Vor kurzem stand bei uns an der Bundesstraße jemand neben einem großen Auto und winkte. Ich habe angehalten, der Mann wollte Geld für Benzin und bot mir seinen klotzigen (nie im leben echten) Schmuck an, wurde ganz theatralisch, als ich mich da nicht drauf einlassen wollte. Während ich mir noch Gedanken machte, ob das jetzt von mir richtig war, stand er an der nächsten Ampel mit seinem Wagen neben mir.
Das sind so Erlebnisse, die fördern meine Hilfsbereitschaft sehr.
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Thema: kaputtes Auto-niemand hilft.
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14.07.2014, 09:29
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
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14.07.2014, 09:44
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
genau so habe ich meine Eltern (ü80) auch erzogen.
auch ich halte bei einer panne nicht an, denn ich wüsste gar nicht, wo ich hinlangen soll . . ausserdem sind wirklich schon überfälle mit simulierten pannen passiert. des weiteren passieren nach unfällen öfters auffahrunfälle, wo dann der helfende im krankenhaus oder gleich in der pathologie landet.
in einem gebe ich dir recht: unsere gesellschaft ist recht egoistisch geworden. die gründe sind aber offenbar gewollt.
luciernago
(die im freundeskreis äusserst hilfsbereit ist und sogar kühlschranktüren von rechts nach links oder umgekehrt wechselt)LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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14.07.2014, 09:46
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14.07.2014, 09:52Inaktiver User
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Als ich z. B. mal mit gerissenem Kupplungsseil eine halbe Stunde auf das Werkstattauto wartete, hielten mehrere Autofahrer und auch ein paar Fußgänger an und fragten, ob sie helfen könnten.
Ich habe bisher nur eine negative Erfahrung gemacht und das war, als nach einem ganz fiesen Unfall nicht nur der Unfallverursacher flüchtete (wir haben ihn trotzdem gekriegt), sondern auch die Zeugen einfach weiterfuhren. Vielleicht dachten die, wir sind eh Matsch, also nichts wie weg.
Davon abgesehen kann ich mich über fehlende Hilfsbereitschaft nicht beklagen und ich wirke (hoffentlich) nicht wie das hilflose Weibchen von nebenan.
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14.07.2014, 10:01Inaktiver User
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Das ist ein bekannter Trick, um Leute abzuziehen. Natürlich ist dieser Schmuck nicht echt.
Und die Leute werden TEILWEISE auch gefährlich, wenn man darauf nicht eingeht.
Ich würde auch nur halten, wenn ich den Eindruck hätte, es liegt eine medizinische Notlage vor.
Ist leider auch nicht immer der Fall ..... Am WE ist hier in Berlin jemand im Auto am Straßenrand am Herzinfarkt gestorben .... Es hat 2 Stunden gedauert, bis mal jemand anhielt und guckte. Zum Glück war er wohl sofort tot.
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14.07.2014, 10:16
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Ja, mitten in Deutschland gibt es professionelle Kriminalität...

Dieses Jahr wurde allein bei zwei meiner Freunde in der Wohnung eingebrochen, mitten in Stuttgart, bei einem im 4. Stock.....
Wow....was es alles gibt....ich frag mich immer ob solche Dinger funktionieren. Ist der Schmuck nur ein Lockmittel?
Ich finde nicht dass man fehlende Hilfsbereitschaft beklagen kann, es kommt wohl immer noch auf die Situation an. Natürlich ist immer wieder erschreckend wie an Beispielen von gestellten Situationen den Leuten der Spiegel vorgehalten wird...
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14.07.2014, 10:16
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Es gibt immer eine gewissen Menge an Vollpfosten, das sind die, die versuchen, ein liegengebliebenes Auto auf den Kühler zu nehmen oder die Gelegenheit nutzen, ihre Signalanlagen beschäftigt zu halten. Die gab's auch schon immer.
Der Unterschied ist: Seit jeder ein Handy hat, hält keiner mehr an. Früher war klar, wer mitten im Nirgendwo liegenbleibt, hat Stunden Fußmarsch bis zum nächsten Telefon vor sich, da haben die Leute angehalten, weil ihnen das ja auch schon mal passisert ist. Heute -- wozu? Man geht ein beträchtliches Verkehrsrisiko ein, auf einer vielbefahrenen Straße anzuhalten, nur um zu hören, "Abschleppwagen ist bereits unterwegs".** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.07.2014, 10:22
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Als ich ein Teenie war und gelegentlich auf einsamer Straße mit dem Moped liegengeblieben bin, hat meist das zweite oder dritte Auto angehalten (das konnte eine halbe Stunde dauern...) Aber damals war Telekommunikation am Fahrzeug Autotelefon (für Bonzen im gepanzerten Mercedes) oder CB-Funk (für Lasterfahrer). Technologie macht einen Unterschied.
Als die Handys aufkamen, haben wir angehalten, falls der Pannenfahrer keines hat. Machen wir heute auch nicht mehr.
Ich frag mich immer, wie dieses Geschäftsmodell funktioniert. Als Normalbürger muß man noch bezahlen, damit man selbst fast-neuen Krusch loswird, und Einbrecher machen damit Geld.
Der Schmuck ist etwa zweifuffzig wert. Wenn jemand ihn als "Sicherheit" für 50 Euro Benzingeld nimmt, ist das schon eine ausgeprägte Gewinnspanne. Wenn man die Übergabe so kompliziert gestalten kann, daß dabei ganz unbemerkt Karten und Cash aus dem Portemonnaie verschwinden, um so mehr...Geändert von wildwusel (14.07.2014 um 11:10 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.07.2014, 10:27Inaktiver User
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
Nein, es ist echt aussehender Messingschmuck.
Wer eine Kette im vermeintlichem Wert von 1000 € für 50 oder 100 freiwillig kauft, ist m.E. auch selber schuld, da gierig UND dumm.
Allerdings haben die Leute wohl auch schon Autofahrer massív genötigt, auf den Deal einzugehen, durchaus auch mit Bedrohungen.
Hier im grenznahen Bereich legen sich Leute auch schon mal auf die Straße, um Autofahrer zum Anhalten zu nötigen. Dann gibt's einen auf den Schädel und weg ist das Auto.
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14.07.2014, 11:06Inaktiver User
AW: kaputtes Auto-niemand hilft.
na ja... es kommt ja auch noch darauf an wo und wann man liegenbleibt...
ich hatte vor einiger Zeit auch so einen Fall... Morgens auf dem Weg zur Arbeit stand auf der Gegenfahrbahn (Landstraße, nicht sooooo viel Verkehr) ein liegengebliebenes Auto... die Fahrerin hat (allein) versucht den Wagen von der Fahrbahn zu schieben...
alle nachfolgenden Fahrzeuge haben (soweit ich es mitbekommen habe) nur gehupt... einer sogar die Frau mit einer nicht ganz netten Geste "beschimpft" ...tja... was fällt der denn auch ein einfach die Fahrbahn zu blockieren!...
Ich habe dann angehalten und geholfen den Wagen zumindest ein Stück in einen Feldweg zu schieben, damit er aus dem Weg war und die Frau in Ruhe auf den ADAC warten konnte... das fand ich ganz selbstverständlich... und ich hoffe eigentlich auch auf nette Autofahrer/innen wenn mir sowas mal passieren sollte...



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