beim Lesen war ich direkt berührt.
Es hat die Physio sicher auch Überwindung gekostet, diese Bitte zu äussern.
Allein durch die "körperliche Nähe" die ein Physio zum Patienten hat, entsteht sehr oft ein tiefes Vertrauen.
(nicht lachen, ist ähnlich wie beim Friseur, die durchbrechen eine Schranke und kommen dadurch nah)
Viele Menschen haben sonst keinen der sich um sie "kümmert" - doch, ich kann das verstehen und finde es sogar richtig schön, dass sie um den Globus bat.
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16.07.2015, 13:38Inaktiver User
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
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16.07.2015, 13:38Inaktiver User
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
Ich hätte wie Deine Freundin reagiert und hätte es sehr befremdlich gefunden. Unabhängig von der sensiblen Situaion dass jmd. verstorben ist, finde ich es wirklich grob unhöflich wenn mich jemand auffordert ihm etwas zu schenken/überlassen völlig egal wieviel Interesse daran besteht. Das ist noch schlimmer als jmd. der sich selbst zu jmd. anderem nach Hause einlädt. Aber ich erstaune immer wieder wie wenig Taktgefühl und gutes Benehmen heute noch zu bestehen scheint.
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16.07.2015, 13:38
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
Ja, so aehnlich wuerde ich es inzwischen auch einordnen. Ich verstehe auch die diversen Hinweise darauf, dass es keine "Brief-und-Telefon"-Geschaeftsbeziehung war, sondern eine durchaus koerperliche.
An die Eifersuchtstheorie glaube ich aber nicht. Wenn man hier ein Thema eroeffnet, wirkt die Sache oft viel groesser und wichtiger, als sie ist oder war. Hier ist es jetzt eben DAS Thema. Meine Freundin hat mir das so nebenhin, zwischen vielen anderen Dingen rund um den Tod und die Beerdigung ihrer Grossmutter erzaehlt. Nur als ich erstaunt fragte, was sie mit "merkwuerdig" meint, gab sie mir o.g. Erklaerung. Dabei sagte sie auch explizit: "Natuerlich ist es nicht 'schlimm', und sie kriegt den Globus auch. Aber sie war eben die Therapeutin, sie hatte einen Job bei der Oma, [usw. usf.] deswegen finde ich den Brief ein bisschen merkwuerdig." Das war's dann aber auch.
Mich erstaunte, dass ich selber beides so stark empfinden koennte. Einerseits: "Das ist doch eine schoene Sache, dass die Therapeutin so an der Grossmutter hing." Und andererseits: "So eine Anfrage wuerde ich selber nicht stellen."
Ich glaube auch nicht, dass letzteres mir nur durch die Reaktion meiner Freundin eingeredet wurde. Sonst muesste sich das Gefuehl ja nach Euren Beitraegen revidieren. Tut es aber nicht.
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16.07.2015, 13:40
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
Aha, doch noch eine andere Stimme. Ja, Wernichtfragt, diese "Eigeninitiative" wirkt auf mich nach wie vor... nicht unbedingt grob unhoeflich, aber wie etwas, vor dem ich mich selbst scheuen wuerde. Auch wenn die Absicht, die dahintersteckt, lieb und gefuehlvoll ist.
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16.07.2015, 13:50
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
Ich glaube ich hätte mich auch gefreut über diese spezielle Anfrage, weil sie zeigt, dass die Physiotherapeutin meine Großmutter als Mensch geschätzt hat und so schöne Erinnerungen mit ihr verbindet und dass es für mich auch ein Zeichen gewesen wäre - was ich ja wusste, dass meine Großmutter ein wirklich netter Mensch war, eine persönliches Verhältnis zu ihrer Physio hatte und ihr viel persönliches erzählt hat.
Ich drücke mich gerade verschwurbelt aus - aber du weißt was ich meine.
Mich hätte es gefreut, dass sie meine Großmutter so gemocht hätte, dass sie ein Erinnerungsstück von ihr haben möchte und das auch so explizit benennen kann.
Und dass es eben kein besonders wertvolles Stück im finanziellen Sinne ist, sondern eben tatsächlich eine besondere Erinnerung.
Wenn sie die 20.000 Euro Briliantbrosche hätte haben wollen, sähe ich das anders, als bei einem Teil, das mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Müll oder im Keller gelandet wäre.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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16.07.2015, 14:01
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
es kommt m.E immer auf die Art und Weise an, wie gefragt wird.
Und ich finde darüberhinaus, nur um "gutes Benehmen" an den Tag zu legen und dafür auf ein Erinnerungsstück zu verzichten, eine unnötige Barriere.
Nochmal: es kommt auf die Art und Weise an.
Und ein freundliche vorgebrachte Bitte: Ich habe ihr Großmutter sehr gern gehabt......und wir sprachen so oft über die Länder.......ich würde mich sehr freuen.....wenn es für Sie in Ordnung ist.
Da fehlt mir die Fantasie, dass das "daneben" sein soll
ähm.....dein Nick ist übrigens grad sehr
zu Deiner Antwort
Es wird Zeit für eine neue Signatur
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16.07.2015, 14:04Inaktiver User
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
schnarch... immer diese anspielungen auf meinen nickname.... das wird langsam langweilig. keine ahnung inwiefern das zur dikussion beiträgt. es wurde um meinungen gebeten und das ist meine. ich würde mir soetwas nicht anmaßen, ich finde es einfach geschmacklos. andere leute hier habe eine adere. kann man das nicht stehen lassen ohne jemanden gleich zu diskreditieren? ich hab dich ja auch nicht angegriffen obwohl ich deine meinung nicht teile.
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16.07.2015, 14:21
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
Ich würde auch kein Unbehagen bei der Frage empfinden und ihr den Globus überlassen.
Meine allein lebende Mutter bekommt seit fast 3 Jahren zuhause Physiotherapie und versteht sich sehr gut mit ihren teilweise sehr jungen Physiotherapeutinnen. Die tauschen Lebensweisheiten und Rezepte oder Blumenpflegetips aus (ok, meine Mutter teilt aus
).
Wenn da so eine höfliche Bitte käme, würde ich ihr sofort nachkommen, solang es sich nicht um ein Stück handelt, das ich gern als Erinnerung behalten würde.
Schlechtes Benehmen oder Taktgefühl sieht für mich anders aus."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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16.07.2015, 14:26Inaktiver User
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?
@wernichtfragt,
doch, die Assoziation kam mir auch.
Ich finde nichts an der Frage, hätte allerdings auch ein Nein akzeptiert.
Bei meiner Entrümpelung hat mir auch eine Freundin geholfen und hat die Sachen beiseite gestellt, die sie haben wollte.
Wir sind es durchgegangen und sie hat nicht alles mitgenommen. Einen Teil habe ich ihr sogar noch später gegeben, als ich Abschied genommen hatte.
Befremdlich fand ich den vespäteten Anspruch bei der Trauerfeier (!) von einem Vereinsmenschen des Toten, der meinte,er hätte ein Recht auf die Trauerrede.
Und jemand, der mich in Miss Marple Manier über die Todesursache und Hintergründe ausquetschte.
Da war ich echt sauer.
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16.07.2015, 15:06Inaktiver User
AW: Andenken an Verstorbene erbeten - gefuehlvoll, naiv, unangemessen?


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