Ich reg mich bestimmt nicht leicht auf.....
Aber was eben war, nun doch.
Vor zehn Minuten schellte es an der Wohnungstür. Ich machte auf. Es stand eine 'ärmlich' aussehende ausländische Frau vor mir.
Sie hielt ein Zettel in der Hand wo drauf stand: Meine Schwester hat Krebs, ich bitte dringend um eine kleine Spende.
Wer mich kennt weiss mit Sicherheit, dass ich ein großzügiger und auch hilfsbereiter Mensch bin....aber nicht so.
Außerdem war der Zettel schön einlaminiert und auch gedruckt.
Wer weiss wie viele Schwestern von ihr auch mit so einen Zettel rumlaufen müssen
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Thema: Betteln an der Haustür
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10.03.2007, 12:39Inaktiver User
Betteln an der Haustür
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11.03.2007, 02:13Inaktiver User
AW: Betteln an der Haustür
Vorgestern wurde ich vor dem Lebensmittelladen von einer arm aussehenden Mexikanerin angehalten. Sie sagte mir, ihre Mutter in Mexiko waere krank und sie haette kein Geld fuer Benzin und dass sie ausserdem hungrig sei.
Wir, mein Mann und ich, haben ihr Geld gegeben, weil sie uns leid tat. Das ist fuer uns eine Selbstverstaendlichkeit.
Wenn jemand an meine Haustuer klopft und mich um ein Almosen oder Lebensmittel bittet, gebe ich es ohne mich zu wundern, ob der arme Mensch es wirklich braucht oder nur ein paar schnelle Kroeten machen will. Wer bin ich, um sowas zu urteilen oder verurteilen? Glaub mir, es ist wahrlich nicht leicht zu betteln. Sei froh, dass Du in der Lage bist, Anderen zu helfen. Es kann auch andersherum sein. Was wuerdest Du dann tun?
Texas Amerle
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11.03.2007, 07:47
AW: Betteln an der Haustür
Ich gebe grundsätzlich kein Geld, wenn ich von Bettlern angesprochen werde. Zum Teil sind es doch organisierte Banden, die die Muttis oder Kinder zum Betteln schicken und diese müssen dann das Geld abgeben. Und wenn ich von einem langen und harten Arbeitstag nach Hause gehe und ein Punk spricht mich an, bekomme ich echt Aggressionen.
Hier in Deutschland muss niemand betteln!
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11.03.2007, 08:39
AW: Betteln an der Haustür
Direktes Anschnorren ist übler als das Betteln in der Fußgängerzone mit Schild und Hut, einlaminierte Botschaften lassen mich grundsätzlich an professionelle Banden denken. Geld gibts bei mir so gut wie nie, wenn allerdings jemand meint, er habe Hunger, bin ich jederzeit bereit, ihm etwas zu kaufen.
Eine Freundin war Pastorenfrau, am Pfarrhaus wird gern geklingelt zum Betteln, aber auch bei ihr gabs immer "nur" eine Einladung zum Kaffee oder zu einer warmen Mahlzeit.
Mocca
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11.03.2007, 09:13
AW: Betteln an der Haustür
Mein Daddy wurde im Urlaub auch schon angebettelt. Er hat dann den Geldbeutel geöffnet und die Dame hat versucht, ihm diesen zu entreißen. Ist ihr nicht gelungen, aber schon allein dass sie es versucht hat, find ich heftig.
Und einmal hat mein Vater viele Münzen in die Schale einer Bettlerin geworfen (auch im Urlaub)
Sie hat ihm diese nachgeworfen und geschrien: We want paper!
Seither bleibt sein Geldbeutel zu, egal wer vor ihm steht (außer vielleicht bei mir *grins*)
Grüßle von TimipuIt will be fine in the end - if it's not fine, it's not the end!
