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  1. Inaktiver User

    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Beides muss da sein. Das "Herz" und Hirn.

    Aber, *hüstel*, einige eher lose Bekannte lassen sich grade auch zur Erzieherin ausbilden (umschulen?).

    Da sag ich ganz ehrlich, denen würde ich mein Kind nicht anvertrauen.

    Ich hab mir mal einige Unterlagen von denen angeguckt, ist eher so "pseudo-wissenschaftlich", würde ich mal sagen. Nicht wirklich reflektiert und fundiert, was die da lernen. Da finde ich Modelle wie in Skandinavien, wo der Erzieherberuf teiweise mit einer universitären Ausbildung verbunden ist, nicht mal schlecht.

    Dauert doch ähnlich lange, oder? Ich glaube, meine Bekannte verdient erst nach 4 Jahren richtiges Geld?

    Und teilweise werden Aktivitäten mit den Kindern wie Kochen als sonstwas "pädagogisch wertvoll" hochgejubelt - macht das nicht jede Mama?

    Überhaupt, Kind muss ja schnell trocken werden, wegen Krippe. Sehr große Gruppen, nennt sich dann "integriert", wo die Kleinsten von den Größeren mitgezogen werden. Mit allen positiven und negativen Folgen.

    Ich selbst habe sehr positive Erinnerungen am meine Kindergartenzeit. Nette "Tanten" (darf man heute ja auch nicht mer sagen), halbtags, entspannt, nichts Überkandideltes.
    Meine Kindergartentanten waren auch keine "Fachkräfte" Das war damals üblich, dass es Frauen aus dem LEben waren, aber entspannt waren die auch nicht immer, zumindest meine nicht - die war fies

    Also das Kochen mit Kindern soll in der KiTa wertvoll sein, weil: Eine Erzieherin mit den Kindern spricht, was da gemacht wird. Eine gute Mutter würde ich behaupten, macht das meistens auch. Es ist schon anstrengend in einer Gruppe mit Kindern, aber nicht unmöglich.

    Das Trocken werden ist seit dem Rechtsanspruch, der ja für die Kinder ab 3 seit vielen Jahren schon besteht vorbei. Ein Kind MUSS heute aufgenommen werden, egal ob es noch eine Windel braucht oder nicht. Mein Sohn im FSJ muss (oder besser gesagt darf) auch wickeln und da wird kein Sauberkeitsdruck auf die Kleinen ausgeübt. Toilettentraining in der KiTa wird erst auf Wunsch oder Druck der ELtern angefangen. An sich ist die Windel nämlich für Erzieherinnen bequemer, als das Kind ständig aufs Klo zu schicken...

    Die Diskussion an sich bleibt aber wirklich sehr spannend, ich möchte gerne mal wissen, wie sich das weiter entwickelt.

  2. Moderation

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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und teilweise werden Aktivitäten mit den Kindern wie Kochen als sonstwas "pädagogisch wertvoll" hochgejubelt - macht das nicht jede Mama?
    Nein, viele Mamas können nämlich gar nicht mehr kochen. Ich habe mal einen einen Vortrag einer Professorin aus Flensburg gehört. Sie meinte als Eingangsstatement, dass die Emanzipation in der Küche angekommen sei - es kocht keiner mehr.

    Es gehen tatsächlich viele, viele Alltagskenntnisse verloren: Einkaufen, Kochen, Putzen, Nähen, Flicken ... Wenn ein Teil davon in Kindergarten und Schule gelehrt wird, ist das in meinen Augen nicht pseudowissenschaftlich. Es ist in meinen Augen nur schade, dass so viele Alltagstätigkeiten, die eigentlich originäre Aufgabe der Familie wären, nicht mehr in der Familie stattfinden.
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  3. Inaktiver User

    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich als Nichtfachkraft im Kindergarten arbeite: Seid beruhigt, ich mache meine Arbeit mal mindestens genauso gut (wenn nicht gar besser!), wie die jungen Kolleginnen, die sich viel schneller als ich aus der Ruhe bringen lassen.
    Wenn Du so gut bist, sogar besser als Deine ausgebildeten Kollegen, spricht doch nichts dagegen, die entspechenden Prüfungen abzulegen, oder? Macht ein paar hundert Euro Unterschied pro Monat aus.

