Rettungswagen müssen mitunter aus anderen Kreisen "rübergezogen" werden, trotzdem ist die Aussage "Nicht die Leitung blockieren" ein Relikt aus alten Zeiten, das läuft heute anders. Und auch, wenn Rush Hour herrscht (Hitzewellen sind sowas) muss man nicht befürchten, bei einem Kind mit Arm oder Beinbruch einem Herzinfarktpatienten den Rettungswagen zu "klauen". Es gibt verschiedene Fahrzeuge, für den Herzinfarktpatienten benötigt man einen anderen Wagen als für das Kind mit Arm oder Beinbruch. In solchen Fällen kommt man ja auch ohne Notarzt klar, die Erstvorversorgung kriegen die Rettungsassistenten und Sanitäter auch hin. Es geht dann ja darum, Kind zügig ins Krankenhaus zu bringen. Also wird auch kein Notarzt blockiert.
Meine Mutter hatte die Angewohnheit, bei einem Kranken im Haus aufzuschreiben, was ihr auffiel. Also - wie hoch ist das Fieber, was für Symptome, was für Medikamente wurden schon gegeben, wann und wieviel, wie ist der "Verlauf".... Da wir 6 Kinder waren und wir meist alle leicht zeitversetzt etkrankten hätte sie sonst den Überblick verloren, sagte sie.
So mache ich das nicht, aber wenn es kein plötzliches Geschehen ist (Kollaps, Verletzung) suche ich mir schon die groben Eckdaten für eine genaue Beschreibung zusammen.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 60
-
11.06.2020, 23:35
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
-
11.06.2020, 23:42Inaktiver User
-
12.06.2020, 15:20
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Susan bezog sich ja nicht auf die 112, sondern auf die 116117.
Ein begründeter Verdacht auf einen Schlaganfall ist natürlich ein Grund die 112 zu wählen.
Ich habe dich jetzt bestimmt falsch verstanden und du kommst natürlich nicht auf die Idee bei Unsicherheiten statt einer klaren möglichst genauen Zustandsbeschreibung bei der Leitstelle Schlaganfallsxmptome zu beschreiben damit auch sicher ein Arzt kommt?
-
12.06.2020, 16:20Inaktiver User
-
12.06.2020, 16:41
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Du kannst dir, so oder so, sehr sicher sein, dass die "stark Übertreiber" "sowohl beim Notruf als auch beim Rückruf durch den Bereitschaftsarzt auffliegen. Die einen sind kein kostenloses Taxi ins Krankenhaus, die anderen kein"www.call-a-doc.de".
Wobei derzeit eher zuwenig Menschen den Notruf wählen als zu viele.
-
12.06.2020, 17:15Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Wenn @Cappucciongirls Tante beim Notruf erneut angerufen und nachdrücklich gedrängt hätte, wäre es weiß Gott keine unbotmäßige Übertreibung gewesen.
Im Gegenteil, nachdem die das falsch eingestuft hatten, wäre Druck genau richtig gewesen.
Der Onkel hätte ernsthaften, gesundheitlichen Schaden durch diese Fehleinschätzung und unnötige Wartezeit nehmen können.
Ganz unabhängig von Corona!
Jetzt, mit dieser Pandemie, hätte der Notruf erst recht direkt handeln müssen, denn hätte diese Erkrankung vorgelegen, wäre der Patient möglicherweise verstorben.
-
12.06.2020, 18:00Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
So hohes Fieber bei Erwachsenen ist IMHO eh ein Krisenfall.
Ein Bekannter von mir hatte mal vor zig Jahren so hohes Fieber und er war vorher in Tansania.
Der Hausarzt wollte nicht kommen, obwohl er ihn kannte. Wochenende wie immer bei sowas.
Er hat sich dann in das Tropeninstitut in Frankfurt chauffieren lassen und siehe da, es war Malaria tropica.
Die hat man meistens nur einmal im Leben und dann nie wieder.

Am Montag wäre es dann evtl zu spät gewesen.
Insofern ist die 116117 schon ein Fortschritt, die moderne Diagnostik natürlich auch.
-
12.06.2020, 19:53
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Ich hab in den letzten Jahren (also Vor-Corona-Zeit, ich fürchte, das ist ein Faktor) viermal die 116117 gewählt. Immer war direkt der Bereitschaftsarzt in der Leitung.
Zweimal wurde ich beraten, worauf zu achten und was dann zu tun ist, einmal auch sehr nett mit dem Zusatz, ich könne bei Angst jederzeit nochmal anrufen um gemeinsam neu zu entscheiden.
Einmal kam ein Arzt zu mir nach Hause und einmal wurde ich in die Bereitschaftspraxis gebeten.
Also in jedem der Fälle genau das, was ich von der Nummer erwartet habe.
Das was die passiert ist finde ich schlimm und würde es „melden“. Bei wem weiß ich leider nicht, aber das findet man sicherlich irgendwie heraus.
-
13.06.2020, 12:02Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
-
13.06.2020, 13:39
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Nachhaken ist aber nicht absichtlich übertreiben.


Zitieren
