Antworten
Seite 3 von 6 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 52
  1. Inaktiver User

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Was ist überhaupt Männerkleidung und Freuankleidung? Wer definiert das?

    Noch im Mittelalter trugen Männer wie selbstverständlich Röcke und Pluderhosen, heute würde man sich wohl sehr befremdlich fühlen damit.

    Doch es ist wie öfters das eigene Geschlecht, das die Entscheidung und das Leben damit erschwert. Frauen bewerten Frauen in modischen Dingen und Männer bewerten Männer.

    Ich möchte mal behaupten, dass auch eine Frau, die in einem Männeranzug mit Krawatte daher kommt (und Männeranzüge sind anders geschnitten als Damenkostüme) kritisch beäugt wird.

  2. Inaktiver User

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Ich stimme dir zu Armin, dass es eigentlich ungerecht ist, dass Frauen in Männerkleidung akzeptiert werden und Männer eher nicht umgekehrt in Frauenkleidung.

    Das wird wohl daran liegen, dass sich Frauen besser durchsetzen können, überzeugender sind und an einem Strang ziehen, da machen soooo viele Frauen mit, die Hosen, Hosenanzüge, Shorts usw. tragen, dass es sich irgendwann nicht mehr lohnt daraus ein Thema zu machen.

    Männer sind da eher ängstlich, wie sie wirken, da trauen sich nur wenige und die werden dann halt von der Masse ausgelacht,

    ich finde Männer in Frauenkleidern auch schwuchtelig, denn wenn sie schon sonst nicht so ihren Mann ausleben sollen sie doch wenigstens so aussehen

    Karla

  3. Inaktiver User

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tomsten: Beispiel ist im Eingangsposting des TE genannt.
    Es gibt für nahezu jede Äusserlichkeit von Menschen Diskriminierungen. Bei einigen von diesen haben es die Betroffenen selbst in der Hand, daran was zu ändern.
    Wenn man es auch nicht gänzlich unterbinden kann. Und um dabei mal als Beispiel beim Kleidungsstück 'Rock' zu bleiben: wie viele Frauen werden noch immer wegen der Länge dieses Stück Stoffes diskriminiert und schlimmeres?

    Männer müssen sich heutzutage wegen Kleidung nicht mehr emanzipieren. Die Toleranz bis Akzeptanz ist längst gegeben. Männer rasieren sich heutzutage auch nicht mehr nur im Gesicht, benutzen Lidstrich und Make up, usw. ...
    Aber wenn es als vollkommen alltägliches Bild wahrgenommen werden soll, müssen die Männer eben mehr von ihnen zusammentrommeln, die es ihnen permanent gleich tun ... den Job kann ihnen niemand abnehmen.

  4. User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Ich denke es hat etwas mit Ästhetik zu tun. Wie jeder diese empfindet ist individuell und kann kaum vorgeschrieben werden.
    Manchen Menschen steht dies, manchen das. Nicht allen Frauen steht jede "Männerkleidung" und umgekehrt.
    Ich trage wenn ich in der Gothic Szene unterwegs bin nicht selten Rock. Und ich bin nicht der einzige. Das seit über 10 Jahren. Blöd angepöbelt wurde ich schon wegen des generellen Gothic Kleidungsstils. Wegen dem Rock speziell oder angeblicher tuntigkeit noch nie.
    Manchmal schminke ich mich auch ein wenig dazu. Geht alles ohne zu feminin auszusehen und dann passt es. Ich denke man muss halt nur das finden, was einem steht. Wahllos "Frauenkleidung" anziehen nur um "Frauenkleidung" an zu haben, wird nicht funktionieren.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
    -
    Schau auf deine Haut und lies
    Such wo meine Zunge war
    Such mein Lied in deinem Haar
    Willst Du mein Gefühl verstehen
    Mußt Du Dich in Dir ansehen
    Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
    (c) ASP
    -

  5. Inaktiver User

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Das Frauen auch noch diskriminiert werden, macht das Anpöbeln und Verprügeln (!!!) von Männern im (Schotten-)Rock durch unsouveräne halbstarke Geschlechtsgenossen (vgl Eingangsbeispiel) um keinen Deut besser und ich meine: Erwachsene sollten es besser wissen.

    Abgesehen davon gibts auch noch das gesetzlich verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das verliert man nicht durch Kleiderwahl. Abstrus. Erinnert mich an die Argumentation, dass Frauen, die vergewaltigt werden, es durch ihre unzüchtige Kleidung oder ihr Verhalten drauf angelegt haben.
    Geändert von Inaktiver User (20.11.2014 um 21:22 Uhr)

  6. Moderation

    User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Hm. Ich bin hier ganz hin- und hergerissen, nicht unbedingt zwischen widerspruechlichen Standpunkten, aber zwischen unterschiedlichen Aspekten, und ich finde mich auch in ganz vielen Posts hier wieder.

