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  1. Inaktiver User

    Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Hände in der Hosentasche,
    Sonnenbrille im Haar,
    die Verwendung des Wörtchens Verzeichung oder Entschuldigung,
    Türen aufhalten,
    Höflichkeit im Allgemeinen und Besonderen,
    der Vorwurf, bestimmte Verhaltensweisen wären doch von gestern,
    mit Hintern oder Gesicht voran an Theaterbesuchern durch die Reihen drängeln,
    schminken in der Öffentlichkeit,
    der Stellenwert korrekter Kleidung bei festlichen Anlässen,
    Handytelefonitis,

    ach, was wurde hier nicht schon alles andiskutiert!

    Für Interessierte fand ich diesen Artikel recht lesenswert und teile ihn hier mit allen:
    Pardon, Madame
    Von Fritz J. Raddatz


    Nostalgie gilt als schick, wenn es sich um Himbeermarmelade oder Cocktail- Shaker handelt. Aber es ist höchste Zeit, dass auch gute Manieren wieder modern werden

    Was eigentlich ist so schrecklich an guten Manieren? Warum sind sie verpönt, um nicht zu sagen: abgeschafft?
    Geändert von Inaktiver User (04.11.2009 um 12:21 Uhr)

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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    früher konnten sich Krethi und Plethi Parkett-Karten nicht leisten und wurden deshalb in den Olymp verbannt. Dort konnten sie sich dann benehmen, wie sie wollten.
    Gelernt haben sie gutes Benehmen noch immer nicht, aber ...
    .
    I'm waiting for the other shoe to drop.



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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Pardon, Madame
    Von Fritz J. Raddatz
    Schade, ich wusste nicht, dass er ein so mittelmäßiger Essayist war; ich hatte ihn gern gemocht dafür, dass er Mary Gerolds Briefbesitz so schätzend behandelte.

    Er schien eine allgemeine Geringschätzung gegenüber Karstadtverkäuferinnen und Tankwarten geradezu vorauszusetzen?, da er sie so als Stereotypen einsetzt.

    Zur Sache wollt ich noch sagen, dass der Herr nicht nur nicht hinter der "Dame" die Treppe hatte hinaufsteigen sollen, sondern nicht hinter jeglicher Frau.
    Und voran in ein Lokal ging er nicht wegen fliegender Kugeln, sondern um als erster zu sehen, ob der Ort geeignet sei.
    Heißt ja eigentlich: er kannte ihn auch nicht - war nicht sein zweites Wohnzimmer ... ha, ich glaube, das gute Benehmen war viel "demokratischer", als Herr R. dachte!

    Meine Wasserflasche wird er auch nicht mehr verhindern - wenn ich nicht schluckweise immer wieder trinke, trinke ich zu wenig.
    Aus der Parklücke fahre ich genau dann, wenn sich meine Räder schräg stellen und ich blinke. Der Motor ist aber aus bis dahin.

    Es will mich unerklärlich bedünken,
    ... finde ich platt in einem Artikel über "Nostalgie".

    Eine persönliche Frage noch: warum schreibst Du nach recht kurzer Zeit im Forum
    ach, was wurde hier nicht schon alles andiskutiert!
    ?
    Es klingt so überdrüssig - aber es ist doch gut, wenn von jetzt lebenden Menschen die heutige Sicht gebracht wird, wenn gesprochen wird! T.
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    ..
    Geändert von Abendstille (05.11.2009 um 14:29 Uhr) Grund: Hinweis hat sich erübrigt.

  5. Inaktiver User

    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Mal abgesehen davon, dass ich Rücksichtnahme und Höflichkeit niemals antiquiert finde, habe ich mich über die im Text zitierte antiquierte Zahlungsweise gewundert:

    "Moderne Rücksichtnahme. Doch ob kürzlich in einem südfranzösischen Supermarkt die Halbnackte auf Rollerblades, die, eine Zigarette rauchend, ihren Einkauf von 2,95 Euro mit Scheck bezahlte, dabei wirklich ganz unbedingt telefonieren musste - das wird man ja wohl noch fragen dürfen"

    War der Scheck nicht seit Jahren schon abgeschafft? Vielleicht herrschen in Frankreich ja auch andere Zahlungsmodalitäten ... wer von euch weiss etwas darüber?

    aber genug des abdriftens in offtopicsphären: egal ob in Frankreich oder überall sonst auf der Welt: dieses permanente Handygequassel brauche ich auch nicht. da gehe ich ganz konform mit dem essayisten, der es für traurig hält, dass man den leuten extra ansagen muss, dass sie ihr handy ausgeschaltet lassen sollen.

