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  1. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von kaffeewasser1 Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich unschlagbar!

    Aber es gibt andernorts auch das:
    Nussknacker in Dresden für 99,- und Götterdämmerung in Leipzig ab 77,-€
    Ich hab jetzt mal in Dresden geguckt. Die 99 Euro sind ja deshalb, weil die Aufführungen unmittelbar bevorstehen. Wenn man nur ein wenig langfristiger plant, kriegt man so gefragte Opern wie Cosi Fan Tutte am 21.02. für Preise zwischen 21 und 85 Euro, das finde ich wirklich okay für ein solches außerordentliches Erlebnis wie es eine Oper in der Semperoper (!) ist. Sehr akzeptabel, finde ich.

    Ich finde ja Konzerte etc. auch teuer, aber jetzt immer die Ausreißer nach oben rauszusuchen, ergibt ja auch kein stimmiges Bild.

    Ich bin ja eher erstaunt, wieviel mittlerweile an Freizeitvergnügen (um den Bogen mal weit zu spannen) angeboten und vor allem auch wahrgenommen wird. Da lese ich neulich auf Facebook, dass mehrere Paare von Düsseldorf nach München geflogen sind, um mal gründlich die Therme Erding ausnutzen zu können. Also mit Übernachtung. Das ist sicherlich genauso eine Ausnahme, aber die ganzen Themenparks, Freizeitparks, Konzerte und Veranstaltungen sind doch immer sehr gut besucht und was es alles gibt! Von Malle-Party über größtenteils unlustige Comedians bis hin zu Pferdeshows und alles ist gut besucht.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .
    Geändert von BlueVelvet06 (18.01.2020 um 19:47 Uhr)


  2. Registriert seit
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Der Besuch von Freizeitparks und Großkonzerten bekannter Stars etc. ist ein Luxus. Da muss sich jede/r halt überlegen, ob es einem das Wert ist. Ein Grundrecht auf einen Besuch solcher Events gibt es nunmal nicht.
    Natürlich muss man wissen, ob einem ein Konzert so wichtig ist, dass man dafür so viel Geld aufbringen will. Ich würde z.B. gern mal Rammstein sehen aber 150 Euro für ein Konzert von denen ist mir dann doch zu viel. Dafür hätte ich kein Problem, mehrere Hundert Euro auszugeben, um für ein Sportereignis in eine andere Stadt zu fahren. Fange ich eben jetzt schon mal an zu sparen.

    Und nein, zelten muss bei uns keiner beim Vorverkauf günstiger Karten, hier gibt es bereits die Möglichkeit übers Internet zu bestellen.
    Ich erinnere mich noch an die Anfangszeit der Elbphilharmonie, wo man die Seite stundenlang nicht aufrufen konnte, weil hunderttausende Zugriffe von überall auf der Welt den Server in die Knie gezwungen haben. Aber inzwischen hat sich die Situation etwas beruhigt. Irgendwann waren sie alle mal drin und dann kommen nur noch diejenigen, die das Konzert sehen wollen und nicht das Gebäude.

    Man kann sich fragen ob Kunst und Kultur Luxusgüter sind oder ob jeder Zugang dazu haben sollte. Ohne die Subventionierung von Theater und Co. könnten die meisten Leute wohl nicht dort hin gehen und die Häuser könnten sich gar nicht halten. Dann gäbe es nur noch so belanglose Kommerz-Kultur, wie die zahlreichen Musicals, die es gerade hier in Hamburg gibt. Selbst unser Planetarium ist inzwischen schon zum Sternentheater verkommen, in dem die Leute sich bewegte Bilder mit musikalischer Untermalung anschauen können. Alles schön bunt aber nicht sehr lehrreich. Immerhin gibt es noch ab und zu einen Vortrag. Sonst wäre das ein Totalverlust. Da würden die ermäßigten Preise für arme Leute auch nichts rausreißen.


  3. Registriert seit
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Phil Collins im Rolator? Der Mann ist nichtmal 70!


    Das letzte Mal bei einem wirklich großen Konzert eines Einzelkünstlers war ich als Teenager, die Karten waren ein Geschenk, war wirklich schön - ich mache das also sehr selten und habe daher nicht wirklich den Überblick über Kartenpreise.

    Es gibt da aber anscheinend große Unterschiede: Cat Stevens-Karten sind sauteuer, Karten für Nick Cave hingegen recht bezahlbar.

