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    AW: Tür aufhalten & Co

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hat mir gesagt, daß es unhöflich ist, Leuten die Tür vor der Nase zuzuhauen, deswegen halte ich selbst-zuhauende Türen prinzipiell den nach-mir-Kommenden auf.
    So halte ich das auch, und so ist es bei uns auf der Arbeit auch üblich.

    Autotür aufhalten finde ich in Zeiten von Funkfernbienungen eher überflüssig und umständlich. Aber als man noch beide Türen von Hand aufschließen musste (huch, bin ich schon alt), fand ich es immer nett, wenn jemand zuerst die Beifahrertür aufgeschlossen hat und habe das selbst, egal ob bei Mann oder Frau, auch so gehalten.

    In den Mantel helfen empfinde ich auch eher als altmodisch, und ich glaube, viele Männer kämen sich dabei auch eher übergriffig vor, wenn sie es rein aus Höflichkeit und nicht aus weitergehendem Interesse an der betreffenden Dame tun. Ich find es aber grundsätzlich nett und freue mich darüber.

    Grundsätzlich finde ich es schrecklich, wenn Frauen auf nette Höflichkeitsgesten mit so einer zickigen das-kann-ich-selbst-Haltung reagieren.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Ich geh gar nicht durch eine Tür, wenn sie mir nicht aufgehalten wird.

    Es ist erstaunlich, für was die gute alte Emanzipation alles herhalten muss. Nun also für Unhöflichkeit und Ignoranz, da Frauen die Tür auch alleine finden. Was ist denn das für eine krude Logik?

    Tür aufhalten, in den Mantel helfen, den Vortritt lassen, den Stuhl ranziehen, die Autotür öffnen und den Fahrgast zuerst einstigen lassen, die Tasse Kaffee rüberreichen, das ist alles Höflichkeit und hat mit Respekt vor dem anderen Menschen zu tun.

    Sollte in gewissen Kreisen selbstverständlich sein und ist es meiner Beobachtung nach auch.
    Geändert von Lukulla (10.01.2012 um 14:14 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Autotür aufhalten finde ich in Zeiten von Funkfernbedienungen eher überflüssig und umständlich.
    Einspruch. Wie sich die Autotür technisch öffnet, ist egal. Höflich ist es, dem Fahrgast die Beifahrertür aufzuhalten.
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    AW: Tür aufhalten & Co

    Also Beifahrertür aufhalten find ich unnötig. ok, wenn der andre die Hände nicht frei hat, aber ansonsten wüsst ich nicht warum.
    Türe aufhalten und beim durchgehen danke sagen, gehört zum Anstand und ich mache es in beide Richtungen (aufhalten und durchgehen).
    In den Mantel/Jacke helfen, nervt mich einfach nur. Jedesmal wenn das passiert denk ich nur, gib mir meine Jacke ich währe schon längst drin, so muss ich aber erst den einen Ärmel noch suchen. Warum also?! Ich kann sie alleine anziehen und vor allem geht es schneller.

    Ich denke einige Verhaltensweisen werden mit der Zeit ganz verschwinden (wie die Beifahrertür) wohin andre geschlechterneutral geworden sind (Tür aufhalten)

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Es ist erstaunlich, für was die gute alte Emanzipation alles herhalten muss.
    Es gibt aber tatsächlich Frauen, die ihre Emanzipation in Gefahr sehen, wenn jemand die Tür aufhält. Hat mir ein Mann mit klassischen Manieren erzählt, der es manchmal schwierig findet, höflich zu sein. Man weiß nie wie es ankommt.

    Ich finde es sehr angenehm, wenn man mir die Tür aufhält, in den Mantel hilft etc. Ich bedanke mich auch gerne dafür. Es sind einfach höfliche Gesten, die das menschliche Miteinander angenehmer machen.

    Grüße von

    Türkis

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Ich finde es höflich, wenn derjenige, der zuerst durch eine Tür geht, sie für den anderen aufhält, egal, welches Geschlecht. Jemandem die Tür vor der Nase zufallen zu lassen, ist nicht nett und wenig aufmerksam. Ansonsten erwarte ich, dass mir jemand die Tür aufhält, wenn er sieht, dass ich beide Hände voll habe - auch egal, welches Geschlecht.

    Sicherlich ist es nett und aufmerksam, wenn ein anderer mir behilflich ist, in den Mantel zu kommen, bevor ich mit dem wegflutschenden Ärmel kämpfen muss. Aber als Selbstverständlichkeit erwarte ich das nicht von einem Mann.

    Es reicht mir, wenn jemand solche Höflichkeitsgesten dann drauf hat, wenn sie wirklich nötig sind - und ob das der Fall ist, das sieht man, wenn man dem anderen mit einer gewissen Mindestaufmerksamkeit begegnet.

