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  1. Inaktiver User

    ALG II und gesunde Ernährung

    Angesichts der derzeitigen Meldungen über die Erhöhung der Lebensmittelpreise frage ich mich, wo die Entwicklung noch hinführen soll. Ich kann zwar nachvollziehen, dass z.B. die Bauern mehr Gelder brauchen und das sei ihnen auch gegönnt, wobei ich bezweifle, dass sie wirklich ein angemessenes Stück vom Kuchen abbekommen.

    Gestern ging aber nun diese Meldung durch die Medien: http://idw-online.de/pages/de/news220692

    Wie sollen diese Leute ihre Kinder in Zukunft ernähren? Die gesundheitlichen Schäden, das Übergewicht wird immer schlimmer werden.

    Ich weiß, oft wird über ALG2-Empfänger geschimpft, sie würden ihr Geld für Zigaretten, Alkohol verjubeln. Zum Teil mag das stimmen, aber mit Sicherheit trifft das nicht auf die Mehrheit zu.

    Da mein Gehalt auch eher niedrig angesiedelt ist und von Jahr zu Jahr eher weniger wird, wird mir trotz einer Vollzeitstelle auch irgendwie mulmig bei dem Gedanken an die Zukunft.

  2. gesperrt

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    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich weiß, oft wird über ALG2-Empfänger geschimpft, sie würden ihr Geld für Zigaretten, Alkohol verjubeln. Zum Teil mag das stimmen, aber mit Sicherheit trifft das nicht auf die Mehrheit zu.
    Nein, bestimmt nicht. Da haben die nämlich gar kein Geld für.

    Was mir allerdings wirklich auffällt:
    Menschen, die kein Geld haben, kaufen verstärkt qualitativ schlechte und billige Nahrungsmittel. Dazu zähle ich z.B. diese Milchbrötchen mit Schokocreme drinnen. Eine Freundin von mir im Schuldienst berichtet, dass die meisten ihrer Klasse zum Frühstück diese klebrigen Teile mitbringen, dazu ein Sunkist oder Zucker-Trinkpack.

    Kann sein, dass Kindern diese gefüllten, billig zu erwerbenden Milchhörnchen gut schmecken, nur: sie sind - außer süß - vollkommen schlecht für die Ernährung.

    Ich bin auch sehr dafür, dass Kinder von Menschen in sozialen Notlagen mehr Grundsicherung erhalten.
    Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass die Eltern das Geld auch wirklich für hochwertigere Ernährung ausgeben würden. Das Geld ginge dann vielmehr für Spielsachen o.ä. drauf.
    Mit mehr Geld alleine ist es nicht getan....

    Es muss hier ganz woanders angesetzt werden.
    Nämlich ein Umdenken: "Wie kann ich für wenig Geld mein Kind und mich trotzdem gut ernähren?"
    Dazu zähle ich Vollwertprodukte, Hülsenfrüchte (auch Erbsen, Linsen aus der Dose), Wasser (auch aus der Leitung)
    Geändert von spoookie (02.08.2007 um 10:28 Uhr)

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    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von spoookie
    Nein, bestimmt nicht. Da haben die nämlich gar kein Geld für.

    Was mir allerdings wirklich auffällt:
    Menschen, die kein Geld haben, kaufen verstärkt qualitativ schlechte und billige Nahrungsmittel. Dazu zähle ich z.B. diese Milchbrötchen mit Schokocreme drinnen. Eine Freundin von mir im Schuldienst berichtet, dass die meisten ihrer Klasse zum Frühstück diese klebrigen Teile mitbringen, dazu ein Sunkist oder Zucker-Trinkpack.

    Kann sein, dass Kindern diese gefüllten, billig zu erwerbenden Milchhörnchen gut schmecken, nur: sie sind - außer süß - vollkommen schlecht für die Ernährung.

    Ich bin auch sehr dafür, dass Kindern von Menschen in sozialen Notlagen mehr Grundsicherung erhalten.
    Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass die Eltern das Geld auch wirklich für hochwertigere Ernährung ausgeben würden. Das Geld ginge dann vielmehr für Spielsachen o.ä. drauf.
    Mit mehr Geld alleine ist es nicht getan....

    Es muss hier ganz woanders angesetzt werden.
    Nämlich ein Umdenken: "Wie kann ich für wenig Geld mein Kind und mich trotzdem gut ernähren?"
    Dazu zähle ich Vollwertprodukte, Hülsenfrüchte (auch Erbsen, Linsen aus der Dose), Wasser (auch aus der Leitung)
    Sicher hast du Recht mit der Feststellung, dass die Leute das Kochen verlernt haben und man sich durchaus auch mit wenig Geld angemessen ernähren kann.
    Da wir selber ALG II beziehen, kann ich aber aus erster Hand sagen, dass es immer schwieriger wird, gesund zu leben.
    Gerade die Grundnahrungsmittel werden zur Zeit immer teurer. Bei uns gibt es jeden Tag ein warmes Essen aus möglichst wenig denaturierten Lebensmitteln.
    Dazu kommen die anderen Mahlzeiten. Obst und Gemüse ist erheblich teurer geworden. Jetzt werden es auch die Milch- und Getreideprodukte.
    Fertigprodukte können wir uns gar nicht leisten.
    Wir rauchen übrigens nicht, trinken höchstens mal ein Glas Wein und gehen so gut wie nie aus.
    Wenn du Mittwoch überlebst, ist Donnerstag[