  4. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Es kommt auch darauf an, wo das Event stattfindet. Ich gehe zu rock meets classic. In München kosten die Karten mehr als in so manch anderer Stadt - das stellen wir regelmäßig fest. Da wir nicht in München wohnen, fahren wir häufiger in die "Provinz".
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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  5. Avatar von Sugarnova
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Man kann sich fragen ob Kunst und Kultur Luxusgüter sind oder ob jeder Zugang dazu haben sollte. Ohne die Subventionierung von Theater und Co. könnten die meisten Leute wohl nicht dort hin gehen und die Häuser könnten sich gar nicht halten. Dann gäbe es nur noch so belanglose Kommerz-Kultur, wie die zahlreichen Musicals, die es gerade hier in Hamburg gibt. Selbst unser Planetarium ist inzwischen schon zum Sternentheater verkommen, in dem die Leute sich bewegte Bilder mit musikalischer Untermalung anschauen können. Alles schön bunt aber nicht sehr lehrreich. Immerhin gibt es noch ab und zu einen Vortrag. Sonst wäre das ein Totalverlust. Da würden die ermäßigten Preise für arme Leute auch nichts rausreißen.
    Oh, das ist gruselig.

    Ich mag britische Museen, die vereinen Entertainment und Information sehr gut.

    Diese "Eventkultur" ist mir auch fremd, mir gefallen Zirkusveranstaltungen beispielsweise gar nicht. Auch diese ganzen "Streichelzoos" und "Safaris" finde ich eher gruselig. Tiere zur Unterhaltung der Menschen. Von mir aus können die Dinger einen dreistelligen Eintrittsbetrag kosten.


  6. Registriert seit
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Ich weiß nicht, ich finde, Kunst sollte sich auch tragen.

    Geht mal in öffentlich geförderte Museen oder ins Theater - wer sitzt denn da in der Vorstellung?

    Weder der HartzI4er noch der arme Student, vermutlich auch eher selten der altersarme Rentner - da sitzen dann Leute, die sich die Karten vermutlich auch zum dreifachen Preis leisten könnten, und ab und zu mal eine Schulklasse.

    Eigentlich interessiert das, was in Theater und Museen so los ist, nämlich kaum einen, und wenn Du Dich dann mal mit den Künstlern selbst unterhälst, erzählen die Dir, Kunst von Leuten die keine Ausbildung an Kunst - oder Musikhochschulen hatten, sei nichts Wert.

    Da hat dann die staatlich geförderte Kunst völlig die Verbindung zum Publikum verloren und hält die auch hochmütigerweise für unnötig.


    Sowas vermeidet man, wenn die Kunst sich selbst tragen muss - und wie gesagt, es ist ja jetzt auch nicht so, dass arme Leute in Scharen in die Theater und Museen strömen.


  7. Registriert seit
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Na zum Glück denkt man hier in Berlin da anders drüber.

    Kunst und Kultur sollen für Alle da sein.
    Wieso soll sich Kunst auch tragen?

    Das verstehe ich nicht. Meinst du irgendwer komponiert was oder malt was um damit Geld zu verdienen?
    Die Rechnung geht nie auf.

    Ich glaube, es gibt immer noch ne große Hemmschwelle in die großen Häuser zu gehen - oder auch ins Museum.

    Kultur ist zumal nicht nur ein Unterhaltungswert - sondern Geschichte - oft sogar unsere eigene Geschichte.

    Am 1. Weihnachtsfeiertag war ich in der Staatsoper für sage und schreibe 23...Euro. 2. Rang, ganz nah an der Bühne.
    Die Karte hätte ich mir wohl nie selbst organisiert, weil ich eben dachte, das könnte ich mir nicht leisten.

    Die Vorstellung war zu 90 Prozent ausgelastet. Es macht sich einfach nie gut, wenn zu viele Plätze frei sind.

    Und was den Gewinn eines Besuchs ausmacht, bei mir eines Balletts.
    Das übertrifft eben alle Vorstellungen.

    ich bedaure im Nachhinein dass ich das mit meinen Kinder damals nicht machen konnte.
    Unter anderem weil ich im West-Teil wohnte.

    Im Osten dachte man da anders drüber. Und jetzt schwappt eben dieser Links-touch rüber.
    Bei der Wiedereröffnung der Staatsoper hielt der Kultursenator Lederer eine Ansprache mit dem Tenor: es soll immer ein Kontingent vorhanden sein um eben allen Menschen den Besuch zu ermöglichen.

    Heute finde ich das eher normal, noch nicht mal besonders sozial.

    Wie man allerdings so denken kann wie du Saetin2 kann ich mir überhaupt nicht erklären.
    Ich habe da eher so meine Gedanken: da gehen eben manche Menschen so in gewisse Vorstellungen weil es dazu gehört. Das merkt man schon wenn man nach links und rechts schaut oder sich in den Pausen unterhält.

    Kunst soll berühren, in erster Linie.
    Der Mensch ist nichts
    anderes, als wozu
    er sich macht
    Jean Paul Sartre
    Geändert von Scheherezade (19.01.2020 um 08:57 Uhr)

  8. Avatar von Iceman0905
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Geht mal in öffentlich geförderte Museen oder ins Theater - wer sitzt denn da in der Vorstellung?

