Es lebe die Diktatur.Zitat von Fender
Dein Wunsch wird sich vermutlich nicht erfüllen, da die Bestrebungen eher dahin gehen zu privatisieren.
Ich schliesse daraus, dass Dir kein Beispiel einfällt.Nun, die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist doch voll von diesen Beispielen, oder etwa nicht?!
Ich gehe davon aus, dass früher oder später wieder Busse und Bahnen fahren. Letztlich ist das Ganze also auch "nur" eine Verzögerung.Er kommt ja nicht "nicht", er kommt lediglich später.
Beim ÖPNV und ÖPFV habe ich bereits für eine Leistung bezahlt, die ich allerdings tatsächlich nicht erhalte. Unschön, sowas.
Deine Argumentation wird durch Polemik nicht besser. Ich sprach davon, dass das Streikrecht sinnvoll ist, um Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zu kämpfen. In manchen Fällen kommt Dir das sogar durchaus zu Gute, Du bemerkst es nur nicht. Und ja, dafür kann ich Beispiele nennen.Ach ja, ich vergaß, Lokführer leben in sklavenähnlichen Verhältnissen.
Dass Deine Frau Personalrätin ist, hat mit Nähe zu Gewerkschaften nicht unbedingt etwas zu tun. Ich war selbst einige Jahre Personalleiterin. Hintergründe kenne ich allerdings erst, seitdem ich quasi hautnah die Arbeit hinter den Kulissen kennen lernen durfte.Sicher?
Meine Frau ist Personalrätin. Reicht das zur Legitimation, so einen unsinnigen Streik dennoch Scheiße finden zu dürfen?!
Aber ich finde das interessant: brauchst Du Deine Frau als Legitimation, um etwas blöd zu finden?
Welche ANDEREN Formulierungen sollen sich Gewerkschafter denn ausdenken, wenn es in der Sache doch immer wieder um ähnliche Themenkomplexe geht? Und: Was würden andere Formulierungen an den praktischen Auswirkungen, über die Du Dich echauffierst, ändern?Nein, ich schreibe über Gewäsch, weil es die gleichen reflexhaften Formulierungen sind, die schon im letzten Jahrhundert verwendet wurden. Vielleicht sollten sich die Gewerkschaften auch mal was neues einfallen lassen...
Ich bin sicher, diese Betroffenen sind Dir sehr dankbar.Ich im Übrigen spüre nahezu keinerlei Auswirkungen der Arbeitskampfmaßnahmen. Außer, dass ich eben eine halbe Monatskarte umsonst bezahlt habe.
Ansonsten fährt mich meine Frau nämlich jetzt morgens zur Arbeit, der kleine Umweg ist jetzt eigentlich keine Aufregung wert, das ist eine zu vernachlässigende Unbequemlichkeit; ein Witz im Vergleich zu dem, was andere Arbeitnehmer zu erleiden haben, und denen insofern meine ganze Solidarität gilt. Mir geht es ums Prinzip.
Du machst einen Unterschied zwischen der Verantwortung, die Du für Dich übernimmst, um Dich vor Schaden zu schützen, weil ein Verhandlungspartner wortbrüchig ist, und dem Verantwortungsgefühl einer Gewerkschaft, die stellvertretend für ihre Mitglieder agiert?Aus Verantwortungsgefühl?
Interessant.
Du irrst. Es geht um die Arbeitsplätze der Mitglieder, und um zukünftige Stellschrauben diesbezüglich.Aber es geht ja nicht um deren Arbeitsplätze und Ärgernis, insofern verstehe ich das schon...
Grüssle
Seawasp
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Thema: Die Bahn
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06.03.2008, 11:48Inaktiver User
AW: Die Bahn
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06.03.2008, 11:52Inaktiver User
AW: Die Bahn
Und ist es nicht wohltuend angesichts dieses Umstandes, dass der Arbeitnehmer über Gewerkschaften zumindest eine Möglichkeit hat, sich wirkungsvoll für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen?
Zitat von Inaktiver User
Grüssle
Seawasp
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06.03.2008, 11:54
AW: Die Bahn
Ich habe durchaus gewisses Verständnis für die Angestellten im Öffentlichen Dienst. Ich finde das Angebot der Arbeitgeber auch fragwürdig. Allerdings geht der Streik der Lokführer über mein Verständnis. Ich finde sie extrem egoistisch und gegenüber ihren anderen Kollegen bei der Bahn unsozial. Sie wollen ihr eigenes Ding und alle anderen interessieren sie nicht.
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06.03.2008, 12:01
AW: Die Bahn
In meinem Fall ist durch die Streiks bei der Bahn oder im Öffentlichen Dienst zwar nicht der Arbeitsplatz gefährdet, bezahlt habe ich jedoch schon:Und Solidarität hört genau da auf, wo sie das in Gefahr bringt, was sie bei anderen schützen soll. Warum müssen Millionen von Pendlern dafür bezahlen, dass die GDL weiter inder Lage bleiben will, Millionen von Pendlern in Geiselhaft zu nehmen?
