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  1. Avatar von Nocturna
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    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Ich werde erstmal keine Freigabe für mein Amazon-Konto erteilen, allerdings aus dem eher profanen Grund, dass Amazon bei mir sowieso schon über Lastschrift einziehen darf. Wenn Amazon das Lastschriftverfahren gegen ein günstigeres Selbstabbuchungs-System ersetzen will, erwarte ich eine Gegenleistung oder einen andern Vorteil von Amazon. Mal schauen, was da kommt.

    Paypal halte ich für einen sehr guten, sehr sicheren Anbieter, der ebenfalls von meinem Konto einziehen darf. Ich bin froh, wenn ich bei irgendeinem Webshop sehe, dass ich mit Paypal bezahlen kann. Dann erspare ich es mir, meine Kontodaten oder meine Kreditkartennummer im Web herumzureichen. Ich habe 2001 mein Paypal-Konto eröffnet und seitdem zahle ich damit problemlos im Web, egal ob Kinobesuch oder Modeshop.

    Zu PSD2 habe ich noch keine festgelegte Meinung, aber es ist klar, dass der Wandel an den Banken nicht vorübergeht. So wie das Fernsehen für die Jugend von heute an Bedeutung verloren hat und alle zu den Streamingdiensten abwandern, wird das konventionelle Bankgeschäft Federn lassen. Die heutige Jugend wird lieber zum Smartphone greifen um Transaktionen per Fingerwisch zu autorisieren als sich durch einen Überweisungsbeleg durchzuklicken. Fintechs haben da längst die Nase vorn. Dass man gleichzeitig die Haftungsgrenze für die Verbraucher deutlich gesenkt hat, kommt dieser neuen Zukunft entgegen.

    Wir leben im Informationszeitalter. Die Banken haben sich zu lange auf ihrem Monopol ausgeruht, siehe Paypal, das schon lange dieses Geschäftsfeld beackert. Diesen Vorsprung bekommen sie nun einfach nicht mehr eingeholt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  2. Avatar von ereS
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    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    man kann auch fuer online einkaeufe ein separates bankkonto bei einer voellig anderen bank eroeffnen und damit nur seine ebay amazon oder sonstigen online-bestellungen darueber abwickeln
    bei bedarf geld draufstellen und fertig
    es gibt genug direktbanken wo konten noch kostenlos sind

  3. Avatar von ereS
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    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    fuer zahlung aus dem ausland oder auslandsueberweisungen ist transferwise eine gute alternative

  4. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Warenhäuser sind nicht systemrelevant. Banken -- ja. Deswegen wollen die Warenhäuser ja Banken werden.
    Jup.
    Wenn man sich ein bisschen in der fintech szene umguckt, hoert man immer wieder, dass die Banken, wie wir sie kennen, angezaehlt sind. Unternehmen wie ebay, amazon und neue Anbieter werden da schon fuer sorgen.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  5. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Nocturna, sorry, hab dein Post erst jetzt gesehen. Deshalb der Doppelmoppel.

    Ich war letztes Jahr auf einer Veranstaltung, u.a. mit Jost Stollmann (erinnert sich noch jemand an ihn? Er lebt jetzt seit Jahren in meiner Stadt und ist in der Fintech Szene aktiv). Ist nicht meine Branche, viel Ahnung hab ich da nicht, ich war aus anderen Gruenden dort. Aber es war trotzdem interessant, was sich so im Bereich Startups, auch in Cooperation mit D, tut.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  6. Inaktiver User

    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Mir erschliesst sich die Aufregung nicht.

    Es ist ja nicht so, dass Shops prinzipiell und jederzeit einen Zugriff auf sämtliche Daten hätten. Der Kunde ermächtigt im Einzelfall dazu und der Zugriff ist begrenzt auf die Transaktion, für die er gewährt wurde.

    Darüber hinaus wird der Zahlungsverkehr günstiger, denn Gebühren fallen jetzt weg.

    Die Haftungsgrenze bei Missbrauch ist für den Kunden stark gesunken.

