Ich meinte:
Der Mensch nutzt Tiere seit Jahrhunderten für sich, sei es für die Ernährung/Kleidung oder anderweitig. Auch Katzen und Hunde waren lange "Nutztiere", sie hielten die Schädlinge wie Mäuse und Ratten in Schach oder bewachten Haus und Hof/ waren wichtig für die Jagd. Und Pferde waren bis in die 50ger Jahre eher Arbeits- als Sportgerät....
Natürlich käme eine heutige Hochleistungsrasse allein in freier Wildbahn gar nicht zurecht. Hühner aus der Legebatterie überleben einen Umzug in ein Hühnerhaus mit Auslauf sehr oft nicht, sie verenden in den ersten Tagen.
Nur denke ich, es ist eine Art "Glaubensfrage".... wenn ich der Meinung bin, ich darf ein Tier nicht nutzen ( also die Kuh nicht melken, die Eier nicht essen)...dann ist es egal, ob die Tiere gut oder schlecht gehalten werden, dann lehne ich ja sämtliche Tierhaltung generell ab.
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Ergebnis 11 bis 20 von 88
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17.12.2017, 07:45
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
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17.12.2017, 11:22
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Es ist so ziemlich egal, ob du die Kuh schlecht oder gut hälst, um an ihre Milch zu kommen, musst du ihr das Kalb wegnehmen. Am besten sofort, dann ist es am "leichtesten" (aber wer einmal eine Kuh nach ihrem Kalb hat schreien hören, weiß wie schlimm das ist).
Und 99% der Kühe werden leider "schlecht" gehalten (Anbindehaltung, gerade in kleinen Betrieben, schmerzhafte Mastitis etc).
Das selbe bei Eiern - egal wie gut die gehalten werden (was selten genug ist) - für jede Henne ist ein Hahn kurz nach dem Schlüpfen geschreddert worden.
Ich komme vom Dorf, sogar von einem Bauernhof, bilde mir also ein, ein Recht realistisches Bild zu haben...
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17.12.2017, 12:12
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Ich diskutiere nicht darüber , aber: so ganz auf dem neuesten Stand sind deine Kenntnisse nicht.
Für Ställe mit Anbindehaltung bekommst du in Niedersachsen schon gut 10 Jahre keine Baugenehmigung mehr, geschweige denn eine Finanzierung bei der Bank, es wäre alleine schon aus betriebswirtschaftlicher Hinsicht Wahnsinn, Kälber mit Starter zu Tränken ( quasi Milupa für Kühe), die Milch der ersten Tage nach dem Kalben darf man gar nicht verkaufen, die strikte Trennung von Mutterkuh und Kalb gibt es seit etlichen Jahren nicht mehr- ich kenne das gar nicht mehr.
Entweder deine Einblicke sind deutlich veraltet oder du lebst in Bayern- da haben alte Ställe noch Bestandsschutz und es gibt noch Bauern, die so arbeiten wie in den 60gern. Ist aber unsinnig, da der Ertrag in dieser Haltungsform sehr gering ist.
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17.12.2017, 12:17
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Bei Appasionata stört mich in erster Linie der disney'eske Kitsch und Pomp , mit dem das ganze aufgezogen wird so wie die meist sehr flache und hahnebüchene Rahmenhandlung, die das ganze als zusammenhängende Story präsentieren soll, das könnte man getrost weglassen.
Was die Reitkünste und die Freiheitsdressur betrifft, kann ich als erfahrene Reiterin ...äh-...sorry...Hobbytierqualerin nur staunen und meinen Respekt zollen. Es wird meist mit Hengsten gearbeitet, weil die ausdrucksstärker und aufgrund ihres natürlichen Imponiergehabes für die nötigen Trainingssequenzen viel empfänglicher und leistungsbereiter sind.
In der Show kam mir nicht ein Tier gebrochen, gedemütigt, gestresst oder dumpf dressiert vor.
Alle haben ihre Sache mit viel Enthusiasmus gemacht und die gezeigten, überaus anspruchsvollen Nummern erfordern allesamt viel Feingefühl, Motivation und Kooperation des (nervenstarken und ausgeglichenen) Tieres und eine herausragende Qualifikation des Trainers bzw. vollendete Reitkunst.
