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  1. Inaktiver User

    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Was ist von dieser Aussage zu halten : „....Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.“

    Oder diese : "....es müsse auch bedacht werden, dass das Leben noch viel mehr Facetten hat als das Überleben". Hier noch eine : "....Wir dürfen Lebenslänge nicht grundsätzlich über Lebensqualität stellen....".

    Alle diese Aussagen sind aus einem Zusammenhang gerissen, wie der eine Satz von H. Palmer übrigens auch.

    Wir müssen dringend für die Zukunft diskutieren, wie eine Gesellschaft mit solchen "Extremsituationen" wie der momentanen umzugehen gedenkt. Es gibt bereits einen Ethikrat in Deutschland mit Vertretern aus verschiedenen "Disziplinen". Sich in die zunehmende "Empörungskultur" zu flüchten hilft nichts, die Probleme sind da.

    Wen es interessiert: das 1. Zitat in meinem Posting ist von Wolfgang Schäuble (CDU, gehört selbst zu einer "Risikogruppe"), das 2. von Katrin Göring-Eckardt (Grüne, sie ist von Beruf Pastorin), das 3. von Peter Dabrock (Vorsitzender des Deutschen Ethikrates).

    Gruß Elli
    Geändert von Inaktiver User (09.05.2020 um 09:47 Uhr) Grund: Ergänzung

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    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um was geht es in diesem Strang?

    1. Um die Frage, ab wann jemand aus einer Partei ausgeschlossen wird?
    2. Was ist eine Volkspartei ist?
    3. Um Palmers Äußerungen zu Corona?

    Du schreibst in deinem Eingangspost:


    Es ist leider schwierige, wenn man die Intention des EP nachträglich ändert.....
    Wo habe ich etwas nachträglich geändert? Ich habe nur einen Link ergänzt.

    Es geht mir um 1. und 3. im Kontext der Meinungsfreiheit und einer offenen Debattenkultur. Unter Berücksichtigung der Anforderungen, die eine Partei berechtigterweise an ihre Vertreter stellen darf.

    Wir retten Menschenleben mit Menschenleben, ohne daruber zu verhandeln | Telepolis

    Hier ist übrigens ein Link, der das behandelt, was Palmer nach meinem Verständnis seiner Äußerungen meint. Diesen Punkt.

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    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist von dieser Aussage zu halten : „....Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.“

    Oder diese : "....es müsse auch bedacht werden, dass das Leben noch viel mehr Facetten hat als das Überleben". Hier noch eine : "....Wir dürfen Lebenslänge nicht grundsätzlich über Lebensqualität stellen....".

    Alle diese Aussagen sind aus einem Zusammenhang gerissen, wie der eine Satz von H. Palmer übrigens auch.

    Wir müssen dringend für die Zukunft diskutieren, wie eine Gesellschaft mit solchen "Extremsituationen" wie der momentanen umzugehen gedenkt. Es gibt bereits einen Ethikrat in Deutschland mit Vertretern aus verschiedenen "Disziplinen". Sich in die zunehmende "Empörungskultur" zu flüchten hilft nichts, die Probleme sind da.

    Gruß Elli
    Ja, das sehe ich wie du.

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    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen
    Spricht Palmer eigentlich nur das viel zu ehrlich Empathielos aus, was andere einfach so machen und trotzdem moralisch dafür nicht angegriffen werden (bsw. Schweden und andere Staaten ) ?
    Da Deutschland sich moralisch allen überlegen fühlt , wird diese fragende (provozierende) Ehrlichkeit von Palmer statt einer Entlarvung von anderen, als ungeheuerliche Gefühlskälte und Zynismus auf Ihn selbst ausgelegt.
    So ist es. Deutschland hat nach meinem Verständnis ein ganz besonderes "moralisches" Image.
    Wenn man einfach etwas tut , sich ein gutes offenes Image mit seinen Worten zulegt bzw. gibt und hintenherum aber genau in der unausgesprochenen Konsequenz antagonistisch eigentlich das macht was Palmer sagt , hat man viel weniger Probleme als wenn man darüber spricht (gilt nicht nur bei dem Thema)
    Ja, vollkommen richtig.

