Ist sicher auch off topic, aber ich empfinde auch Haustierhaltung von Hamster, Meerschweinchen, Karnickeln, Katzen, Vögeln, Reptilien und Hunden als Quälerei und bin für Zucht- und Haltungsverbot.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 88
-
17.12.2017, 18:17
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
-
17.12.2017, 18:26Inaktiver User
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Danke, dass Ihr Euch dieses Themas annehmt. Ich hatte die Werbung auch gesehen, mich aber nicht getraut, etwas zu sagen. Schön, dass es ähnlich empfindende Menschen gibt.
-
17.12.2017, 19:03
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Ist halt eigentlich nur Zirkus.
Dort findet die Diskussion statt und Zirkus mit Tieren ist in vielen Städten und Ländern verboten.
Aber das ist so professionell aufgezogen, da traut sich niemand ran.
Aber ja, es gehört abgeschafft.
-
17.12.2017, 20:54Inaktiver User
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
@Zoa
Mir stößt die Werbung jedes mal auf...
Diesmal musste es raus...
-
18.12.2017, 07:26
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Zudem ja auch die tierischen Individuen dazu ausgewählt werden, die sich dafür eignen, also Spaß an der Zusammenarbeit haben.
Heidenei - wenn ich mich allein in der Nachbarschaft umsehe, welcher Hund und welche Katze art- und wesensgerecht gehalten werden: das sind vielleicht 25%. Der Rest sind fettgefütterte verzärtelte unerzogene arme Wesen ohne Chance auf soziale Interaktion mit z.B. anderen Hunden. Da wird von "Pappi" und "Mammi" geschwallert, der Border Collie-Verschnitt kommt grad dreimal täglich an die frische Luft und das auch nur um den kurzen Stock rum.
Das wird als "normal" hingenommen.
Aber bei "Dressur" vom Tiere aus wird sofort angenommen, dass das Quälerei sei. Nur weil sie "für Geld" zu sehen sind.Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
-
18.12.2017, 07:31
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Wie jemand anders schon schrieb: Nichts gegen Freiheitsdressur. Aber dieses ganze Brimborium drumherum mit Licht und Story und flatternden Gewändern müsste echt nicht sein. Kitsch as kitsch can.
Ich empfinde das einfach als unwürdig dem Tier gegenüber, so ähnlich wie Hundejäckchen. Weiter von der Natur weg geht kaum. Wäre es nicht sinnvoller, die Freiheitsdressur zu erklären und einfach zu zeigen, was durch Vertrauen und viel Training zwischen Mensch und Pferd möglich ist, anstatt die Tiere zu Barbiepferdchen zu degradieren? Ach so, nee, da kommen ja die Nicht-Pferdekenner nicht auf ihre Kosten, weil nicht so "zauberhaft". Die Pferde sind quasi nur Accessoire mit Wallemähne. Schade.
Das ist mein subjektiver Eindruck; als Quälerei würde ich es aber nicht bezeichnen. Da fehlt für mich noch ein ganzes Stück. Es gibt Pferdeshows, da dreht sich mich wirklich der Magen um, wie bei den Tennessee Walking Horses. Das ist wirklich ekelhaft, und jeder, der nur ein bißchen über die Hintergründe bescheid weiß, wird mir beipflichten (Soring/Säure auf Pferdebeinen, damit diese vor Schmerz höher gehoben werden usw.) Da ist so ein bißchen Glitter auf den Pferdehufen schon zu verkraften."Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
-
18.12.2017, 07:37
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Na, weil da mit vielen Vorurteilen aufgeräumt werden könnte. Vorurteile ausräumen ist eines der schwierigsten Unterfangen überhaupt.
Ich finde das Glitzer und Geblinker ja auch grauenvoll. Aber wenn man sich den Großteil des Publikums so ansieht: das lebt noch in einer Barbie-Welt, egal in welchem Alter.
Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden wäre ja schon mal ein schöner Anfang.Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
-
18.12.2017, 07:55
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Ich war eine Dressurtussi und habe diverse Lehrgänge am Landesgestüt gemacht und hatte dort mal einen Hengst geritten, der super tolle Gänge hatte, aber leider keine Lust am Menschen. Der ist für die Zucht nicht hilfreich. Gezüchtet werden Pferde, die z.B. tolle Gänge und Freude am Kontakt mit Menschen haben. Deshalb sind die meisten Pferde, die ich kenne, menschenfreundlich. Selbst bin ich früher in einem Stall mit Halle usw. gewesen, was aber nicht pferdefreundlich war. Stallhaltung eben. Da ich jetzt nicht mehr regelmäßig reite und meine Freundin Offenstallhaltung hat, weiß ich jetzt, was gute Tierhaltung bedeutet. Dort steht auch eine Spanierstute, die tolle Gänge hat, aber keinen Bock, sie unter dem Reiter zu zeigen, oder je nach Laune. Und diese Laune lassen wir ihr manchmal und manchmal muss sie eben. Das passiert aber nie mit Gewalt, da würde sie sich durchsetzen.
Apassionata gefällt mir persönlich nicht und mich würde auch interessieren, ob die Tiere, wenn sie nicht auftreten müssen, im Offenstall gehalten werden oder nicht. Was mir gefällt, ist zum Beispiel die Wiener Hofreitschule. Da stehen die Hengste schon auch im Stall, kommen den Sommer aber über auf die Koppeln. Das wäre so eine halb halb Lösung. Die Pferde werden auch sehr langsam und aufbauend ausgebildet. Aber verlangt wird natürlich auch viel von ihnen. In dem Stall, in dem ich geritten bin, hatte ich Reitunterricht bei einem ehemaligen Wiener Hofreitschulbereiter und mein Pferd war ehrgeiziger als ich, was die Lektionen betraf. Springen hat er - im Gegensatz zu mir - auch geliebt. Es gibt Pferde, die echt gerne geritten werden und die gerne springen.
Persönlich finde ich die Diskussion immer schwierig, weil es (auch bei mir) Tiere gibt, die ich liebe (Hund, Pferd, Katze usw.) und andere esse ich (Huhn, Schwein, Rind, Fisch). Das einzige Rad, wo ich drehen kann, ist bei vertrauenswürdigen Bio Metzger einzukaufen. Mache ich das immer? Nein. Ich esse Fleisch so alle 14 Tage.
Pferdefleisch habe ich auch schon probiert.
-
18.12.2017, 08:25
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Die Betrachtungsweise ist mir zu einseitig.
Dass da furchtbar viel falsch läuft und es unsagbares Leid gibt, ist richtig. Und furchtbar.
Viel zu viele Pferdebesitzern wissen viel zu wenig um die Bedürfnisse eines, ihres Pferdes. Denn diese unterscheiden sich ja auch ganz individuell. Und viel zu viele wollen gar nichts wissen, sondern ausblenden und benutzen.
Aber dass jedes Pferd leiden würde, wenn es geritten wird, dass es vom Besitzer nicht aus dem Stall - Boxenhaltung gehört für Lauftiere verboten, aber ein (Gut gemachter! Leider selten.) Bewegungsstall kann ein Pferd sehr zufrieden leben lassen - geholt werden möchte, woher kommt so etwas?
Und nein, liebe Pferdebesitzer, auch ein „Sportpferd“ stirbt nicht oder ist nicht mehr Leistungsbereitschaft bei gut gemachter, artgerechterer Haltung und wird auch nicht ständig verletzt sein.
Es gibt Pferde, die ihre Besitzer brummelnd begrüßen, auch vom Futter weg diesen entgegengehen und es gibt Pferde, denen nicht die Freude an Bewegung und Spiel ausgetrieben wurde, sondern die daran zusammen mit ihren Besitzern Spaß haben.
Im Idealfall bilden beide ein verschmelzendes Team, freudig und anstrengungsbereit (beide, denn der begrenzende Faktor ist zu 99 % der Mensch!) bei der „Arbeit“.
Nicht das Tier strafen, wenn etwas nicht funktioniert, sondern den eigenen Kopf benutzen und herausfinden, wo das Problem liegt. Sich dann korrigieren, daran arbeiten, das Pferd nicht zu behindern, dann läuft das in der Regel.
Und ja, auch ein Pferd ist mal müde oder lustlos, je nach Stimmung gibt’s dann eben Pause, nur einen Waldspaziergang statt das mit anstrengender Dressurarbeit im Anschluss zu kombinieren.
Auch Abwechslung ist wichtig, wer will schon ständig das gleiche abspulen?
Bodenarbeit, Handarbeit, Longe, Doppellonge, Freiarbeit.
Wenn alle Pferde so leiden würden, wie es häufig pauschal dargestellt wird, wie ist es dann erklärbar, dass ein Pferd frei mit seinem Menschen durchs Gelände mitläuft, mit diesem in tiefer Verbundenheit minutenlang liegend oder stehend verharrt, den Kopf in die Arme des Menschen gekuschelt oder auf dessen Schoß, die Atmung ruhiger werdend, völlig zu entspannen? Und dies von sich aus immer wieder sucht?
Wie kommt es, wenn jedes Pferd zutiefst unglücklich wäre, dass ein Pferd Spielverhalten zeigt, ein Spielgesicht macht, mit seinem Menschen herumalbert, bei der Arbeit Ehrgeiz zeigt, auch mal übermütige Freude in der Lösephase? Um sich gleich darauf mit gespitzten Ohren zu konzentrieren.
Was ist mit Pferden, die genetisch nicht für den Springsport geeignet sind, auch keine Ausbildung in diese Richtung erfahren haben, maximal etwas gymnastizierende Stangenarbeit kennen, doch begeistert über alles hüpfen möchten, was irgendwo im Weg steht/liegt? Und die, wenn man sie dann eben mal lässt, richtig heiß werden, ans Hindernis ranziehen? Sitzt dann noch ein ausbalancierter Reiter obendrauf, der mit Atmung und Sitz einwirken kann, sanften Zügelkontakt hat , statt sich irgendwie oben zu halten, an Zügeln festzuhalten und dann daran zu zerren, kann auch ein Pferd Spaß haben statt zu leiden.
Ja, sehr viel häufiger sieht man Pferde, die ausgebunden in die Halle geführt werden, da schon panisch aufgeblähte Nüstern und aufgerissene Augen, zwei hektische Runden im Schritt und dann geht’s rund. Immer rein die Sporen mit hochgezogenen Beinen. Strafende Gerte, harte Hand. Keine reelle Ausbildung, kein reel gerittenes Pferd. Das tut weh.
Oder - Entschuldigung, ich drücke es derb aus - Geländehoppler, deren arme Tiere ja nicht so im Sport gequält werden sollen. Dafür plumpst ein untrainierter Reiter auf den Rücken und lässt sich rauchend und am Handy telefonierend als Ballast transportieren.
Heizt das Pferd unkontrolliert, und ist - Achtung, Ironie - so gut, dass er mit Kandare unterwegs ist. Sporen sind hier natürlich auch gerne gesehen.
Ebenso brauchen die heute Teenager während Reitstunden, um das Pferd, das nicht laufen will, zu treiben. Da haben weder Lehrer noch Schüler verstanden, wofür man Sporen eigentlich benutzt und wer sie nutzen sollte.
Furchtbare Reiterei, Unwissenheit und Härte begegnen einem täglich. Aber gelegentlich eben auch diese oben beschriebene andere Seite. Und das lässt mir das Herz aufgehen. Leider viel zu selten.
-
18.12.2017, 08:43
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Du hast die Rollkur vergessen. Damit´s Pferdli richtig schick den Hals wölbt und man sich auf einem leidenschaftlichen Lipizzaner deucht, wo nur ein stinknormaler Hannoveraner drunter ist. Schön riegeln mit dem scharfen Gebiss, die Hände auf den Knien... Hach ja... Reiten kann so einfach sein!
"Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)


Zitieren