    Bei Buchungen ist es jetzt nur nach Zustimmung durch den Kunden möglich, über die Kreditkarte Beträge zu blockieren.

    Bei Fehlbuchungen muss die Bank den Empfänger der fehlgeleiteten Zahlung benennen, wenn der Kunde dies schriftlich beantragt.

    Das Legitimierungsverfahren ändert sich.

    Ich sehe derzeit nicht, dass Anbieter wie amazon durch die neuen Regelungen der o.g. allumfassende Zugriff gewährt wird. Der Kunde hat ein gewichtiges Wort mitzureden und muss sorgsam prüfen, wem er welche Zugriffe wann erlaubt. Darüber hinaus unterstehen Dienste, die solche Zugriffe erhalten, zukünftig der Bafin.

    Ja, es wird komplexer und man muss mitdenken. Ob ich mich komplett nackig mache, bestimme ich aber immer noch selbst.

  7. Inaktiver User

    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    man kann auch fuer online einkaeufe ein separates bankkonto bei einer voellig anderen bank eroeffnen und damit nur seine ebay amazon oder sonstigen online-bestellungen darueber abwickeln
    bei bedarf geld draufstellen und fertig
    es gibt genug direktbanken wo konten noch kostenlos sind
    Ja, das werde ich wohl machen, da ich auch bei Amazon verkaufe und fürchte, dass ich mittelfristig meine Kohle nicht bekomme, wenn ich nicht auf so ein Verfahren einsteige.

    Mich hat nur gestern geschockt, wie still, heimlich und leise so ein Verfahren EU-weit eingeführt wird, das man allzu leicht unabsichtlich per Mausklick akzeptierten könnte.

  8. Inaktiver User

    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    ???

    Wer Zeitung liest (auch virtuell) ist von ALLEN relevanten Blättern darauf hingewiesen worden und kann sich entsprechend weiter informieren.

    Ich verstehe nicht, warum alle Welt innerhalb von Nanosekunden weiss, was Helene Fischer oder andere Gestalten gerade treiben, offenbar aber gelangweilt über solche Themen hinwegscrollt.

  9. Inaktiver User

    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sehe derzeit nicht, dass Anbieter wie amazon durch die neuen Regelungen der o.g. allumfassende Zugriff gewährt wird. Der Kunde hat ein gewichtiges Wort mitzureden und muss sorgsam prüfen, wem er welche Zugriffe wann erlaubt. Darüber hinaus unterstehen Dienste, die solche Zugriffe erhalten, zukünftig der Bafin.
    Einsehen dürfen die Unternehmen künftig alle Kontodaten der vergangenen 90 Tage, das bedeutet, Amazon zum Beispiel weiß, wie viel Miete ein Kunde zahlt, wie oft er etwa Wein ordert und wie viel Bargeld auf dem Girokonto liegt. Amazon könnte mit diesen Daten den Kunden noch besser kennenlernen und etwa beim Kauf eines Computers gleich die entsprechende Finanzierung vorschlagen. Der US-Internetkonzern Google könnte noch genauere Werbung anzeigen lassen.

    Amazon erhalt tiefen Einblick in private Finanzen der Kunden - Wirtschaft - News zu Unternehmen & Markten - Berliner Morgenpost

    Nein, Angst um mein Geld habe ich nicht. Ich gehe davon aus, dass die Großunternehmen seriös und sicher arbeiten. Aber ich habe einfach keine Lust, meine Bankbewegungen deren Algoritmen zum Fraß vorzuwerfen. Wenn ich ein Extrakonto eröffne, bekomme ich vielleicht zur "Strafe" für die dünne Datenbasis intern ein schlechteres Rating.

  10. Inaktiver User

    AW: Amazon & Co. klinken sich in Bankkonten ein

    Der Verbraucher muss dem ausdrücklich ZUSTIMMEN. Wer mich wegen einer "dünnen Datenbasis" nicht als Kunden wünscht - tja, Pech. Es gibt jede Menge Konkurrenz.

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