Ich fürchte, der Frau wird gerade ganz furchtbar Unrecht getan, und ich halte die Anschuldigungen gegen sie für absurd.
Folgendes habe ich gerade im Politik-Forum dazu geschrieben (Vorsicht, lang geworden):
Habe gerade Dobermanns Link gelesen und meine, die Geschichte mit dem "Handel" stinkt zum Himmel.
Ich fürchte, den McCanns wird ganz furchtbares unverzeihliches Unrecht getan.
Versucht Euch mal an die Einzelheiten des Falls zu erinnern, besonders an den Anfang und fragt Euch, ob das wirklich so sein kann.
Fängt an mit dem Abend des Verschwindens: Kann sich hier jemand allen Ernstes vorstellen, Kate McCann tötet das Mädchen durch ein tragisches Versehen - wir alle wissen ja, was danach geschah, dafür gibt es ja auch Zeugen - das bedeutet also, sie mußte die Leiche so gut "zwischenparken", dass sie bei der direkt folgenden Untersuchung nicht gefunden wurde, mußte anschließend zurück ins Restaurant, essen, trinken, mit den Freunden Smalltalk halten, irgendwann zurück ins Appartment und angesichts des leeren Bettchens dann Vorhang auf zur großen Show.
Geht so was?? Sowohl psychisch als auch logistisch? Oder gibt es inzwischen neue Erkenntnisse/Zeugenaussagen hinsichtlich des Ablaufs des Abends?
Dann diese Riesenkampagne. Internetseite, Madeleine-Fonds, Tour durch ganz Europa und Nordafrika. Segen vom Papst (!!). Immer wieder Appelle an die Öffentlichkeit, Aufforderung an die Behörden, die Suche nicht aufzugeben. In Portugal bleiben.
Wenn wir davon ausgehen, sie ist schuldig, WARUM das alles??
Klar, ein paar Appelle, etwas Verzweiflung, ein paar Tränchen in die Kamera hätten ja nicht geschadet, aber nach einer angemessenen Zeit der Suche und Verzweiflung hätte man doch in aller Ruhe in die Phase der Resignation übergehen können, sprich, nach England zurückkehren und wäre bis ans Ende seiner Tage von aller Welt für den Verlust der Tochter bemitleidet worden.
Sicher, am Anfang mag die "Aktion" (im Falle der Schuld der Eltern) von ihnen als möglichen Tätern abgelenkt haben, aber warum IMMER WIEDER das Interesse neu entfachen? Immer wieder die Polizei(!) bitten, die Suche nicht aufzugeben?? 4 Monate lang? Nee, das gibt keinen Sinn.
Wären sie nach - sagen wir - 4 Wochen nach GB zurückgekehrt, wäre die Sache bis heute im Sande verlaufen, und kein Hahn würde mehr nach ihnen krähen.
Und dann der Mietwagen: Vielleicht stimmt es, was schon jemand schrieb, und es ist wirklich zufällig der Wagen, den der Täter Wochen vorher gemietet hatte. Es gibt unglaubliche Zufälle, und - wenn ich richtig informiert bin - ist das kein riesengroßer Ort, da wird es nicht Tausende von Autovermietungen geben.
Sicher, es klingt unwahrscheinlich, aber für noch viel unwahrscheinlicher halte ich die Theorie, dass die Mutter/Eltern die Leiche ihres Kindes - erstens - 25 Tage (das sind fast 4 Wochen!!) so gut verstecken, dass sie bei all den Anstrengungen damals nicht gefunden wurde. Dass sie nach 25 Tagen - zweitens - einen Wagen mieten, die Leiche (die mit Sicherheit schon ziemlich...Ihr wißt schon ) darin in ein neues Versteck transportieren, das auch wiederum so gut ist, dass sie bis heute nicht gefunden wurde. Dass - drittens - niemand von dieser Aktion mitbekam. Bliebe viertens - WARUM eigentlich, wenn das erste Versteck doch schon so perfekt war, dass es 25 Tage nicht gefunden wurde?
Nee, ich halte die Anschuldigungen für hanebüchen. Meine Vermutung geht dahin, dass die McCanns den portugiesischen Behörden inzwischen lästig sind, dass sie sie endlich wie auch immer loswerden wollen.
