Die Erwachsenen von heute könnten ein besseres Vorbild sein.
Du nimmst jemanden fünf Minuten in seinem Leben wahr, während er auf sein Smartphone schaut und schließt daraus, dass er seine Chance vertan hätte, die Natur zu erleben und wertzuschätzen?
Vielleicht organisiert derjenige gerade eine Greenpeace Aktion?
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Thema: Müllentsorgung
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05.04.2017, 10:20
AW: Müllentsorgung
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05.04.2017, 19:58
AW: Müllentsorgung
Ich glaube, in den 80er Jahren wären Stürme der Entrüstung ausgebrochen allein angesichts des Mülls der durch diese bescheuerten "Coffees to go"
entsteht. Ich kann mir vorstellen, das wäre so weit gegangen, dass sich am Ende kaum einer mehr mit so einem Becher auf die Straße getraut hätte.
Nach meiner Erinnerung gab es in jedem Haushalt, den ich besuchte, Getränke in Glaspfandflaschen.
Ein großer Teil der Plastikflaschen, die man zurückgeben kann, wird zusammengepresst und entsorgt, woraus wieder Plastikmüll entsteht.
Ich will jetzt wirklich nicht nach dem Motto "Früher war alles besser" argumentieren, aber die Einstellung zur Umwelt hat sich negativ verändert.„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein
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05.04.2017, 20:20
AW: Müllentsorgung
Ähm, nicht wirklich. Eigentlich muss sich die Jugend von heute mit den Fehlern von früher herumschlagen.
Verschmutzung der deutschen Gewässer, fröhliches Bauen von Atomkraftwerken als "sauberer" Strom, der Co2 Ausstoß war massiv höher, es gab keine Umweltzonen in den Städten, es gab keinen Ausbau der Elektromobilität, kein Photovoltaik, keine Windräder, aber sehr viele Kohlekraftwerke, keinen Feinstaubalarm, munteres Abholzen, kaum Aufforstung, der deutsche Wald ist fast gestorben, es gab kein Dosenpfand, keine Abschaffung der kostenlosen Plastiktüten, Recyclingpapier kam erst auf, es gab noch keinen Grünen Punkt,...
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05.04.2017, 20:42
AW: Müllentsorgung
Jetzt könnten wir eine tolle Diskussion entwickeln. Photovoltaik, Schutz des Waldes - Stichwort Waldsterben -, Recyclingpapier, FCKW-freie Sprühdosen, zum Teil gewalttätige Demonstrationen gegen Atomkraftwerke, Atomtransporte und Wiederaufbereitungsanlagen, das waren DIE Themen der 80er Jahre. Ich sehe heut noch die Aufkleber mit der Weissagung Cree und den Sonnenaufkleber "Atomkraft, nein danke".
Die Grünen wurden auch nicht von Ungefähr im Jahr 1980 gegründet - die Bewegung, die dahintersteckte, gab es bereits davor. Die Jugend von heute profitiert von den Maßnahmen, die in den 80er und 90er Jahren angestoßen worden sind, z. B. verkleinert sich das Ozonloch. Dass die Autos wieder größer und massiver werden, dass heute jeder Mutter ihr Kind mit einem SUV in den Kindergarten kutschiert, ist eine neue Entwicklung. Meine Kinder, in den 80ern geboren, sind sowohl zum Kindergarten als auch zur Schule gelaufen. Das läuft heute ja schon fast unter Kindesmisshandlung.
Da helfen auch keine Umweltzonen, denn die SUVs haben grüne Plaketten, dass es Dosenpfand gibt, hilft auch nicht, denn der Alu- und der Wasserverbrauch ist immens, und gegen Plastiktüten zogen wir auch schon mal in den Krieg mit dem Slogan "Jute statt Plastik".
Was in meinen Augen fehlt, ist das mangelnde Problembewusstsein. Und ja, auch wenn ich meine eigenen Kinder nehme, da fehlt es an Problembewusstsein. Denn die ganzen "to go" Sachen zielen nicht auf die Käufergruppe 50+ ab. Heute meint ja jeder er sei umweltbewusst, wenn er korrekt trennt. Dass Müllvermeidung vor jeder Müllproduktion und anschließender Trennung geht, wäre heute wieder ein revolutionärer Gedanke.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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05.04.2017, 22:12
AW: Müllentsorgung
Und sind es nicht gerade die jungen Menschen, die sich mit Plastik freiem Leben beschäftigten, regionaler
Einkaufen, Schüttgut Läden eröffnen, Foodsharing betreiben,...?
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05.04.2017, 23:10Inaktiver User
AW: Müllentsorgung
In der Berufsschule hat mein Sohn immer die ganzen weggeworfenen Flaschen und Büchsen eingesammelt. Irgendwann war es dann so, das die Sachen nicht mehr im Müll gelandet sind, sondern sie haben sie ihm persönlich auf den Tisch gestellt.
