so sehe ich das auch.
Die Nummer 116117 wurde (jedenfalls bei uns) eingerichtet um den Notdienst der niedergelassenen Ärzte zu erreichen... die machen jetzt, anstatt in der eigenen Praxis, in extra dafür eingerichteten Räumen im KH ihren Notdienst an Wochenenden oder anderen Praxisfreien Tagen.
Das sollte man nicht mit Rettungsdienst oder Notarzt verwechseln... es ist eher... der "Hausarzt".
Diese Ärzte machen übrigens durchaus auch Hausbesuche... aber nur, wenn in der Praxis nichts los ist und eben die Zeit dazu da ist.
Ich finde das ist durchaus eine Erleichterung, man muss im Zweifelsfall nicht erst irgendwo nachsehen oder nachfragen welcher Arzt denn wo genau, und wann genau Bereitschaft hat.
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10.06.2020, 18:38Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
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10.06.2020, 19:05Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Im Nachhinein lässt sich da nix mehr machen, allerdings sehe ich die Einstufung der Leitstelle als fehlerhaft an.
Nur noch teilweise bei Bewusstsein und oft auch nicht, Fieber bei 40 Grad, da muss ein RTW hin.
Gerade auch bei Verdacht auf Covid-19, denn da kann schnell die Atmung aussetzen.
Sollte so eine Lage noch einmal auftreten, direkt die Leitstelle zum sofortigen Handeln auffordern!
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10.06.2020, 19:16
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
So hohes Fieber und Bewusstseinseintrübung bei einem 82 jährigen fände ich allerdings auch bedenklich. Unabhängig von Covid 19.
Ich weiß aber von der hiesigen Leitstelle, dass derzeit schon bei deutlich geringeren Symptomen der Notruf gewählt wird, weil die Menschen davon überzeugt sind, Covid 19 zu haben. Kommt man dann an findet man einen recht munteren Patienten vor, der einem nach der Devise "Krieg ich nun einen Test?" begrüßt.
Deshalb fragt man hier nach Kontakten zu Covid 19 Patienten. Wird das verneint verweist man an die 116 117
Auch enerfisches Verlangen hilft da nichts.
Ich kann mir vorstellen, wie es zu den zwei Stunden Wartezeit gekommen ist.
Das Callcenter nimmt alle Daten auf, schätzt anhand eines Software Programms die Symptome ein und informiert den Bereitschaftsdienst. Es erfolgt dann die Info, dass der Arzt (ausserhalb der Sprechstunden) sich meldet, das kann bis zu 2 Stunden dauern.
Aber der Arzt meldet sich zuerst telefonisch. Dann entscheidet er, ob er raus kommt.
Man muss also nicht 2 Stunden in der Leitung warten, sondern auflegen und auf Meldung des Arztes warten. Das war dann vermutlich auch der Mann, der spätanends nochmal angerufen hat und nach der Versicherungsnummer fragte.
Ein Missverständnis, mehr nicht.
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10.06.2020, 19:43
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
GuteLaune, hierzulande gibt es explizit eine Rufnummer der Leitstelle, an die man sich in Situationen wie im EP wendet.
Das mag anderswo nicht so sein, hier schon. Und das funktioniert genau wie ich schrieb. Die Erfahrung durfte ich schon machen.
Ich kenne auch den Unterschied zur 112, auch die aus eigenem Erleben.
Vielleicht bin ich jetzt nickelig, aber zu sagen „das stimmt nicht“ stimmt (in unserem Landkreis) nicht.
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11.06.2020, 16:40
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Ist zwar schon ein paar Monate her, habe aber leider auch nicht gerade die besten Erfahrungen mit der 116117 gemacht.
Samstag vormittag gegen 10 angerufen, nachdem mein Mann immer stärker werdende Bauchschmerzen/Krämpfe hatte. Die Ärztin hat dann zweimal angerufen und gefragt wie es ihm geht und ist dann ungefähr nachmittags um 16 Uhr bei uns aufgeschlagen. Nach der Untersuchung vermutete sie Blinddarm evtl schon perforiert und rief RTW um ihn in die Uniklinik zu bringen.
