Der Fehler ist: sie können nichts verkünden, weil es die Mehrzahl eben nicht macht; vermutlich deshalb weil es auch die meisten Frauen nicht einfordern.
Das kann ich ruhigen Gewissens von mir weisen.Für mehr Selbstverständlichkeit solcher Regelungen sollten die Frauen, die sich Emanzipation wünschen, mal bei sich selbst anfangen, indem sie aufhören, so einen Mann z. B. auf dem Kinderspielplatz oder als Hausmann als Exot zu betrachten, der ja allerhöchstens ein halbwegs zufriedenstellender Ersatz für Mutti sein kann.
Wir haben mehrere Mütter in Teilzeit im Unternehmen, die alle einen super Job machen.
Dazu haben wir einen Vater in Teilzeit, allerdings hat er noch eine Nebentätigkeit.
Eine meiner Mütter-Kolleginnen meinte letztens, sie sei bei ihm nachsichtiger (er schlampt oft bei der Arbeit), weil er ja ein so engagierter Vater sei.
Hä? Und was ist mit den Müttern die einen guten Job machen? Da ist es selbstverständlich?
Also ich finde deine Schreibweise ziemlich harmlos, wahrscheinlich bin ich deshalb nicht draufgekommen.
Gratuliere.Ich war auch jahrelang aus dem Beruf,habe aber den Kontakt zu meinen Kollegen gehalten und in der Zwischenzeit abends meine Computerkenntnisse aufgefrischt. So war es überhaupt kein Problem, wieder einzusteigen.
Als meine Mutter zu arbeiten begann, in den frühen 80ern, da waren Computer noch kein regelmäßiger Bestandteil im Büro. Von daher gab es nichts "aufzufrischen" an Kenntnissen.
Die Firma in der sie gearbeitet hatte, war dazwischen auch nicht mehr dieselbe - also nichts mit "alten Kollegen".
Ja, es wurde ihr aber keine Maßnahme bezahlt - oder meinst du, darauf wären wir von selbst nicht gekommen? Büroangestellte werden nicht in dem Ausmaß gesucht wie Personal in Pflegeberufen. Und nein, eine private Bezahlung hätte sie sich nicht leisten können.Wenn Deine Mutter 5 jahrelang gearbeitet und 15 Jahre Zuhause war, dann war Sie Anfang 40, da hätte Sie sich auch wieder in Richtung ihres alten Berufs umschulen (vielleicht nennt man es annders) lassen können.
Und es waren knapp 20 Jahre - zum Zeitpunkt der Trennung 15 Jahre, dann jahrelange Scheidungsverhandlungen plus Umschulung, bis endlich alles durch war.
Wen bin ich denn angegangen, wenn ich ausdrücke, wie traurig ich es finde, dass Frauen auf ihr eigenes Geld verzichten und Altersarmut riskieren?Du suchst Dir bewusst die negativen Beispiele raus und ehrlich gesagt, klingst Du nicht zufrieden. Auch wenn Du Dein Lebensmodell hier so harsch verteidigst. Mir käme es nicht in den Sinn, Dich deswegen anzugehen, denn jeder soll so leben wie er möchte.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 2891
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10.09.2020, 12:59
AW: Helikopter-Mutti
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10.09.2020, 13:09
AW: Helikopter-Mutti
Und woran liegt das deiner Meinung nach?
Möglicherweise liegt es ja an der Masse "emanzipierter" Frauen die zugunsten der Familie zuhause bleiben.
Das freut mich, der Humor soll ja nicht zu kurz kommen, gell!Hier musste ich gerade ob Deines aufgebracht wirkenden Schreibstils lachen.
Wenn so weitergemacht wird sicherlich nicht.Wir werden, Männer wie Frauen, nie identische Wahlmöglichkeiten haben.
Weiterhin alles so "einbetonieren" wie es "immer" war, muss aber auch nicht sein.
Mir sind Autos eher cinque - lieber etwas Unauffälliges als einen auffälligen Schlitten, bei dem die Diebstahlmöglichkeit höher liegt.Ich denke, die wenigsten Autobesitzer würden sich für einen Gebrautwagen entscheiden, wenn sie sich alternativ für einen Fuhrpark mit Bentley, Porsche, Mercedes, ... entscheiden könnten.
Genau - nur darf keine Schieflage entstehen. Und derjenige, der finanzkräftiger und unabhängiger vom anderen ist, steht halt besser da.Bei diesem Punkt geht es um den Teamgedanken. Jeder bringt sich auf seine Weise ein und gleicht für den anderen entstehende Nachteile so gut es passt aus.
Ich bin selbst überhaupt kein Karrieretyp, aber ich kann für mein Leben selbst bezahlen. Und das war mir immer wichtig und wird mir weiterhin wichtig sein.Warum soll Männern und Frauen berufliches Fortkommen eigentlich immer wichtig sein?
