Oh, es gibt so einige welche die Vorteile dieser Bauart wieder erkannten/erkennen, zum Beispiel das gesündere Raumklima, gerade für Allergiker; auf diese Weise wird durchaus wieder gebaut.
Leider teilweise mit ungutem Materialmix, da sollte man sich bei Interesse an so einem Haus in die Materie einarbeiten und gut vergleichen.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 93
Thema: Unsere Städte nach '45
-
10.05.2018, 07:52
AW: Unsere Städte nach '45
-
10.05.2018, 08:05
AW: Unsere Städte nach '45
Fachwerk ist (auf Baukosten pro Jahr gerechnet, und es gibt mehrhundertjährige Fachwerkhäuser!) extrem billig und langlebig und somit ökologisch sehr sinnvoll. Schön ist es auch und flexibel ist es auch. Es gibkt viel mehr Gründe, die für Fachwerk sprechen, als für Glas-Stahl-Beton-Würfel. Wirklich.
Eng und bedrückend muss Fachwerk nicht sein, und heute kann man auch Toiletten und Internetanschluss einbauen. Alles kein Problem.
und doch, solange Menschen nicht ihr Bewusstsein routinemässig in Computer hochladen... werden wir weiterhin Häuser brauchen.
Digitale Technik kann da durchaus Neues bringen wie zum Beispiel diese etwas eigenartig anmutende Dachkonstruktion, die per Computer entwickelt wurde
https://i.pinimg.com/originals/fd/ab...2d3ce8d665.jpg
- aber das zusätzlich und ergänzend zu traditionellen Techniken. Nicht anstelle von.
ja. leider.Die Ästhetik, das Gefühl für die Atmosphäre von Bauten, von Stadtvierteln ist für mich weitgehend auf der Strecke geblieben.
Die Gesetze und Regelnr und ums Bauen scheinen auch diese Seelenlosigkeit zu fördern.
Hierzulande (Schweiz), so wurde mir gesagt, wird ein Bau am billigsten, sobald die Fassade ganz glatt ist. Sobald irgendwas vorsteht, Erker oder so - wird's teuerer. Und da Bauherren meist auch aufs Geld achten müssen... kriegen wir sei Jahren nur noch Klötze und Würfel.
Auch die Schweiz war im Modernisierungswahn und wollte mit dem alten Krempel nichts mehr zu tun haben.Dort wurde auch grandios aber hässlich gebaut - ohne Not.
mir scheint, die Tendenz drehe sich langsam... sehr langsam... zum Besseren. on verra.
gruss, barbara
-
10.05.2018, 08:13Inaktiver User
AW: Unsere Städte nach '45
das ist jetzt aber auch geschmackssache, ob man schächtelchen und schnörkelchen mag.
ich kann fachwerkstädten nicht viel abgewinnen, ich finde sie eng und beklemmend und irgendwie puppenstubenartig.
manche architektur passt einfach nicht mehr in die zeit. wir sind viel mehr menschen, haben eine industrialisierung hinter uns und erleben jetzt die digitalisierung.
dass sich das auch in gebäuden ausdrückt, ist doch völlig in ordnung... mir scheint manchmal, die zeit nach dem krieg war einfach auch viel ehrlicher, was die architektur betrifft.
heute sucht man eine bürgerlichkeit, die so eigentlich gar nicht mehr existiert.
-
10.05.2018, 08:22
AW: Unsere Städte nach '45
Richtig, in unserer Mittelstadt mit sehr viel historischen Fachwerkhäusern, die allerdings schon im 17. Jahrhundert durch vorgesetzte Renaissance- Fassaden aufgewertet wurden, sind nur noch wenige dieser Häuser bewohnt. Dafür aber alle Ketten und Telefonanbieter im Erdgeschoß.
Die im vorletzten Jahrhundert gebauten prächtigen Bürgerhäuser beherbergen eigentlich noch Arztpraxen und Anwaltskanzleien. Liebevoll wieder hergerichtet, aber kein Wohnraum mehr.Geändert von Opelius (10.05.2018 um 08:34 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
10.05.2018, 08:26Inaktiver User
AW: Unsere Städte nach '45
Ambiva,
ja stimmt, ist Geschmacksache und nicht alles ist hässlich.