    Ich selbst bin keine Lady und brauche daher auch kein übertrieben höfliches Getue - das nervt mich eher, weil ich den Eindruck habe, der andere will mich mit seinen Manieren besonders beeindrucken.

    Ich mache mir wenig aus der Höflichkeit der bloßen Formen. Die Höflichkeit des Herzens ist mir viel wichtiger, d.h. dem anderen ist es wichtiger, dass ich mich gut fühle, anstatt seiner Selbstdarstellung als ach so ritterlicher Mann zu frönen, der sämtliche Umgangsformen tadellos beherrscht.
    Geändert von Latona (10.01.2012 um 16:13 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  7. Moderation

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Zitat Zitat von tuerkisblau Beitrag anzeigen
    Es gibt aber tatsächlich Frauen, die ihre Emanzipation in Gefahr sehen, wenn jemand die Tür aufhält.
    Zu oft die Erfahrung gemacht, daß mann dann auch ganz schnell eine Gegenleistung für sein gutes Benehmen sehen will?

    (Solche Typen gibts, leider.)

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Zu oft die Erfahrung gemacht, daß mann dann auch ganz schnell eine Gegenleistung für sein gutes Benehmen sehen will?
    Du liebe Zeit, so jemand ist mir noch nie begegnet. Was für Gegenleistungen soll es denn da geben? Andererseits fühlen sich ja auch manche Frauen verpflichtet wegen einer Tasse Kaffee. Das wundert mich auch sehr, was für ein Selbstbild steckt dahinter? Nur wegen einer Nettigkeit und eines kleinen Geldbetrages ist man doch zu nichts verpflichtet!
    Ich selbst bin keine Lady und brauche daher auch kein übertrieben höfliches Getue - das nervt mich eher, weil ich den Eindruck habe, der andere will mich mit seinen Manieren besonders beeindrucken.
    Das klingt, als wärest Du unsicher, wenn ein man konventionelle Manieren hat. Sonst wäre so eine negative Sichtweise nicht nötig. Natürlich gibt es Menschen, die mit Manieren beeindrucken wollen, aber doch nicht alle.

    Grüße von

    Türkis

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    AW: Tür aufhalten & Co

    Schade an solchen Diskussionen finde ich immer, dass höfliches und/oder gentlemanlikes Benehmen oft abgewertet wird mit Zustandsbeschreibungen, die sachfremd sind:
    Brauch ich nicht, da ich emanzipiert bin oder noch weiter, der will dann was von mir, oder der ist ein Schleimer, weil er höflich ist.

    Du liebe Güte!

    Wenn man sich lange genug eine Verhaltensweise schlecht redet, kann man sie nicht schätzen.

    Das ist allerdings ein Urprinzip subjektiver und unsicherer Kritik. Man wertet den Gegenstand oder die Person der Kritik erst ab, dann fällt es leichter, zu kritisieren. Was doof ist, ist doof. Eine sich selbst erklärende Referenz.
    Geändert von Lukulla (10.01.2012 um 17:36 Uhr)
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


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    Kari Bremnes

  10. Inaktiver User

    AW: Tür aufhalten & Co

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    Ich finde es höflich, wenn derjenige, der zuerst durch eine Tür geht, sie für den anderen aufhält, egal, welches Geschlecht. Jemandem die Tür vor der Nase zufallen zu lassen, ist nicht nett und wenig aufmerksam. Ansonsten erwarte ich, dass mir jemand die Tür aufhält, wenn er sieht, dass ich beide Hände voll habe - auch egal, welches Geschlecht.
    Das sehe ich auch so. Ich halte der holden Männlichkeit auch gerne mal die Türe auf, wenn ich gerade vorausgehe.

    Sicherlich ist es nett und aufmerksam, wenn ein anderer mir behilflich ist, in den Mantel zu kommen, bevor ich mit dem wegflutschenden Ärmel kämpfen muss. Aber als Selbstverständlichkeit erwarte ich das nicht von einem Mann.
    In-den-Mantel-Helfen wäre mir sogar extrem unangenehm. Ich mag zu engen Körperkontakt ganz allgemein nicht und erwarte von Männern eigentlich, dass sie einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten. Ich wäre nicht wirklich begeistert, wenn jemand ungebeten an meinen Schultern oder Armen herumgrabbelt.

    Das scheint in der Generation der Unter-Vierzig-Jährigen auch ziemlich aus der Mode gekommen zu sein. Glücklicherweise.


    Ich kenne übrigens einen Bereich, wo sich männliche Ritterlichkeit und weibliche Hilflosigkeit noch ungehindert austoben können: Den ICE.

    Ich habe als alleinreisende Dame meine liebe Not, den schweren Koffer über Kopf auf die Gepäckablage zu wuchten. Da freue ich mich über den großen, starken und prächtigen Kavalier, der sich meiner erbarmt.

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