ich weiss nicht wie ihr jacken und mäntel anzieht
wenn mir jemand die jacke hinhält schlüpfe ich mit den armen rein- an welchem punkt begrabbelt mich da jemand?
sobald ich in der jacke drin bin- lässt man(n) doch los.
oder?
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Thema: Tür aufhalten & Co
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10.01.2012, 17:53Inaktiver User
AW: Tür aufhalten & Co
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10.01.2012, 18:06Inaktiver User
AW: Tür aufhalten & Co
Während eines Praktikums hatte ich einmal mit einem Kollegen zu tun, der, wann immer eine Tür in Sichtweite kam, einen Sprint hingelegt, die ganze Gruppe überholt und den beiden Damen in der Runde die selbige aufgehalten hat.
Der Mann war kurz vor dem Renteneintrittsalter, da wirkte sein Verhalten altmodisch und etwas schrullig, aber sehr nett. Bei einem jüngeren Mann fände ich das ganze aber clownesk und auf die Dauer ziemlich lästig.
Wenn ich allein auf dem Weg zur und von der Kantine vierzehn Mal strahlend lächeln und mich bedanken muss, dann ist mein Bedarf an angenehmem Miteinander irgendwann mehr als gedeckt.
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10.01.2012, 18:12Inaktiver User
AW: Tür aufhalten & Co
Ich habe mir über die Mechanik nie besonders viele Gedanken gemacht.
Aber wenn ich meiner Oma in den Mantel helfe, dann habe ich immer in irgend einer Form Kontakt zu Omas Schultern und Omas Armen und stehe insgesamt sehr dicht hinter Oma.
Vielleicht mache ich da etwas falsch, aber bei der Vorstellung, dass ein ganz bestimmter Kollege mir in den Mantel helfen könnte, kriege ich Brechreiz.
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10.01.2012, 19:30
AW: Tür aufhalten & Co
Ich auch! Und der Gleichberechtigung zum Trotz, aber ich stehe auch heute noch total auf Kavaliere der alten Schule *SCHWÄÄÄRM* *WEGSCHMELZ* Und ja, das ist wirklich wahr! Und ich schlage die Hilfe vom anderen Geschlecht auch nie, nie, niemals ab - ganz im Gegenteil - ich bedanke mich dafür überschwänglich. Wie gesagt, ich mag sowas total!
Und mein Partner/Mann (bin alleinstehend) müsste auch UN-BE-DINGT ein sog. Kavalier der alten Schule sein! Denn es geht doch nichts über erstklassige Manieren und eine sehr gute Kinderstube *Daumen RAUF*!Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
(Oscar Wilde)
Der Kluge bemerkt alles, der Dumme macht über alles eine Bemerkung.
Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.
(Albert Einstein)
Optimismus rückwärts gelesen heißt Sumsi mit Po. (Für alle, die das noch nicht wussten ;-)
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10.01.2012, 19:34
AW: Tür aufhalten & Co
Das brauchst du doch auch nicht! Freundlich lächeln genügt doch und ein freundliches Lächeln tut doch nicht weh?Wenn ich allein auf dem Weg zur und von der Kantine vierzehn Mal strahlend lächeln und mich bedanken muss, dann ist mein Bedarf an angenehmem Miteinander irgendwann mehr als gedeckt.
Die Probleme mit dem Jacken anziehen kenne ich so nicht, allenfalls bei bei Capes, die Mann auf die Schultern legen müsste, anstatt sie bequem zum Hineinschlüpfen zu reichen. Da kann es schon mal zu Missverständnissen kommen.
Das kommt auf das Umfeld an. Wenn es konservativer zugeht, ist das eher normal.Bei einem jüngeren Mann fände ich das ganze aber clownesk und auf die Dauer ziemlich lästig.
Grüßle von
Türkis
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10.01.2012, 20:29
AW: Tür aufhalten & Co
ich mag gentlemen auch. was kann man als frau so alles an höflichkeitsdingen machen, auch gerade bei einem date?
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10.01.2012, 20:38Inaktiver User
AW: Tür aufhalten & Co
Ein Lächeln, das von Herzen kommt, tut garantiert nicht weh. Aber in dieser Situation müsste ich ja vierzehnmal innerhalb weniger Minuten ein künstliches Lächeln anknipsen. Und das wäre mir ausgesprochen unangenehm.
Darin sehe ich den entscheidenden Unterschied zwischen echter Höflichkeit und aufgesetzten "Manieren".
Echte Höflichkeit erleichtert das Zusammenleben. Man hält jemandem die Türe auf, wenn er beide Hände voll hat oder wenn unmittelbar hinter einem geht. Man hilft sehr alten Menschen beim Schuheanziehen oder bietet einem gebrechlichen Menschen einen Sitzplatz an.
Dagegen verkompliziert das starre Befolgen von Regeln viele Situationen nur überflüssig.
Glücklicherweise ist meine derzeitige Branche ganz und gar nicht konservativ.
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10.01.2012, 20:51
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10.01.2012, 21:53
AW: Tür aufhalten & Co
Das kann ich unterschreiben.
Das In-die-Jacke-helfen kommt ausschließlich von Kollegen 50+, das aber auch nur (zum Glück) in "besonderen" Situationen, nach einem Business-Lunch o.ä.. In der "normalen" Arbeitsumgebung ist es nicht üblich und wäre auch irgendwie deplaziert. Und wir sind ziemlich viele Mädels und wenige Männer - die armen Jungs kämen ja sonst zu nix ;-)
Beim Tür-Aufhalten ist es anders - wie die meisten schon schrieben: es ist eine Frage der Höflichkeit: der, der zuerst durchgeht, Männlein oder Weiblein jeglichen Alters, hält für den anderen auf ...
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10.01.2012, 22:01
AW: Tür aufhalten & Co
tür aufhalten so als normales freundliches miteinander wurde mir anerzogen, leider scheint das aber nicht jeder so vermittelt bekommen zu haben. ich erlebe immer wieder, dass menschen mir die tür quasi ins gesicht fallen lassen - männlein wie weiblein - das finde ich extrem unhöflich.
tür aufhalten, in den mantel helfen etc als männlich-freundliches verhalten: hab ich nix gegen. ich finde nur anstrengend, wenn ich mit dem einen kollegen unterwegs bin, der sich verbiegt, um mir bloß immer die tür aufzuhalten, mich aber ansonsten vorgehen lässt.... das ist ein wenig anstrengend und da leg ich gern mal selbst hand an
ich finde auch nicht, dass das im beruflichen umfeld ein muss ist, aber es fällt mir normalerweise angenehm auf.
im privatleben lege ich schon wert drauf.
wenn ich mit männern ausgegangen bin, fiel es mir jedenfalls negativ auf, wenn er sich nicht "gentlemen-like" verhielt - wenn es eigentlich gepasst hätte. also: keinen sprint, um vor mir an der tür zu sein, aber wenn wir beide in reichweite sind, darf "er" sie gern für mich/uns aufmachen - so was halt.
das ist für mich eine frage der guten erziehung.



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