In diesem Strang können Sie rege über den Sinn von Krebsvorsorgeuntersuchungen schreiben. Das eigentliche Thema, das zur Eröffnung führte, wurde leider nur von einem Bruchteil der Leser erfasst, bzw. aufgegriffen.
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Ergebnis 1 bis 10 von 65
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06.07.2008, 09:58Inaktiver User
Mit Angst Menschen manipulieren
Geändert von Inaktiver User (07.07.2008 um 15:30 Uhr)
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06.07.2008, 10:11
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
tja, jeder ist seines Glückes Schmied.
Wenn man die Leute fragt, welche Werte sie wichtig finden und wie sie ihr Leben sinnvoll gestalten wollen, dann wirste ausgelacht.
Wichtig ist ein dickes Auto und ob man sich traut, in den nächsten Swingerclub zu gehen.
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06.07.2008, 10:14
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Ich sehe das anders. Du sollst Dich nicht "Scheiße fühlen, wenn es Dir mal gut geht", sondern die kostenlose Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Ich kenne inzwischen etliche gesund aussehende Menschen mittleren Alters, die sich die Vorsorgeuntersuchung gespart haben und jetzt Darmkrebs haben.
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06.07.2008, 10:20
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Zitat von ClaudiaK52
Das kann ich bedauerlicherweise bestätigen. Mein Schlüsselerlebnis war eine Verkäuferin, die mir auffiel, weil sie wie das blühende Leben aussah.
1 Jahr später traf ich sie zufällig auf der Strasse und bin total erschrocken. ...
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06.07.2008, 10:33Inaktiver User
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Ich kann deine Aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen, Uli_F
Worin siehst du denn eine Manipulation??
Tatsache ist, dass es Krankheiten gibt, die zunächst keine Beschwerden verursachen - und darauf will diese Kampagne doch nur aufmerksam machen. Wenn dir das Ganze am *** vorbeigeht - ist doch okay, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Und diese Vorsorgeuntersuchungen (ich sag ja lieber Früherkennung dazu) sind ja wohl kostenlos,oder?
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06.07.2008, 11:01Inaktiver User
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Das habe ich schon erklärt.
Zitat von Inaktiver User
Zitat von Inaktiver User
Das sage ich doch gar nicht. Du verstehst nicht, was ich meine. Es geht ums Angst MACHEN. Feuert nur schön die Angst an, dann machen die Menschen, was wir wollen. Eine beschissene Strategie. Da geht es nicht um Aufklärung, sonst stünde die Unbeschwertheit nicht im Fordergrund, sondern käme nebensächlich vor. Und schließt mal nicht auf meine Einstellung zu Vorsorgeuntersuchungen, nur weil ich hier eine Werbestrategie ablehne, gell.
Aber ich weiß schon. Der Mensch kann nur das verstehen, was er mindestens erahnen kann. Nix für ungut.
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06.07.2008, 11:21Inaktiver User
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Sorry, ich verstehe deinen Zorn wirklich nicht.
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06.07.2008, 12:31
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Werbung soll Menschen erreichen, das kann man auf unterschiedliche Weise machen. Die sachliche Variante würde wohl lauten: „Ab 30 steigt Ihr Risiko an Darmkrebs zu erkranken um soundsoviel Prozent an. Darmkrebs im Anfangsstadium ist völlig beschwerdefrei, lassen sie sich deshalb untersuchen“. Gähn. Wird super reinhauen oder was meinst du?
Alternativ könnte man Menschen zeigen, die eine Tumorbehandlung bekommen, mit künstlichem Darmausgang und den daranhängenden Beuteln. Kommt aber neben der Reklame für Bier, Chips und Joghurt light nicht so gut rüber, bisserl unappetitlich, gelle?
Ich persönlich kenne die Werbung nicht, kann also keine persönliche Wertung abgeben. Aber so abgestumpft wie man heute durch die Dauerberieselung an Werbung bereits ist, muss man wohl zwangsläufig mit den Ängsten des Menschen spielen um sie zu erreichen, zumindest bei den Bevölkerungsschichten, die sich sonst um Vorsorge nicht kümmern würden."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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06.07.2008, 13:00
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Reklame ist doch (zumindest versuchsweise) immer manipulativ. Sonst hätte sie doch weder Sinn noch Zweck.
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06.07.2008, 13:01Inaktiver User
AW: Mit Angst Menschen manipulieren
Warum "macht" diese Information Angst? Und wem?
Die meisten (aufgeklärten) Menschen wissen doch, daß viele Krankheiten eben erst sehr spät Beschwerden verursachen - gerade bei Darmkrebs ja leider auch "zu spät". Mit aufgeklärt meine ich in diesem Fall Menschen, die sich von alleine ein bißchen für das Thema Gesundheit interessieren und sich informieren. Und für die anderen, die darüber nicht so gut Bescheid wissen, ist dann wohl ein solcher Spot gedacht - als Information, die ja im Einzelfall auch Leben retten kann.
"Macht" es denn auch Angst, als Frau die Krebsvorsorge beim Gynäkologen wahrzunehmen? Das weiß doch nun wirklich jede Frau, daß dabei die Früherkennung ganz wichtig ist. Eben vor dem Auftreten irgendwelcher Symptome. Bis dahin fühlt man sich ja auch völlig gesund.
Ich denke, daß es bei dem genannten Fersehspot auch darum geht, mit einem Tabuthema lockerer umzugehen. Denn das ist es sicherlich für viele auch heute noch (man denke nur an die dafür erforderliche Untersuchung). Wo ist da die Manipulation? Ich sehe es sehr wohl als Aufklärung. Es wäre wünschenswert, wenn diese Vorsorgeuntersuchung genauso selbstverständlich wahrgenommen würde, wie manches andere. Man kann doch Tatsachen nicht leugnen, nur weil sie vielen Menschen nicht bekannt sind.


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