Die ganze Geschichte zog sich ja durch die gesamte Haupt-Urlaubssaison; mit Sicherheit hat die portugiesische Tourismus-Industrie erhebliche Verluste erlitten.
Mich würde es nicht wundern, wenn die Polizei Druck "von oben" bekommen hätte, diesen Fall jetzt endlich zum Abschluß zu bringen und bitteschön einen Täter zu präsentieren.
Mich würde nicht mal wundern, wenn die Information mit den Blutspuren im Mietwagen eine Fälschung wäre.
Da es der Polizei in 4 Monaten nicht gelungen ist, irgendeine vernünftige Spur oder Erklärung zu finden, muss die Mutter herhalten. Daher auch diese absolut idiotische Idee mit dem "Handel" und den 2 Jahren.
Was bitteschön, soll DAS denn?? Wenn Kate McCann schuldig ist, wird sich das nachweisen lassen und sie wird rechtskräftig verurteilt werden.
Dieser Deal stinkt geradezu nach Hilflosigkeit und dem Willen, die Geschichte auf Biegen und Brechen zu einem Ende zu bringen.
Sorry, lang geworden, aber das sind meine Gedanken dazu.
LG
Mauritius
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 538
Thema: Kate McCann
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08.09.2007, 12:53
Kate McCann
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08.09.2007, 13:10
AW: Kate McCann
Hallo,
Ich denke, daß keiner von uns beurteilen kann, ob die Mutter da mit drin hängt oder nicht. Allerdings finde ich nicht, daß man sie nicht berücksichtigen sollte, nur weil sie und ihr Mann eine Medienkampagne sondergleichen gestartet haben und beim Papst waren.
Und daß die Mutter jetzt herhalten muß, weil die Polizei in den letzten 4 Monaten aus Deiner Sicht nichts gefunden hat (im Detail weiß keiner von uns, was die Polizei wirklich weiß und was nicht), denke ich auch nicht.
Warten wir's ab, wie es weiter geht.
TahneeWer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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08.09.2007, 13:14Inaktiver User
AW: Kate McCann
Ich finde es ist zu früh um beurteilen zu können was wirklich geschah.
Im Moment wird die Polizei nicht veröffentlichen was sie weiß oder auch nicht weiß.
Verdächtig heißt noch lange nicht schuldig.
Ich finde einfach mal abwarten und die Ermittler ihre Arbeit machen lassen.
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08.09.2007, 13:15
AW: Kate McCann
... und ich bin anerkannte Feindin von Spekulationen über Sachverhalte, von denen wir nur einen Teil kennen. Abwarten und Tee trinken, die Polizei wird schon wissen, was sie tut! Insofern: Danke, Maurice...
Mocca
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08.09.2007, 13:33
AW: Kate McCann
Das ist es ja - verdächtig heißt nicht schuldig, ABER für die Öffentlichkeit und für gewisse Medien ist diese Frau schuldig.
Habt Ihr im Fernsehen gesehen, wie sie ausgepfiffen und angespuckt wurde?
Hat heute jemand die Titelseiten der Zeitungen gesehen?? Großes Madeleine-Gesicht mit traurigen Augen, darunter die Frage: Mama, Du?? Und so in dem Stil.
Das alles macht mich eben sehr nachdenklich und ich wage nicht mir vorzustellen, wie es in Kate aussehen mag, wenn sie es eben NICHT war.
Und diese merkwürdigen Theorien mit dem Mietwagen und den 25 Tagen und dem Deal, das klingt alles so völlig unlogisch. Wieso kommt diese Mietwagen-Erkenntnis eigentlich erst jetzt?
