Was kann ein Beweggrund sein, seinen "anonymen Erzeuger" kennenlernen zu wollen?
Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich das als Fassungslosigkeit oder als Aufreger empfinde.
Ich sehe ein, daß Kinder ein Recht haben, ihren Vater kennen zu lernen, aber wenn
doch von vorneherein bekannt ist, daß der Spender anonym ist, ist doch klar daß da
keine "Beziehung" gewünscht werden kann. Oder sehe ich das falsch?
Mal angenommen ich wäre ein Mann und hätte gespendet, stehen da dann plötzlich 10 Menschen auf
der Matte und sagen " Du bist mein Vater, und ausserdem hätten wir gerne Unterhalt" ??
Das kann doch nicht sein!!!
Welchem Richter fällt den so was ein?
Bei mir dreht sich da mein Hirn im Kreis!
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Thema: Anonyme Samenspende?
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07.02.2013, 09:51
Anonyme Samenspende?
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07.02.2013, 09:53Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
Genau das geht mir auch dabei im Kopf rum.
Dass das Kind irgendwann vielleicht mal seinen biologischen Vater kennenlernen will verstehe ich schon nicht. Aber wieso kann hier nicht ganz einfach die Anonymität des Spenders geschützt bleiben?
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07.02.2013, 10:18Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
Das Problem ist, dass sich Dritte (hier die sozialen Eltern und der biologische Vater sowie der Arzt) die Entscheidung darüber anmaßen, was das Kind für Rechte haben soll oder nicht.
Das kann jeder gerne für sich selbst entscheiden - aber eben nicht für andere.
Und ich bin froh dass das endlich thematisiert wird.
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07.02.2013, 10:22
AW: Anonyme Samenspende?
Ich auch.
Wer bin ich, wo komme ich her? - das sind Lebensfragen, die manchmal ewig lange keine Rolle spielen und dann sehr wichtig werden können. Wer seinen Samen zum Kinderzeugen spendet, der setzt willentlich Kinder in die Welt. Die eben Rechte haben wie andere (erwachsene) Kinder auch.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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07.02.2013, 10:32
AW: Anonyme Samenspende?
Bis hier gut, aber was wird die Konsequenz sein?
Welcher Mann wird denn noch spenden? Es wurde zwar wissentlich gezeugt, aber die Prämisse war doch die Anonymität des Spenders. Und vor allem ist es doch indiskudabel, daß Unterhalt gefordert werden könnte.
Ich denke über kurz oder lang gibt es keine anonymen Spenden mehr, und was dann?
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07.02.2013, 10:37Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
warum nicht eine lösung wie:
das "kind" möchte seinen biologischen vater kennenlernen- der wird kontaktiert, von einer neutralen seite aus und kann selbst entscheiden ob oder nicht.
wo bleibt das recht des samenspenders auf anonymität- die ihm ja zugesichert wurde.
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07.02.2013, 10:39Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
Stimmt schon, aber den Samenspendern wurde seinerzeit Anonymität zugesichert. Das kann doch jetzt nicht nachträglich geändert werden.
Wenn von vornherein fest, dass ein Kind die Daten erfahren kann, dann wird sich der Samenspender evtl. anders entscheiden. Aber das im Nachhinein zu ändern, ist sehr unfair.
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07.02.2013, 10:40Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
@brighid
Irgendwie haben wir derzeit immer die gleichen Gedanken.
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07.02.2013, 10:41Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
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07.02.2013, 10:41Inaktiver User
AW: Anonyme Samenspende?
Das ist unfair für den Samenspender - aber für das Kind ist unfair, dass andere in seinem Namen auf seine Rechte verzichtet haben. Das ist nicht zulässig, wurde aber einfach ausgeblendet.
Das Recht des einen ist eben das Unrecht des anderen - und dann muss abgewogen werden.
Einseitig nur die Position des Samenspenders zu beklagen wird dem nicht gerecht.


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