  4. VIP

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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und P.S. Das Kifög in Hessen wurde wieder gekippt. Herr Bouffier hat wohl Schiss bekommen, dass er nicht mehr gewählt wird - so schnell können ein paar Demos zum Thema die Politik anscheinend doch beeinflussen. Wenn das eines Tages mal bundesweit klappt, dann haben wir vielleicht auch mal ein tolles Bildungssystem...
    Gekippt nenne ich das nicht:

    Statt dessen sollen sich die Landeszuschüsse künftig danach richten, wie viele Kinder die Einrichtungen jeweils zum Stichtag 1. März betreuen. Die volle Förderung würde nur noch dann gewährt, wenn die maximale Gruppengröße von 25 ausgeschöpft ist. Eine Absenkung des Betreuungsschlüssels wäre nach Ansicht der Gewerkschaften ebenso eine Konsequenz wie die Zunahme befristeter Beschäftigungsverhältnisse.

    Weitere Kritik richtet sich dagegen, daß sich die Gruppengröße bei Inklusion behinderter Kinder nicht mehr automatisch verringern soll. Die Landesregierung reagierte darauf lediglich mit einem Appell an die Kommunen, das nicht abzusenken. »Angesichts von Schuldenbremse und kommunaler Finanznot werden viele Städte und Gemeinden nur die Mindeststandards des Gesetzes einhalten«, fürchtet ver.di-Funktionärin Lust.

    Die Linke erklärte am Dienstag, durch die vorgenommenen Änderungen sei das KiFöG noch kein gutes Gesetz geworden. »Die vollgestopften Gruppen, die Nichtberücksichtigung der Kinder mit Behinderung und die totale Vernachlässigung der Horte sind nur die gravierendsten Probleme, die immer noch bestehen«, so die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Wiesbadener Landtag, Marjana Schott. Die Fraktionsvorsitzende *Janine Wissler ergänzte gegenüber junge Welt, die Zugeständnisse der Landesregierung seien »ein großer Erfolg, der Mut macht, weiter zu kämpfen«. »Ich würde mir wünschen, daß auch andere Gesetze von so großen Protesten begleitet werden«, meinte Wissler. Unter anderem hatten 130000 Menschen eine Petition gegen das Vorhaben unterschrieben – so viele wie seit der Auseinandersetzung um die Startbahn West des Frankfurter Flughafens Anfang der 1980er Jahre nicht mehr

    11.04.2013: Erfolgreiche Proteste gegen Hessens »KiFöG« (Tageszeitung junge Welt)


    Aber vielleicht hast du eine aktuellere Quelle?
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und teilweise werden Aktivitäten mit den Kindern wie Kochen als sonstwas "pädagogisch wertvoll" hochgejubelt - macht das nicht jede Mama?

    Leider nicht!!

  6. Inaktiver User

    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Es gehen tatsächlich viele, viele Alltagskenntnisse verloren: Einkaufen, Kochen, Putzen, Nähen, Flicken ... Wenn ein Teil davon in Kindergarten und Schule gelehrt wird, ist das in meinen Augen nicht pseudowissenschaftlich. Es ist in meinen Augen nur schade, dass so viele Alltagstätigkeiten, die eigentlich originäre Aufgabe der Familie wären, nicht mehr in der Familie stattfinden.
    Das stimmt schon. Bei diesen Kochaktionen geht es aber um noch mehr. Sie werden sozusagen als Medium benutzt, um bei den teilnehmenden Kindern u.a. auch soziale Kompetenzen zu fördern. Fast jedes Kind kocht gern, deshalb ist das gemeinschaftliche Schnibbeln ideal, um Kinder, die keinen Anschluss finden, in die Gruppe zu integrieren. Andere Kinder haben vielleicht feinmotorische Defizite, wieder andere können sich nur schwer konzentrieren usw. Das wird alles bedacht. Es geht nicht darum, einfach ein bisschen rumzukochen wie zuhause mit der Mama.
    Erzieherinnen haben ihren Job vier Jahre gelernt, das hat seinen Grund. Die Ausbildung besteht nicht aus Ringelpietz.
    Wie sehr der Beruf abgewertet wird, kann man hier im Strang gut lesen. Kein Wunder, dass keiner mehr Bock darauf hat.

