Bei uns im "Dorf" steht täglich (schon seit Monaten) ein junger Mann (osteuropäisch nehme ich an), mal hier mal dort, und bietet irgendein Infoblättchen an. Ich weiss nicht welches, interessiert mich offengestanden auch nicht ...
Aber was mich ungeheuer beeindruckt, ist die riesige Freundlichkeit, die dieser Mensch einem täglich entgegenbringt ... egal ob man ihm ein Blättchen abkauft ... oder nicht. Und man sieht es wirklich: sein Lächeln kommt aus dem Herzen, nicht aus den Mundwinkeln.
Daher werde ich dem Mann, kurz vor Weihnachten, irgendwas so zwischen 50 und hundert Euro in die Hand drücken ... nur für ihn und seine Familie ... möchte ich ihm auch so sagen. Er soll's, wenn möglich, am Körper, wo auch immer, verstecken. Ich denke nämlich, er bettelt dort im Auftrag.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 55
-
04.11.2013, 11:50Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
-
04.11.2013, 14:41Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich engagiere mich lokal - und das würde ich dir auch raten. Entweder lokal spenden oder lokal was tun.
Da weiß ich, was ich tue, ich weiß, wo es ankommt.
Schau aber genau hin - in einem ehemaligen Verein gab es Knatsch, weil einige eine Aufwandsentschädigung bekamen, andere wiederum nicht.
Wenn ich sehe, was für Unsummen manche in Werbung und diese Innenstadt-Stände ausgeben ...
-
04.11.2013, 15:26Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
ich spende dort, wo ich weiss, dass das geld ankommt. regelmässig, sogar an ostern.
ich kann leider nicht die ganze welt retten!
aber, wer schon so viel geld hat, dass er in den medien für ein (1) projekt werben kann, der braucht von mir kein geld. jedenfalls kein geld für einen riesigen verwaltungsapparat.
-
04.11.2013, 16:36Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
-
04.11.2013, 17:33Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich spende seit vielen Jahren vor Weihnachten einen erklecklichen Betrag an die Aktion "Hilfe für den Nachbarn" der überregionalen Zeitung meiner Stadt.
Das Geld kommt zu 100% Hilfsbedürftigen in der Stadt zugute. Jeden Tag werden einige konkrete Fälle in der Zeitung geschildert, für die Hilfe gebraucht wird. Fälle werden von Hilfsorganisationen und Menschen aus der Nachbarschaft gemeldet. Die Verwaltung der Spenden erfolgt ehrenamtlich durch Mitarbeiter der Zeitung, Sachkosten übernimmt der Verlag.
Es geht um konkrete Unterstützung beispielsweise für Leute in Altersarmut, Alleinerziehende, die mit HartzIV auskommen müssen oder auch ehemals Obdachlose, die sich eine kleine Wohnung einrichten wollen und z.B. einen Zuschuss für die Waschmaschine brauchen. Im Grunde Kleinigkeiten im Einzelfall, aber wenn sie fehlen, ist es für die Betroffenen bitter.
Das Konzept überzeugt mich, ich habe das Gefühl, dass das Geld wirklich ankommt, deshalb spende ich gerne. Ich kann nicht die Welt retten, ich kann unmittelbar nur vor Ort schauen, das sich etwas ändert.
Im Weihnachtsgottesdienst werfe ich meist noch einen Fünfziger in den Opferkorb, das geht dann meist in die dritte Welt.
Gruß, Elli
-
04.11.2013, 17:51
-
04.11.2013, 18:47Inaktiver User
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich bekomm es umgekehrt mit: Bin in der Advents- und Weihnachtszeit extrem ungern allein unterwegs, weil mir als Rollstuhlfahrerin "milde Gaben" angedient werden: 5 Euro in den Schoß gedrückt oder "was Süßes", wenn ich irgendwo warte, oder sogar hin und wieder eine "schöne Adventsfeier" offeriert, wozu ich extra "aus dem Heim geholt und gebracht" werden soll.
Ekelhaft, solche Anwanzereien an Fremde. Weder laufe ich abgewrackt herum, noch ist jeder Rollstuhlfahrer, der irgendwo wartet, ein Bettler. Es ist tatsächlich die Weihnachtszeit, die die Blicke verklärt und im "Behinderten" allüberall nur noch das "Hilfsobjekt" sieht.
-
04.11.2013, 20:30
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Ich spende nichts. Und habe ü - ber - haupt kein schlechtes Gewissen. Mir geht dieses Gesammele vor Weihnachten dermaßen auf die Nerven - nun erst recht nicht. Und ich habe auch nicht den Ehrgeiz, die Welt zu retten.
@ Dharma: Lustig, bei mir ist's genau umgekehrt: Bettler sind die einzigen, die ich großzügig bedenke.
@ Elli: So eine Aktion macht unsere Tageszeitung auch und ich finde das wirklich gut. Allerdings spenden da mittlerweile so viele Leute und es bekommen nur die Geld, die sich dort melden (oder gemeldet werden), weshalb ich bei meinen Bettlern bleibe.
@Chreshirekatz: Das ist ja der Hammer. Wie kommen die Leute nur auf so Ideen? Haben die noch nie eine Frau im Rollstuhl gesehen? Meine Güte
-
04.11.2013, 20:36
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
Liebe bunte Kuh, es gibt noch ganz viele wirkliche richtige Bettler. Nicht die, die von der Mafia geschickt werden. Einfach der Hartz-4-Empfänger, dessen Hartz4 diesen Monat nicht reicht, weil er die Heizkostennachzahlung / die Stromnachzahlung / den kaputten Kühlschrank / die Brille nicht bezahlen kann. Ist nicht mehr so, dass auf Antrag alles das "Amt" übernimmt. Zahlreiche haben nicht mal Hartz-4 beantragt und sind nicht krankenversichert. Viel Elend da draußen.
Und, Dharma, arbeiten gehen können nur die, die dazu noch imstande sind UND einen Job finden. Glaubst du, diese armen Gestalten haben eine Chance?
Übrigens, bunte Kuh, ich finde es sympathisch, dass du dir Gedanken darüber machst, wie du was Gutes tun kannst.
-
04.11.2013, 20:40
AW: Kommet und spendet, weil's wieder adventet...
an meine Tür haben dieses Jahr schon geklingelt:
2xLeute vom Zirkus, Volkssolidarität, die Jugendfeuerwehr....
Dann die ständigen Aufrufe im TV- von Brot für die Welt, rettet die Walfische etc.
Und wenn ich dann noch mitbekomme, für was alles meine und auch eure gezahlten Steuergelder hin gehen- Spendet jeder schon genug....
Ich spende generell nur für Projekte hier in meiner Umgebung - wo ich weiß jeder Euro kommt an.
wie z.Bsp. für die Kinderkrebshilfe oder das Hospiz.Habe die KRAFT,zu ändern, was nicht mehr länger zu ertragen ist;
die GELASSENHEIT, alles dass hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, und die WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden


Zitieren
