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    Stirnrunzeln Vermeintliche Tier"liebe"

    Hallo ihr Lieben,

    angeregt vom Nachbarschaftsstrang - wink an hawaiianstarline und Blila -
    und einem etwas OT von mir -

    die vermeintliche Tier"liebe", man könnte es auch Vermenschlichung von Tieren nennen, bringt mich manchmal schon an den Rand dessen, was der gesunde Menschenverstand ist.

    Ich bin einem Bauernhof aufgewachsen, und habe einen gesunden Respekt vor Tieren.

    Beispiele wären -

    - Spaziergänger sind mit Hund in der Nähe einer Kuhweide unterwegs, die Kühe greifen die Spaziergängerin und töten sie, was schon an sich ein tragischer Unfall ist - Landwirt muss ruinösen Schadensersatz leisten, obwohl es Warnschilder gab (das Gelände sieht auch recht weitläufig aus, und die Spaziergängerin hatte - leider - Mitschuld)
    Urteil nach Kuh-Attacke bestatigt: Getotete Wanderin ist mitschuldig | agrarheute.com

    - der Pony-Bemal-Strang, den es hier gab - das Tier wurde sogar angebunden und war so der Situation ausgeliefert. Aber Hauptsache, die Feriengäste haben ihren Spass.

    - "niedliche" Tiervideos mit Babys.
    Da krieg ich jedesmal einen kleinen Schrecken.
    Meine beste Freundin trainiert gerade ihren Welpen, und der schnappt schon mal beim kleinsten Anlass zu - das kann gerade auch die "falsche" Hemdfarbe sein. Niemalsnienicht würde ich ein Tier mit einem Baby in Reichweite alleine lassen.

    Und, ich setz mich mal in die Nesseln:
    - Bürohunde.
    Ein Hund sollte nicht fürs "Betriebsklima" zuständig sein.
    Wir hatten es vor-Corona-Zeiten schon, dass Kollegen mal ihre Welpen kurz mitbrachten - das war ok.
    Allerdings haben wir auch mittlerweile ein paar Allergiker hier, für die dies als Dauerzustand wirklich ein Problem wäre.
    Geschockt war ich dann echt von Bemerkungen wie
    "Dann such dir halt einen neuen Job"

    Mir fallen in letzter Zeit auch Tierdokus auf, in denen sich die Beute in letzter Sekunde retten kann. So, als ob der Mensch nicht leben kann mit "Fressen und gefressen werden".
    Geändert von Sugarnova (04.02.2021 um 01:43 Uhr)

  2. Moderation

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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Für mich ist auch fehlgeleitete Tierliebe, wenn man z. B. Katzen vegan ernähren möchte. Das ist für mich Tierquälerei.

    Ich kann für mich entscheiden, vegan zu leben, das klappt auch durchaus. Nur, Katzen sind nun mal keine kleinen Menschen auf 4 Pfoten, die haben ernährungsphysiologisch gesehen andere Anforderungen.

    Katzen richtig ernahren
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


    Moderatorin für:

    Was bringt Sie aus der Fassung?
    Beziehung im Alltag
    Trennung und Scheidung
    Über das Kennenlernen
    Forum für Alleinerziehende

  3. Moderation

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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Mir fallen in letzter Zeit auch Tierdokus auf, in denen sich die Beute in letzter Sekunde retten kann. So, als ob der Mensch nicht leben kann mit "Fressen und gefressen werden".
    Nicht jeder Jagdversuch eines Raubtiers ist von Erfolg gekrönt - wenn es sich um eine Doku handelt, gehört das auch zur Story mit dazu?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    die vermeintliche Tier"liebe", man könnte es auch Vermenschlichung von Tieren nennen, bringt mich manchmal schon an den Rand dessen, was der gesunde Menschenverstand ist.
    Irgendwie kann ich jetzt keinen Zusammenhang erkennen zwischen "Vermenschlichung von Tieren" und Deinen angeführten Beispielen.

    Unter "Vermenschlichung" verstehe ich, wenn Haustiere als Ersatz für Partner, Kinder oder überhaupt Menschen betrachtet und behandelt werden. Da gerät die natürliche Ordnung durcheinander - und unter der Negierung der natürlichen Rudel-Hierarchien leiden in erster Linie die Tiere.

    Aber das ist doch alles nichts Neues, oder?

    Jedenfalls sehe ich in Deinem "Baby-Videos mit Welpen" allenfalls eine Verantwortungslosigkeit, wenn der Welpe dauern zuschnappt. Fällt mir schwer zu glauben, dass eine Mutter ihr Baby tatsächlich bewusst so einer Gefahr aussetzt.

