Grammatik korrigier ich sogar bei den besten Freunden nie. Wenn sie in der Schule kein Interesse daran hatten, dann sicher jetzt auch nicht mehr.
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Ergebnis 21 bis 30 von 181
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31.01.2013, 17:50
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
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31.01.2013, 18:00
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Ich sehe es ähnlich wie Zeta und Didi: normalerweise korrigiere ich nicht, und wenn es mir tausendmal schwerfällt, es sei denn, es handelt sich um "meine"/meine eigenen Kinder
.
Wenn es übel kommt und mir jemand z.B. mehrfach erzählt, er finde "arrangierte" Eltern soo toll, kann es allerdings passieren, dass ich nebenbei fallen lasse, auch ich hätte viel für Engagement übrig
. Ansonsten kommt es drauf an, ob ich mir sicher sein kann, dass mir eine Korrektur nicht übel genommen wird, das ist z.B. im Kollegenkreis der Fall. Aber nicht mal da würde ich einen längeren Vortrag unterbrechen, um auf eine falsche Aussprache hinzuweisen.
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31.01.2013, 18:19
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Super! Ich muss mich speziell da immer zurückhalten!
Als ich noch ein Kind war (lang her) gab es diese Mutter meiner Schulfreundin, die uns Ungebildete (meine Eltern und mich) dauernd korrigiert hat. Meine Eltern haben sie gewähren lassen, sich artig bedankt und sich alleine darüber lustig gemacht, wenn sie wieder "Bommfriieh" sagte. Oder "Budischee" (Boutique, ein Wort, das damals gerade langsam aufkam). Alles ein bisschen schlesisch-fränggisch eingefärbt.
Ich war im Gegensatz zu meinen (Akademiker-)Eltern geplättet von solcher Weltläufigkeit und hielt meine Eltern längere Zeit für richtige Bauern.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
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31.01.2013, 18:31Inaktiver User
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
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Geändert von Inaktiver User (01.02.2013 um 10:17 Uhr)
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31.01.2013, 18:39
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Im Kollegenkreis:
wir haben oft mit Begriffen jenseits der Umgangssprache zu tun. Falls ein Wort falsch betont wird, gebe ich dem Kollegen leise den Hinweis, daß dies oder jenes Wort gewöhnlich so ausgesprochen wird - Kollegen zeigten sich bisher ganz erfreut, weil es sie durchaus auch vor künftigen Blamagen bewahrt.
Im Gegenzug freu ich mich, wenn ich auf Fehler hingewiesen werde.

im privaten Rahmen:
ich sterbe fast bei
- Champions (die, die in der Pilzsoße schwimmen ...)
- Gelantine
- scheinbar (anstelle von anscheinend)
- einzigster
- dasselbe nochmal (bei [Getränke-]Bestellungen)
- Sose (Soße, wahlweise auch Sauce)
- Servi' (Geschirr)
- offenbar (auch, wenn man es gar nicht so genau weiß)
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31.01.2013, 18:55
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Thank you for observing all safety precautions.
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31.01.2013, 19:03Inaktiver User
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31.01.2013, 19:04
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Vielen Dank für die vielen Meinungen!
Genauso machte es die Kollegin auch, ich habe es oben wohl etwas plump beschrieben. Sie ist studierte Pädagogin (aber nicht Lehrerin) und diese Methode, das (vermeintlich
) korrekte Wiederholen eines falsch ausgesprochenen oder fehlerhaften Ausdrucks ist eine gängige und sehr positive Form des Feedbacks und der Korrektur.
Ich denke das war es auch, was mich in diesem Fall so unsicher werden ließ. Formal hat sie das sehr gut, respektvoll und richtig gemacht, nur inhaltlich hat es eben nicht hingehauen.
Wenn ich mir die Antworten anschaue, gehe ich mit den meisten d'accord.
Es gibt ganz und gar Merkbefreite, die sich strotzend vor Selbstbewusstsein selber demontieren, ohne dass man sie noch extra auf ihre Fehler hinweisen müsste.
Es gibt unangenehme vermeintliche Besserwisser, die ich auch - wenn der Kontext es zulässt - ohne Probleme mit meinem geballten Wissen und, wenn nötig, unterstützt durch entsprechende Nachschlagewerke, zusammenfalte.
Aber so alltägliche Fehler lasse ich unkommentiert.
Was ich jetzt mit der Kollegin mache...
Mal schauen. Ich habe überlegt in so einem Fall einfach "nein, nein, das spricht man Sorbonne" einfließen zu lassen und dann weiterzureden als wäre nichts gewesen.
So kann sie ggf. selber nachschlagen, es ist nicht so belehrend und das Gespräch läuft weiter.
Vielen Dank jedenfalls für die Denkanstöße!
Lunete
Ah, mir ist noch einer eingefallen: "serwieh" oder schlimmer noch "serfieh" statt "serwieß" für "service", so à la: "Ich habe ja auch noch das Hochzeitsserfieh von Tante Frieda im Schrank stehen"
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31.01.2013, 19:16
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31.01.2013, 19:26
AW: Korrekturen der Aussprache - macht man das?
Thank you for observing all safety precautions.
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