  7. Moderation

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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt schon. Bei diesen Kochaktionen geht es aber um noch mehr. Sie werden sozusagen als Medium benutzt, um bei den teilnehmenden Kindern u.a. auch soziale Kompetenzen zu fördern.[...]
    Da stimme ich dir in allem zu. Wenn ich an meine Kinder zurückdenke, die "tiefschürfendsten" Gespräche führt man beim Kochen und beim Abspülen. Da bespricht man alltägliche Probleme, klärt auf und bespricht Verhütungsfragen. Und natürlich werden auch Teamfähigkeit und Hand in Hand Arbeiten gefördert.

    Wenn ich in der heimischen Küche diesen Zugang hatte, werden Erzieher und Lehrer einen ähnlichen Zugang zu ihren Schülern bekommen. Kochen und Essen ist ja auch wesentlich mehr als Nahrungsaufnahme und die Kenntnisse über gesunde Ernährung. Und nicht umsonst gefällt es (nicht nur frisch verliebten) Paaren, an Wochenenden gemeinsam zu kochen und zu essen - da fängt der Spaß auch meist schon beim Einkauf an.

    Ich meinte nicht nur die rein technische Fähigkeit, wenn man kocht oder näht. Da werden neben dem persönlichen Kontakt und der Stärkung der persönlichen Behziehungen auch noch viele andere Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert.

    Und dennoch finde ich, dass es kulturelle Fähigkeiten sind, die zum Teil verloren gehen. Und das bedaure ich auch sehr.
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  8. gesperrt

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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie sehr der Beruf abgewertet wird, kann man hier im Strang gut lesen. Kein Wunder, dass keiner mehr Bock darauf hat.
    ja, erschreckend.

    Sagt eine die Kochen in der WG gelernt hat. Und zwar ziemlich gut
    Als Kind wollte ich immer nur Fischstäbchen, Schnitzel und Nudeln mit Soße, oder Brot mit einer Smiliemortadella oder Frischkäse, alles andere wurde verweigert.
    Geändert von _Farmelli (12.05.2013 um 01:42 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Ich spreche hier nicht von der regulären Ausbildung zur Erzieherin, oder Erzieher, sondern eben von diesen Schnellkursen.

  10. gesperrt

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    AW: BaWü: Kita-Fachkraft in 25 Tagen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich spreche hier nicht von der regulären Ausbildung zur Erzieherin, oder Erzieher, sondern eben von diesen Schnellkursen.
    Hast du denn gelesen, dass diese Schnellkurse nur für bereits in pädagogischen Fächern vorgebildete/abgeschlossene Berufe zugänglich sind?

    So wird erstmals ausgebildeten Fachlehrkräften für musisch-technische Fächer, Personen mit der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Sonderschulen sowie Haus- und Familienpflegerinnen der berufliche Umstieg ermöglicht. Auf Antrag der CDU gilt dies auch für Dorfhelferinnen.

    Bedingung für die Quereinsteiger ist allerdings eine 25-tägige Fortbildung in Pädagogik der Kindheit und Entwicklungspsychologie. Die kann wahlweise vor dem Wechsel in den Erzieherberuf oder berufsbegleitend absolviert werden. Alternativ ist ein einjähriges betreutes Berufspraktikum möglich. Die Liste der Quereinsteigerberufe umfasst auch Kinderkrankenpfleger, Hebammen, Entbindungspfleger, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten oder Logopäden.
    Über die 25 Tage kann man sich streiten, aber warum sollten Leute, die die oben genannten Berufe bereits ausgeübt haben nochmal 3 Jahre Ausbildung machen? Höchstwahrscheinlich haben sie mehr Erfahrung als ein 23 jähriger Erzieher, der frisch aus der Ausbildung kommt.
    Geändert von _Farmelli (12.05.2013 um 02:53 Uhr)

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