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  1. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Solche Gefühle zu haben - klar. In Gedanken darf man jeden würgen, vierteilen, teeren und federn.

    Aber halt nicht in die Tat umsetzen.

    Im ersten Posting war es etwas ungünstig formuliert, habe auch gestutzt, dachte mir aber, dass Fels Verständnis für die Wut des Silizianers hatte, aber nicht für die Tat.

  2. Avatar von Ullalla
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    ...
    Es hat sich bewährt, einfache Redewendungen wie "Ruhe dahinten!" oder "Halt die Klappe!" auf kroatisch durch den Saal zu brüllen.
    ...
    Vielleicht könntest Du entsprechende wirksame Redewendungen hier nennen,
    geschrieben wie man es spricht!
    (a la 'sssanck ju vor träffeling wiss as')
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY


  3. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Ja, inzwischen bin ich auch geheilt davon, mir eine Wohnung in einem Mischgebiet zu kaufen. In unserer Wohnanlage könnte man eine Anweisung ablesen, wie man eine an und für sich gute Lage innerhalb von kurzer Zeit kaputt bekommt.

    Als ich vor 6 Jahren einzog, wusste ich natürlich, dass sich in unmittelbarer Nähe eine Grundschule, ein Restaurant und im Haus ein Gemüsehändler befanden. Dafür liegt die Wohnung stadtmittig, ist schön geschnitten und ich brauche praktisch kein Auto mehr. Norddeutscher bin ich auch nicht, ich stamme aus dem schon etwas temperamentsvolleren Süden und bin auch sicherlich nicht übertrieben lärmempfindlich.

    Kaum hatte ich die Wohnung gekauft, wurde bekannt, dass die Grundschule in eine Ganztagsschule umgewandelt wird. Die Probleme dort sind inzwischen ein klein wenig besser geworden, seit ein neuer Rektor da ist.
    Vor 1,5 Jahren wandelte sich dann die Gaststätte, die über Jahrzehnte ein gutes bürgerliches Restaurant war, in eine Sportsbar um mit Öffnungszeiten am Anfang bis um 4 Uhr morgens, inzwischen an 3 Nächten "nur" noch bis 3 Uhr morgens.

    Kurz darauf ging der langjährige türkische Gemüsehändler aus dem Haus raus (es ist übrigens die einzige Gewerbeeinheit) und der besagte kroatische Kiosk zog ein. Der Gemüsehändler hatte einfach ganz normale Öffnungszeiten von 8 Uhr morgens bis ca. 19 Uhr abends, samstags bis 16 Uhr. Kein Lärm, kein Geschrei, netter Pächter.

    Nun wohne ich zwischen einer Ganztagsschule, einer Sportsbar und einem Spätkiosk mit Zeiten bis 23 Uhr und darüber hinaus. Das war natürlich nicht vorher zu sehen. Ich würde mir nie wieder eine Wohnung in so einem Gebiet kaufen, aber hinterher ist man immer schlauer.

    Tatsächlich dürfte sich inzwischen der Verkauf der Wohnung schwierig gestalten, bzw. es liegt eine Wertminderung vor.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  4. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Fels, die Wertminderung ist natürlich schade, aber vielleicht wiegt der Seelenfrieden in einer ruhigen Umgebung das mehr als auf? Das kannst du natürlich nur selber für dich bewerten.

    Vielleicht mag ja eine/r der Bri-User, die grundsätzlich mit gar nichts ein Problem haben und denen Lärm nichts ausmacht, deine Wohnung kaufen, wenn sie ansonsten so toll ist?


  5. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Es gibt sicher den einen oder anderen Interessenten für die Wohnung. Im Moment wird man ja fast jede Hundehütte los.

    Ausser dem Haus, was mein Mann und ich in den frühen 90ern gebaut haben.
    Gut in Schuß, obwohl seit über 20 Jahren nicht mehr von uns bewohnt. Meine Schwester "beschläft" es, sie wohnt eigentlich im benachbarten Elternhaus.

    Es liegt etwas einsam, aber sehr ruhig. Da der Hauptgrund für den Wert einer Immobilie aber die Lage ist, bringt es das Haus (wegen des geschlossenen BW Stützpunkts und der dazugehörigen Folgen für den örtlichen Handel) trotz Brandkassenwerts von über 200.000 gerade mal auf 40.000 Euro. War das letzte und einzige Angebot...

    Manchmal ist der Teufel halt ein Eichhörnchen...

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    @Fels

    Zunächst mal müsst ihr als Eigentümergemeinschaft reagieren.
    Es ist ja eigentlich davon auszugehen, dass alle Eigentümer, die selbst im Haus wohnen ein gemeinsames Interesse haben, die anderen Eigentümer sind schnell auf eurer Seite, wenn deren Mieter die Mieten kürzen.

    Gehört dem Eigentümer der Gewerbeeinheit nur die Gewerbeeinheit oder auch die eine oder andere Wohnung?
    Ist er bereit Teil der Lösung zu sein oder ist er eher Teil des Problems?

    Wie gut sind eure jährlichen Eigentümerversammlungen besucht und gibt es da konstruktive Diskussionen oder nur Meckerrunden und anschließend tut doch niemand etwas?

    Habt ihr eure Teilungserklärung geprüft, ob die etwas hergibt?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  7. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Danke für deine Anregungen, Promethea! Ich denke auch, dass die einzige Chance ist, sich zusammen zu tun. Der ehemalige Gemüseladen war größer und wurde dann als Einheit verkauft. Daraufhin hat der neue Besitzer den Kiosk abgetrennt und dahinter angefangen, eine Wohneinheit her zu richten.

    Das stieß im Haus natürlich nicht auf Gegenliebe, zumal es ja eine Teilungserklärung gibt und es schon einen Unterschied macht, ob eine Gewerbeeinheit oder noch mal zusätzlich eine Wohnung im Haus ist.

    Bei der letzten Eigentümerversammlung wurde dem Eigentümer gesagt, dass dies so nicht statthaft ist und er erst die Zustimmung von allen Eigentümern und des Baurechtsamtes einzuholen hat.

    Für mich war das damit erledigt, etliche Eigentümer hatten nicht vor, ihm die Genehmigung zu geben. Irgendwann bekamen wir dann mit, dass weiter ausgebaut wurde. Nachdem ich bei der Hausverwaltung nachfragte, die ihm das oben genannte ausdrücklich so gesagt hatte, wurde mir beschieden, dass ich mich täuschen würde, er bräuchte nun doch keine Sondergenehmigung von uns und das Baurechtsamt hätte wohl zugestimmt.

    Genauso wurden andere Eigentümer abgewimmelt. Es stellt sich nun so dar, dass die Einzimmerwohnung inzwischen von einem Kosovo-Albaner bewohnt wird, der nach Auskunft der nebenan wohnenden Parteien am Wochenende mit bis zu 25 (!) Leuten Party feiert.

    Es ist so unsäglich! Meiner Meinung nach müsste so schnell wie möglich eine außerordentliche Eigentümerversammlung stattfinden, auch um die inzwischen auf nichts mehr reagierende Hausverwaltung zur Rede zu stellen. Im Moment ducken sich aber alle weg. Ich werde nun Weihnachten herum gehen lassen und im neuen Jahr gehe ich mal im Haus herum und sammle Meinungen und Unterschriften.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  8. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Hast du die Möglichkeit, Auskunft beim über die Genehmigung zu bekommen?
    Ich meine, beim Bauamt?


  9. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Bei euch scheint die Hausverwaltung Narrenfreiheit zu haben. Tatsächlich ist es aber ihre Aufgabe, in eurem Auftrag zu arbeiten und eure Interessen zu vertreten.
    Da muss eine Eigentümerversammlung her und entweder, die Hausverwaltung kriegt die Kurve oder ihr wird gekündigt. Natürlich müsst ihr als Eigentümer euch diesbezüglich einig sein. Ich drücke die Daumen.


  10. Registriert seit
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    AW: Situation in Mehrfamilienhaus eskaliert

    Aber was steht denn nun in der Teilungserklärung - ist das eine Gewerbefläche ohne nähere Spezifizierung oder gibt es hinsichtlich der Nutzung Einschränkungen? Die vielleicht nur nicht durchgesetzt werden, weil der Verwalter keine Lust hat? Zwischen "Gewerbe" und "Ausschank" gibt es ja kleine Unterschiede.

    In meinem Haus war im Erdgeschoss ursprünglich eine Gaststätte, die zu Wohnzwecken umgebaut wurde, das war in der Teilungserklärung auch so festgelegt. Ebenso die Regelung, dass einer gewerblichen Nutzung, auch bei den anderen Wohnungen, alle Eigentümer zustimmen müssen. Und da ich wusste, dass ich niemals nie einer Kneipe im Haus zustimmen würde, hat mich das beruhigt.

    Und übrigens interessiert es das Bauamt nicht, ob die Miteigentümer Nutzungsänderungen zugestimmt haben oder nicht, das müssen die Miteigentümer selbst überwachen. Und falls Du den Eindruck hast, dass eine ungenehmigte Nutzungsänderung vorliegt, kannst Du das auch dem Bauamt mitteilen. Bei sowas sind sie, glaube ich, mit einer Nutzungsuntersagung relativ schnell bei der Hand...

    Ich würde mir einen spezialisierten Anwalt suchen und mich beraten lassen, was man machen kann. Ggf. geht ja auch auf zivilrechtlichem Weg etwas, wenn Dich der Lärm stört, kann man z.B. auch auf Unterlassung klagen.

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