Frage im Titel: Ich finde es sehr gefühlvoll, und absolut nicht unangemessen.

  2. Inaktiver User

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Richtig. Ich teile deine Meinung und die deiner Freundin. Hätte die Verstorbene darum gebeten, den Globus der Physiotherapeutin zu geben, wäre das was anderes gewesen.
    Na, das klingt doch sehr theoretisch, und man würde es doch nur tun, wenn die PT danach gefragt hätte - DAS fände ich unprofessionell.

    Ich würde normalerweise nicht davon ausgehen, das irgendwer irgendwas von meinem Kram möchte, und insofern auch nicht auf die Idee kommen, so eine Verfügung zu hinterlassen.

  3. Moderation

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    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Mir gefaellt Twix' Formulierung der Bitte auch sehr gut. Vielleicht fehlte mir das ein bisschen in dem Brief (den meine Freundin mir vorgelesen hat, daher weiss ich das so genau), sie als Hinterbliebene. Wie gesagt drueckte die Therapeutin durchaus angemessen und nett ihr Beileid aus, aber die Bitte war dann schon ziemlich geradeheraus. Wenn ich es noch richtig zusammenkriege:
    "Besonders ist mir der Globus in Erinnerung, auf dem Ihre Grossmutter mir immer wieder die Laender gezeigt hat, die sie in ihrer Jugend bereiste. Diese Gespraeche sind mir unvergesslich. Daher wuerde ich mich freuen, wenn ich den Globus als Andenken an Ihre Grossmutter bekommen koennte."

    Wie gesagt, kein Anspruch auf Praezision, aber irgendeine Variante von: "wenn es fuer Sie in Ordnung ist" oder ein Ausdruck des Bewusstseins, dass die Bitte sensibel ist (z.B.: "trete ich mit einer besonderen Bitte an Sie heran"), war definitiv nicht dabei. Sondern schon ein, in keinster Weise unhoefliches, aber relative schnoerkelloses: "Das moechte ich bitte haben."
    Ich weiss aber auch, dass nicht jeder so ein Sprachfanatiker ist wie ich und auch in solchen Situationen nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt.
    Geändert von Flau (16.07.2015 um 17:07 Uhr)

  4. Moderation

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    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde normalerweise nicht davon ausgehen, das irgendwer irgendwas von meinem Kram möchte, und insofern auch nicht auf die Idee kommen, so eine Verfügung zu hinterlassen.
    Neee, eine testamentarische Verfuegung braeuchte ich auch nicht.
    Aber ich - und wirklich nur ich - wuerde in so einem Verhaeltnis nur an die Angehoerigen herantreten, wenn die Person mir schonmal explizit etwas angeboten haette. Das kann ganz praezise sein: "Ich bin eine alte Frau. Wenn Ihnen der Globus so gefaellt faende ich es schoen, wenn Sie den einmal als Erinnerung an mich behalten wuerden." Oder allgemeiner: "Wissen Sie, wenn Ihnen von meinen Karten / Alben / Buechern... etwas gefaellt, scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen. Das meiste koennen Sie gerne mitnehmen."

    Dann kaeme der Wunsch nicht so allein von mir, wenn Ihr versteht, was ich meine. Ansonsten haette ich, bei aller echten Ehrerbietung fuer die Verstorbene, wirklich das Gefuehl, relativ fremde Menschen um ein Geschenk zu bitten, und da haette ich echt Hemmungen.
    Aber nochmal, das heisst nicht, dass ich der Therapeutin hier im Falle ihr tief empfundenes Gefuehl abspreche.

  5. Inaktiver User

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    @Flau,
    ich glaube, ich verstehe, was Du meinst :

    Dem Adressaten das Gefühl zu geben, nicht überfahren zu werden bzw sich als Bittsteller zu outen.

  6. Moderation

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    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Ja, Kyoto, genau diese beiden Elemente sind es, die ich meine.

    Ich gebe aber zu, dass die Meinungen darueber, wie man die nun geschickt schriftlich ausdrueckt, extremst auseinander gehen koennen.

  7. User Info Menu

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Ich würde mal in den Globus reingucken.

    Ob die alte Dame darin Geldscheine aufbewahrt hat...

    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  8. Inaktiver User

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Ich würde mal in den Globus reingucken.

    Ob die alte Dame darin Geldscheine aufbewahrt hat...

    Auch möglich...

  9. User Info Menu

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Ob unangemessen, naiv oder gefühlvoll ich käme nie auf die Idee einen Erben oder sonst jemand um etwas zu bitten, noch nicht mal, wenn ich wüsste, dass alles entrümpelt werden soll.
    Es ist der Geist der sich den Körper baut

    Friedrich Schiller

  10. Inaktiver User

    AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?

    Naja, die alte Dame ist tot und braucht ihre Sachen nicht mehr. Das ginge also zum Entrümpler, den man noch dafür bezahlen muß, das er den Globus und Co. verkauft, auf den Müll (wäre schade drum) oder wird verschenkt, wie ja auch mit einem Großteil des Hausrats geschehen.

    Das es in Todesfällen üblicherweise so abläuft, weiß man ja.

    Warum sollte es dann nicht jemand kriegen, der die Dame kannte und mochte ? Wie gesagt: Ich würde auch nicht fragen, ich bin bei so was sehr zurückhaltend. Aber ich finde es offen und unverkrampft, das zu tun.

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