    Weder der HartzI4er noch der arme Student
    Ich muss zugeben, als armer Student ging ich öfter ins Theater als heute. Und ich war nicht der einzige. Es gab sehr günstige Tarife (war allerdings auch in einer typischen Studentenstadt) und vor allem: Man hatte Zeit! Heute hätte man zwar das Geld auch für die teuren Plätze, aber man ist so in Job, Familie und Alltag eingebunden bzw. abends zu erschöpft um sich noch aufzurappeln. Zumal es jetzt wegen Umzug "raus ins Grüne" leider nicht mehr vor der Haustür liegt, das Theater.

    Die Verbindung zum Publikum sollte die Kunst natürlich nicht verlieren, da stimme ich dir zu, Saetien. Theater darf ruhig aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen, kontrovers und kritisch sein und zum Nachdenken anregen. Es sollte aber nicht belehrend, unverständlich und abgehoben daherkommen, als Selbstzweck einer elitären Kaste von Seinesgleichen.

    Die öffentliche Förderung würde ich aber nicht aufgeben, denn wenn jedes Theater sich selber tragen muss, dann haben wir wirklich überall nur noch Musical-Massenware à la König der Löwen oder, wenn es um die Klassiker geht, vielleicht noch Carmen oder die Zauberflöte als Kassenmagneten.

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von Iceman0905 Beitrag anzeigen
    Die öffentliche Förderung würde ich aber nicht aufgeben, denn wenn jedes Theater sich selber tragen muss, dann haben wir wirklich überall nur noch Musical-Massenware à la König der Löwen oder, wenn es um die Klassiker geht, vielleicht nochmal Carmen oder die Zauberflöte als Kassenmagneten.
    Ich finde auch, dass Kultur (und ich meine schon "Kultur" und nicht "Events") sich nicht an der Massennachfrage orientieren sollte, gerade weil nachfolgende Generationen auch die Möglichkeit haben müssen, das noch kennenzulernen.

    Man könnte sich allerdings fragen, ob - gerade in Ballungsräumen - jede halbwegs große Stadt ihr eigenes Theater-/Opernhaus mit eigenem Ensemble braucht und jeden Abend spielen muss. Eine kulturelle Grundversorgung könnte man auch mit Tourneetheater, Public Viewing in Kinos und ähnlichen neuen Ideen sicherstellen.

  10. Avatar von chaos99
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    AW: Tickets für Veranstaltungen werden immer teurer

    Zitat Zitat von Scheherezade Beitrag anzeigen
    Na zum Glück denkt man hier in Berlin da anders drüber.

    Kunst und Kultur sollen für Alle da sein.
    Wieso soll sich Kunst auch tragen?

    Das verstehe ich nicht. Meinst du irgendwer komponiert was oder malt was um damit Geld zu verdienen?
    Die Rechnung geht nie auf.

    Ich glaube, es gibt immer noch ne große Hemmschwelle in die großen Häuser zu gehen - oder auch ins Museum.

    Kultur ist zumal nicht nur ein Unterhaltungswert - sondern Geschichte - oft sogar unsere eigene Geschichte.
    Den Begriff von "Kultur" und "Kunst" differenziert wohl manch Einer unterschiedlich...

    Museen sind eben Ausstellungen vergangener Kulturen.
    Zeitgenössisches ist sehr wohl auch vor dem Hintergrund des Geldverdienens zu sehen.
    Komponisten, Maler, Theater...

    Selbst die alten Komponisten und Maler wollten und haben davon gelebt.
    Manche sogar sehr gut.

    Also ein Trugschluss, es sei komplett brotlos.
    Musik heute...Leute geben für diese zeitgenössische Kunst TW 100-200€ für ein Konzert aus.

    Sieht man den Aufwand hinter der Kultur, sehe ich es auch als gerechtfertigt an, betrachtet man den Aufwand hinter den Kulissen , da die dort arbeitenden Leute, die diese Kultur mit ihren Händen möglich machen, davon leben...und nicht aus Idealismus sich den Allerwertesten aufreißen.
    Oder ein Konzert mit großem Orchester plus Chor....die Musiker arbeiten für Geld und dann kann man nicht einen Preis von 20€ pro Vorstellung erwarten.

    Die Kultur ist IMO nicht zu teuer geworden, sondern das Interesse an vergangener Kultur, weil Entertainment und aktuelle Kultur greifbarer für die heutigen Leute ist.

    Ich kenne Hamburg sehr gut in dem Bereich und war mit und ohne den Kids unterwegs.
    An den Preisen ist es nicht gescheitert.

    Der Anspruch, dem h4 oder sonst wem Alles uneingeschränkt zugänglich zu machen in der Kultur, passt eh kaum.
    Die Leute kaufen sich eher etwas für den täglichen Bedarf....und da steht Theater und Museum weit hinten auf der Speisekarte.

    Ansonsten kann man Konzerte und Opern auch gerne auf Arte gucken...oder gleich auf YouTube.
    Zugang hat man damit zur Kultur jederzeit.
    Geändert von chaos99 (19.01.2020 um 09:46 Uhr)

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