Ich spende eh das ganze Jahr (Kinderpatenschaften) und auch immer dann, wenn ich sozusagen eine größere Geldmenge einnehmen (Prämie, Weihnachtsgeld...). In der Regel an die gleiche Organisation (Plan), das minimiert eher den Aufwand als jedem ein bisschen was zu geben.
Bettelei nervt mich eher - vor Kurzem hatte ich Post vom SOS-Kinderdorf, mit beigelegten Weihnachtskarten und Überweisungsträger. So was fliegt bei mir direkt in den Müll.
Ich überlege sehr genau, wer was bekommt - so spende ich z.B. generell nicht an kirchliche Organisationen.
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04.11.2013, 21:48
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
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04.11.2013, 21:59Inaktiver User
Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Bei uns im Dorf gibt es eine "Aktion Christkind", von der aus das gespendete Geld an die soundsoviel als bedürftig gemeldeten Familien verteilt wird. Das ist der Vorteil einer überschaubaren Gemeinde; man weiß, wo die Hilfe benötigt wird, wenn z.B. ein Kind dieser Familien eingeschult wird.
Für das Kind gibt's von der Gemeinde eine Schultüte und eine "Grundausstattung".
Trotzdem möchte ich auch noch den krebskranken Kindern helfen, wenn ich sie ständig im Radio darüber reden höre, wie gut ihnen ein Aufenthalt dort tut.
Vielleicht gebe ich eine zusätzliche Benefiz-Vorstellung für die Waldpiraten.
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04.11.2013, 23:28Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ruf doch mal an und frage, ob du was tun kannst.
Für mich - persönlich - ist es immer wichtig, dass ich ein Gesicht damit verbinden kann.
Und seitdem manche "Vereine" RICHTIG aggressiv in den Innenstädten werben, habe ich in die Großen auch kein Vertrauen mehr. Geht es euch auch so?
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05.11.2013, 07:38Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Von aggressiven Spendeneintreibern bin ich kuriert, seit ich mich als Studentin mal von einer sogenannten Tierrechtsorganisation in der Fußgängerzone über den Tisch habe ziehen lassen.
Klar sollte man sich einfach umdrehen und gehen, wenn durch manipulative Fragerei das schlechte Gewissen entfacht werden soll.
Klar sollte man sich einfach umdrehen und gehen, wenn keine einmalige Barspende akzeptiert wird, sondern nur eine Überweisung (oder war's gar eine Einzugsermächtigung?).
Klar sollte man sich einfach umdrehen und gehen, wenn der Spendeneintreiber garantiert, dass die Spende in meinem Fall dann nur einmalig eingezogen wird und er dies sogar auf den Überweisungsträger schreibt, nebst seiner Personummer.
Aber da hatte ich einfach einen Tag, an dem ich nicht stark genug war, mich gegen solche Praktiken zu wehren.
Fortan durfte ich drei, vier Jahre lang das regelmäßig eingezogene Geld wieder zurückholen und schließlich mit dem Anwalt drohen. Angeblich hatte man immer wieder "vergessen", meine Daten aus der Datei zu löschen.
Seitdem eile ich sturen Schrittes an solchen Herrschaften vorbei. Ich mag es generell nicht, von Leuten angesprochen zu werden, weil die mein Geld wollen. Da mache ich sofort dicht.
Bedauerlich für die Lebewesen, deren Leid für solche Machenschaften missbraucht wird, und deren Leid ja real existiert.
Ich spende dann, wenn ich von einer Aktion erfahre, die für mich sinnvoll und völlig transparent erscheint, und wenn, wie bereits jemand schrieb, ein Gesicht dahinter steht. Und wenn das Ganze unaufdringlich gestaltet ist, man also nicht zu irgendetwas gedrängt wird (auch nicht durch Manipulationen Richtung "Wer A sagt, der muss auch B sagen - zumindest als guter Mensch.").
Straßenmusikanten (den Leierkastenmann zähle ich übrigens nicht dazu), deren Klänge mich berühren, bekommen auch etwas.
Das ist dann übrigens völlig unabhängig von der Jahreszeit.
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05.11.2013, 08:12
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich spende seit Jahren, auch unabhängig von der Zeit für 2 Vereine (einmal für Tiere, einmal für Menschen) von denen ich überzeugt bin. Außerdem helfe ich noch persönlich in einer Selbhilfegruppe für Ess-kranke Menschen und gebe ab und an einen Tierheim ein der Nähe Futterspenden.
Ein schlechtes Gewissen, dass ich mehr tun könnte hab ich nicht. Ich finde, jeder der sich Gedanken macht und in seinem Rahmen hilft, tut mehr als so mancher "reiche Knopp" der das gespendete vorne freizügig hergibt und hintenherum wieder von der Steuer abholt
Hört sich jetzt gemeiner an, als ich meine, aber ich denke so.
