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    ... dass es einfach nicht aufhört

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...522283,00.html

    Ein winziges, drei Monate altes Kerlchen zusammenschlagen. Und als Begründung ein Wort anführen, das ich wirklich nicht mehr hören kann. Als sei es mittlerweile DIE Erklärung für brutale, sinnlose und völlig unangemessene Attacken auf wehrlose Babys und Kleinkinder.
    Der Kleine hat wohl einfach nur Glück gehabt, dass er nicht die zehnte Kinderleiche in D in dieser Woche ist. Und ich sitze hier und weine, weil ich es nicht mehr ertragen kann, fast täglich so etwas zu lesen - und zu wissen, dass es immer so weitergehen wird. Weil solche Frauen zu blöd zum Verhüten oder für einen Abbruch sind ??
    Und Zuschlagen oder Totschlagen einfacher ist ? Fast erscheint es mir so.

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    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Und ich sitze hier und weine, weil ich es nicht mehr ertragen kann, fast täglich so etwas zu lesen
    lass dich mal trösten.....

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    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Danke .... aber --
    Ich finde heute keinen Trost. Es ist einfach unerträglich. Da kriegen alle möglichen .... Kinder, die absolut nicht darauf vorbereitet sind, die keine Liebe in sich haben, keine Wärme geben können, keiner Empathie fähig sind. Mir wird so eiskalt ums Herz, wenn ich an all die Würmchen denke, denen noch ein ähnliches Schicksal bevorsteht. Oder die es gerade in diesem Moment durchmachen.
    Wie verroht muss man eigentlich sein, ein Baby halb totzuschlagen... ich werde es niemals begreifen.

  4. User Info Menu

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Wirklich erschütternd. Da könnte man weinen. Es ist so unendlich traurig, malt man sich den Alltag eines so kleinen Kerlchens aus. Jede Frau kann in ein Frauenhaus...aber Kinder...

    Unsere Gesellschaft hat die Eltern vermutlich doch selbst "produziert": (Sorry, lang und emotional! Weiterlesen auf eigene Gefahr)
    Selbst behandelt wie ein Stück Vieh, abgezockt, vergessen, manipuliert, abgelehnt, abgewertet. Gerade der Osten hatte doch wohl schwer zu leiden unter der Mentalität "die da drüben, alle faul, alle doof". Und hier im Westen? Wir kümmern uns doch erst dann um Probleme, wenn sie dasind. Prävention, ethischer Umgang mit Schwächeren? Fehlanzeige! Wer Geld hat, hat Recht, und wer keins hat, den brauchen wir nicht. Und mit wie wenig Geld man als Armer auszukommen hat, das rechnen Dir die Reichen schön vor. Der blanke Zynismus.

    Mich überfordert das auch, aber ich bin älter. Ich hatte noch Eltern und Familie/Freunde, die sich kümmerten, Lehrer, die Kraft und Visionen hatten und vor allem war Gewalt verpönt bis auf ein paar harmlose Cowboy-Filmchen.

    Mit solchen philisophischen Werten wie heute kann man keine Menschen zu wertvollen Menschen "erziehen". Damit produziert man Monster.

    Wußten wir nicht? Ahnten wir nicht? Was für ein Quatsch. Nur: Die Menschen, die lauthals warnen, die haben kein Vermögen, und damit auch kaum die Macht, sich durchzusetzen.

    Armes, reiches Deutschland. Wir werden noch die "besseren" Amerikaner.

    Wem nützt es, wenn irgendwo ein Jugendamts-Leiter wegen Versagens disziplinarisch verfolgt wird? Die Bundesregierung trägt keine Verantwortung? Der kleinste wird bestraft, der Rest macht weiter - wie bisher. Und alle gucken zu. Fühlen sich machtlos. Und fordere ich auf, politisch mitzuarbeiten, hat niemand Zeit. Ehrlicher weise: Interesse. Da glotzt man doch lieber TV.

    Auch Kindergärtnerinnen (wir kennen zufällig ungefähr 10 davon)braucht man in unserem Umfeld mit "Politik" überhaupt nicht zu kommen. "Da interessiere ich mich nunmal nicht für" zwitschert es einem da entgegen.
    Macht mich fassungslos. Dummheit und Bequemlichkeit, gepaart mit lebenslanger Versorgung als Beamte - wir leisten uns was, wir Deutschen. Aber kein Geld für Kinder. Mahlzeit!

    Karla
    The original Karla
    est. 2006


  5. Inaktiver User

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Ein Problem ist meiner Meinung nach, dass sich niemand traut, auch mal Klartext zu reden: dass nämlich verdammt viele Menschen nicht in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen und dass diese Menschen stärker kontrolliert werden müssten.
    Lieber gibt man sich sozialromantischem Gefasel hin, alle Menschen seien mündige Bürger, die für sich selbst einstehen - dass ich nicht lache! Und die armen Kinder müssen es ausbaden!

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Nein, es hört nicht auf, und es wird auch nicht aufhören.

