Genau! Und was ist mit der Eskimorolle bei den Kanuten?
Außerdem: Lieber vom Neger einen Kuss als von der Nonne einen Furz!
Nonnenfürzle
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Ergebnis 201 bis 206 von 206
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19.01.2013, 11:28
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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19.01.2013, 14:52Inaktiver User
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Eines meiner Lieblingsbücher war "Onkel Toms Hütte".
Ich glaube, es war das erste Buch was mich so richtig bewegte.
Und, davor las ich mich ja schon durch Karl Mays gesamte Werke.
Mich macht es jetzt richtig neugierig wieder mal in dieses Buch zu schauen.
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19.01.2013, 17:24Inaktiver User
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Hierzu nur dies: Neuübersetzung: Ein zweites Leben - Feuilleton - FAZ
und: Neue Tolkien-Übersetzung: Dalli Dalli in Mittelerde - SPIEGEL ONLINE
Man hat nicht einfach "Bücher verändert", sondern Neuübersetzungen anfertigen lassen.
Nein. Niemand "ändert einfach" Klassiker. Es sei denn, man bringt eine für junges Publikum geänderte/gekürzte Fassung heraus. Allerdings wird das weder bei Werken von Heine noch von Benn der Fall sein.
Bücher sind nicht für die Ewigkeit, Texte können es durchaus sein. Und einige sind es schon.
Eine Übersetzung ist ein neuer Text.
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19.01.2013, 21:48Inaktiver User
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Und berichte dann, ob aus dem Henrystutzen ein Maschinengewehr wurde.
Manche Texte sind wirklich nicht mehr zeitgemäß.
Wird in der Neuauflage vom Faust nicht
"Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,
Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?"
durch
"E Alte willste nen F..."
ersetzt?
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20.01.2013, 22:41
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Es hat mit Kinderbuchklassikern ganz sicher nichts zu tun, aber im Zusammenhang passt es, und ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass es so geschrieben werden darf:
28:23! Deutschland putzt Mazedonien im WM-Achtelfinale
Saugut gegen die Schweinebande
Mein erstes Buch, in dem von Negern gesprochen wurde, war "Bekenntnis zu Bessie", von Hans Erich Seuberlich. Ich weiß es noch genau, ich war elf Jahre alt, das war 1968, das Buch ist von 1956, also ein Jahr älter als ich.
Ansonsten ... tja, wie sag ich das, T. C. Boyle, von dem ich fast alles gelesen habe, schmeißt in seinen Romanen mit Nicht-pc-Ausdrücken nur so um sich, und ich gehe davon aus, dass er zu den zeitgenössischen Literaten gezählt wird.Geändert von Sentenza (20.01.2013 um 23:15 Uhr)
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21.01.2013, 11:30
AW: Kinderbuchklassiker jetzt politisch korrekt
Ich glaube, dass sowohl Hohltier als auch Du mich mit dem "begleiten" falsch verstanden haben. Vielleicht hab ich es wirklich zu scharf formuliert.
Was ich meinte; für mich passt nicht zusammen, dass man Pippi Langstumpf unbedingt Kindergartekinder vorlesen will, es aber erst auf pc übersetzen muss weil es sie sonst überfordert. Dann liest man es halt nicht oder später oder wie auch immer.
Begleiten: wir haben CDs, die hören meine Kinder rauf und runter und ich weiß nicht mal, worums da genau geht. Bei Pippi Langstrumpf (uA) kann ich mir das kaum vorstellen. Die wird erzählt, nachgespielt, sich verkleidet, drüber geredet. Wenn ich das nicht will oder oder nur nicht über Neger reden kann oder befürchte, dass ich meinem Kind sonstwas in den Kopf setze, würde ichs eher lassen. Das alleine meine ich mit "begleiten". Dass ich mich nicht wundern darf, wenn meine Kinder Torte zum Frühstück nicht mehr abwegig finden (und trotzdem keine kriegen)- ich weiß kein besseres Wort.
Zum anderen, ich habe niemals behauptet, ein Erwachsener müsse irgendein Buch erklären. Diese Idee an sich stammt nicht aus meinem Kopf! Ich lese bis heute "gemeinsam" mit meinem Vater, auf diese komische Literaturseminaridee -einer kapierts, einer muss es erklärt kriegen- wäre ich nie gekommen. Klar vielleicht muss ich erklären, was Graupensuppe ist oder ein wollenens Leibchen, aber alles andere- Kinder sind selber schlau, jeden beschäftigt was anderes aus einer Geschichte, es ist ja nicht richtiger sich über den "Neger" aufzuregen als über die perlenklauenden Jims und Bucks. Und beim Kinderbuch steht das im Mittelpunkt, was meine Kinder bewegt, nicht mich, deswegen dränge ich ihnen auch keine Gespräche über die Apartheid auf.
Selbst wenn sie (die Kinder) es nicht der Länge und Breite nach durchquatschen (nein, NATÜRLICH NICHT), denken sie sich ihren Teil- und das entwickelt sich auch. Fand niemand außer mir Annika langweilig? Welches Kind findet es nicht eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, als das Pferd geprügelt wird? Oder Willi, der vom schrecklichen Benno verfolgt wird oder dass das Nationallied der Taka-Tuka-Insel "Hier kommen die Schweden mit Krach und Radau ist"? Habt ihr Euch nie geärgert, dass Anne ständig vor allem Angst hat und Hausarbeit offenbar Mädchensache ist? Hat es Euch nicht aufgeregt, dass Claus Pucki verbietet Auto zu fahren, sie beim geheimen Versuch das Auto ruiniert, und nachher auch noch auf den Knien um Entschuldigung bittet und ewigen Gehorsam schwört? Oder das Kati all ihre Reisen, Ausbildung nur noch Pillepalle findet, als sie erst das einzig wahre- Mann und Kind hat?
Ich habe schon mal gesagt, ich traue meinen Kindern einfach mehr zu, als dass sie sich jede dieser Vorstellungen einfach blindlings überstülpen.
Ich sehe auch keinen Grund diese alten Bücher abzuschaffen- sie sollen unterhalten, meinetwegen bewegen oder aufregen- das grenzenloseste aller Abenteuer, wo wir schon bei Lindgren sind. Veraltetes Zeug ist veraltet, das muss man nicht noch zusätzlich totschweigen.Geändert von Lavendula (21.01.2013 um 11:33 Uhr)
Life is what happens to you while you're busy making other plans (John Lennon)




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