Mit MEINER Freizeit (Verspätungen trägt nicht mein Arbeitgeber, sondern ausschließlich ich selbst. Ich muss die Zeit irgendwann nacharbeiten) und mit MEINEN deutlich erhöhten Verbrauchskosten fürs Auto bei mehr als doppelter Fahrzeit im Stop-and-go-Rythmus (noch mal abgesehen von der Schädlichkeit fürs Fahrzeug, dem erhöhten Unfallrisiko).
Wer den Streik gestern im Ruhrgebiet erleben durfte, weiß, wovon ich rede. Das ging über eine bloße Unbequemlichkeit weit hinaus.
Wie kann von mir Solidarität erwartet werden, wenn ich behindert oder gar geschädigt werde, für eine Situation, die ich weder verschuldet noch auf die ich irgendeinen Einfluss habe?
Diese Streiks der GdL und des ÖD treffen die Falschen.
Dass es Gewerkschaften gibt, ja, dass sie sogar nötig sind, und dass Streiks ein legales Mittel im Arbeitskampf sind, finde ich völlig in Ordnung.
Blinder Aktionismus in diesem Ausmass auf dem Rücken völlig Unbeteiligter halte ich nicht nur für falsch, sondern auch für unklug.
Meine jahrzehntelange Mitgliedschaft bei ver.di (Ich bin als ehemaliges DAG-Mitglied automatisch zu ver.di gekommen, die in meiner Branche bisher so gut wie nichts getan haben - aber das ist eine andere Geschichte...) habe ich gestern daraufhin gekündigt. Ich werde nicht die Einzige gewesen sein.
Der gesparte Beitrag wird meine Kosten, die durch den Streik entstanden, leider nicht decken.
Mit ist es aber eine Genugtuung, zu wissen, dass ich künftig keine Maßnahmen mehr mit MEINEM Geld unterstütze, die ich nicht gutheiße.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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06.03.2008, 12:02Inaktiver User
AW: Die Bahn
Zitat von Inaktiver User
Ach so, die Lokführer streiken, weil sie immer so früh anfangen müssen?!
Pünktlichkeit am Arbeitsplatz hat für mich nichts mit guten oder schlechten Arbeitsbedingungen zu tun. Pünktlichkeit ist zumindest für mich selbstverständlich. Wenn Streiks angekündigt werden, kann man sich darauf einrichten. Wenn ich unverschuldet im Stau o. ä. stehe, muss ich nacharbeiten oder nutze -wenn angeboten- die Gleitzeit aus. Punkt.
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06.03.2008, 12:03
AW: Die Bahn
OK, wir kommen nicht zusammen, müssen wir ja auch nicht.
Nur noch eins:
Zum Verständnis: Personalrätin = Betriebsrätin (= gewähltes Mitglied in einem Personalvertretungsorgan).
Zitat von Inaktiver User
Das hat mit "Personalrätin" nichts zu tun.
Zitat von Inaktiver User
Durchaus nicht.
Zitat von Inaktiver User
Du hast mir erklärt, dass ich keine Ahnung von Gewerkschaften und Gewerschaftsarbeit hätte.
Ich habe in diesem Zusammenhang lediglich mitteilen wollen, dass meine Wohnung und mein persönliches Umfeld voll sind von Gewerkschaften und Gewerkschaftsarbeit. Gut, das bedeutet nicht zwingend, auch Ahnung davon zu bekommen. Wenn meine Frau die Zeitung liest, weiß ich ja auch nicht, was drinsteht. Aber gelegentlich tauschen wir uns darüber aus...Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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06.03.2008, 12:04Inaktiver User
AW: Die Bahn
Zitat von Fender
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06.03.2008, 12:07Inaktiver User
AW: Die Bahn
Betriebsrat und Gewerkschaft sind nicht deckungsgleich. Die sind sich nicht einmal automatisch einig. Jemand, der im BR aktiv ist, muss von Gewerkschaftsarbeit nicht den Hauch einer Ahnung haben. Er muss nur mit den Tarifabschlüssen arbeiten.
Zitat von Fender
Grüssle
Seawasp
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06.03.2008, 12:09Inaktiver User
AW: Die Bahn
Du hast den Punkt nicht verstanden, und ich habe keine Lust mehr, mich dauernd zu wiederholen. Auch Punkt.
Zitat von Inaktiver User
Grüssle
Seawasp
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06.03.2008, 12:11Inaktiver User
AW: Die Bahn
Eine gute Entscheidung, wie ich finde, und ich hoffe, Du findest für Deinen Bereich eine Gewerkschaft, die Deine Interessen besser vertritt.Meine jahrzehntelange Mitgliedschaft bei ver.di (Ich bin als ehemaliges DAG-Mitglied automatisch zu ver.di gekommen, die in meiner Branche bisher so gut wie nichts getan haben - aber das ist eine andere Geschichte...) habe ich gestern daraufhin gekündigt. Ich werde nicht die Einzige gewesen sein.
Grüssle
Seawasp


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