  4. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von spoookie
    Es muss hier ganz woanders angesetzt werden.
    Nämlich ein Umdenken: "Wie kann ich für wenig Geld mein Kind und mich trotzdem gut ernähren?"
    Dazu zähle ich Vollwertprodukte, Hülsenfrüchte (auch Erbsen, Linsen aus der Dose), Wasser (auch aus der Leitung)

    Ja, aber laut den Meldungen von gestern reicht das Geld definitiv nicht aus, um ein Kind oder Jugendlichen gesund zu ernähren, auch nicht, wenn man ausschließlich im Discounter einkauft. Und ich gehe jetzt mal von solchen Familien aus, die versuchen, sich gesund zu ernähren, die gibts doch bestimmt auch. Das finde ich schlimm!

    Selber versuche ich auch, mich gesund zu ernähren, trotz geringem Einkommen. Bisher gelingt mir das auch sehr gut. Es gab eine Zeit, da habe ich versucht zu sparen. Ich kaufte z.B. die ganz billige Wurst etc. Mit dem Resultat, dass ich ganz schnell zugenommen und diese Sparmaßnahmen wieder eingestellt habe.

  5. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von eresth
    Da wir selber ALG II beziehen, kann ich aber aus erster Hand sagen, dass es immer schwieriger wird, gesund zu leben.
    Um das festzustellen, braucht man nicht mal ALG II zu beziehen. Mein Budget ist auch begrenzt, daher fällt es mir sehr auf, wenn ich zwecks Diät mal nur frisches Gemüse und Obst, Joghurt, Vollkornbrot und mageres Hühnchen auf dem Tisch haben will. Watt datt kostet! Mit dem Geld für einen „Gesundtag“ kann ich mit bei Lidl problemlos für drei oder gar mehr Tage mit Billig-Fertipackungen eindecken.

  6. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Das ALG II ist wohl gar nicht so gedacht, dass man auf Dauer gut davon leben kann. Zum einen haben viele Politiker Sorge, dass die staatliche Fürsorge als "soziale Hängematte" missbraucht werden könnte, zum anderen muss dieses ALG II ja auch irgendwie finanziert werden.
    Je mehr Langzeitarbeitslose es gibt, desto mehr Kosten entstehen in Summe und desto weniger Einzahler müssen diese bezahlen.
    Das ist eine grosse Belastung, zumal in Deutschland die Beamten und Selbständigen nicht einzahlen, also alles auf den Schultern der immer weniger werdenden Arbeiter und Angestellten ruht.

    Letztlich kann das ALG daher wohl nur für das Notwendigste reichen - was für die Betroffenen freilich bitter ist.

    Wenn sich herausstellt, dass die Lebenshaltungskosten deutlich steigen, dann sollte das ALG II um den entsprechenden Betrag erhöht werden.

  7. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Also ich bin der Meinung, dass man dazu übergehen sollte Kindern aus sozial schwachen Familien ein kostenloses Mittagessen in der Schule, bzw. im Kindergarten anzubieten. Auch die kostenlose Schulmilch wäre ein Gedanke.

    Denn es ist schon so, viele Mütter können nicht mehr kochen, und da gibt es zum Mitttagessen außer Nudeln Mit Rotem, dann als Alternative höchstens Fertigpizza.

    pir.

  8. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Noch besser wäre vielleicht der Ganztagsunterricht, mit gesundem und entweder kostenlosem oder bezahlbarem Mittagstisch für alle Kinder, so dass die sozial Schwachen nicht zusätzlich stigmatisiert werden.
    Aber was das kostet !

  9. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Noch besser wäre vielleicht der Ganztagsunterricht, mit gesundem und entweder kostenlosem oder bezahlbarem Mittagstisch für alle Kinder, so dass die sozial Schwachen nicht zusätzlich stigmatisiert werden.
    Aber was das kostet !
    Dann müsste es zur Pflicht werden, dass alle Kinder daran teilnehmen und dagegen würde man in Deutschland Sturm laufen.

  10. Inaktiver User

    AW: ALG II und gesunde Ernährung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also ich bin der Meinung, dass man dazu übergehen sollte Kindern aus sozial schwachen Familien ein kostenloses Mittagessen in der Schule, bzw. im Kindergarten anzubieten. Auch die kostenlose Schulmilch wäre ein Gedanke.

    Denn es ist schon so, viele Mütter können nicht mehr kochen, und da gibt es zum Mitttagessen außer Nudeln Mit Rotem, dann als Alternative höchstens Fertigpizza.

    pir.
    Hatten wir alles schon einmal, zwar nicht gratis aber für einen symbolischen Wert. (ich glaube Groschen oder so). Und dann für ALLE Kinder mit Teilnahmepflicht.
    Wegen mir könnte wir es noch einmal erfinden, aber diese Subventionen dann auch mit ALGII verrechnen, nicht die volle Höhe, aber solange ALG II Empfänger Geld für Zigaretten, Bier und Wein haben, solange ist es ausreichend.
    V.G.

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