Genauso wie ich der Meinung bin, dass ein jeder mit seinen, meist sauer verdienten Geld tun kann, was er für gut und richtig hält. Und wenn ich meinen Haustieren damit eine Freude (oder eher mir
) oder einen Menschen, der mir nahe ist, eine Kleinigkeit besorgen kann, dann tu ich das auch - ohne mir ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, dass von dem Geld, was ich dafür "verschwende" ja schon wieder 10 Länder hätte retten können.
Alles Liebe, Nellie
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WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
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05.11.2013, 09:22
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Warum die alle in der Adventszeit zur Spende aufrufen, ist klar. Wenns weihnachtet, sind wir doch alle auf trautes Familienglueck und vor allem aufs Schenken eingestimmt. Da ist vielleicht die Gebefreudigkeit groesser als in Fruehling und Sommer wenn die Sonne scheint und man nichts anderes im Sinn hat, als moeglichst schnell vor die Tuer zu kommen.
Ich spende nichts... zumindest kein Geld, weil ich keine Kontrolle darueber habe, was damit wirklich passiert, wohin es fliesst, wofuer es ausgegeben wird. Ich stand mal in der Bank und schaute verwundert auf das zwei Quadratmeter grosse Drahtgestell an der Wand, in dem jede Menge Flyer steckten, die alle zu Spenden aufriefen. Ich dachte, wenn ich jedem davon 5 Euro gebe, ist ein ganzes Monatsgehalt futsch (brutto).
Das einzige, das ich verschenke sind Sachen, die ich nicht mehr brauche. Z.B. Klamotten fuer den Laden um die Ecke, der den Kram dann an Beduerftige verkauft, die wenig bis gar nichts verdienen. Da weiss ich wenigstens, wo es bleibt.
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05.11.2013, 10:39Inaktiver User
Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Vielleicht ist das bei mir ja auch nur so eine Art Pawlow'scher Reflex: wenn man mich (untermalt von trauriger Musik) drei- bis fünfmal pro Stunde an die Spendenaktion für kranke Kinder erinnert, greife ich automatisch zum Portemonnaie (bildlich gesprochen). Gerade vor ein paar Minuten wieder.
Zur Zeit fällt es mir verstärkt auf, weil ich mehr und bewusster Radio höre als sonst.
Und fassungslos bin ich über mich, weil ich merke, wie mich das langsam AUFREGT!
Ich sollte auf CDs oder Eipott umsteigen. Wenn nur die Musik auf KlassikRadio nicht so schön wär'.
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05.11.2013, 12:59
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Gerade mit dem Novembergehalt bekommen ja auch viele Weihnachtsgeld und haben dann tatsächlich mehr im Geldbeutel als sonst. Dann ist man auch großzügiger. Das ist sicher mit ein Grund.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
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05.11.2013, 13:15Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
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05.11.2013, 14:17
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich verstehe das mit dem schlechten Gewissen überhaupt nicht. Wieso sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Weil andere kein Glück im Leben hatten? Was kann ich denn dafür?
Auf der anderen Seite habe ich mal ein Buch darüber gelesen (den Titel habe ich leider vergessen), wie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen teilweise mit Spendengeldern umgehen. Die leben vor Ort nicht in bescheidenen Hütten und reiten auf Eseln. Von wegen, teure Geländewagen und solide Häuser sind da keine Ausnahme. Gern beschäftigt man auch Hauspersonal. Lokale Chefs werden bestochen, damit man überhaupt an die notleidende Bevölkerung rankommt. Ganze Clans haben sich auf den Empfang von Spendengeldern spezialisiert und machen nichts anderes mehr.
Wenn ihr meint, ihr müsstet euer schwer verdientes Geld solchen Organisationen überweisen, um euer Gewissen zu beruhigen, finde ich das total schade. Ihr habt doch gar nichts verbrochen!
Seht doch lieber mal im näheren Umkreis. Auch da gibt es Leute, die finanzielle Probleme haben und denen man direkt helfen kann. Ich habe kürzlich ein Fahrrad weit unter Wert abgegeben, weil beim Nachbarn das Geld für eine Monatskarte für den Bus nicht drin war. Man kann auch einen weniger reichen Menschen mal zum Essen einladen oder die Weihnachsgeschenke der Kinder einer armen Familie sponsern oder sie mit ins Schwimmbad oder den Urlaub nehmen.
Wenn ich auf der anderen Seite sehe, dass Hilfsorganisationen Drücker beschäftigen, die gutmütigen Leuten Dauerspenden aufschwatzen. Verpflichtungen, die später sogar in der Schufa auftauchen, weil die Leute sie sich gar nicht leisten konnten. Dann wird mir so richtig kotzübel!
Das mit dem schlechten Gewissen sehe ich gar nicht ein, an Heiligabend werfe ich trotzdem ein paar Münzen in den Klingelbeutel und ansonsten achte ich auf mein direktes Umfeld und helfe, wenn es nötig ist. Aber nicht dem rumänischen Bettler am Discounter. Bei dem weiß ich nicht einmal, wo das Geld wirklich landet. Vermutlich bei einem dieser Sklavenhalter. Solange diese Leute noch Geld einsammeln, werden diese Sklavenhalter weiter machen. Deshalb gibt es von mir keinen Cent.


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