Er hatte da im Monat 30-50 Euro mehr gehabt.
Nicht das einer glaubt wir leben an der Armutsgrenze und er hat es nötig.
So ist das nicht. Für ihn ist das Geld, was andere wegwerfen.
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06.04.2017, 13:16Inaktiver User
AW: Müllentsorgung
Ich hab mal ne Weile in Hamburg Finkenwerder gewohnt. Meine Vermieterin hatte ein Reihenhaus, neben der Aussentreppe stand die Mülltonne. Dort flog alles rein, Hausmüll, Küchenabfälle, Papier, Flaschen, Dosen, Plastik. Tür auf und rein damit. Gelber Sack? Brauch ich nicht. Biotonne, gott bewahre, der Gestank. Papiercontainer, Flaschencontainer um die nächste Ecke. Viel zu weit.
Und immer wieder das Argument, das schmeissen die doch eh alles zusammen. Und so dachten die da alle. Auch bei meinem Arbeitgeber war es nicht möglich, die Kollegen zur getrennten Müllentsorgung zu bewegen. Da stand ein Sack im Flugzeug, da flog alles rein. Kabelreste, Farben, Lacke, gebrauchte Pinsel, Tücher mit Lösungsmitteln, Pappe, Folie... Drei Schritte weiter standen die gekennzeichneten Behälter. Zu weit, zu umständlich, kostet zuviel Zeit. An den Raucherecken standen jede Menge Pfandflaschen und Dosen. Ich hab die immer alle mitgenommen. Airbus zahlt offensichtlich zu gut.
Der gelbe Sack wird zumindest in Berlin in Sammelorten getrennt. Weiss ich von meiner Ex Schwägerin, die musste da mal zwangsweise arbeiten. Einweg-Plastikflaschen werden geschreddert und wieder zu Plastikflaschen verarbeitet, der Plastikmüll aus dem gelben Sack auch. Der wird entweder geschreddert und recycelt, z. B. zu Plastikmöbeln oder Balkonkästen. Ein Teil wird auch von der Stahlindustrie als Brennstoff benutzt. Die zahlen richtig gut dafür.
Hier wird der Müll nur alle zwei Wochen abgeholt, wir haben für 25 Haushalte nur zwei kleine 120 liter Tonnen. Da bleibt einem gar nichts weiter übrig, als Müll zu trennen. Trotzdem gibt es immer noch Zeitgenossen, die schmeissen alles in die graue Tonne. Eben wurde der Müll abgeholt, eine graue Tonne ist schon wieder voll. Mit Zeitungen und Plastik.😳
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06.04.2017, 13:27Inaktiver User
AW: Müllentsorgung
ich werde folgende situation mit meinem exfreund (karate, ziemliche kante) nie vergessen:
in der stadt stellte ein mann eine flasche neben einen mülleimer auf den boden.
mein exfreund nahm die flasche, lief ihm nach, tippte ihm auf die schulter und sagte: du hast da was verloren
der andere hat sich nicht getraut die flasche nicht wieder zurück zu nehmen. dann hat er sie in den müll geworfen
ich sehe es noch vor mir
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06.04.2017, 13:30
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06.04.2017, 13:48
AW: Müllentsorgung
Es gibt ja inzwischen in einigen Städten spezielle Vorrichtungen an den Mülleimern, um Pfandflaschen reinzustellen. Wenn dann Pfandflaschensammler des Weges kommen, können sie sie so mitnehmen und müssen nicht die Eimer durchwühlen. Gute Sache, finde ich.
Was das Argument angeht, dass der getrennte Müll sowieso wieder zusammengekippt wird, muss ich leider sagen, dass das teilweise tatsächlich so ist. Die Mutter einer Bekannten hat so einen Job machen müssen (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Gemeinde): Sie saß mit mehreren anderen ABMlern an einem Band und hat den Inhalt der gelben Säcke getrennt. Am Ende ist alles wieder aber auf einem Band gelandet und wurde zusammengekippt. Was das soll, frage ich mich allerdings auch.
Wenn man den Medien Glauben schenken mag, könnte man wirklich meinen, das Umweltbewusstsein bei den jungen Leuten steigt wieder mehr (was vermutlich ja auch teilweise so ist), in der Realität liegt leider immer noch sehr viel Müll auf den Straßen herum. Vor 2 Wochen war in unserem Ort große Müllsammelaktion und was da alles in den Straßengräben, hinter Hecken, auf der Wiese neben dem Fahrradweg so alles lag, man glaubt es kaum. Aber bestimmt 70 % davon waren zerknüllte Tüten und leere Pappbecher eines bekannten Fastfoodrestaurants. Die Leute essen unterwegs und schmeißen das Zeug dann aus dem Fenster. Unfassbar!



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