Manches ist Pseudo-Retro-Kitsch, Hauptsache Schnörkel, das funktioniert auch nicht für mich.
sowas z.b.:
http://immobilienreport.de/uploads/i...rgerKirche.jpg
https://investorenarchitektur.de/wp-...0498296842.jpg
http://ais.fudder.de/piece/07/2d/bb/...7729-w-960.jpg
http://ais.fudder.de/piece/07/2d/bb/...7724-w-960.jpg
aber auch das (ist für mich dieser nachgemachte Pseudostil):
http://imbau-oldenburg.de/wulcms/wp-...dtvilla_01.jpg
-
10.05.2018, 08:30Inaktiver User
AW: Unsere Städte nach '45
Hundertwasser hatte für seine Zeit neue Ideen, ist mir auch etwas zu verspielt teilweise aber Ideen wie Dachbegrünung und Farbe am Bau sind lohnenswert.
Mich stört auch die fehlende Nachhaltigkeit.
Dass Gebäude nach einer Generation abgerissen werden müssen weil Schrott.
-
10.05.2018, 08:51
AW: Unsere Städte nach '45
Fachwerk kann schlicht und simpel aussehen, wenn man Minimalismus und modernen Stil mag. Weisse Farbe über alles, und gut ist.
liegt wohl auch daran, dass es heute nur noch so wenige davon gibt, dass sie unter strengem Denkmalschutz stehen und so dieses Disneyland-Feeling vermitteln - nicht mehr echtes Wohnen und Arbeiten für echte Leute, sondern eher ein Freiluftmuseum.ich kann fachwerkstädten nicht viel abgewinnen, ich finde sie eng und beklemmend und irgendwie puppenstubenartig.
Fachwerk kann sehr wohl grosszügig sein, es spricht nicht das Geringste dagegen.
und warum sollte nMenschen in seelenlosen, zugigen, schlecht designten Glas-Stahl-Beton-Würfeln glücklicher sein, oder besser leben, nur weil wir Industrialisierung und Digitalisierung haben?manche architektur passt einfach nicht mehr in die zeit. wir sind viel mehr menschen, haben eine industrialisierung hinter uns und erleben jetzt die digitalisierung.
Ist es nicht eher umgekehrt: dass wir gerade was fürs Gemüt brauchen, und für die Lebensqualität, WEIL wir Industrialisierung und Digitalisierung haben? als Gegengewicht?
Wenn ich Deutschland betrachte: die Deutschen fühlten sich nach dem Krieg hässlich - kein Wunder, nach dieser Nazigeschichte, da würde ich mich auch hässlich fühlen, wenn ich in sowas verwickelt gewesen wäre, und sei es nur am Rande - und ja, womöglich war es ehrlich und tief empfunden, diese empfundene menschliche Hässlichkeit auszudrücken indem man das Land mit hässlichen Bauten überzog.dass sich das auch in gebäuden ausdrückt, ist doch völlig in ordnung... mir scheint manchmal, die zeit nach dem krieg war einfach auch viel ehrlicher, was die architektur betrifft.
Aber ehrlich - das nützt heute trotzdem keinem was.
heute sucht man auch wieder von neuem das Menschliche.heute sucht man eine bürgerlichkeit, die so eigentlich gar nicht mehr existiert.
Und kann in den alten Bauten (so ca vor 1900) durchaus eine Menge hervorragender Inspiration finden, wenn man will. Es ist nicht nötig, das Rad neu zu erfinden... bloss mal zu schauen, warum gut erhaltene Altbauten so toll macht, und ob man diese Qualitäten wohl auch in Neubauten wieder einbauen kann?
gruss, barbara
-
10.05.2018, 08:54
-
10.05.2018, 09:11Inaktiver User
-
10.05.2018, 09:23Inaktiver User
AW: Unsere Städte nach '45
Mir scheint es manchmal, dass ein Architekturbüro deutschlandweit verantwortlich ist für alle Neubausiedlungen : da entstehen überall die gleichen weißen Kuben mit etwas zurückgesetzter Penthauswohnung und weitwinkligem Sattel-oder aber Flachdach, drinnen Aufteilungen mit offener Küche und riesigen Wohnzimmern, die schon fast Loftgröße haben (was ja für die Kleinfamilie seeeehr gemütlich ist) und kleinen Schlafbereichen.
Meins ist das nicht, ganz abgesehen von der Bezahlbarkeit



Zitieren