Muss es das wirklich?
Oder ist es manchen so wichtig, weil sie perfekt in die Schablone einer Leistungsgesellschaft passen, während andere sich nicht so stark an diese Forderung anpassen?
Die Vielfalt die hier so gepriesen wird ist allerdings der stereotype Brei der letzten zig Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende.Ist es nicht besser, dass es Unterschiede, Vielfalt gibt? Was nicht bedeutet, dass keine Entwicklung stattfinden sollte und kann, im Gegenteil.
Mir fehlt da echt die Progressivität.
Und auch ich habe Männer, die überdurchschnittlich engagierte Väter sind, sie sind in der Minderzahl. Und die statistischen Zahlen präsentieren halt auch keine "Vielfalt".
Das mit der "freien Wahl" sehe ich wie du. Ich habe lediglich betont, wie "unfrei" diese "freie Wahl" tatsächlich werden kann und welche Folgen sie haben kann.
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10.09.2020, 16:28
AW: Helikopter-Mutti
Beim Mindestlohn ist Altersarmut eh vorprogrammiert, ob in Teil- oder Vollzeit. Davon kann man keine zum Leben ausreichende Rente erzielen und muss sich anderweitig absichern, wenn man nicht in der Grundsicherung landen will. Oder man landet halt so oder so in der Grundsicherung, ob nun in Teil- oder Vollzeit früher mal gearbeitet.
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10.09.2020, 16:44
AW: Helikopter-Mutti
Genauso könnte ich sagen, wie traurig ICH es finde, dass Frauen ohne Kinderwunsch auf Kinder verzichten.
Würde ich aber nie sagen – denn das ist Privatsache und es gehört bei uns zum guten Ton, gewollte Kinderlosigkeit zu respektieren. (da gäbe es ja durchaus auch was dran zu kritisieren von wegen Rentensicherung etc.)
Gewolltes Hausfrauendasein wird bei uns allgemein verurteilt, gewollte Kinderlosigkeit aber nicht. Komische Schieflage, finde ich.
Das eine ist ja genauso privat und zu respektieren wie das andere.
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10.09.2020, 16:58
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10.09.2020, 17:58
AW: Helikopter-Mutti
Dann sag es doch. Muss mich das kümmern?
Eher umgekehrt - klar, als nicht-Mutter kann ich ja nicht nachvollziehen, dass es nichts Schöneres gibt, als zwei Teenager zu bekochen.Gewolltes Hausfrauendasein wird bei uns allgemein verurteilt, gewollte Kinderlosigkeit aber nicht. Komische Schieflage, finde ich.
Und ich finde eben nicht, dass es privat ist, wenn es einer großen Gruppe von Frauen im Alter Nachteile bringt.
Im konkreten Fall wissen wir das zwar nicht, aber dafür in vielen anderen Fällen.
Was soll ich ihr denn nicht gönnen? Die unter € 1000 brutto? Die Mini-Rente? Die großen Kinder die sich nichtmal ein Essen warmmachen können?
Ich versteh's nicht.
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10.09.2020, 18:52
AW: Helikopter-Mutti
Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.
Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!
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10.09.2020, 18:54
AW: Helikopter-Mutti
Oder wie auch immer....egal.

Ich bin der Meinung, wenn eine Frau (nicht nur die Mütter) ihren Alltag entschleunigen können und alles andere auch dabei passt, dann soll sie das bitte tun!
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10.09.2020, 19:02
AW: Helikopter-Mutti
Erinnere mich nicht ... damals hätte ich noch gerne länger mal geschlafen.
Ich glaube, ich war bereits erwachsen und in meiner ersten eigenen Wohnung, als ich das das erste Mal ungestört konnte.
Ausschlafen ging bei uns gar nicht, es wurde einem nicht gegönnt.
Ja, mit einer Teilzeitstelle hat man es schon recht stressig.
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10.09.2020, 19:31
AW: Helikopter-Mutti
@Hawaii, ich persönlich kann den sarkastischen Unterton im ersten Satz nicht nachvollziehen. Damit negierst Du eine Wertigkeit, die es Deiner Auffassung nach einfach nicht geben darf. Das bestätigst Du auch mit der Aussage, dass diese "Kinder" die simple Aufgabe nicht erledigen "können". Letzteres spielt mit absoluter Sicherheit keine ausschlaggebende Rolle.
Ist der Gedanke denn wirklich so weit hergeholt, dass es sich lediglich um ein vorübergehendes Arrangement handelt? Mit 17 bzw. 19 Jahren dürfte der Schulabschluss in nicht allzu weiter Ferne liegen.
Schon faszinierend, dass sich mehr als 130 Beiträge hier fast ausschließlich mit Spekulationen und Bewertungen von einer eigentlich unbekannten Situation befassen.
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