    oder das große schlemmen in öffentlichen verkehrsmitteln - es hatte sicherlich seinen grund, dass man fettige oder fleckenmachende lebensmittel wie eis, pommes mit ketchup oder döner etc. nicht mit in bus und bahn nehmen soll - falls der bus mal scharf bremsen muss, landet der ketchup bei den anderen fahrgästen auf den klamotten. trotzdem erspähte ich neulich einen jungen mann, der eine portion döner in der u-bahn in sich hineinspachtelte.

    oder das permanente genuckel an der flasche. wenn jemand unterwegs ist, halte ich es schon für sinnvoll, wenn er sich die flasche an den hals setzt, schließlich kann man ja nicht überall ein glas mit hin nehmen, da ist so eine verschließbare plastikbuddel einfach praktischer

    - etwas merkwürdig finde ich es, wenn mann oder frau das getränk im büro aus der flasche trinkt; gläser sind ja in den meisten räumen vorhanden, warum nehmen die herren u. damen dann kein glas zur hand, sondern nuckeln stundenlang mit wachsender begeisterung vor sich hin und produzieren gluckernde und schmatzende geräusche? würde mich wirklich mal interessieren...

  6. gesperrt

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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    War der Scheck nicht seit Jahren schon abgeschafft? Vielleicht herrschen in Frankreich ja auch andere Zahlungsmodalitäten ... wer von euch weiss etwas darüber?

    Just heute habe ich mit einem unserer Kunden aus Frankreich telefoniert und ihm mitgeteilt, dass wir seinen Scheck leider nicht akzeptieren können und er eine andere Zahlungsweise wählen muss. Er war leicht erstaunt, es ist wohl in Frankreich wirklich noch üblich(er).

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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Meine Schwester lebt in Frankreich, und sie meinte vor einiger Zeit, dass Schecks in Frankreich immer noch üblicher seien als EC-Karten oder ähnliches.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  8. Inaktiver User

    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Zitat Zitat von Asphaltblume Beitrag anzeigen
    Meine Schwester lebt in Frankreich, und sie meinte vor einiger Zeit, dass Schecks in Frankreich immer noch üblicher seien als EC-Karten oder ähnliches.
    Auch in GB sind Schecks noch üblich. Es ist eigentlich nur der EuroCheque abgeschafft worden.

    In Deutschland spielen Schecks auch noch eine Rolle. Viele Unternehmen zahlen ihre Rechnungen immer noch mit Schecks.
    Ausländische Kunden sowieso. Lediglich im privaten Bereich ist er ziemlich bedeutungslos geworden.
    Aber abgeschafft sind Schecks auch in Deutschland nicht. Sie sind immer noch eine mögliche Zahlungsart.

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    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Ja schon - aber nicht mehr so im Einzelhandel.
    Aber so wie ich das verstanden habe, benutzen Franzosen Schecks fast so, wie wir EC-Karten benutzen, einfach überall an der Kasse.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

  10. Inaktiver User

    AW: Pardon, Madame! - Ein Medley für gute Manieren

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    oder das permanente genuckel an der flasche. wenn jemand unterwegs ist, halte ich es schon für sinnvoll, wenn er sich die flasche an den hals setzt, schließlich kann man ja nicht überall ein glas mit hin nehmen, da ist so eine verschließbare plastikbuddel einfach praktischer

    - etwas merkwürdig finde ich es, wenn mann oder frau das getränk im büro aus der flasche trinkt; gläser sind ja in den meisten räumen vorhanden, warum nehmen die herren u. damen dann kein glas zur hand, sondern nuckeln stundenlang mit wachsender begeisterung vor sich hin und produzieren gluckernde und schmatzende geräusche? würde mich wirklich mal interessieren...
    Man muss ja auch nicht immer, überall, jederzeit und in jeder Lebenslage trinken.

    Vor gut 15-20 Jahren gab es diese Unart des Dauernuckelns noch nicht so in der heutigen Ausprägung und die Menschen haben keine gesundheitlichen Schäden erlitten. Dann kamen die Evianflaschen und jede zweite hielt sich für ein Model.

    Meinetwegen soll es jeder handhaben mit der Wasserflasche wie er mag, nur muss man genau mit den von Dir beschriebenen gluckernden und schmatzenden Geräuschen andere nicht "beglücken".

    Schlimm finde ich es auch bei Fachvorträgen oder Präsentationen. Einer gibt sich Mühe und der Rest schmatzt, klimpert mit Tassen, Löffeln usw in concerto als gäbe es kein Morgen und auch keine Pausen.

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