    Ich finde das extrem bedauerlich. Erstens bestraft man so offen sprechende Menschen, zweitens verhindert man so eine offene Debatte und drittens fördert man so Verlogenheit, die entweder von den Bürgern implementiert oder gar nachgelebt wird.

    m.E. ist eine offene Debattenkultur das, was eine Demokratie ausmacht. Offene Kultur insoweit bedeutet aber, auch schwierig zu ertragen scheinende Meinungen auszuhalten und zu besprechen.

  5. Inaktiver User

    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    Du pervertierst den Begriff. Der Themeneröffner gibt einen Punkt vor, den er diskutieren möchte. Hier im Forum wird doch so auf offtopic geachtet. Sowie darauf, beim Strangthema zu bleiben.
    Ich pervertiere gar nix. Da müsstest du erst einmal erklären, worin die Pervertierung besteht.

    Du behandelst "dein" Topic so, wie du Palmer nicht behandelt sehen möchtest. Was soll das dann?

    Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.
    Ich will darauf hinaus, dass du durch das Ausklammern von Aspekten (inhaltliche z.B.) die Debatte verengst und damit einschränkst.

    Genau das Gegenteil forderst du aber für Palmer.

    Dir geht es nur darum, DASS man alles sagen darf - und das WAS soll nicht angetastet werden.

    Merkwürdig.

    Wie ich weiter schreibe, darf er ja. Dann geh doch auf diesen Punkt ein? Machst du aber auch nicht....
    Dann gibt es eigentlich keinen Anlass für eine Diskussion mehr wenn man über das WAS nicht diskutieren "darf" hier?

    Ich finde es, umbeim Thema zu bleiben, schlimm, wenn nur noch gemäßigte Positionen akzeptabel sind. Eine Diskussion ist nur fruchtbar, wenn man auch extreme Positionen in die Bewertung aufnimmt und entsprechend auch berücksichtigt. Nur unter Beachtung auch streitbarer Positionen gelangt man zu einem ausgewogenen Standpunkt.
    (Hervorhebung von mir)

    Was meinst du denn mit "berücksichtigen"?

  6. Inaktiver User

    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Palmer regt sich über eine „Empörungsarena“ auf, dabei ist er es doch selbst, der nur noch durch Provokationen auffällt.

    Wenn es dann sozialdarwinistische Thesen sein müssen, um sich im Gespräch zu halten, dann nutzt er eben diese.

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    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich pervertiere gar nix. Da müsstest du erst einmal erklären, worin die Pervertierung besteht.

    Du behandelst "dein" Topic so, wie du Palmer nicht behandelt sehen möchtest. Was soll das dann?



    Ich will darauf hinaus, dass du durch das Ausklammern von Aspekten (inhaltliche z.B.) die Debatte verengst und damit einschränkst.

    Genau das Gegenteil forderst du aber für Palmer.

    Dir geht es nur darum, DASS man alles sagen darf - und das WAS soll nicht angetastet werden.

    Merkwürdig.

    Wie ich weiter schreibe, darf er ja. Dann geh doch auf diesen Punkt ein? Machst du aber auch nicht....
    Dann gibt es eigentlich keinen Anlass für eine Diskussion mehr wenn man über das WAS nicht diskutieren "darf" hier?



    (Hervorhebung von mir)

    Was meinst du denn mit "berücksichtigen"?
    Ich verstehe deine Ansinnen ehrlich nicht. Worüber ich diskutieren möchte, habe ich, wie übrigens in diesem Forum üblich, gesagt. Sozialdarwinismus als solchen kann man gerne diskutieren, ich bin sofort dabei, aber ich würde schon lieber mein Thema behandeln.
    Wenn dich SD so interessiert, eröffne doch einen eigenen Strang und ich komme rüber
    Ich weise aber darauf hin, dass dies natürlich nur eine Wunschvorstellung von mir als Themeneröffnerin ist. Ich melde keinen Beitrag, der dem nicht entspricht.

    Auch verbiete ich niemandem, hier zu schreiben oder sage, er möge den Faden verlassen. Dies wäre das Pendant zu dem, was Palmer geschieht.

    Berücksichtigen heißt, dass man Positionen durchdenkt und ggf. Elemente daraus in einer gemäßigten Meinung übernimmt. Nicht alles, was in extremen Positionen enthalten ist, die ja auch sehr vielfältig sein können, ist per se böse oder falsch.

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    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist von dieser Aussage zu halten : „....Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.“

    Oder diese : "....es müsse auch bedacht werden, dass das Leben noch viel mehr Facetten hat als das Überleben". Hier noch eine : "....Wir dürfen Lebenslänge nicht grundsätzlich über Lebensqualität stellen....".

    Alle diese Aussagen sind aus einem Zusammenhang gerissen, wie der eine Satz von H. Palmer übrigens auch.

    Wir müssen dringend für die Zukunft diskutieren, wie eine Gesellschaft mit solchen "Extremsituationen" wie der momentanen umzugehen gedenkt. Es gibt bereits einen Ethikrat in Deutschland mit Vertretern aus verschiedenen "Disziplinen". Sich in die zunehmende "Empörungskultur" zu flüchten hilft nichts, die Probleme sind da.

    Gruß Elli
    Ich bin megaempört. Und das bin ich selten. Ich bin es nur, wenn es um das Leben selbst geht.

    Nicht ein anderen von außen, der nicht zu dieser Gruppe gehört, kann den Tod dieser Menschen verlangen, sondern höchstens ein Mensch dieser Gruppe selbst.

    Das mag Herr Palmer ja für sich privat alles so beantworten, aber wie kann er für andere Menschen entscheiden wollen, ob sie ihr Leben gerne angekürzt haben wollen und ihr Leben auch durchaus genießen jenseits der 75.

    Ich schlage hier alle Befürwortern von Herrn Palmer ein Schreiben notariell aufzusetzen, dass sie, wenn es sie trifft auf Beatmung und medizinische Intensivbetreuung verzichten.

    Eine pauschale Nichthilfeleistung einer Bevölkerungsgruppe überzustülpen und deren Lebensqualität als gering zu betrachten nur weil sie in einem bestimmten Alter sind, zu dem man (noch) nicht gehört, ist sehr wohl menschenverachtend.

  9. Inaktiver User

    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    So ist es. Deutschland hat nach meinem Verständnis ein ganz besonderes "moralisches" Image.

    Ja, vollkommen richtig.

    Ich finde das extrem bedauerlich. Erstens bestraft man so offen sprechende Menschen, zweitens verhindert man so eine offene Debatte und drittens fördert man so Verlogenheit, die entweder von den Bürgern implementiert oder gar nachgelebt wird.

    m.E. ist eine offene Debattenkultur das, was eine Demokratie ausmacht. Offene Kultur insoweit bedeutet aber, auch schwierig zu ertragen scheinende Meinungen auszuhalten und zu besprechen.

    Ich kann in deinen Aussagen NULL offene Debattenkultur erkennen, so wie du deine Bewertung der Gegenpositionen zu Palmer bewertest. Du weißt ja offensichtlich bereits genau Bescheid, warum Menschen solche Äußerungen wie die von Palmer ablehnen nd hast dir deine Meinung bereits gebildet.

    Da frag ich mich gerade, wer hier eigentlich der Empörungskultur frönt.

  10. Inaktiver User

    AW: Boris Palmer und die Grünen

    Zitat Zitat von AE90 Beitrag anzeigen
    m.E. ist eine offene Debattenkultur das, was eine Demokratie ausmacht. Offene Kultur insoweit bedeutet aber, auch schwierig zu ertragen scheinende Meinungen auszuhalten und zu besprechen.
    Du hättest also gerne eine offene Debatte über den Einsatz von Triage bei der Behandlung von Patienten, schließlich muss die Kostenseite stimmen.

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