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    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Rettungswagen müssen mitunter aus anderen Kreisen "rübergezogen" werden, trotzdem ist die Aussage "Nicht die Leitung blockieren" ein Relikt aus alten Zeiten, das läuft heute anders. Und auch, wenn Rush Hour herrscht (Hitzewellen sind sowas) muss man nicht befürchten, bei einem Kind mit Arm oder Beinbruch einem Herzinfarktpatienten den Rettungswagen zu "klauen". Es gibt verschiedene Fahrzeuge, für den Herzinfarktpatienten benötigt man einen anderen Wagen als für das Kind mit Arm oder Beinbruch. In solchen Fällen kommt man ja auch ohne Notarzt klar, die Erstvorversorgung kriegen die Rettungsassistenten und Sanitäter auch hin. Es geht dann ja darum, Kind zügig ins Krankenhaus zu bringen. Also wird auch kein Notarzt blockiert.

    Meine Mutter hatte die Angewohnheit, bei einem Kranken im Haus aufzuschreiben, was ihr auffiel. Also - wie hoch ist das Fieber, was für Symptome, was für Medikamente wurden schon gegeben, wann und wieviel, wie ist der "Verlauf".... Da wir 6 Kinder waren und wir meist alle leicht zeitversetzt etkrankten hätte sie sonst den Überblick verloren, sagte sie.

    So mache ich das nicht, aber wenn es kein plötzliches Geschehen ist (Kollaps, Verletzung) suche ich mir schon die groben Eckdaten für eine genaue Beschreibung zusammen.

  2. Inaktiver User

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das wird in den wenigsten Fällen funktionieren. Ich fahre zum Beispiel nicht einfach los, weil die Leitstelle das meint, sondern telefoniere selbst mit den Leuten. Und wenn sie es gaaaaaaaaanz schlimm machen, dann verweise ich sie in die Notaufnahme, da ich als Facharzt dann nämlich oft eh nicht so fit bin und lieber bei „gaaaaaaaanz schlimm“ die Experten am Werk sehen will.
    Also wirst du entweder gar keinen Arzt sehen oder erst am nächsten Werktag den Hausarzt (was in dem Fall wohl eh gescheiter ist!) oder dich in die Notaufnahme bewegen. Manchmal hat man auch einen Radiologen oder einen Laborarzt am anderen Ende, die schicken eh schnell ins KH...
    Wenn ich die 112 wähle und die Symptome eines Schlaganfalls schildere, wird wohl niemand so verantwortungslos reagieren

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    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aus dem, was ihr hier so schreibt, nehme ich für mich mit, dass ich, sollte ich in so eine Lage kommen, stark übertreiben werde, um so eine Hängepartie zu verhindern.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich die 112 wähle und die Symptome eines Schlaganfalls schildere, wird wohl niemand so verantwortungslos reagieren
    Susan bezog sich ja nicht auf die 112, sondern auf die 116117.
    Ein begründeter Verdacht auf einen Schlaganfall ist natürlich ein Grund die 112 zu wählen.

    Ich habe dich jetzt bestimmt falsch verstanden und du kommst natürlich nicht auf die Idee bei Unsicherheiten statt einer klaren möglichst genauen Zustandsbeschreibung bei der Leitstelle Schlaganfallsxmptome zu beschreiben damit auch sicher ein Arzt kommt?

  4. Inaktiver User

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Zitat Zitat von Chaoskaiserin Beitrag anzeigen
    Ich habe dich jetzt bestimmt falsch verstanden und du kommst natürlich nicht auf die Idee bei Unsicherheiten statt einer klaren möglichst genauen Zustandsbeschreibung bei der Leitstelle Schlaganfallsxmptome zu beschreiben damit auch sicher ein Arzt kommt?
    Darauf erwartest du jetzt nicht im Ernst eine Antwort?

  5. User Info Menu

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Du kannst dir, so oder so, sehr sicher sein, dass die "stark Übertreiber" "sowohl beim Notruf als auch beim Rückruf durch den Bereitschaftsarzt auffliegen. Die einen sind kein kostenloses Taxi ins Krankenhaus, die anderen kein"www.call-a-doc.de".
    Wobei derzeit eher zuwenig Menschen den Notruf wählen als zu viele.

  6. Inaktiver User

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Wenn @Cappucciongirls Tante beim Notruf erneut angerufen und nachdrücklich gedrängt hätte, wäre es weiß Gott keine unbotmäßige Übertreibung gewesen.

    Im Gegenteil, nachdem die das falsch eingestuft hatten, wäre Druck genau richtig gewesen.

    Der Onkel hätte ernsthaften, gesundheitlichen Schaden durch diese Fehleinschätzung und unnötige Wartezeit nehmen können.

    Ganz unabhängig von Corona!


    Jetzt, mit dieser Pandemie, hätte der Notruf erst recht direkt handeln müssen, denn hätte diese Erkrankung vorgelegen, wäre der Patient möglicherweise verstorben.

  7. Inaktiver User

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    So hohes Fieber bei Erwachsenen ist IMHO eh ein Krisenfall.
    Ein Bekannter von mir hatte mal vor zig Jahren so hohes Fieber und er war vorher in Tansania.
    Der Hausarzt wollte nicht kommen, obwohl er ihn kannte. Wochenende wie immer bei sowas.

    Er hat sich dann in das Tropeninstitut in Frankfurt chauffieren lassen und siehe da, es war Malaria tropica.
    Die hat man meistens nur einmal im Leben und dann nie wieder.

    Am Montag wäre es dann evtl zu spät gewesen.

    Insofern ist die 116117 schon ein Fortschritt, die moderne Diagnostik natürlich auch.

  8. User Info Menu

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Ich hab in den letzten Jahren (also Vor-Corona-Zeit, ich fürchte, das ist ein Faktor) viermal die 116117 gewählt. Immer war direkt der Bereitschaftsarzt in der Leitung.
    Zweimal wurde ich beraten, worauf zu achten und was dann zu tun ist, einmal auch sehr nett mit dem Zusatz, ich könne bei Angst jederzeit nochmal anrufen um gemeinsam neu zu entscheiden.
    Einmal kam ein Arzt zu mir nach Hause und einmal wurde ich in die Bereitschaftspraxis gebeten.

    Also in jedem der Fälle genau das, was ich von der Nummer erwartet habe.
    Das was die passiert ist finde ich schlimm und würde es „melden“. Bei wem weiß ich leider nicht, aber das findet man sicherlich irgendwie heraus.

  9. Inaktiver User

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn @Cappucciongirls Tante beim Notruf erneut angerufen und nachdrücklich gedrängt hätte, wäre es weiß Gott keine unbotmäßige Übertreibung gewesen.

    Im Gegenteil, nachdem die das falsch eingestuft hatten, wäre Druck genau richtig gewesen.

    Der Onkel hätte ernsthaften, gesundheitlichen Schaden durch diese Fehleinschätzung und unnötige Wartezeit nehmen können.
    So ist es. Man muss wirklich nicht jeden Fehler schönreden, nur weil er vielleicht unter Druck geschehen ist. Die Leute am anderen Ende der Leitung sind auch nur Menschen, da darf man schon mal nachhaken, wenn die Antwort ganz offensichtlich nicht in Ordnung ist.

  10. User Info Menu

    AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117‎"

    Nachhaken ist aber nicht absichtlich übertreiben.

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