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  1. User Info Menu

    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich weiß nicht was ihr habt. Bisher konnte eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung auch schon anonym erstattet werden. Halt nur nicht über das Internet.
    Nur mal so am Rande gesagt, Steuerhinterziehung ist eine Straftat.

    Ja, klar ist es eine Straftat, ABER Hans Meier, der ein bekannter Meckerkopp ist, braucht sich nur noch ins Netz einklinken und jemanden einfach so anzeigen, wenn er lust hat, oder streit mit dem Nachbarn. Vorher war wenigstens eine Schwelle vorhanden. Nun kann es passieren das Ilse Schröder in eine Lage gebracht wird, und für etwas gerade stehen muss, was sie gar nicht zu verantworten hat. Nämlich ärger mit dem Gesetz.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

    ------------------------------------------

    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

    ------------------------------------------


    Grüße O_I

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Wenn ich den begründeten Verdacht habe, dass mein Nachbar Autos stiehlt, darf ich dann auch nicht die Polizei informieren, weil es Denunziantentum wäre? Oder gilt das nur für das Kavaliersdelikt Steuerhinterziehung?

    Leben wir besser in einer Gesellschaft, in der man sich einen Scheissdreck darum kümmert, was nebenan passiert? Gab es da nicht neulich so einen Fall...?
    Die Ente bleibt draußen.

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von On_Ice
    Ja, klar ist es eine Straftat, ABER Hans Meier, der ein bekannter Meckerkopp ist, braucht sich nur noch ins Netz einklinken und jemanden einfach so anzeigen, wenn er lust hat, oder streit mit dem Nachbarn. Vorher war wenigstens eine Schwelle vorhanden. Nun kann es passieren das Ilse Schröder in eine Lage gebracht wird, und für etwas gerade stehen muss, was sie gar nicht zu verantworten hat. Nämlich ärger mit dem Gesetz.
    Du kannst immer irgendwen anzeigen. Dann kommt die Polizei und wenn nichts war, fährt sie wieder.
    Die Ente bleibt draußen.

  4. Inaktiver User

    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde nur bedenklich, dass die Politik der Auslebung derartigen intriganter Charakterzüge, die es unbestritten in jeder Gesellschaft gib, eine Plattform bieten um auch noch Kapital daraus schlagen.
    Das Argument der Strafbarkeit ist eine Krücke und das weis jeder.
    Ich verstehe die Aufregung nicht. Steuerhinterziehung ist eine Straftat. Genauso wenn jemand in das Haus meiner Nachbarn einbricht um zu klauen. Wenn ich es mitbekomme würde ich den Einbrecher "denunzieren".
    Ein Steuerhinterzieher sollte doch bitte so rücksichtsvoll sein und so hinterziehen, dass es keine Mitwisser gibt. Sonst ist man ja ewig erpressbar.
    Was verstehst Du denn unter denunzieren? Auch eine Zeugenaussage bei einem Verkehrsunfall?

    Ich kann das Problem einfach nicht nachvollziehen,

    Gruß dingsda

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Edelherb
    Wenn ich den begründeten Verdacht habe, dass mein Nachbar Autos stiehlt, darf ich dann auch nicht die Polizei informieren, weil es Denunziantentum wäre? Oder gilt das nur für das Kavaliersdelikt Steuerhinterziehung?
    Verdächtigen ist was anderes als Wissen. wen du deinen NAchbarn siehst wie er ein Auto klaut, dann ist es kein Verdacht mehr sondern er tut es ja wirklich. Das ist was anderes. Aber einfach jemanden zu verdächtigen und das stimmt dann nicht, na prost mahlzeit.

    Hier ein Beipsiel hat zwar weniger was mit der Steuer zu tun, aber das kommt ähnlich unter verdächtigung:

    Meine Ma arbeitet im Sozialen Bereich, dort gibt es eine Familie mit vielen Kindern. Die Kinder sind ordentlich, nicht verhaltensauffälig und haben einen astreinen Umgang mit Menschen. Die Eltern schlagen die Kinder nicht oder Alkoholiker sind sie auch nicht, aber finanziell schwach. Das Jugendamt hängt dazwischen. Warum?keine Ahnung. Der Vater traut sich selbst zu seinem Geburttag kein Bier zu trinken, weil das klischee doch sehr schnell zu schlägt.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
    (Honore de Balzac)

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    Grüße O_I

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von On_Ice
    Verdächtigen ist was anderes als Wissen. wen du deinen NAchbarn siehst wie er ein Auto klaut, dann ist es kein Verdacht mehr sondern er tut es ja wirklich. Das ist was anderes. Aber einfach jemanden zu verdächtigen und das stimmt dann nicht, na prost mahlzeit.
    Ich habe vom begründeten Verdacht geschrieben. Hätte ich Wissen gemeint, hätte ich Wissen geschrieben.
    Die Ente bleibt draußen.

