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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Alle in dieser Dreierkonstellation sind Vollzeitarbeitnehmer.
    Auch der Ex, um den es hier geht? Oder nur die Frau + Partner?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Ja, solche Fälle gibt es und nicht nur in "überdenkenswerten" Bekanntenkreisen oder in seltsamen Kneipen.

    Ich weiß von drei solchen Männern, der eine ist er Ex-Partner einer Bekannten, er hat einen tollen Beruf, in dem er nicht arbeitet, die Bekannte hat auch für ihn nach der Trennung eine Wohnung suchen müssen,
    ein Hochschulprofessor, der im Beruf spitze ist, aber sonst nichts geregelt bekommt, seine Mutter kümmert sich um ihn,

    aus meiner Clique aus Jugendzeiten ist auch einer so auf der Strecke geblieben.

    Was hinter den einzelnen Schicksalen steckt, weiß ich nicht. Aber so Jemanden zu kennen sagt noch nichts über den Bekanntenkreis aus.

  3. Moderation

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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Ich würde mal, böse gesagt den "Grabbelkisteneffekt" vermuten. Die Guten sind fast alle weg, die Angeschlagenen sind noch zu haben. Und die Guten, die zu lange in der Grabbelkiste liegen, werden angeschlagen.

    Ein paar von der Sorte kenne ich, die sind, naja, eben angeschlagen, meist vom Leben, aber trotzdem so nett und bereichernd (wenn auch nicht finanziell), daß es immer Leute gibt, die ihnen helfen, den Kopf über Wasser zu halten. (Oder sie machen das aus Gewohnheit, oder weil man jemanden, der kaputt ist, ja nicht im Stich lassen kann...)

    Vielleicht kann sich ja auch eine gestandene Frau in den 40ern eher einen Mann leisten, desen Hauptkapital es ist, "irgendwie nett" zu sein, als eine 25jährige, die erst Fuß fassen muß im Leben und über Familienplanung nachdenkt.

    Man steckt nicht drin. Leute haben Gründe, und es gibt viele Arten, aus Beziehungen etwas zu ziehen, was sie den Aufwand wert macht.
    Geändert von wildwusel (05.06.2017 um 20:23 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation

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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie schon teils angesprochen, hier in der großen Stadt gibt es etliche Problemkieze. Die Drogenwelle hat ja auch mittlerweile ganz Deutschland überschwemmt..
    Nicht wirklich. Ich vermute eher das Gegenteil. Alkies fallen heute viel mehr auf als früher weil der Suff selbst auf dem Dorf nicht mehr als männlicher Normalzustand akzeptiert ist. Die Anzahl der Drogentoten ist 1988 bis 1990 drastisch hochgegangen, und fällt seither langsam.

    Wenn man bedenkt, wie sehr der Trend zur Selbstoptimierung treibt, wundert man sich, daß es so verhältnismäßig gut läuft. Vielleicht sind die modernen Drogen besser überlebbar.