Bin dann mit dem PKW hinterher, nachdem ich ein paar Sachen zusammengepackt hatte. In der Notaufnahme wurde er verkabelt und angschlossen und lag da.....nach einer guten Stunde bekam er Schmerzmittel auf mein Drängen, da er schon gar nimmer richtig ansprechbar war. Nach Notfallchirurg, Bauchchirurg, Internistin, wieder Bauchchirurg hat man dann abends gegen 22 Uhr entschieden gleich eine OP zu machen, Blinddarm war natürlich durch.......Grund warum es keinen richtig interressiert hat war: er hatte kein Fieber!
Guter Tipp meinerseits: niemals untertreiben mit Fieber!*bin notorische kleinschreiberin. eventuell gross geschriebene wörter bitte ich zu entschuldigen.*
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11.06.2020, 16:56Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Vor sechs Wochen war die Hochzeit der Pandemie. Da ging auch immer mal wieder durch die Presse, dass die 116117 heillos überlastet sei, weil da alle möglichen verunsicherten Menschen wegen Schnupfen und Kratzen im Hals angerufen und einen Test haben wollten. Der wurde nämlich - zumindest hier in Bayern- auch teilweise über diese Nummer koordiniert. Dass es da zu tragischen Wartezeiten kommen musste, war allen Beteiligten klar. Teilweise dauerte die Warteschleifenzeit bis zu sechs Stunden. Ich wüsste jetzt nicht, wen du, liebe TE, dafür an den Pranger stellen willst? Das Virus würde mir spontan einfallen.
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11.06.2020, 16:58Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Was hat das denn mit der 116117 zu tun, wenn die Ärztin das doch richtig an die Notfallaufnahme weitergab?
Das davor hätte man sicher beschleunigen können, aber für die Zeit in der Notaufnahme kann die Ärztin ja nichts.
Du hattest übrigens Glück oder lebst in eine Coronafreieren Umgebung als hier in BY.
Da kann man als Angehöriger gar nicht in der Notaufnahme aufschlagen, nur Sachen abgeben.
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11.06.2020, 17:10Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Glaub ich gar nicht mal, dass man das beschleunigen hätte können.
Wenn ich ein paar mal pro Jahr diesen Bereitschaftsdienst mache, kommen teilweise pro Stunde fünf bis zehn Anfragen nach Hausbesuchen und „mein“ Gebiet umfasst gut zweieinhalb Landkreise. Wenn ich da an der einen Ecke zum Hausbesuch bin und am anderen Ende des Gebietes jemand dringend Probleme bekommt, dann habe ich weder Blaulicht noch einen Helikopter sondern einen ganz normalen PKW - das dauert halt, bis man dann beim nächsten ist, falls der wirklich der nächste wäre, denn meistens mache ich dann die drei Besuche in dieser Ecke erstmal fertig - ich bin ja NICHT der Notdienst sondern quasi die Vertretung des Hausarztes.
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11.06.2020, 17:20Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
bedeutet das dann aber nicht umgekehrt, dass man besser 112 ruft wenn der Patient nicht oder nur schlecht ansprechbar ist?
Hat bei mir gut geklappt, war schneller als ich den Patienten versucht habe,in die stabile Seitenlage zu bringen, Karte zu suchen...
Ist aber Stadtlage.
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11.06.2020, 17:32Inaktiver User
AW: Von wegen: "Ärztl. Bereitschaftsdienst - Schnell und einfach 116 117"
Ja ganz sicher sogar. Ich könnte mir vorstellen, dass eine beunruhigte alte Dame am Telefon nach ewiger Warterei und ein vielleicht schon vollkommen erschöpfter Mitarbeiter am Bereitschaftstelefon eine ungute Kombination ergeben haben. Der Arzt war mit Sicherheit der Herr, der nachts noch hinterhergerufen hat.
Hier in BY werden die Bereitschaftsärzte via SMS von den Anrufern in Kenntnis gesetzt mit einer kurzen Mitteilung, ob es Bauch, Kopf, Schmerz usw. und wie dringend es ist. Ich hatte das schon zwei- oder dreimal, dass mich Stunden später die Disposition anrief, was denn aus Herrn XY geworden sei? (das müssen die nämlich dokumentieren) und ich wusste von nix, weil keine SMS gekommen war. Technisches Versagen. Sehr ungut, wenn da tatsächlich ein Notfall in der Zentrale falsch eingeschätzt wurde, denn die 116117 ist „nur“ Hausarztvertretung.
Fazit:
Wenn es einem Menschen richtig schlecht geht, hartnäckig bleiben.



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