  7. Inaktiver User

    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Edelherb
    Wenn ich den begründeten Verdacht habe, dass mein Nachbar Autos stiehlt, darf ich dann auch nicht die Polizei informieren, weil es Denunziantentum wäre? Oder gilt das nur für das Kavaliersdelikt Steuerhinterziehung?

    Leben wir besser in einer Gesellschaft, in der man sich einen Scheissdreck darum kümmert, was nebenan passiert? Gab es da nicht neulich so einen Fall...?
    Vom Grundsatz her hast du Recht.

    Das Problem ist aber, dass das Delikt der "Steuerhinterziehung" von Außenstehenden kaum beurteilt werden kann. Dazu müsste man nämlich wissen, was derjenige in seiner Steuererklärung der Wahrheit zuwider angegeben hat - oder nicht angegeben hat.

    Von der Natur dieses Delikts her ist ein Vorwurf daher oft spekulativ .

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Edelherb
    Du kannst immer irgendwen anzeigen. Dann kommt die Polizei und wenn nichts war, fährt sie wieder.

    Das sind die Auswirkungen von Misstrauen und Verdächtigungen. Wen nichts war, dann haben wir es uns durch die Polizei bestätigen lassen. Die entwicklung ist bedenklich, weil einfach auf Verdacht ohne direkte Hinweise jemand in eine Lage gebracht werden kann, die er nicht zu verschulden hat. Man kann schnell jemanden verdächtigen und dort kommt man nicht wieder so schnell raus, vor allem wenn es nicht gerechtfertigt ist.

    Es ist so wie mit Gerüchten. Jemand erzählt was alle glauben es und der Betroffene weiß nicht was los ist und darf sich mit dingen rumschlagen, die ihm das leben schwer machen.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
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    Grüße O_I

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vom Grundsatz her hast du Recht.

    Das Problem ist aber, dass das Delikt der "Steuerhinterziehung" von Außenstehenden kaum beurteilt werden kann. Dazu müsste man nämlich wissen, was derjenige in seiner Steuererklärung der Wahrheit zuwider angegeben hat - oder nicht angegeben hat.

    Von der Natur dieses Delikts her ist ein Vorwurf daher oft spekulativ .

    Und das kann nur die Steuerbehörde oder der Steuerberater beurteilen. die haben doch die einsicht und müssten eigentlich ihre pappenheimer kennen. Nur das das Steuersystem so komplex ist, das es schon fast im ermessen des Sachbearbeiters liegt, wie was zu beurteilen ist, wie soll das der Bürger können.
    Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. (Henry Ford)

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    Das Wesen wahrer Liebe lässt sich immer wieder mit der Kindheit vergleichen. Beide haben die Unüberlegtheit, die Unvorsichtigkeit, die Ausgelassenheit, das Lachen und das Weinen gemeinsam.
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    Grüße O_I

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    AW: Förderung von Denunziantentum

    Zitat Zitat von On_Ice
    Das sind die Auswirkungen von Misstrauen und Verdächtigungen. Wen nichts war, dann haben wir es uns durch die Polizei bestätigen lassen. Die entwicklung ist bedenklich, weil einfach auf Verdacht ohne direkte Hinweise jemand in eine Lage gebracht werden kann, die er nicht zu verschulden hat. Man kann schnell jemanden verdächtigen und dort kommt man nicht wieder so schnell raus, vor allem wenn es nicht gerechtfertigt ist.

    Es ist so wie mit Gerüchten. Jemand erzählt was alle glauben es und der Betroffene weiß nicht was los ist und darf sich mit dingen rumschlagen, die ihm das leben schwer machen.
    Ich finde Gerüchte viel fieser, weil man die nicht widerlegen kann, es wird ja nur gemunkelt und offen sagt niemand was.

    Natürlich ist es eine Gratwanderung zwischen Denunziantentum und Weggucken. Eine "Entwicklung" sehe ich in unserer Gesellschaft übrigens nicht in dieser Richtung, mein Eindruck ist, dass es anerkannter ist, "sich nicht einzumischen", egal wobei.
    Die Ente bleibt draußen.

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