    Problem bei dem "Kümmern" um einen Abhängigen ist leider oft, daß ihn das davor bewahrt, zu realisieren, daß er ein Problem hat und das angehen muß. Wobei, Abhängigkeit "anzugehen" ist der erste Schritt, nicht der letzte. Erfolg ist ungewiß.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie viele Menschen in meinem Alter krank, süchtig werden oder längst sind. Bei vielen Frauen stelle ich auch diese Entwicklung fest, nebst schlimmen psychischen Problemen und großen Geldsorgen.
    Materialverschleiß. Den Kopf über Wasser zu halten, wenn die Probleme angerollt kommen wie eine perfekte Welle nach der nächsten ist harte Arbeit, und die Belastbarkeit, die Energie und die Fähigkeit zu hoffen lassen mit den Jahren nach.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin total erschöpft, wenn ich spät von der Arbeit nach Hause komme.
    Dann kennst du es ja auch, sehr wenig Reserven zu haben. Wenn man so lebt, jahre- und jahrzehnte lang, näht man oft psychisch, mental, körperlich, finanziell... so auf Kante, daß eine Katastrophe reicht, um einen von der Troika zu schubsen.
    Geändert von wildwusel (05.06.2017 um 20:39 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Zitat Zitat von Maccaroni Beitrag anzeigen
    Ja, solche Fälle gibt es und nicht nur in "überdenkenswerten" Bekanntenkreisen oder in seltsamen Kneipen.
    Man muss schon in Wolkenkuckucksheim wohnen um solche Leute nicht zu kennen, wenn ich "kennen" mal etwas weiter fasse.
    Es gibt immer wieder gescheiterte Existenzen aus welchen Gründen auch immer, z.B. der Bauunternehmer, der pleite war und sich so durchgewurstelt hatte und am Ende sich und seine Lebensgefährtin erschossen hatte (sie wollte ihn verlassen).
    Oft sind psychische Krankheiten im Spiel, wie Depressionen, Suchterkrankungen ...
    Zitat Zitat von Marta-Agata
    Der Mann ist alkoholkrank, kommt mit seinem Leben nicht zurecht - sie war mit ihm verheiratet (oder jedenfalls liiert), er ist der Vater ihrer Tochter, vermutlich hat er sonst niemanden, der sich kümmern kann.
    Wenn sie sich dann weiter kümmert, damit er nicht ganz versinkt - dann ist ihr und ihrem Mann das hoch anzurechnen.
    Sehe ich auch so.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich würde mal, böse gesagt den "Grabbelkisteneffekt" vermuten. Die Guten sind fast alle weg, die Angeschlagenen sind noch zu haben. Und die Guten, die zu lange in der Grabbelkiste liegen, werden angeschlagen. .
    Böse gesagt ist dann die TE ebenfalls aus der "Grabbelkiste" ....
    Oder um es mal richtig böse zu formulieren: die Guten sind ja wie immer weg; wäre sie eine "Gute" wäre sie auch weg, oder?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ein paar von der Sorte kenne ich, die sind, naja, eben angeschlagen, meist vom Leben, aber trotzdem so nett und bereichernd (wenn auch nicht finanziell), daß es immer Leute gibt, die ihnen helfen, den Kopf über Wasser zu halten. (Oder sie machen das aus Gewohnheit, oder weil man jemanden, der kaputt ist, ja nicht im Stich lassen kann...).
    Die BWLerisierung des menschlichen Lebens hinterlässt eben ihre Spuren, bei uns allen.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann sich ja auch eine gestandene Frau in den 40ern eher einen Mann leisten, desen Hauptkapital es ist, "irgendwie nett" zu sein, als eine 25jährige, die erst Fuß fassen muß im Leben und über Familienplanung nachdenkt. .
    Die starke, freie, emanzipierte 40++Frau hat heute eben die Wahl: glücklicher Single oder doch vielleicht ein netter Hausmann?
    (andererseits bei den heutigen Gehältern der Frauen dürfte diese Option eher wegfallen. Heute können das nicht mal mehr Männer mehr)

    Übrigens die 25jährige die erst noch Fuß fassen muß im Leben, ahm, das war vielleicht noch im letzten Jahrhundert vorherrschend bzw. möglich. Jetzt ist es so das Mensch mit 25 fest im Sattel ist und ggf. sehr zielstrebig Karriere, Kind und Küche angeht. Dabei wird auch ein Mann ein- & verplant, wenn nur das Berufliche unstimmig sein sollte und der Rest paßt.
    Im Gegensatz zu Früher hast Du in der Regel mit 26/27 den Master-Abschluss in der Tasche incl. Auslandssemester.
    (trifft nicht auf alle zu, sicherlich, aber für diese gibt es dann die "Grabbelkiste"....)

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    AW: Treffe immer öfter unselbständige/verschuldete Ü40 Männer

    Also diese angesprochenen Männer kenne ich nicht. Aber ich keine vereinzelt Ex-Frauen die sich in ähnlicher Weise um ihre ehemaligen Partner kümmern. Wenn Kinder (egal wie alt) da sind ist das auch verständlich. Denn wenn Papa total abgestürzt ist müssen die ihn finanziell versorgen. Aber, auch ohne Kinder, machen das manche Frauen und zwar weit ab vom Billigkneipenmilieu. Die fühlen sich nach jahrzehntelanger Ehe einfach verpflichtet.

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