LG
Mauritius
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08.09.2007, 13:44
AW: Kate McCann
Zu dem Punkt, wieso die Eltern, wenn sie denn schuld am Tod ihres Kindes (falls Madeleine tot ist, ist ja auch nicht sicher) sein sollten, sich so sehr bei der Suche nach ihr engagieren, sagen Psychologen, dass Menschen zu erstaunlichen Verdrängungen fähig sind, gerade wenn sie Schuldgefühle haben. Das Schreckliche also nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Sie hätten dann also verdrängt, dass sie ihr Kind getötet und beseitigt haben, leiden aber unter Schuldgefühlen deswegen und verfallen deshalb in fast übertriebene Betriebsamkeit bei der Suche nach dem Kind, was ja eigentlich paradox ist, da sie sich, wenn sie bei ihrer Suche nach Kind und Täter erfolgreich sind, ja selber finden müssten.
Ob das zutrifft, weiß ich nicht, ich habe nur einen entsprechenden Kommentar von einem Psychologen dazu gelesen.
Wenn die Eltern mit dem Verschwinden und dem möglichen Tod ihrer Tochter nichts zu tun haben, dann ist es ganz furchtbar, was ihnen jetzt geschieht. Es ist aber eine Binsenweisheit, dass bei einem Verbrechen die Angehörigen immer als erste verdächtig sind, und wenn die unschuldig sind, ist es immer grausam, dass sie sich in ihrer Trauer auch noch Misstrauen und Verdächtigungen ausgesetzt sehen.Ich habe eine Wassermelone getragen.
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08.09.2007, 14:18Inaktiver User
AW: Kate McCann
Ohne Maddies Eltern veruteilen zu wollen: ich erinnere mich noch ganz gut an diverse Geschihten:
Mutter rennt zur Polizei und macht eine Vermisstenanzeige. Der ganze Ort sucht das Kind, die Medien greifen die Story auf. Nach etlichen Wochen oder Monaten kommt dann das Geständnis der Mutter oder des vaters oder Beider, dass sie das Kind selbst getötet haben. Meine subjektive Wahrnehmung: Eltern schreien um ihr Kind und ziehen alle Register um Mitleid zu ernten oder weil sie die Tat selbst nciht fassen können. Und dann, irgendwann, verlangt ihr Gewissen Erleichterung uns sie gestehen.
Ob das auf Maddies Eltern auch zutrifft, weiß ich nicht. Ich hoffe und wünsche mir, dass dem nicht so ist. Der Wahre Täter sollte schnellstens entlarvt werden, damit auch Maddie Ruhe finden kann.
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08.09.2007, 14:37Inaktiver User
AW: Kate McCann
Es gibt nichts, was es nicht gibt! Mich würde inzwischen gar nichts mehr wundern!
LG NNM
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08.09.2007, 15:54
AW: Kate McCann
Mauritius,
ich stimme Dir voll und ganz zu. All diese Fragen gehen mir seit gestern auch durch den Kopf.
Mir tun die Eltern sehr sehr leid.
LG
Anne
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08.09.2007, 15:56Inaktiver User
AW: Kate McCann
hallo,
meine persönliche meinung zu dem fall:
mir kam das ganze gleich etwas merkwürdig vor.
wie kann man denn drei kleine kinder,wobei das älteste drei jahre ist,mehrere stunden allein lassen?
das war mein erster gedanke damals.
beide elternteile sind arzt.
ich kann mir durchaus vorstellen,das die kinder ab und án mal beruhigungsmittel bekommen haben,das ist jetzt nicht negativ gemeint.
die kinder kamen unmittelbar nacheinander,das bedeutet streß pur und ab und an braucht eben auch mal zeit für sich,zeit für sich als paar.
und ich denke,sie wußten beide,was man den kindern in so einem moment geben könnte,ohne das es schadet.
und ich für meinen teil kann es nicht ausschließen,das eben an diesem abend dabei etwas schiefgelaufen ist.
bedauerlicherweise.
wenn es wirklich so wäre,hätte ich trotzdem noch extrem großes mitgefühl mit der mutter,es war dann wirklich ein schrecklicher unfall.
vorsatz schließe ich aus.
im fernsehen wurden nochmal die bilder direkt nach der tat gezeigt,die mutter steht total unter schock,nur der vater redet,er bewahrt einen kühlen kopf.
auch heute noch.
schließlich geht es auch in ihrem fall um die arzt-lizenz.
das,was asphaltblume geschrieben hat,fand ich sehr interessant.
lg lottchen


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