    Der "Hund im Büro" hat ebenfalls rein gar nichts mit "Vermenschlichung" zu tun. Das ist allenfalls eine Frage der "Bürotauglichkeit" des Tieres sowie eine Sache der Absprache und Übereinkunft.

    Das Pony-Bemalen ist das Gegenteil von Vermenschlichung.
    Welcher Mensch lässt sich denn anbinden und bemalen??

  5. User Info Menu

    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Nicht jeder Jagdversuch eines Raubtiers ist von Erfolg gekrönt - wenn es sich um eine Doku handelt, gehört das auch zur Story mit dazu?
    Diese überdramatisierte Erzählweise mit Happy End ... manchmal hab ich den Verdacht, als schneidet man es mit Absicht so, skirbi.
    Nein, ich muss nicht alles sehen - aber manchmal komme ich mir auch veräppelt vor.

    Ich habe letztens eine richtig gute Tierdoku gesehen, mit wunderbaren Bildern, die auch ohne auskam, eine Wohltat.

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Bürohunde hatten wir vor allem, als der Kollegin die Möglichkeit weggebrochen ist, die Hunde tagsüber betreuuen zu lassen. Das waren sehr friedliche Tiere, sie rochen nur etwas streng. (Waren halt alt.) Die sind nicht für's Betriebsklima da, sondern damit die Kollegin weiterarbeiten kann.

    Was ich übel finde, sind "niedliche" Videos, wo man sieht, daß das Tier total verunsichert ist und Angst hat, und wenn man die Viecher in Klamotten stopft. Erstes ist grausig, letzteres ist ... "ja meine Güte, hätt's ne Barbie nicht auch getan?"

    Allerdings denke ich, wir wissen heute (insgesamt und potentiell) viel mehr von (Haus)Tieren und verstehen sie besser. Und unser "Fehlermodus" ist eher ein "beste Freunde"-Modus, den das Tier nicht erfüllen kann und der ihm nicht gerecht wird. Als ich ein Kind war, hatten nur Rentner Hunde, die nicht 6 Stunden allein bleiben konnten, zum Beispiel. Goldfische waren oft im Glas, Katzen wurden nicht kastriert/sterilisiert, Hunde kriegen Kartoffeln zu fressen, und Meerschweinchen von Kindern im Pullover rumgeschleppt. Das war so die "Tiere sind Reiz-Reaktionsmaschinen"-Zeit.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. User Info Menu

    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Ich für meinen Teil kriege eher die Krätze, wenn ich Babys/Kinder mit Tieren sehe, weil mir die Tiere leid tun.

    Babys schlagen manchmal unkontrolliert um sich, da muss ich ihm keinen Wellensittich oder ein kleines Kätzchen hinhalten.
    Kinder schleppen verschreckte Kaninchen und Meerschweinchen durch die Gegend und müssen jedes Tier betatschen, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Und wenn es dann zu einem Zwischenfall kommt, ist das Geschrei groß ("Mein Kind, mein Kind!")

    Ich erinnere mich mit Grauen daran: Eine entfernte Bekannte hat als Zweijährige einem Kaninchenbaby versehentlich den Kopf abgedreht. "Aga putt!" sagte sie. Ja, ziemlich putt! Wer gibt einer Zweijährigen ein Kaninchenbaby in die Hand?!

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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    ... Hunde kriegen Kartoffeln zu fressen ...
    OT

    Das ist aber nicht "gestrig" ... idR mögen Hunde gekochte Kartoffeln gern, unters Futter gemischt.
    Sie enthalten gesunde Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.


  9. Moderation

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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das ist aber nicht "gestrig" ... idR mögen Hunde gekochte Kartoffeln gern, unters Futter gemischt.
    Sie enthalten gesunde Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.
    Du sagst da "unters Futter gemischt..."
    Das waren gepampfte Essensreste.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Moderation

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    AW: Vermeintliche Tier"liebe"

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    OT

    Das ist aber nicht "gestrig" ... idR mögen Hunde gekochte Kartoffeln gern, unters Futter gemischt.
    Sie enthalten gesunde Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.
    Und wird auch bei bestimmten Futtermittelallergien gegeben. Ich glaube aber, dass wildwusel meint, dass man sich noch vor ein paar Jahrzehnten keinerlei Gedanken über eine tiergerechte Ernährung gemacht hat, es gab halt das, was da war und was die Tiere gefressen haben - ob sie damit eine Ernährung erhalten haben, die sie mit den Stoffen versorgt hat die nötig sind, war sekundär.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


    Moderatorin für:

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