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    Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Heute in den Nachrichten: Kitas sollen dem Gesundheitsamt die Eltern melden, die nicht zur Impfberatung gehen. Eltern müssen wohl heutzutage in der Kita eine Bescheinigung vorlegen, dass sie zur Impfberatung waren. Wenn Eltern das verweigern, sollen sie hohe Bußgelder zahlen (2500€).

    Nun frage ich mich, was das soll. Es gibt nunmal keine Impfpflicht in D. Wenn eine Kita sagt: Wir nehmen nur Kinder, die gewisse Impfungen haben, ist das ja ok und ich habe das damals bei unserer Kita begrüßt. Aber eigentlich müssen doch eh alle zu den U-Untersuchungen, dort sollte doch sowieso beraten werden zu Impfungen.

    Ich bin absoluter Impfbefürworter - aber man kann doch nicht einerseits die Impfpflicht nicht wollen, aber andererseits Bußgelder erheben, wenn sich jemand nicht informieren will bzw. das nicht nachweist... ich muss mich ja auch nicht zu HIV, Hepatitis oder sonstwas "zwangsberaten" lassen.

    Was mich daran aber richtig aufregt ist, dass die Kitas nun diejenigen sein sollen, die das Gesundheitsamt informieren müssen. Und was ist mit den Eltern, die ihre Kinder gar nicht in der Kita haben?

    Ist das alles zu Ende gedacht?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  2. Moderation

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    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Ist das alles zu Ende gedacht?
    Vermutlich nicht ganz. Ich habe gerade nochmal nachgelesen, und das mit dem Bussgeld ist tatsaechlich nicht neu. Das entsprechende Praeventionsgesetzt ist bereits seit 2015 in Kraft. Und das finde ich nicht so widersinnig. Ich persoenlich finde zwar auch eine Impfpflicht nicht widersinnig, aber dass Eltern dazu angehalten werden, sich wenigstens informiert zu entscheiden, finde ich schon in Ordnung, insofern ist das fuer mich kein Widerspruch.

    Das mit der Meldepflicht durch die Kitas... tja. Finde ich tatsaechlich etwas unausgegoren. Dass das Gesundheitsamt dann direkt auf die entsprechenden Eltern zugehen kann, finde ich nicht ueberzeugend. Es kann doch im Zeitalter des Computers nicht sooo schwierig sein, dass irgendein "Alarm", also eine Benachrichtigung auftritt, wenn diese Beratung bis zum Zeitpunkt X nicht eingetragen wurde. Und wenn schon eine Meldepflicht, faende ich da die Kinderaerzte eine viel bessere Adresse, denn es gehen ja schon nicht alle Kinder in die Kita. Das riecht schon ein bisschen so nach Arbeit fuer lau auslagern...

    Meine Quelle: tagesschau.de
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  3. Inaktiver User

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Heute in den Nachrichten: Kitas sollen dem Gesundheitsamt die Eltern melden, die nicht zur Impfberatung gehen. Eltern müssen wohl heutzutage in der Kita eine Bescheinigung vorlegen, dass sie zur Impfberatung waren. Wenn Eltern das verweigern, sollen sie hohe Bußgelder zahlen (2500€).

    Nun frage ich mich, was das soll. Es gibt nunmal keine Impfpflicht in D. Wenn eine Kita sagt: Wir nehmen nur Kinder, die gewisse Impfungen haben, ist das ja ok und ich habe das damals bei unserer Kita begrüßt. Aber eigentlich müssen doch eh alle zu den U-Untersuchungen, dort sollte doch sowieso beraten werden zu Impfungen.

    Ich bin absoluter Impfbefürworter - aber man kann doch nicht einerseits die Impfpflicht nicht wollen, aber andererseits Bußgelder erheben, wenn sich jemand nicht informieren will bzw. das nicht nachweist... ich muss mich ja auch nicht zu HIV, Hepatitis oder sonstwas "zwangsberaten" lassen.

    Was mich daran aber richtig aufregt ist, dass die Kitas nun diejenigen sein sollen, die das Gesundheitsamt informieren müssen. Und was ist mit den Eltern, die ihre Kinder gar nicht in der Kita haben?

    Ist das alles zu Ende gedacht?
    Meiner Meinung nach kollidiert das Ganze mit dem Recht, den man auf einen Krippen- oder KiTa Platz hat. Das Gesetz müsste ja dann komplett wieder zurück genommen und gekippt werden, da dort eben nicht verankert ist, dass nur durchgeimpfte Kinder aufgenommen werden.

    Und spätestens mit Schuleintritt hat man das Problem dann doch wieder auf dem Tisch: Es gilt die Schulpflicht in Deutschland, wie soll das funktionieren? Sollen nicht geimpfte Kinder dann tatsächlich auch vom Schulbesuch ausgeschlossen werden? so hatte ich das nämlich verstanden, dass ALLE Bildungseinrichtungen betroffen sein sollen.

    Nein, ich glaube nicht, dass das bis zu Ende gedacht ist. Die Eltern die ich kenne und sich Impfungen verweigern verweisen immer drauf hin, dass sie sich nicht ordentlich informiert fühlen, oder aber, dass sie eigentlich keine Wahl haben, welche Impfung sie ihrem Kind geben lassen wollen, weil es anscheinend nur noch die Super Douper 10 Fach Impfungen gibt.

    Das ärgert mich z.B. auch: Es wird nicht nach dem Bedarf gefragt. Ich würde mich als angehende Erzieherin sehr gerne gegen Masern impfen lassen, die gibt es aber nur selten als Einzelimfpstoff. Die Röteln und Mumps hatte ich als Kind, ich habe keinen Bock, mir diese Erreger ohne Not spritzen zu lassen. also diskutiere ich mit HAus - und Betriebsarzt, dass sei doch bitte eine Möglichkeit schaffen sollen, mir den Impfstoff zu besorgen. Ebenso möchte ich die Keuchhustenimpfung, die es auch nur in Kombi mit anderen gibt usw.

    Ich bin keine Impfgegnerin, wirklich nicht, aber kritisch mit dem "Alles rein was geht" bin auch ich!

  4. Moderation

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    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    @Frau E: Es geht, auch wenn einige Titelzeilen in den Medien das suggerieren, nicht darum, ungeimpfte Kinder auszuschliessen (-wenn eine Krippe das so handhabt ist das ein eigenes Thema-) oder "Impfgegner" zu melden. Es geht um die Einhaltung der Beratungspflicht, bzw. Pflicht zur Beratungsinanspruchnahme, welche bereits existiert.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  5. Inaktiver User

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    @Frau E: Es geht, auch wenn einige Titelzeilen in den Medien das suggerieren, nicht darum, ungeimpfte Kinder auszuschliessen (-wenn eine Krippe das so handhabt ist das ein eigenes Thema-) oder "Impfgegener" zu melden. Es geht um die Einhaltung der Beratungspflicht, bzw. Pflicht zur Beratungsinanspruchnahme, welche bereits existiert.
    OK, mir wurde heute durch die Klassen Whatsapp Gruppe ein reißerischer Artikel geschickt, wo gleich wieder die Forderung im Vordergrund stand, Kinder vom Besuch einer Bildungseinrichtugn auszuschließen, wenn die Impfung verweigert wird. Beratung finde ich super wichtig und richtig, vielleicht kann man dann tatsächlich mehr Eltern überzeugen.

  6. Inaktiver User

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Und eben in der Tagessschau ist es auch Thema, aber da sehe ich ja immense Probleme auf mich zukommen, wenn ich künftig Eltern dem Gesundheitsamt melden soll...

  7. User Info Menu

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Es muss doch sowieso gemeldet werden, wenn Eltern die U-Untersuchungen nicht wahrnehmen - in dem Zuge könnte das doch gleich kontrolliert werden. Ich gehe davon aus, dass man in den U-Untersuchungen über Impfungen aufklärt.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
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    Und ist es besser, als die Stille?


  8. gesperrt

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    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Je nach Kinderarzt und Praxis gibt's die Kombi-Impfungen oder auch individuell zugeschnittene Impfungen. Die Kombi-Impfungen haben sich insofern bewährt, als dass sie nicht nur eine Krankheit erfassen, sondern gleich mehrere und damit den Kindern weitere Termine, Piekser und Tränen ersparen - und den Eltern ein quengelndes Kind und lange Wartezeiten in der Praxis.

    Aber auch beim Arzt kann ein Elternteil die Impfung verweigern. Das geht recht einfach: immer wieder aufschieben. Fertig.

    Wer den Einzelimpfstoff haben möchte, verursacht der Praxis zusätzliche Arbeit. Diese müssen entweder dementsprechend bestellen oder ein Rezept ausstellen und einen Impftermin ausmachen.... da ist ein Mehrfachimpfstoff deutlich einfacher.





    In der sechsten Klasse werden die Impfbücher vom Gesundheitsamt überprüft. Das ist Pflicht. Wer als Elternteil dem nicht nachkommt, kann "vorgeladen" werden und diese Strafe erhalten, wenn er sich der Beratung widersetzt.

  9. Inaktiver User

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    [...]Ich bin absoluter Impfbefürworter - aber man kann doch nicht einerseits die Impfpflicht nicht wollen, aber andererseits Bußgelder erheben, wenn sich jemand nicht informieren will bzw. das nicht nachweist... ich muss mich ja auch nicht zu HIV, Hepatitis oder sonstwas "zwangsberaten" lassen[...]
    Da bin ich ganz Deiner Meinung.

    Ich befürchte, dass man mit solchen Zwangsmaßnahmen den "Impfkritikern" sogar in die Hände spielt. Wenn man unter Androhung von Bußgeldern dazu genötigt wird, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, dann fühlt man sich bevormundet und nicht informiert. Das kann die Impfangst und Impfmüdigkeit nur befeuern.

  10. User Info Menu

    AW: Kitas sollen melden, wenn sich Eltern nicht zu Impfungen beraten lassen

    Ich kann doch ganz legal die Impfung verweigern, da muss ich doch nicht extra dafür Termine verschieben. Und wenn ich kein Impfbuch habe, weil ich meine Kinder nicht impfen lasse - was dann? Wie gesagt, wenn keine Impfpflicht besteht, können die Leute auch nicht bestraft werden.
    Und die meisten Impfgegner kommen ja nicht aus den bildungsfernen Schichten oder H4_familien, sondern aus Akademikerkreisen... oder Kreisen, wo man halt meint, man ist superschlau... Na wenn sich die Erzieher mit denen noch rumärgern müssen
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
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