    1.) Es ist schon so, und ich finde es auch interessant, dass in unserer Gesellschaft momentan Frauen mehr maskulin Besetztes offen steht als umgekehrt feminin Besetztes den Maennern. Das betrifft ja nicht nur Kleidung, sondern auch Berufe, Benehmen usw. Da habe ich in der Tat den Eindruck - ohne jetzt von voelliger Gleichheit reden zu wollen, dass eine Frau mehr (nicht alle/s!) ehemals maskulin assoziierte Berufe ausueben kann, ehemals maskuline assoziiertes Auftreten an den Tag legen (z.B. eine Fuehrungsrolle einnehmen, sich gegen offenen Widerstand durchsetzen usw.) und tatsaechlich auch (ehemals) eher maskuline Kleidung tragen kann, ohne, und das ist wichtig, dadurch gleich unweiblich zu sein.
    Natuerlich gibt es da vielerlei Abstufungen und ich will hier wirklich keine Diskussion lostreten, wo einer Frau aber doch ganz viel Gegenwind entgegenschlaegt, und wo aber doch nicht, und wo dies ganz normal ist und das noch schraeg angekuckt... Das bringt auch, glaube ich, nicht wirklich weiter. Aber so im Grundsatz erlebe ich es schon, dass Frauen sich mehr auf der maskulinen Seite bewegen als umgekehrt.

    Gerade im Berufsleben ist es ja auch bei sehr egalitaeren Branchen / Menschen / Firmen so, dass die ehemals als maskulin eingeschaetzen Verhaltensweisen positiv und professionell wahrgenommen werden, waehrend die dem Femininen zugeordneten weiterhin als "schwach" und wenig wuenschenswert gelten. Dass Frauen taetig sind, ist kein Problem, aber sie sollten eben keine der als feminin angesehen Verhaltensweisen an den Tag legen.

    2. Bestimmte Konventionen sind noch relativ unverrueckbar, bzw. das Brechen dieser Konventionen ruft Irritation hervor. Dass Aggressionen nicht tragbar sind, duerfte hier in diesem Forum unstrittig sein. Aber es kann nunmal per Definition nicht alles konventionell sein, jedenfalls nicht alles auf einmal. Und da frage ich mich halt auch, ob die Kleidungskonvention, nach der europaeische Maenner mit Ausnahme der Schotten keine Roecke tragen, wirklich so relevant ist, dass sie veraendert werden muss. Es muss moeglich sein, diese Konvention ohne Gefahr fuer Leib und Leben und psychische Gesundheit zu brechen, das steht fuer mich fest. Aber ehrlich gesagt waeren andere Baustellen fuer mich persoenlich wichtiger, wenn es um echte Aenderung der Konvention geht, sprich um Veraenderung dessen, was als "normal" gilt.

    3. Was heisst "Toleranz" oder auch "Akzeptanz"? Natuerlich toleriere ich den Mann im Rock (hab ich auch erst 1-2 Mal gesehen, abgesehen von den hier angesprochenen Neben-Konventionen der klerikalen oder auch islamischen Kleidung). Ich werde ihn nicht anpoebeln. Er ist mir auch nicht unangenehm. Ich glaube auch, ich wuerde ihn nicht als weniger "maennlich" wahrnehmen. Ich wuerde ausserdem nicht automatisch davon ausgehen, dass er schwul ist. Als weniger maskulin wuerde ich ihn schon einschaetzen, aber das waere ja mutmasslich auch so gewollt.
    Aber ganz ehrlich: es gefaellt mir nicht. Ich finde es nicht ansprechend. Da bin ich eben von der Konvention gepraegt. Bin ich jetzt intolerant? Andererseits gibt es auch viiiiiiiele andere voellig konventionelle Sachen, die mir geschmacklich nicht zusagen.
    Geändert von Flau (20.11.2014 um 22:53 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Die Lobby für Frauen ist was bsw. Mode, Kosmetik, Friseur , Pflege oder Sexualität usw. angeht untereinander und gesellschaftlich wesentlich größer,
    Gerade Mode wird doch mehr als ein Resort der Frauen angesehen.
    Umgekehrt wirken und werden Frauen bsw. die sich über Ihre Supersportwagen oder eine Handfeuerwaffensammlung definieren und total ergötzen auch gesellschaftlich als befremdliche Exoten wahrgenommen,
    Weil dies eher als ein Resort von Männern gilt.
    Das falsche Tier an seiner Seite (Kuschelhund , Dackel, Katze, Hamster) statt wenigstens Größeren muskulösen Hund, einer Schlange oder Vogelspinne und schon wird Mann eher als weiblich , weich und unmännlich oder sogar Schwul dargestellt.
    Beim Auto gibt es ja auch ständig die Wahl zum Gay Auto of the Year (meist Frauenlieblinge und Knutschkugeln wie Fiat 500 , Mini usw.).
    Kampfnamen von Sportlern oder in Foren oder Singleportalen von Männern sind auch nahezu immer gefährliche Tiere , Waffen, Martialisches, Da ist einfach kein Platz für Maus, Hase oder wenigstens mal ein feiger Koyote.