Das ist kein kleiner Vorstadtzirkus--das ist eine internationale Riesenshow, die vor teils fachkundigem, hochkritischen Publikum (von denen jeder einzelne weiß, wieviel Arbeit drin steckt einem Pferd schon das vernünftige Stehen beim Hufeauskratzen beizubringen) bestehen muss, willenlose Kreaturen die stumpfe Lektionen abspulen, kann man sich da gar nicht zu zeigen leisten.
Trainiert wird dafür übrigens so (und damit das hinterher auf der Showbühne sitzt nur so):
YouTube
Mir geht bei soviel Vertrauen und Kommunikation auf höchstem Niveau echt das (Tierquäler)Herz auf...aber naja...
Ob es nun noch schöner für ein (seit tausend Jahren auf Leistung, menschenbezogenheit, Arbeitswillen und Intelligenz gezogenes) Hauspferd wäre ein Leben zu führen, indem es ohne Bezugsperson, ohne Aufgabe, ohne Ansprache, ohne Beschäftigung, ohne Erfolgserlebnisse, ohne Input, ohne Umweltreize, ohne Erfahrungen, ohne "das irgendwer irgendwas von ihm will" den ganzen Tag auf einer Weide steht und verfettet und verblödet (und davon gibt es, falls dich das beruhigt, mehr als genug), lass ich jetzt mal dahingestellt.Geändert von Spooks (17.12.2017 um 12:29 Uhr)
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17.12.2017, 13:02
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Hier auf dem Dorf gibt es allein zwei Bauernhöfe mit Anbindehaltung... Und Kälberiglus gibt es in jedem Betrieb, ob groß oder klein. Warst du mal bei der Agritechnika? Die Sachen, die da als neuester Scheiß angepriesen werden, könnten teilweise als mittelalterliche Folterinstrumente durchgehen...
Milchkuhe in Intensivtierhaltung • Albert Schweitzer Stiftung (Ich weiß, Stand ist teilweise 2010, aber die Mühlen mahlen langsam und viel hat sich seitdem nicht getan)...
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17.12.2017, 13:07Inaktiver User
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
solange es menschen gibt, die für so eine show viel geld ausgeben, solange wird es diese quälerei geben.
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17.12.2017, 13:28
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Naja. Ich springe nicht, noch nie. Ich reite nicht mal mehr. Mein Pferd ist niemals unterm Reiter über Sprünge gegangen - das weiß ich, weil nicht mal jemand drauf gesessen hatte, bevor ich sie kaufte.
Dennoch: wenn wir Stangenarbeit an der Hand machen, hat sie riesigen Spaß daran. Aber naja, ist eben auch die Frage, wie man ein Tier an solche Dinge heran führt. Prügle ich es zum Ergebnis oder erlernen wir es gemeinsam mit positiver Verstärkung und Freude an kleinen Erfolgen, zwinge ich das Pferd über die eigenen Grenzen oder gehe ich auf das Individuum ein.
Haltung ist ja auch nicht „nur im Stall stehen, bis man vom Menschen herausgezogen wird“, da gibt es ja auch Abstufungen.
Schwierig wird es, wenn es funktionieren MUSS, wie eben bei so einer Show, an der eben auch viel Geld hängt. Da wird keine Rücksicht genommen, wenn das Tier mal einen schlechten Tag hat, Ausbildung muss schnell und effektiv gehen .... das ist Mist, insofern besuche ich weder solche Shows, noch Turniere o.ä.
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17.12.2017, 14:43
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Gott ja, Arenomil..wenn Kälber Iglus für dich was ganz furchtbares ist, dann erübrigt sich jedes weitere Gespräch...und ja, ich war mehrfach auf der Agritechnika.
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17.12.2017, 14:48
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Und wenn sie für dich etwas ganz normales sind, dann erübrigt sich ebenfalls jede Diskussion. Ich kann mir zumindest nichts schlimmeres vorstellen, als getrennt von der Mutter in Einzelhaft auf mein Schicksal (Kalbsschnitzel) zu warten.
Wenn es Kätzchen oder Hunde waren, die in so enge Käfige gesperrt auf die Tötung warten würden, wäre das Geschrei groß.
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17.12.2017, 16:56
AW: Apassionata.... Tierquälerei....
Könntet ihr bitte beim Thema Pferde bleiben und die Rinderhaltung in einem eigenen Strang diskutieren. Danke.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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