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11.03.2007, 10:49
AW: Betteln an der Haustür
Ich denke mal, das soziale Netz in Deutschland ist so gestrickt, dass niemand Hunger leiden muss und auch nicht ohne Dach über'm Kopf leben muss. Es werden Massen an sozialen Diensten, freiwilligen Hilfen usw. angeboten. Da muss keiner schnorren gehen und draußen schlafen. Es MUSS niemand. Wer WILL, der kann.
Ich helfe sicher auch gern, dann aber direkt und dort, wo ich sehe, dass der Hilfsbedürftige auch unmittelbar was davon hat.
Der Mexikanerin z. B. hätte ich was zu essen gekauft, ihr aber sicher kein Bargeld gegeben.Wer verstehen kann, kann alles verzeihen
Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.
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11.03.2007, 11:29
AW: Betteln an der Haustür
Mir ist unlängst auch etwas scharfes passiert. Ich war im Supermarkt, da nähert sich ein Mann, mittleres Alter, gepflegt, und fragt mich, da ich ihn kaum verstanden habe, fragte ich nach und er sagt nocheinmal etwas was ich nicht begriffen bzw. verstanden habe. (Bin ein bisschen schwerhörig, gebs zu). Schließlich sagt er auf einmal, mit weit weniger Akzent, dass ich so nett sein sollte und seine Einkäufe bezahlen sollte, da er Kinder durchfüttern müsse.
Ich war baff und schaute reflexartig unsere Wägelchen an: meines halb leer und Grundnahrungsmittel, seines voll und Kekse, Säfte, Wein usw.
Ich musste direkt lachen, aber das ist Chuzpe.
Er stand dannnoch herum und wartete auf einen anderen Deppen.
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11.03.2007, 11:38Inaktiver User
AW: Betteln an der Haustür
Ich gebe auch kein Geld mehr. Wenn mich jemand anspricht und mir sagt, er/sie hätte Hunger, dann gehe ich mit demjenigen los und kaufe etwas zu Essen (und auch zu Trinken, damit es nicht so trocken wird).
Erst gestern sind wir von einem Jugendlichen um Geld zum "telefonieren" angesprochen worden. Wie es der Zufall wollte, stand ich kurze Zeit später vor einem Laden und wartete auf meinen Mann. Auf einmal tauchte der Jugendliche wieder auf, traf vor genau diesem Laden auf seinen Kumpel und erzählte ihm freudestrahlend, daß er jetzt schon über 1,20 Euro zusammenhätte.
An der Wohnungstür bin ich allerdings bis jetzt noch nie angebettelt worden - das liegt wahrscheinlich an den vielen Stufen
.
Aber, daß sich jemand seinen Einkauf bezahlen lassen will, finde ich schon ein starkes Stück.
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11.03.2007, 13:07
AW: Betteln an der Haustür
Ich verteile/kaufe - wenn überhaupt - nur noch Dinge, die zum Essen/Trinken/Anziehen sind. Vor ein paar hundert Jahren hatte ich als Schülerin mal einen Nebenjob im Kaufhof:
In der Fußgängerzone saßen den ganzen Tag verzottelte Rumäninnen(??) bettelnd mit ihren Kindern herum, abends - wenn wir Angestellten aus dem Hinterausgang rauskamen - musste ich jeden Abend sehen, wie die Damen in den nagelneuen 7er BMW des Bandenkönigs stiegen (und die Kohle abliefern mussten, klar). Seitdem gibt es was zu essen oder trinken, dann kommt es wenigstens an.
LG
Mittwoch
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11.03.2007, 13:38
AW: Betteln an der Haustür
Bei uns ist es auch beliebt mit ein paar KLeinkindern an der Tür zu klingeln und zu sagen, die Kinder hätten Hunger.
So leid mir das Ganze täte, wenn es "echt" wäre.. Ich mach die Tür garnicht mehr auf!!"Mitleid ist keine Basis"
"Geht nicht nach Lust, geht nach Notwendigkeit!" - Shankar-
-Das Leben ist schön und teuer! Man kann es auch ein bischen billiger haben, aber dann isses nicht mehr ganz so schön!-
„Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser,
in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“
Marcel Reich- Ranicki


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