    Um bsw. Röcke und ähnliche Utensilien für Männer gesellschaftlich anerkannter zu machen, sollten die sich aber weniger ausschließlich 1:1 an den Frauen orientieren und genauso übernommen werden, sondern eher wirklich für die bedürfnisse der Männer , Hobbys, Job (Kampfsport, Reiten, Kletterer, Kunstszene) usw. entwickelt und zugeschnitten werden.
    Von klein auf müsste diese Kleidung meinetwegen durch den Job, Tradition, Popstars als Vorbilder, Mangakultur o.ä einfach nur mal als cool oder sinnvoll betrachtet werden.
    Die Samurei's hatten früher bsw. ein Hakama also eine Art Hosenrock der beim kämpfen , Reiten und Präsinetieren wohl imposant und zugleich Vorteilhaft war.

    Das mit den Farben ist natürlich auch der Erziehung und deren vermeintlichen Attributen geschuldet
    Manches hat womöglich für den eiligen und immer allzeits bereiten und bequemen Mann auch Nachteile wie z.B eine Strumpfhose (Stichwort : Pinkeln)


    Da man sich vor wenigen Jahren auch noch keine hochrangigen bekennende homosexuelle Politiker, -Hochzeiten, -Fussballer oder "Frauen" mit Bart oder eine kpl. digital total vernetzte kommunizierende Umwelt vorstellen konnte, schliesse ich ein gesellschaflich anerkannte weibliche Mode für Männer als Zeitgeist der Zukunft ebenfalls nicht mehr gänzlich aus.

    Allerdings müssten dann auch die Frauen etwas wegrücken vom Wunsch nach dem Alphatier
    Geändert von Punpun (20.11.2014 um 21:51 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Ich mag weder männlich gekleidete Frauen noch feminin gekleidete Männer - deswegen würde ich sie aber nicht anpöbeln.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ich trage wenn ich in der Gothic Szene unterwegs bin nicht selten Rock. Und ich bin nicht der einzige. Das seit über 10 Jahren. Blöd angepöbelt wurde ich schon wegen des generellen Gothic Kleidungsstils. Wegen dem Rock speziell oder angeblicher tuntigkeit noch nie.
    Manchmal schminke ich mich auch ein wenig dazu. Geht alles ohne zu feminin auszusehen und dann passt es. Ich denke man muss halt nur das finden, was einem steht. Wahllos "Frauenkleidung" anziehen nur um "Frauenkleidung" an zu haben, wird nicht funktionieren.
    Das finde ich interessant, Satyr, dass Du Goths (ist das der Plural?) erwaehnst, das fiel mir auch als so eine Sparten-Konvention ein, wo die Regeln etwas anders sind. An Roecke fuer Maenner habe ich zwar nicht gedacht, obwohl ich das auch schon gesehen habe, aber an Make-Up.
    Das finde ich rein praktisch viel bloeder fuer Maenner, dass die sich nicht schminken "duerfen", bzw. dass es halt unkonventionell ist. Damit kann man soooo viel reissen, wenn man z.B. muede aussieht oder (wie ich) praktisch unsichtbare Wimpern und Augenbrauen hat, etc., also ohne sich jetzt zu "verkleiden". Das finde ich so praktisch, dass ich Maenner da tatsaechlich benachteiligt sehe.

    Ausser halt Goths. Aber das wird wahrscheinlich von der Konventionalgesellschaft wirklich als so "verkleidet" wahrgenommen, dass man sich nicht an Details wir Rock oder Lidstrich aufhaengt, sondern eher an dem Look als Ganzem.

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Frauen "dürfen" Männerkleidung tragen, umgekehrt aber nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Frauen auch noch diskriminiert werden, macht das Anpöbeln und Verprügeln (!!!) von Männern im (Schotten-)Rock durch unsouveräne halbstarke Geschlechtsgenossen (vgl Eingangsbeispiel) um keinen Deut besser und ich meine: Erwachsene sollten es besser wissen.

    Abgesehen davon gibts auch noch das gesetzlich verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das verliert man nicht durch Kleiderwahl. Abstrus. Erinnert mich an die Argumentation, dass Frauen, die vergewaltigt werden, es durch ihre unzüchtige Kleidung oder ihr Verhalten drauf angelegt haben.
    Ich hatte Tomsten so verstanden, dass diese Art von Diskriminierung doch schon gesellschaftlich gaechtet ist und auch nicht speziell auf Maenner (in Frauenkleidung bzw. Schottenrock) bezogen. Natuerlich passieren solche Dinge, aber sie werden von der Mehrheit und nicht zuletzt vom Gesetzgeber, wie Du selbst schreibst, als falsch bzw. illegal gewertet.

    Aber einige Aeusserungen des TE deuten darauf hin, dass er will, dass Frauenkleidung tragende Maenner konventionell ("normal") werden. Und da besteht hier Uneinigkeit, wie realistisch und/oder notwendig das ist. Nicht darueber, ob Konventionsbrecher angegriffen werden duerfen!

Antworten
Seite 3 von 6 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •