Willst du in Kauf nehmen, dass Ärzte oder Herr Palmer entscheidet, wer noch ein halbes Jahr zu leben hat und deswegen die medizinische Behandlung verweigert wird. Das weiß doch keiner.
Was Herr Palmer anspricht ist, dass irgendjemand darüber entscheidet, wessen Leben „mehr wert“ ist gerettet zu werden.
In der Covid19-Station auf der meine Freundin arbeitet, liegen nicht viele Menschen, Alterspanne 17-34. Davon werden mit Sicherheit 3 mit Folgeschäden die Station verlassen, die sie erstmal vom Arbeitsmarkt fern halten werden. Bei weiteren 2 wird das vermutet.
Wenn man diese nicht behandelt hätte, wären sie vermutlich innerhalb eines halben Jahres gestorben. Herr Palmer kritisiert also auch deren Behandlung. Im Grunde kritisiert er jede Behandlung von Menschen, die deren Leben rettet.
Was ist mit Herzinfarkt? Wenn man das nicht behandelt, stirbt man. Etc.
"Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“
Wer will in Kauf nehmen, dass Menschen nicht medizinisch behandelt werden, damit wir alternativ mehr Geld für ... was auch immer haben?
Antworten
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Thema: Boris Palmer und die Grünen
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09.05.2020, 09:07
AW: Boris Palmer und die Grünen
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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09.05.2020, 09:08
AW: Boris Palmer und die Grünen
Ich habe nicht alle Außerungen von Boris Palmer gelesen und will daher seine Intention nicht beurteilen.
Ich finde die Grundlage seiner Außerung, als Beobachtung richtig, wir schützen hauptsächlich die Angehörigen von Risikogruppen und eine wenige "Ausreißer", das ist Fakt. Es ist auch Fakt, dass viele wirtschaftlich und psychisch darunter leiden. Und ich gehe noch weiter, es würde unsere Renten- und Krankenkasse langfristig vermutlich deutlich entlasten, wenn wir diese Risikogruppen nicht schützen, sondern sterben lassen würden.
Aber die entscheidenede Frage für mich ist, welchen Preis will ich bezahlen und will ich in einem Staat leben, der die Wirtschaft und die Gesunden mehr schützt als Alte und Kranke? Will ich ein rigoroses "survival of the fittest"?
Für mich steht die Antwort fest, dass ich nicht in einem Staat leben will, der für das "survival of the fittest" steht und der sagt, ein Großteil der Alten und Schwachen ist verzichtbar und wenn die steben ist es wirtschaftlich vorteilhaft und spart viel Geld.
Und ich bin froh, dass ich nicht in einem solchen Staat lebe und nehme dafür viele der Einschränkungen mehr oder weniger gerne auf mich. Und ich merke mir vielleicht auch aus meinem Umfeld sehr genau die Menschen, die das anders sehen und werde sie gegebenenfalls daran erinnern, wenn sie mal - vielleicht bei eine anderen Pandemie oder anderen Umständen zu den "Schwachen" gehören, um deren Schutz es dann geht.
Abstrakt diskutieren kann man alles und ja ich bin auch dafür solche Dinge zu diskutieren - entscheidend ist, wie man sich daraufhin entscheidet.
Und ich glaube den Sozialdarwimisten erst, wenn sie mir - für sich und alle ihre Angehörigen - unterschriebene Patientenverfügungen zeigen, dass sie im Fall einer Erkankung auf jedwede lebenserhaltende Maßnahme insbesondere Beatmung verzichten.
Und auch ein Boris Johnson spricht nach seiner eigenen Erkrankung durchaus anderes als vorher.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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09.05.2020, 09:12
AW: Boris Palmer und die Grünen
Du pervertierst den Begriff. Der Themeneröffner gibt einen Punkt vor, den er diskutieren möchte. Hier im Forum wird doch so auf offtopic geachtet. Sowie darauf, beim Strangthema zu bleiben.
Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.
Ich finde es, umbeim Thema zu bleiben, schlimm, wenn nur noch gemäßigte Positionen akzeptabel sind. Eine Diskussion ist nur fruchtbar, wenn man auch extreme Positionen in die Bewertung aufnimmt und entsprechend auch berücksichtigt. Nur unter Beachtung auch streitbarer Positionen gelangt man zu einem ausgewogenen Standpunkt.
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09.05.2020, 09:14
AW: Boris Palmer und die Grünen
Du weißt sicherlich, dass selbst jene, die so denken, sich hüten würden, das zu formulieren.