    In meinem Umfeld gibt es 3 Kinder, von denen ich seit über einem Jahr weiß, dass sie mißhandelt werden. Sie haben es mir sogar selbst erzählt (und das will bei Kindern etwas heißen!!)

    Seit die Eltern wissen, dass ich es weiß, dürfen sie das Haus (außer Schulweg) nicht mehr verlassen, nicht mal im Sommer dürfen sie im Garten spielen.

    Ich habe dem Jugendamt mehrfach davon berichtet, wurde indirekt nur belächelt. Solange die Kinder nicht tiefgefroren sind - wen juckts.

    Ich muss echt lernen, mir ein dickes Fell zuzulegen.

    Bittere Grüße
    Maria

  7. Inaktiver User

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Zitat Zitat von Songbird
    Wie verroht muss man eigentlich sein, ein Baby halb totzuschlagen... ich werde es niemals begreifen.
    Man muss nur mit einem Schreikind ohne Schlaf und Unterstützung über Wochen leben. Eine Freundin von mir nahm ihr Kind und drückte es der Nachbarin mit dem Wohnungsschlüssel in die Hand und ging übers Wochenende weg. Sie sagte, sie hätte das Kind umgebracht, wenn es weiter gegangen wäre und ich glaubte ihr unbesehen.

  8. Inaktiver User

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Man muss nur mit einem Schreikind ohne Schlaf und Unterstützung über Wochen leben. Eine Freundin von mir nahm ihr Kind und drückte es der Nachbarin mit dem Wohnungsschlüssel in die Hand und ging übers Wochenende weg. Sie sagte, sie hätte das Kind umgebracht, wenn es weiter gegangen wäre und ich glaubte ihr unbesehen.
    Wenn man ein lächelndes Baby sieht, kann man kaum glauben, dass jemand ein solches süßes, unschuldiges Ding verletzen möchte. Aber die Normalfrau, die ohne familiäre Unterstützung durch Oma und Opa, Tanten und Onkel in ihrer modernen Kernfamilie mit einem Problemkind mehr oder weniger allein konfrontiert ist, kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, wie nervtötend ein Schreibaby sein kann.

    Aber ist es denn tatsächlich ein Schreibaby, oder ist die Frau nur einfach komplett unfähig?

    Ansonsten kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einer Frau, die selber ein heiß geliebtes Wunschkind hat oder sich sehnlichst ein Kind wünscht, dass es einer solchen Frau das Herz zerreißt so etwas zu lesen.
    .

  9. Inaktiver User

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn man ein lächelndes Baby sieht, kann man kaum glauben, dass jemand ein solches süßes, unschuldiges Ding verletzen möchte. Aber die Normalfrau, die ohne familiäre Unterstützung durch Oma und Opa, Tanten und Onkel in ihrer modernen Kernfamilie mit einem Problemkind mehr oder weniger allein konfrontiert ist, kann wahrscheinlich ein Lied davon singen, wie nervtötend ein Schreibaby sein kann.

    Aber ist es denn tatsächlich ein Schreibaby, oder ist die Frau nur einfach komplett unfähig?

    Ansonsten kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einer Frau, die selber ein heiß geliebtes Wunschkind hat oder sich sehnlichst ein Kind wünscht, dass es einer solchen Frau das Herz zerreißt so etwas zu lesen..

    Ich kann das nicht beurteilen, wie unfähig oder nicht ein Mensch ist oder wie weit man mit einer Situation wie dieser gebracht werden kann. Ich hatte einmal die Situation mit meinem damals dreijährigen, dass ich kurz davor war, zuzuschlagen. Ich flüchtete in mein Zimmer und setzte mich von innen leise weinend vor die Tür. Mir war klar, dass ich ihn verletzt hätte, wenn ich in der Situation geblieben wäre und kam erst wieder raus, als ich mich etwas geerdet hatte.

    Seitdem ahne ich, wie nah man dran sein kann....

  10. User Info Menu

    AW: ... dass es einfach nicht aufhört

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Man muss nur mit einem Schreikind ohne Schlaf und Unterstützung über Wochen leben.
    Entschuldige, aber das so pauschal zu behaupten, ist Unsinn. Ich weiss, wovon ich spreche, denn ich hatte ein sogenanntes Schreikind und habe die ersten zwei Jahre keine einzige Nacht durchgeschlafen. Mein mann war krank, meine Eltern wohnen 600 km entfernt und ich kannte - frisch umgezogen - kaum einen Menschen in dieser Stadt. Natürlich geht das an die eigenen physischen Grenzen, das streite ich nicht ab. Aber deshalb meinem Kind einen Schädelbruch zufügen ? Tut mir leid, das übersteigt mein Vorstellungsvermögen.
    Außerdem unterstellst Du da etwas - es weiss kein Mensch, ob dieses Baby überhaupt ein Schreibaby war ! Vielleicht hat es einfach nur Hunger gehabt, war nass, oder wollte in den Arm genommen werden und hat die ach so überforderte Mutter beim Glotze-Schauen gestört.
    Es gibt extrem abgestumpfte, rohe und gefühllose Menschen, und diese kriegen leider Kinder.

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