Am Ende kassiert man eine Verwarnung, Sperre (im Forum) außerhalb im schlimmsten Fall eine Anzeige wegen Volksverhetzung von wohlmeinenden Bürgern, und sozial kann man einpacken.
Es geht auch nicht darum, pauschal alle Menschen nicht zu behandeln. Es geht um Risikobetrachtung.
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09.05.2020, 09:24
AW: Boris Palmer und die Grünen
Boris Palmer ist das aber gar nicht passiert... und du forderst doch extreme Positionen
gekürzt von mir
Um welche Risikobetrachtung?Es geht auch nicht darum, pauschal alle Menschen nicht zu behandeln. Es geht um Risikobetrachtung.
Boris Palmer hat ganz klar gesagt, worum es geht und das ist keine Risikobetrachtung. Das ist eine Bewertung der Haltung Menschen zu behandeln, die sowieso in einem halben Jahr gestorben wären.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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09.05.2020, 09:31
AW: Boris Palmer und die Grünen
Palmer hat Morddrohungen (!!!) erhalten. Link siehe bitte Eröffnungsbeitrag. Ferner will man Palmer aus der Partei entfernen und entzieht ihm alle parteiliche Unterstützung. Link hierzu findest du auch im Eröffnungsbeitrag. Dies hat mit Akzeptanz streitbarer Positionen nichts zu tun. Es sei denn, man findet es akzeptabel, Menschen mit dem Tod zu bedrohen, weil deren Position einem nicht gefällt?
Ich finde das unerträglich.
Palmer sagte, dass u.a. die Ressourcen, die für bestimmte Tätigkeiten draufgehen bzw. als Konsequenz eines langen Lockdown entstehen, dazu führen, dass viele Kinder an Armut sterben werden, weil die Ressourcen nicht mehr zu deren Unterstützung zur Verfügung stehen. Für mich ist das eine Abwägung. Was ist es für dich?
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09.05.2020, 09:33
AW: Boris Palmer und die Grünen
Sehr gut, Promethea! Da unterschreibe ich jedes Wort!
Denn was ist der nächste Schritt? Teure Medikamente für statistisch gesehen unheilbare Krebskranke abschaffen? Auf Dialysen verzichten? Keine Krankenversicherung mehr für Trisomie-Kinder, die man hätte „vermeiden“ können?
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09.05.2020, 09:35
AW: Boris Palmer und die Grünen
Man kann alles zu einem Extremszenario umstricken. Man kann auch einfach verschiedene Positionen ergebnisoffen diskutieren.
Palmer sagte in keiner Weise, er wolle teure Medikamente abschaffen.
Was Palmer sagte, ist dem Eingangsbeitrag durch Folgen der Links zu entnehmen.
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09.05.2020, 09:36Inaktiver User
AW: Boris Palmer und die Grünen
Um was geht es in diesem Strang?
1. Um die Frage, ab wann jemand aus einer Partei ausgeschlossen wird?
2. Was ist eine Volkspartei ist?
3. Um Palmers Äußerungen zu Corona?
Du schreibst in deinem Eingangspost:
Es ist leider schwierige, wenn man die Intention des EP nachträglich ändert.....Das empfinde ich in Bezug auf diese Partei auch so. Darf man nicht mehr streiten und kritische Meinungen äußern? Ist nur als Politiker tragbar, wer brav in den Gesang der Parteilinie einstimmt? Dass die Mitglieder gemäß Satzungen ihrer Partei verpflichtet sind, deren Werte zu vertreten, ist mir bekannt. Aber wo fängt das an, wo hört die Freiheit auf?
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09.05.2020, 09:38
AW: Boris Palmer und die Grünen
Spricht Palmer eigentlich nur das viel zu ehrlich Empathielos aus, was andere einfach so machen und trotzdem moralisch dafür nicht angegriffen werden (bsw. Schweden und andere Staaten ) ?
Da Deutschland sich moralisch allen überlegen fühlt , wird diese fragende (provozierende) Ehrlichkeit von Palmer statt einer Entlarvung von anderen, als ungeheuerliche Gefühlskälte und Zynismus auf Ihn selbst ausgelegt.
Wenn man einfach etwas tut , sich ein gutes offenes Image mit seinen Worten zulegt bzw. gibt und hintenherum aber genau in der unausgesprochenen Konsequenz antagonistisch eigentlich das macht was Palmer sagt , hat man viel weniger Probleme als wenn man darüber spricht (gilt nicht nur bei dem Thema)



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